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Juri Khanon

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Datei:Khanon Yuri PetroNab V-2008.jpg
Juri Khanon, Sankt Petersburg, 2008

Juri Khanon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), eigentlich Juri Felixowitsch Solowjow-Sawojarow (russisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value);<ref name="Encyclopedia">kino-teatr.ru// Russische Kino- und Theater-Enzyklopädie (Bio)</ref> * 16. Juni 1965 in Leningrad), ist ein russischer Komponist. Er ist Preisträger des Europäischen Filmpreises Felix 1988 (Spezialpreis der Jury)<ref name="Awards">Special Prize of the Jury // European Film Awards 1988</ref> und war 1989 für den russischen Filmpreis Nika nominiert.<ref name="nika89">Vorlage:IMDb/1</ref> Darüber hinaus ist er als Schriftsteller, Maler,<ref name="Yoffe" details="S. 512" /> Pianist und Pflanzenzüchter bekannt.<ref name="Yoffe" details="S. 514" />

Leben und Werk[Bearbeiten]

Khanon ist der Enkel von Michail Sawojarow.<ref name="Enzyklopädie Kino">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.russiancinema.ru (Memento vom 21. Juli 2011 im Internet Archive) // Russische Kino-Enzyklopädie (Bio)</ref> 1988 absolvierte er das Leningrader Konservatorium im Fach Komposition und Musiktheorie u. a. bei Wladimir Zytowitsch.<ref name="Grove" /> Als seine Vorbilder und Lehrer nennt er besonders die Komponisten Alexander Skrjabin und Erik Satie.<ref name="Grove">Lyudmila Kovnatskaya: Khanon″ [(Khanin] (Solov′yov-Savoyarov), Yury Feliksovich. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich). 2001.</ref>

1988–1991 schrieb er die Musik zu drei Filmen, konzertierte und trat im Fernsehen auf. Häufig waren seine Auftritte von Skandalen begleitet.<ref>Juri Khanon, Dmitri Gubin. «Panther- und Hyänenküsse» (Essay). — «Ogonjok» (Wochenzeitschrift). 1991, № 50, S. 21 (russisch)</ref><ref>«Scrjabin starb, aber seine Arbeit lebt», Interview mit Kirill Shevchenko. — Leningrad: Schlicht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), 13. November 1991, (russisch)</ref> Die größte Resonanz hatten die Konzerte Musik der Hunde (Moskau 1988)<ref name="Yusipova">L.Yusipova. «Kerls, schießen für Stimme». — Moskau. Zeitschrift «Satellite Filmbetrachter» № 9/1989. ISSN 0208-3140. S. 16–17. (russisch)</ref> und Eingetrocknete Embryonen<ref name="Grove" /> (Leningrad 1991).<ref name="Yoffe" details="S. 512" /> 1992 erfolgte die Aufführung und Aufzeichnung der biografischen Oper Der Chagrinknochen (Regisseur Igor Besrukow) durch das St. Petersburger Studio für Dokumentarfilme. Die Hauptrolle spielte der Autor selbst. Das englische Label Olympia produzierte eine CD mit einigen Werken von Khanon: Fünf kleinste Orgasmen, Ein gewisses Konzert (für Klavier und Orchester), sowie Mittlere Symphonie.<ref>Eintrag zur Olympia-CD 1992 in der bibliografischen Datenbank WorldCat</ref> Diese CD ist die einzige vom Autor veröffentlichte CD. Nach 1992 beendete Khanon alle öffentlichen Auftritte und Publikationen seiner Musik und zog sich 1993 vollends aus dem öffentlichen Leben zurück.<ref name="Grove" />

Datei:Ratmansky & Khanon Middle Duet 24no198.jpg
Alexei und Tatiana Ratmansky
mit Juri Khanon, Mittleres Duett,
Mariinsky-Theater, 24. November 1998

Von 1996 bis 1999 nahm Khanon dennoch als Pianist mehr als 15 unveröffentlichte CDs auf, unter ihnen drei Präludien von Skrjabin, eine CD mit der Bleiernen Musik von Satie sowie fünf eigene Programme.<ref name="Grove" /> Es heißt aber, weitere CDs (z. T. mit ihm als Interpreten) habe Khanon nicht freigegeben.<ref name="Yoffe" details="S. 513" /> Eine CD mit dem Titel Modern Composers of Saint-Petersburg, die 2012 in den USA ohne Genehmigung der dort vorgestellten Komponisten veröffentlicht wurde, beinhaltet neben Khanons exzentrischen Elenden Noten (Miserable Score) eine humorlose Mozart-Karikatur, Amadeus, die Khanon zugeschrieben wird, aber tatsächlich von dem Komponisten Juri Krasawin stammt.

