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Zentralstelle Chorgesang

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Die Zentralstelle für den deutschsprachigen Chorgesang in der Welt ist eine von der Stadt Solingen betriebene Kultureinrichtung, die gemäß ihrer Satzung das Bestreben verfolgt, den Chorgesang zu fördern sowie ideell und materiell zu unterstützen. Sie fungiert als Bindeglied zwischen deutschen und deutschsprachigen Chören im Ausland und verfügt über umfangreiches Notenmaterial, das sie archiviert. Die bundesweit einmalige Einrichtung ist der Musikschule Solingen angegliedert und unterhält Beziehungen zu knapp 600 Chören auf allen Kontinenten, schwerpunktmäßig jedoch in Übersee.<ref name=":0">Aufgabenübersicht der Zentralstelle Chorgesang auf chorzentrale-solingen.de, abgerufen am 6. November 2015</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Kirschheide.jpg
Haus Kirschheide, 1979 bis 2004 Sitz der Zentralstelle Chorgesang, danach Standesamt Solingen

Die Zentralstelle Chorgesang wurde im Jahr 1976 gegründet. Intention war es, der historischen Bedeutung des Chorgesangs in der Stadt Solingen, in der es unter anderem bis 2022 den ältesten profanen Männerchor Deutschlands gab, Ausdruck zu verleihen. Auslöser der Idee war der damalige Leiter der Deutschen Welle, Werner Bader, der dem seinerzeitigen Bundespräsidenten und gebürtigen Solinger Walter Scheel vorschlug, eine weltweit wirkende Chorzentrale in Solingen zu etablieren.<ref name=":1">Informationen zur Chorzentrale auf kulturserver-nrw.de, abgerufen am 6. November 2015</ref> Als repräsentativer Standort wurde 1979 das historische Haus Kirschheide im Stadtteil Höhscheid gewählt, nachdem es grundlegend saniert worden war.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Historischer Überblick zum Haus Kirschheide (Memento vom 31. Januar 2016 im Internet Archive) auf solingen.de, abgerufen am 6. November 2015</ref> Seit Herbst 1977 ist die Chorzentrale mit 1,5 Stellen personell besetzt.<ref>Informationen zur Chorzentrale auf wuppertal.de, abgerufen am 6. November 2015</ref>

Auf Anregung der Kreis-Sängervereinigung Solingen gründete sich 1996 zur Sicherung des Fortbestandes der Chorzentrale ein Förderverein.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Förderverein (Memento vom 14. August 2015 im Internet Archive) auf chorzentrale-solingen.de, abgerufen am 6. November 2015</ref>

Nach zahlreichen Sparbemühungen der Stadt Solingen sollte aufgrund der seit Jahrzehnten angespannten Haushaltslage auch an der Zentralstelle Chorgesang gespart werden. Doch anstatt diese zu schließen, wurde die Kultureinrichtung nach dem Ausscheiden des langjährigen Leiters Ulrich Renner im Jahre 2008 der städtischen Musikschule angegliedert und nutzt seither deren räumliche und personelle Ressourcen an der Flurstraße in der Innenstadt, in Teilen der Werkshallen der Firma Egon Evertz. Die Chorzentrale war jedoch bereits seit 2004 räumlich mit der Solinger Musikschule zusammengelegt worden. Deren Leiter, Ulrich Eick-Kerssenbrock, leitete daher in Personalunion bis zu seinem Tod im Jahre 2017 auch die Zentralstelle Chorgesang.<ref name=":1" />

Aufgaben[Bearbeiten]

Zu den diversen Aufgaben der Chorzentrale zählen vor allem:<ref name=":0" />

  • zentrale Anlaufstelle für deutschsprachige Chöre im Ausland
  • Koordination von Auslandsreisen und Auftritten ausländischer Chöre in Deutschland
  • Organisation von Fortbildungen für Chorleiter
  • Archivierung von Notenbeständen
  • Organisation des Internationalen Chorfestivals Solingen

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 51° 10′ 2″ N, 7° 4′ 58,2″ O

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