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Yossi Cohen

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Datei:Yossi Cohen.jpg
Yossi Cohen (2016)

Josef Meir „Yossi“ Cohen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 10. September 1961 in Jerusalem) ist ein israelischer Offizier und war von 2016 bis Mai 2021 Direktor des Auslandsgeheimdienstes Mossad.

Biografie[Bearbeiten]

Cohen wurde in Jerusalem, im Stadtteil Katamon, in eine religiöse Familie geboren. Benannt wurde er nach seinem Großvater Josef und seinem Onkel Meir, der bei einem Armeeunfall sein Leben verlor.<ref name="Woot">Raoul Wootliff: Netanyahu said set to tap Yossi Cohen as next Mossad chief. The Times of Israel, 7. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine Mutter Mina war Lehrerin und Schulleiterin und gehörte zu einer Familie, die seit sieben Generationen in Hebron lebte. Für ihr Schaffen wurde sie von der Stadt Jerusalem ausgezeichnet.<ref>יקירי ירושלים לשנת תשס"ז. "Geliebte von Jerusalem im Jahr 5767". Abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jüdischer Kalender / 2006–2007 (5767)).</ref> Sein Vater Aryeh war Mitglied einer Familie von Tzabar, die seit der achten Generation in Eretz Israel lebten und die das Viertel Me'a Sche'arim gründeten. Er war Irgun-Aktivist und hatte zuletzt eine leitende Position bei der Bank Mizrahi-Tefahot inne. Cohen war in seiner Jugend Mitglied der Bnei Akiva und besuchte die Yeshivat Or Etzion High School in Merkaz Shapira.<ref name="Dolan">Tom Dolev: The next Mossad Director – Yossi Cohen. Jerusalem Online, 7. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Dezember 2015; abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Karriere[Bearbeiten]

Seine Militärzeit von 1979 bis 1982 verbrachte er bei den Fallschirmjägern, wo er zuletzt als Kommandeur ausschied.<ref>Chaim Levinson: A Golden Age for the Mossad: More Targets, More Ops, More Money. Haaretz, 26. August 2018, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach seiner Entlassung studierte er an der University of London und trat 1984 dem Mossad bei.<ref name="Dolan" /> Cohen wurde als "in der Lage, das Vertrauen seiner Schützlinge zu wecken" beschrieben.<ref name="Lyn">Ben Lynfield: Yossi Cohen: The Israeli spymaster straight out of Le Carré and Ian Fleming takes charge of Mossad. The Independent, 8. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wurde Sachbearbeiter, der mit der Rekrutierung und dem Umgang mit Spionen in fremden Ländern beauftragt war. Während seiner Ausbildung war er zu dieser Zeit der einzige religiöse Kandidat im Offizierkurs des Mossad.<ref name="Woot" /> Während seiner Karriere leitete er Agenten in einer Reihe von Ländern und wurde daraufhin Chef der Division Tsomet des Mossads.<ref>Dan Raviv & Yossi Melman: Veteran Spy-Runner Moves from Mossad to be Netanyahu’s Chief Advisor on National Security — Iran Options Are a Key Focus. 21. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Dezember 2013; abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1997 schloss er sein Studium an der Bar-Ilan-Universität im Rahmen des Programms für Sicherheitskräfte mit Auszeichnung mit einem Bachelor in Sozialwissenschaften ab.<ref>הילד מקטמון שגדל להיות היועץ לביטחון לאומי. Bar-Ilan-Universität, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Februar 2014; abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2000 nahm sich Cohen eine unbezahlte zweijährige Auszeit von der Organisation, um seine Familie bei der Betreuung seines Sohnes mit besonderen Bedürfnissen zu unterstützen. In diesen Jahren arbeitete er auch für Image ID.<ref name="Ronen">Ronen Bergman: One of the world's most mysterious organizations gets a new boss. ynetnews, 1. Mai 2016, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2002 kehrte er in den aktiven Dienst zurück und wurde 2006 zum Leiter des Zentrums für Spezialoperationen der Abteilung Junction ernannt.<ref name="Ronen" />