Unter den Theateraufführungen ist das Ballett in einem Akt Das Mittlere Duett<ref name="Middle Duo (video)">youtube.com //Mittleres Duett (video)</ref> am bekanntesten (erster Teil der Mittleren Symphonie), das 1998 im Mariinski-Theater aufgeführt wurde.<ref name="Mariinsky">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mittleres Duett (Средний дуэт). (Memento vom 6. Juli 2009 im Internet Archive) mariinsky.ru // Mariinski-Theater: Ballets, 24. November 1998.</ref> Es wurde 2000 für den Preis Die Goldene Maske nominiert.<ref name="Goldene Maske">theatre.ru // «Goldene Maske», 2000.</ref><ref name="Bolshoy theatre: ballets">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.bolshoi.ru (Memento vom 30. August 2010 im Internet Archive) // Bolschoi-Theater: Ballets, 2006/2007.</ref><ref name="New York City">nytimes.com // New York Times, 23. November 2006: «The Middle Duet».</ref> Ein Satz (Nummer 1) der Mittleren Symphonie wurde über die russischen Grenzen hinaus bekannt als Musik zu der berühmten Ballett-Miniatur Mittleres Duett. Dies führte zu einem langjährigen Rechtsstreit Khanons mit dem Choreographen Alexei Ratmansky, dem Mariinski-Theater und anderen Theatern, die seine Musik illegal gespielt und benutzt haben sollen.<ref name="Yoffe" details="S. 513" /> Der Komponist Boris Yoffe schreibt: „Allein schon der aus dem Kontext gerissene Satz, in dem eine unbestimmte barocke Vorlage (zwischen der berühmten Albinoni-Fälschung und den langsamen Sätzen aus Bachs instrumentalen Concerti) zu einer unendlichen, auseinandergehenden und sich doch erhaltenden Schleife gebunden wird, lässt Khanon zu den führenden Komponisten der Postmoderne, den virtuosesten Meistern der Destruktion, Verfremdung, Minimalismus zählen.“<ref name="Yoffe" details="S. 513" />

Seit 2006 hat Khanon auf die reversive (umgekehrte) Kompositionsmethode umgestellt.<ref name="mod" details="S. 7">Juri Khanon: „Nicht Moderne, nicht Musik“ (Interview mit Oleg Makarow). Zeitschrift Moderne Music, Nr. 1-2011, Moskau, Nauchtechlitizdat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), S. 2–12</ref> Er vernichtet seine Kompositionen planmäßig nach und nach selbst:<ref name="Yoffe" details="S. 513">Boris Yoffe: Im Fluss des Symphonischen. (eine Entdeckungsreise durch die sowjetische Symphonie). Wolke Verlag, Hofheim 2014, ISBN 978-3-95593-059-2, S. 512ff.</ref>

„diese Welt ist eine Verbrecherin, sie hat nichts außer Asche verdient.<ref name="Yoffe" details="S. 513" />“

Werke[Bearbeiten]

Datei:Os de Chagrin Menuetto.jpg
Menuet aus der Pause-Oper «Chagrinknochen»

Musikalische Werke[Bearbeiten]

Ballett[Bearbeiten]

  • Ein Schritt vorwärts – zwei rückwärts (Шаг вперёд – два назад oc.24, 1986, nach dem Artikel von Wladimir Lenin),
  • Os de Chagrin (Der Chagrinknochen, Шагреневая Кость, oc.37, 1989, nach dem Roman von Honoré de Balzac Das Chagrinleder),
  • Schützengraben (Окоп, oc.39-с, 1990, erstes Ballett auf durchschnitten Geländelauf),
  • Der Nussknatter (Трескунчик, oc.43, 1990, nach dem Ballett von Pjotr Tschaikowski «Der Nussknacker»),
  • Sigelle<ref name="Grove" /> (Зижель, oc.55, 1993, nach dem Ballett von Adolphe Adam Giselle).
  • Der steinerne Gast (Каменный Гость, oc.66-с, 1997, Grab Ballett)

Opern[Bearbeiten]

