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Zeche Anclam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zeche Anclam
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Andere Namen Zeche Anclam Gerichts Herbede
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte bis zu 2
Betriebsbeginn 1739
Betriebsende 1799
Nachfolgenutzung Zeche Vereinigte Ankunft & Anclam
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 25′ 5,2″ N, 7° 18′ 32,1″ OKoordinaten: 51° 25′ 5,2″ N, 7° 18′ 32,1″ O
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Zeche Anclam (Regionalverband Ruhr)
Zeche Anclam (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Anclam
Standort Vormholz
Gemeinde Witten
Kreis (NUTS3) Ennepe-Ruhr-Kreis
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Anclam ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk im Wittener Ortsteil Vormholz.<ref name="Quelle 1" /> Das Bergwerk befand sich im Südflügel der Borbecker Mulde.<ref name="Quelle 2" /> Es war auch unter dem Namen Zeche Anclam Gerichts Herbede bekannt.<ref name="Quelle 3" /> Das Grubenfeld des Bergwerks wurde nach der vorpommerschen Stadt Anklam benannt.<ref name="Quelle 2" />

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Am 3. November des Jahres 1727 wurde die Mutung auf eine Kohlenbank<ref group="ANM" name="Anm. Hartmann." /> im Herberder Gehölz eingelegt.<ref name="Quelle 3" /> Am 20. November des darauffolgenden Jahres wurde ein Längenfeld für den Abbau im Flöz Geitling verliehen.<ref name="Quelle 1" /> Verliehen wurde das Grubenfeld vom preußischen Bergamt an den Bauernsohn Henrich Johann Mittelste Berghaus,<ref name="Quelle 2" /> Arnold Auvermann<ref name="Quelle 3" /> und einen weiteren Verwandten von Henrich Johann Mittelste Berghaus. Das Grubenfeld erstreckte sich vom Muttental bis zum Hardensteiner Tal.<ref name="Quelle 2" /> Am 18. März des Jahres 1735 verkaufte Arnold Auvermann seinen Bergwerksanteil an die Familie Oberste Frielinghaus.<ref name="Quelle 3" /> Durch den Kauf der zusätzlichen Kuxe war nun die Familie Oberste Frielinghaus mit 42 2/3 Kuxen an dem Bergwerk beteiligt.<ref name="Quelle 2" /> Im Jahr 1739 wurde das Grubenfeld vermessen.<ref name="Quelle 3" /> Zum Zeitpunkt der Vermessung war bereits ein Förderschacht in Betrieb.<ref name="Quelle 2" />

Die weiteren Jahre[Bearbeiten]

In den folgenden Jahren war das Bergwerk bis zum Jahr 1771 in Betrieb. Im Jahr 1755 war das Bergwerk mit zwei Bergleuten belegt.<ref name="Quelle 1" /> Am 26. Februar des Jahres 1771 waren als Gewerken Johann Röttger Mittelste Berghaus, Diedrich Henrich Rahmann, Melchior Jürgen Mittelste Berghaus, Diedrich Henrich Schmidt, Johann Jürgen Mittelste Berghaus, Caspar Ernst Schumacher und die Erbgenahme Oberste Frielinghaus in die Unterlagen des Bergamtes eingetragen. Die Rezeßgelder waren bis zu diesem Zeitpunkt bezahlt worden.<ref name="Quelle 3" /> Auch nach dem Jahr 1771 war das Bergwerk weiterhin in Betrieb. Im Jahr 1787 wurde das Bergwerk in der Niemeyerschen Karte eingetragen. Gemäß dieser Karte befand sich das Bergwerk zwischen der heutigen Straße Altenhöfen und der Berghauser Straße. Das Bergwerk war danach noch bis zum Jahr 1799 in Betrieb. In diesem Jahr wurde in der ersten Jahreshälfte noch im Bereich von Schacht 6 abgebaut. Am 6. Juli desselben Jahres wurde die Zeche Anclam stillgelegt. Am 24. August des Jahres 1808 konsolidierte das Bergwerk zusammen mit der Zeche Ankunft unterhalb der Stollensohle zur Zeche Vereinigte Ankunft & Anclam.<ref name="Quelle 1" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Quelle 1">Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 144) 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.</ref> <ref name="Quelle 2">Gerhard Koetter (Hrsg.): Bergbau im Muttental. 1. Auflage, Druckstatt Wöhrle, Witten 2001, ISBN 3-00-008659-5.</ref> <ref name="Quelle 3">Thomas Schilp (Hrsg.), Wilfried Reininghaus, Joachim Huske: Das Muth-, Verleih-, und Bestätigungsbuch 1770 - 1773. Eine Quelle zur Frühgeschichte des Ruhrbergbaus, Wittnaack Verlag, Dortmund 1993, ISBN 3-9802117-9-7.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references group="ANM">

<ref group="ANM" name="Anm. Hartmann.">Der Begriff Kohlenbank ist die Bezeichnung für den kohleführenden Teil eines Kohlenflözes. (Quelle: Carl Friedrich Alexander Hartmann: Vademecum für den praktischen Bergmann.)</ref>

</references>