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Zimtbindenspecht

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Zimtbindenspecht
Datei:Powerful Woodpecker - Ecuador S4E2767.jpg

Zimtbindenspecht (Campephilus pollens), Männchen,
in Ecuador

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
Familie: Spechte (Picidae)
Unterfamilie: Echte Spechte (Picinae)
Gattung: Langhaubenspechte (Campephilus)
Art: Zimtbindenspecht
Wissenschaftlicher Name
Campephilus pollens
(Bonaparte, 1845)

Der Zimtbindenspecht (Campephilus pollens) ist ein in Südamerika vorkommender Vogel aus der Familie der Spechte (Picidae). Das Artepitheton ist von dem lateinischen Wort pollens für ‚mächtig‘ abgeleitet und bezieht sich auf die auffallende Größe dieser Spechtart.

Merkmale[Bearbeiten]

Zimtbindenspechte erreichen eine durchschnittliche Körperlänge von 32 Zentimetern und zählen damit zu den größeren Spechtarten.<ref name="Winkler" /> Zwischen den Geschlechtern besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus. Bei den Männchen sind Stirn, Ober- und Hinterkopf sowie die lange Haube bis zum Halsansatz leuchtend rot. Den Weibchen fehlt die rote Farbe gänzlich und die Färbung der Stirn sowie von Ober- und Hinterkopf sind einfarbig schwarz. Das Rumpf- und Schwanzgefieder ist bei beiden Geschlechtern glänzend schwarz. Ein weißer Streifen zieht sich an beiden Halsseiten entlang. Die Innenfahnen der Handschwingen und die der Schirmfedern sind weißlich und bilden beim sitzenden Vogel zwei schräge Streifen oder ein längliches, V-förmiges Muster. Die Spitzen der Handschwingen zeigen einige kleine weiße Flecke. Brust und Bauch sind schwärzlich und zimtfarben gebändert. Der Bürzel ist weißlich. Die Steuerfedern sind keilförmig und dienen als Stütze, wenn sie sich an Baumstämmen bewegen. Der meißelförmige Schnabel ist schiefergrau, die Iris weißlich bis rosa. Beine und Füße sind dunkelgrau.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum[Bearbeiten]

Datei:Campephilus pollens map.svg
Verbreitungsgebiet<ref></ref>

Neben der in den Anden vom Südwesten Venezuelas über die Mitte Kolumbiens bis in den Süden von Ecuador vorkommenden Nominatform Campephilus pollens pollens ist eine weitere Unterart bekannt:

Hauptlebensraum der Art sind feuchte Bergwälder, Regenwälder, Waldränder und feuchtes, offenes Waldland. Sie ist standorttreu. Die Höhenverbreitung reicht von 900 bis auf 3750 Meter, schwerpunktmäßig zwischen 1700 und 2600 Metern.<ref name="Winkler" />

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die meist paarweise lebenden Vögel liegen bezüglich der Ernährung keine Kenntnisse vor. Sie halten sich bevorzugt in hochgelegenen Baumregionen auf. Bruttätigkeiten wurden zwischen April und August beobachtet. Das typische Spechtnest wird in einen Baumstamm in Höhen von ca. 7,0 Metern gezimmert. Weitere Details zum Brutverhalten sind noch nicht dokumentiert.<ref name="Winkler" />

Gefährdung[Bearbeiten]

Der Zimtbindenspecht ist in seinen Vorkommensgebieten nicht bedroht und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als Datei:LC IUCN 3 1.svg „least concern = nicht gefährdet“ klassifiziert.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] IUCN Red List]</ref> In Ecuador und Peru ist er jedoch selten.<ref name="Winkler" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal: Handbook of the Birds of the World, Jacamars to Woodpeckers. Band 7, Lynx Edicions, 2002, ISBN 978-84-87334-37-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Zimtbindenspecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Winkler"> H. Winkler, D. A. Christie & A. Bonan (2017). Powerful Woodpecker (Campephilus pollens). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie & E. de Juana (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (eingesehen bei HBW online am 17. Juli 2017) </ref> </references>