Datei:Khanon Symphonie Hilarante oc.70 (premiere nov2017).jpg
Lach-Symphonie (November 2017, premiere: erste und letzte Aufführung)

Orchesterwerke[Bearbeiten]

  • Sinfonie der Hunde (oc.35, 1989),
  • Mittlere Symphonie. (oc.40, 1990),
  • Drei Extreme Sinfonien (oc.60, 1996),
  • Lach-Symphonie (Belustigende Symphonie, oc.70, 1999),
  • Die Menschen umblätternd (fünfstündige orchestrale Fresken, oc.50, 1992)
  • Das Innere Requiem (albigense «Requiem internam», ос.71, 2000),
  • Agonia Dei (gemischte Mysterium, ос.72, 2000) und eine Menge anderer sinfonischer, Kammermusik und Klavierwerke.<ref name="Grove" />

Filme[Bearbeiten]

Khanon arbeitete von 1988 bis 1991 beim Kino.<ref name="Enzyklopädie Kino" /> Er komponierte seine erste Filmmusik Tage der Finsternis, (Regie: Alexander Sokurow) noch während seines Studiums.<ref name="Grove" /> Auf der ersten Preisverleihung (November 1988, West-Berlin) wurde der Film mit dem Sonderpreis der Europäischen Filmakademie («Felix») für die beste Filmmusik ausgezeichnet.<ref name="Felix">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.European Film Awards 1988 – The Winners (Memento vom 12. April 2009 im Internet Archive) // European Film Academy.</ref> Ungeachtet des großen Erfolges arbeitete Khanon nach 1991 nicht mehr für den Film.

1987 wandte sich der Regisseur Sokurow an Khanon mit dem Angebot, Musik zu dem Film mit dem Titel Tag der Finsternis zu schreiben,<ref name="Anaestesia">Juri Khanon: «Die Türen schließen» oder Anaestesia Dolorosa (zu überflüssige Erklärung). — Sankt Petersburg: Zentrum für Mittlere Musik, 2011. (russisch)</ref> nachdem er sich bereits ein Jahr zuvor um eine Zusammenarbeit bezüglich der Komposition zum Film Gramvolle Gefühllosigkeit bemüht hatte und Khanon dieses Angebot abgelehnt hatte.<ref name="Yusipova" />

Literarische Werke[Bearbeiten]

Datei:Khanon Scriabin comme Face.jpg
Frontispiz: Juri Khanon & Aleksander Skrjabin, St. Petersburg, 1902

Als Essayist und Belletrist arbeitet Khanon seit 1983. Sein Roman aus Erinnerungen Skrjabin als Antlitz (1995) wurde geschaffen als „elitärer Gegenstand der Buchkunst.“ Der Roman enthält persönliche Erinnerungen eines Autors, der fast dreißig Jahre mit dem russischen Komponisten Alexander Skrjabin bekannt war,<ref name="liki" /> und mischt reale, biografische mit fiktiven Elementen.<ref name="Grove" /> Die Sprache und der Stil sind leicht, sie gründen insgesamt auf der Umgangs- und literarischen Sprache des ersten Jahrzehntes des 20. Jahrhunderts. Da Yuri Khanon nicht nur literarisch und musikalisch tätig ist, sondern auch malt, gestaltet er alle seine Bücher selbst als Grafiker und macht sie so zu Künstlerbüchern.<ref name="Yoffe" details="S. 512" />

Zum ersten Mal in der Musikgeschichte, heißt es über den Roman, schreibe über den Komponisten kein Biograf, kein Musikwissenschaftler und Kritiker, auch kein Schriftsteller oder Philosoph, sondern ein Komponist. Wahrscheinlich seien gerade deshalb in diesem Buch alle abgedroschenen literarischen Klischees und Schablonen vermieden. Für den Autor dieses 1925 erstmals erschienenen, neu aufgelegten Romans höre Skrjabin auch zehn Jahre nach seinem Tod nicht auf, „einfach irgendwo nebenan, in der Nachbarschaft zu leben, ein naher, Verwandter und sogar ein innerer Mensch bleibend“.<ref name="liki">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.liki-rossii.ru (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.liki-rossii.ru // „Skrjabin als Antlitz“, Annotation von „Antlitze Russlands“, 1995. (russisch)</ref>

