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Zehn Winter

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Der Film Zehn Winter (Originaltitel: Dieci inverni) ist eine italienisch-russische Produktion. Es ist die Regie-Diplomarbeit des italienischen Autors, Drehbuchautors und Regisseurs Valerio Mieli am Centro Sperimentale di Cinematografia. Der Film eröffnete die Festivalsektion Controcampo Italiano bei den 66. Internationalen Filmfestspielen von Venedig vom 2. bis zum 12. September 2009. Erzählt wird die Beziehung zweier Studenten, die über zehn Jahre ihre Liebe entdecken und dabei erwachsen werden. Dabei begleitet sie der überwiegend im winterlichen Venedig spielende Film in zehn Ausschnitten.

Handlung[Bearbeiten]

Im Winter 1999 geht die achtzehnjährige Camilla aus Valdobbiadene zum Russischstudium nach Venedig und trifft dort im Vaporetto über die Lagune auf den gleichaltrigen Studenten Silvestro. Dieser folgt ihr, verpasst absichtlich das letzte Vaporetto, und bittet Camilla, bei ihr übernachten zu dürfen. Dies ist der Beginn einer Liebe, die langsam wächst und sich erst nach zehn Jahren offenbart, in denen beide reifer geworden sind. Die zehn Momentaufnahmen sind so überraschend wie das Leben. Der Film begleitet beide in ihrem Studienalltag in Venedig, nach Moskau und zu einer ländlichen Hochzeitsfeier in Russland. Sie leben andere Beziehungen, sie bilden eine Wohngemeinschaft. Sie sind von Mal zu Mal Feinde, Freunde, Bekannte, Verliebte. Sie sind sich mal nah, mal entfernen sie sich wieder voneinander. Jeden Winter öffnet sich gleichsam ein Fenster, das Einblick in das Leben der beiden gewährt. Immer kreuzen sich ihre Wege, bis sie erwachsen sind und ihre Liebe erkennen. Schön herausgearbeitet sind die gegensätzlichen Charaktere der beiden Hauptpersonen. Camilla ist strebsam und zurückhaltend,<ref name="cineman">cineman</ref> Silvestro freier und widersprüchlicher.<ref name="mymovies">Marianna Cappi: Dieci inverni auf MyMovies (italienisch) Abgerufen am 4. Mai 2013.</ref> In seinem Film erzählt der Regisseur und promovierte Philosoph Valerio Mieli seine autobiografisch beeinflusste Geschichte „mit Leichtigkeit und einem Zuckerstaub von Poesie“.<ref name="NZZ">Alexandra Stäheli: Valerio Mielis unbeschwert-poetischer Débutfilm «Dieci inverni» zeigt die Lagunenstadt im Alltagsgewand: Venedig sehen und lieben. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Januar 2011 (nzz.ch [abgerufen am 4. Mai 2013]).</ref> Der Film vermeidet das touristische Venedig.<ref name="cineman" /> Viele Szenen spielen auf dem Wasser. Der Film zeigt Dorsoduro, das Arsenal, den Markusplatz in der Nacht, San Pietro di Castello, den Fischmarkt in Rialto und San Giacomo dall’Orio immer menschenleer im Winter.
Dem Film liegt das gleichnamige Buch des Autors, Drehbuchautors und Regisseurs zugrunde.

Kritik und Rezeption[Bearbeiten]

Zehn Winter erhielt überwiegend positive Kritiken. So lobte die Presse den Blick auf das alltägliche Venedig.<ref name="NZZ" /> Das Schweizer Kinoportal Cineman hebt die „ausgezeichnet besetzten Hauptrollen“ hervor. „Die Geschichte […] sollte ein größeres Publikum ansprechen.“<ref name="cineman" /> Besonders erwähnt wird der „Tiefgang“<ref name="cineman" /><ref name="mymovies" /> des Films „ohne Umschweife und Übertreibung“.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.cinemonitor (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cinemonitor.it (cinemonitor.it, italienisch) abgerufen am 4. Mai 2013</ref> „Der Regisseur schenkt uns Pinselstriche reiner Kunst, wie in einem Bild wird die Szene unsterblich.“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.cinemonitor (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cinemonitor.it (italienisch) abgerufen am 4. Mai 2013.</ref> Auch die „brillanten Dialoge“<ref name="mymovies" /> werden hervorgehoben. Der Film wurde 2016 auf MDR und Einsfestival<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ehem. Einsfestival (Memento vom 6. Dezember 2016 im Internet Archive)</ref><ref>fernsehserien.de</ref>, 2015, 2017 und im Februar 2020 auf ARD gesendet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2009 eröffnete der Film die Festivalsektion Controcampo Italiano bei den 66. Internationalen Filmfestspielen von Venedig,<ref>Filmbiennale Dieci inverni (englisch; labiennale.org) abgerufen am 5. Mai 2013.</ref> 2010 wurde er unter 15 von 743 Filmen für das 22. Tokyo International Film Festival 2010 ausgewählt.<ref name="Fondazione CSC">Fondazione CSC (fondazionecsc.it; italienisch) abgerufen am 11. Mai 2013</ref>

2009 wurden Regisseur und Autor Valerio Mieli und Kameramann Marco Onorato mit dem Preis der Federazione Italiana Cinema d’Essai (FICE) in Mantua<ref>Fice 2009</ref> und auf dem 32. Festival des italienischen Films in Villerupt mit dem Amilcar-Preis der Jury<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dieci inverni a Villerupt (Memento vom 2. Juli 2013 im Webarchiv archive.today) (cinematografo.it; italienisch) abgerufen am 5. Mai 2013</ref> ausgezeichnet sowie mit dem Exploit Award des Capri Hollywood International Film Festival.<ref name="Fondazione CSC" /> 2010 erhielt er den David di Donatello,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.David di Donatello 2010: Dieci inverni (Memento vom 10. Februar 2016 im Internet Archive)</ref> den Nastro d’Argento<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nastro d’Argento 2010 (Memento vom 20. Juni 2011 im Internet Archive)</ref> für die beste Erstregie, den Francesco Laudadio Preis des Bari International Film Festival (BIF&ST) für den besten Debütfilm,<ref>BIF&ST 2010 Erstlingsfilme ( 2010.bifest.it; italienisch) abgerufen am 11. Mai 2013</ref> den italienischen Filmpreis Ciak d’oro<ref>Fondazione CSC News Ciak d’oro (fondazionecsc.it/news;italienisch) abgerufen am 11. Mai 2013</ref> und wurde auf den Bozener Filmtagen als Bester Spielfilm<ref>Bozner Filmtage 2010</ref> prämiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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