Von 2011 bis 2013 war er stellvertretender Direktor des Mossad unter Tamir Pardo.<ref>Jewish 100, 2015: Yossi Cohen – Government. The Algemeiner, 30. März 2016, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Spitzname war Y (hebräisch: "י").<ref>Ronen Bergman: Mossad chief names new deputy. ynetnews, 6. Mai 2011, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während dieser Zeit wurde er mit dem Israel Defense Prize ausgezeichnet.<ref name="Herb" /> Im August 2013 wurde er vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zum Nationalen Sicherheitsberater des Premierministers und zum Stabschef des Nationalen Sicherheitspersonals gewählt. Am 6. Dezember 2015 erschien Cohen vor dem Wirtschaftsausschuss der Knesset und brachte die Position des Nationalen Sicherheitsrates zum Ausdruck, dass eine Verzögerung, die beim Bau der Gasroute durch Israel entstehen könnte, die Sicherheit des Landes beeinträchtigt.<ref>ראש המועצה לביטחון לאומי: "ארגוני הטרור ניסו לפגוע במאגר תמר - והחטיאו". 6. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 7. Dezember 2015 gab Netanjahu Cohens Ernennung zum Chef des Mossad bekannt.<ref name="Woot" /> Am 6. Januar 2016 trat er sein Amt an und ersetzte damit seinen Vorgänger Pardo.<ref>Peter Münch: Der neue Mossad-Chef - sie nennen ihn "das Model". Süddeutsche Zeitung, 9. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021.</ref>

Im Januar 2018 beaufsichtigte Cohen die Operation, das geheime Nukleararchiv des Iran in Teheran zu stehlen und aus dem Land zu schmuggeln (siehe Iranisches Atomprogramm). Nach Angaben der Jerusalem Post wurde eine Karte der bei der Unternehmung erfassten Nuklearstandorte noch nicht veröffentlicht.<ref name="Yonah">Yonah Jeremy Bob: Yossi Cohen: The Mossad spy chief who stole Iran’s secret nuclear archives. The Jerusalem Post, 29. September 2019, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Den erbeuteten Dokumenten wurde eine wichtige Rolle bei der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zugeschrieben, vom Atomabkommen mit dem Iran zurückzutreten. Im September 2019 listete die Jerusalem Post Cohen als den einflussreichsten Juden des Jahres auf.<ref>The Jerusalem Post’s 50 Most Influential Jews of 2019. The Jerusalem Post, September 2019, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 5. Juli 2020 beschloss Netanjahu, Cohens Amtszeit als Chef des Mossad um weitere sechs Monate bis zum 1. Juni 2021 zu verlängern, sein Nachfolger soll sein Stellvertreter David Barnea werden.<ref>Noa Landau: Netanyahu Extends Mossad Chief Yossi Cohen’s Term Through June 2021. Haaretz, 5. Juli 2020, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Cohen war der wichtigste israelische Beamte, der für die Verwaltung der weitgehend geheimen Beziehungen Israels zu verschiedenen arabischen Nationen verantwortlich war. Er hat sich oft mit Vertretern Ägyptens, Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Katars getroffen und bei der Aushandlung von Netanjahus Besuch in Oman im Jahr 2018 mitgewirkt. Berichten zufolge traf er den Geheimdienstchef des Sudan, obwohl der sudanesische Geheimdienst dies bestritt.<ref>Sudan intel chief denies meeting Mossad head to talk supplanting nation’s leader. The Times of Israel, 2. März 2019, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 war er Israels Chefunterhändler bei der Vereinbarung des abrahamitischen Abkommens, die schließlich zu den Friedensverträgen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Sudan und Marokko führten.<ref>From Mossad overtures to frenetic US diplomacy: How UAE deal reportedly happened. The Times of Israel, 14. August 2020, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rina Bassist: Mossad chief likely to continue advancing Israel, UAE contacts. Al-Monitor, 14. August 2020, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Israel appoints former operative David Barnea as new Mossad spymaster. Business Standard, 25. Mai 2021, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 23. November 2020 nahm er Berichten zufolge an einem geheimen Treffen mit Premierminister Netanjahu und Muhammad bin Salman, Saudi-Arabiens Erbe und Verteidigungsminister teil.<ref>Kersten Knipp & Imane Mellouk: War Benjamin Netanjahu in Saudi-Arabien? DW, 23. November 2020, abgerufen am 29. Mai 2021.</ref> Laut einem Zeitungsbericht hält Netanyahu Cohen für die beste Person, die ihm als Premierminister nach seinem Ausscheiden nachfolgt.<ref name="Yonah" /> Am 30. Mai 2021 verlieh ihm die Bar-Ilan-Universität die Ehrendoktorwürde.<ref>BIU Honorary Doctorates 2021. In: Bar-Ilan-Universität. 27. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2021; abgerufen am 17. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:טקס לציון סיום הפעילות במרכז השליטה הלאומי למאבק בקורונה 4.jpeg
Yossi Cohen beim Gespräch mit Stabschef Aviv Kochavi (Mai 2020)