2010 sorgte Khanons umfangreiches Buch über Erik Satie (Erinnerungen rückwirkend), in dem er eigene Texte zusammen mit den ins Russische übersetzten Schriften Saties zu fiktiven Erinnerungen Saties verknüpft, zu einer verhaltenen Diskussion. In diesem Buch identifiziert er sich vollkommen mit seinem Protagonisten und schafft somit eine neue Gattung zwischen wissenschaftlicher Studie, analytischem Essay und Mystifikation. Neben Satie zähle nur Skrjabin zu seinen Vorbildern, betonte Khanon in seinen frühen Schriften und Interviews. Khanon bezeichnet sich selbst als Kanoniker, als einen, der eine Doktrin, einen Kanon bestimmt (seinen Namen hat er dahingehend geändert).

Nach 2009 begann Juri Khanon seine Essays, Geschichten, Artikel und Forschungsergebnisse auf seiner eigenen Website „Khanograf“ zu veröffentlichen;<ref name="khan">Khanograf: Essays, Geschichten, Artikel und Forschungsergebnisse.</ref> ihre Zahl überstieg zweieinhalbhundert. Neben dem Hauptautor veröffentlichten auch Boris Yoffe, Wiktor Jekimowski, Wladimir Tichonow, Psoi Korolenko und andere berühmte Persönlichkeiten auf derselben Ressource, oft in Co-Autorenschaft. Die Themen der Texte sind sehr breit gefächert, von „Naturphilosophie der Natur“ bis hin zur historischen Musikwissenschaft und entsprechen im Allgemeinen dem Interessenspektrum des Hauptautors. Die meisten Artikel sind auf Russisch verfasst, es gibt jedoch Materialien auf Deutsch und Englisch. Im Jahr 2024 wurden beide persönlichen Websites von Khanon „zur ewigen Aufbewahrung“ im Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek archiviert.<ref name="muenchen">Khanograf und Website yuri-khanon.com im Katalog und der Suchmaschine der Bayerischen Staatsbibliothek.</ref>

2013 wurde von Khanon das Alphonse Allais gewidmete Buch Alphonse, der nie existierte veröffentlicht. Dies ist das erste Buch von und über Alphonse Allais in russischer Sprache.<ref name="likialph">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.liki-rossii.ru (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.liki-rossii.ru // „Alphonse, der nie existierte“, Annotation von „Antlitze Russlands“, 2013. (russisch)</ref>

2017 veröffentlichte das Zentrum für Mittlere Musik das erste Buch über Michail Sawojarow seit hundert Jahren. Es enthält eine ausführliche Einleitung und über zweihundert seiner Gedichte (aus acht Gedichtbänden), die größtenteils ebenfalls erstmals veröffentlicht wurden.<ref name="Select">Juri Khanon, Michail Sawojarow. «Gewählte Scheltworte» ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Ausgewählte Werke). – Sankt Petersburg: Zentrum für Mittlere Musik, 2017. — 356 s. (russisch)</ref> Ein ausführliches analytisches Nachwort verfasste Psoi Korolenko.<ref>Psoi Korolenko : «Из бранного — в избранное» (Von Scheltworte zu Auswahl), erstes Nachwort zum ersten Buch (über M. N. Savoyarov).</ref> Das Buch trägt den vielsagenden Titel „Gewählte Scheltworte“ und wurde geschaffen, um (in den Worten des Autors) „vielleicht die größte Lücke im Mantel des Silbernen Zeitalters zu schließen“. Die Sammlung hat zwei Autoren (Enkel und Großvater): Yuri Khanon und Mikhail Savoyarow, die sich die Prosa- und Lyrikteile untereinander aufteilten. Die Publikation ist gestalterisch und optisch ein Künstlerbuch und wird außerdem im Archiv der Bayerischen Bibliothek aufbewahrt.<ref name="Sawojarow">Izbrannoe izbrannogo: (chudšee iz lučšego) (Gewählte Scheltworte : das Schlechteste vom Besten) Künstlerbuch im Katalog der Bayerischen Bibliothek.</ref>