Im Mai 2024 deckten das +972 Magazine und der Guardian auf, dass Cohen persönlich eine neun Jahre dauernde Operation gegen den Internationalen Strafgerichtshof und gegen dessen Chefankläger – zuerst Fatou Bensouda und dann Karim Khan – leitete. Der Gerichtshof, die Ankläger und ihre Familien wurden abgehört und observiert; die Ankläger und ihre Familien wurden persönlich bedroht.<ref>Yuval Abraham, Meron Rapoport: Surveillance and interference: Israel’s covert war on the ICC exposed +972 Magazine, 28. Mai 2024; "גרדיאן": יוסי כהן השתמש ב"שיטות נבזיות" ללחוץ על התובעת בהאג {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), 28. Mai 2024; Harry Davies, Bethan McKernan, Yuval Abraham, Meron Rapoport: Spying, hacking and intimidation: Israel’s nine-year ‘war’ on the ICC exposed The Guardian, 28. Mai 2024; Harry Davies: Israeli spy chief ‘threatened’ ICC prosecutor over war crimes inquiry The Guardian, 28. Mai 2024.</ref>

Politische Ansichten[Bearbeiten]

Auf einer Konferenz im Jahr 2019 in Herzlia gab Cohen bekannt, dass Israel eine einzigartige Gelegenheit hat, ein umfassendes Friedensabkommen mit den Palästinensern zu erreichen. Dies sei auch die Ansicht der Mossad–Einheit, deren Aufgabe es sei, diplomatische Möglichkeiten zu analysieren. Angesichts der gegenwärtig guten Verhältnisse zu den Vereinigten Staaten, der russischen Regierung und der Wiederherstellung teilweiser diplomatischer Beziehungen zu den arabischen Staaten am Persischen Golf, die sich auf die Opposition gegen den Iran konzentrierten, besteht nach Auffassung von Cohen eine einmalige Gelegenheit für einen Frieden im Nahen Osten. Unter diesen sehr nützlichen Bedingungen für Israel müsse die Regierung die Chance jetzt ergreifen.<ref>Yossi Beilin: Mossad chief exposes vision of peace, calls to act. Al-Monitor, 5. Juli 2019, abgerufen am 29. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Jerusalem Post berichtete im September 2019, Cohen glaube, „dass sich im Friedensprozess nichts bewegen wird, bis der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, sein Amt niederlegt.“<ref name="Yonah" />

Attentate[Bearbeiten]

Zu den Attentaten, die dem Mossad während Cohens Amtszeit zugeschrieben werden, gehören:

Privates[Bearbeiten]

Cohen und seine Frau Aya haben zusammen vier Kinder.<ref name="Herb">Herb Keinon: PM names deputy Mossad head as new National Security council chief. The Jerusalem Post, 21. August 2013, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Sohn Yonatan ist ehemaliger Offizier des Unit 8200 und leidet an Zerebralparese.<ref>Itamar Eichner: Newly appointed National Security Advisor Cohen's son reveals moving family story. ynetnew, 26. August 2013, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hat außerdem eine Enkeltochter und lebt mit seiner Familie in Modiʿin eine traditionelle Lebensweise als Masorti.<ref>New Mossad chief: Israel needs heavenly help. i24news, 16. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neben Hebräisch spricht er fließend Englisch, Französisch und Arabisch.<ref name="Eco">What the new boss of Mossad means for Israeli foreign policy. The Economist, 8. Dezember 2015, abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In seiner Freizeit betätigt er sich als Marathonläufer.<ref>Is spy suited for role of Israeli premier's national security advisor? i24news, 22. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Februar 2014; abgerufen am 28. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wegen seines stets gepflegten und stilvollen Aussehens wird er auch Das Model genannt.<ref name="Lyn" /> Laut dem Investigativjournalisten Ronen Bergman hat er den Ruf, ein harter Hund zu sein.<ref name="Eco" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Yossi Cohen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

VorgängerAmtNachfolger
Tamir PardoDirektor des Mossad
von 2016 bis Mai 2021
David Barnea

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