Im Jahr 2026 veröffentlichten Michail Saltykow-Schtschedrin und Michail Solowjow-Sawojarow Geschichte einer Stadt (vollständige) mit dem erläuternden Hinweis: „Herausgegeben von Juri Khanon auf der Grundlage authentischer Dokumente“. Das Buch war einem gleichzeitigen Ereignis gewidmet: dem 200. und 150. Geburtstag der beiden Autoren. Laut Juri Khanon gehört diese Edition, wie ihre Originalquelle, zum Korpus der russischen Fumistentexte. Sie enthält alle Texte, die in Saltykow-Schtschedrins berühmtestem Werk hätten enthalten sein sollen, aber aus verschiedenen Gründen nicht aufgenommen wurden.<ref name="Geschichte">M.E. Saltykov-Shchedrin, M.N. Solovyov-Savoyarov. „Geschichte einer Stadt (vollständige)“, St. Petersburg: Zentrum für Mittlere Musik, 2026 (veröffentlicht zum 200. Geburtstag von Saltykov-Shchedrin und zum 150. Geburtstag von Solovyov-Savoyarov).</ref>

Rezensionen[Bearbeiten]

„Alexander Sokurow «Die einsame Stimme des Menschen» (Begleittext, 1988).“

„… Obwohl Khanon Satie und Skrjabin seine Lehrer nennt, ist es nicht die Musik dieser Komponisten, die ihn anzieht, sondern ihre Tendenz, ihre Musik mit einer Idee zu verbinden — manche würden sagen, ihr unterzuordnen. Laut Khanon ist ein Komponist ein Ideologe in Bezug auf sein musikalisches Material. Elemente des Spiels (sowohl semantisch als auch phonetisch), des Paradoxen, des Absurden und der Nonsensliteratur (Wort-Inversion und Neologismus, Pseudo-Zitat und Limerick) verleihen Khanons Ästhetik den Wunsch, den Hörer zu empören …“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ljudmila Kownazkaja: Grove’s Dictionary of Music & Musicians, 1998<ref name="Grove" />

„Boris Filanovsky «Notwendige Pyrotechnik», 2000.“

„Wladimir Tichonow «Das Imperium der Weißen Maske» (herausgegeben “Khangёre Sinmun”, Seoul, 2003).“

„… Juri Khanon ist ein Kanoniker und ein Doktrinär. Das bedeutet nicht, dass er einfach nur ein Komponist sei. Das Komponieren der Musik ist für Juri Khanon die Weise, eine Doktrin zu äußern. Genau so eine Weise stellen das literarische Werk und das Spielen dar. Khanon spielt die Klavierwerke von Erik Satie und Alexander Skrjabin. Er hält sie für seine Lehrer und nennt die anderen ‚einfach nur Komponisten‘. Juri Khanon schreibt sehr viel Musik. Es gibt davon zwei Arten: die mittlere und die extreme Musik. […] Khanons Figur ist außerordentlich interessant und einzigartig für unsere Zeit.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Viktor Ekimowsky: Automonografie, 2008<ref name="Auto">Viktor Ekimovsky: Automonographia. Edition Muzizdat / Музиздат, Moskau 2008, ISBN 978-5-904082-04-8, S. 291–293. (russisch)</ref>

„… Der Großmeister des Grotesken in der Leningrader Musik ist Juri Khanon, […] der den radikalen Geist der Futuristen und Absurdisten der Nachrevolutionsjahre und im Besonderen Daniil Charms’ wieder ins Leben ruft. […] Nach seinen skandalösen Erfolgen der späten 1980-er bis frühen 1990-er Jahre, in denen Khanon unter anderem als Komponist von Kinomusik in Zusammenarbeit mit dem berühmten Regisseur Alexander Sokurow in Erscheinung trat, hat er sich für einen totalen Rückzug aus dem öffentlichen Leben entschieden. Hin und wieder finden sich seine Aufsätze über Botanik in Fachzeitschriften. 2010 sorgte sein umfangreiches Buch über Erik Satie, in dem Chanon eigene Texte zusammen mit den ins Russische übersetzten Schriften Saties zu fiktiven Erinnerungen Saties verknüpft, zu einer verhaltenen Diskussion. In diesem Buch identifiziert er sich vollkommen mit seinem Protagonisten und schafft somit eine neue Gattung zwischen wissenschaftlicher Studie, analytischem Essay und Mystifikation. Neben Satie zähle nur Skrjabin zu seinen Vorbildern, betonte Khanon in seinen frühen Schriften und Interviews. […] Allein in der Auflistung seiner Kompositionen mit ihren spöttischen, teils absurden Titeln spiegelt sich Khanons Ästhetik adäquat wider…“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boris Yoffe: «Im Fluss des Symphonischen», 2014<ref name="Yoffe" details="S. 512" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Juri Khanon – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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