Zinkbromid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Struktur von Zinkbromid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Zn2+ Vorlage:Farbe Br− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Zinkbromid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Zink(II)-bromid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | ZnBr2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer, fast geruchloser Feststoff<ref name="Merck">Datenblatt Zinkbromid bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 225,18 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
4,2 g·cm−3 (20 °C)<ref name="Merck" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
394 °C<ref name="Merck"/> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
697 °C<ref name="Merck"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Zinkbromid ist eine chemische Verbindung, die vor allem bei der Elektrolyse und in der Ölindustrie verwendet wird. Es ist das Bromid des Zinks.
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Zinkbromid kann durch Reaktion von Zink mit Brom gewonnen werden.
- <math>\mathrm{Br_2 + Zn \longrightarrow ZnBr_2}</math>
Weitere Möglichkeiten sind die Reaktion von Bariumbromid mit Zinksulfat (wobei auch Bariumsulfat entsteht) oder die Reaktion von Bromwasserstoff mit Zink:<ref name="Patnaik">Pradyot Patnaik: Handbook of Inorganic Chemicals, McGraw-Hill Professional, 2003, ISBN 0070494398.</ref>
- <math>\mathrm{BaBr_2 + ZnSO_4 \longrightarrow BaSO_4 + ZnBr_2}</math>
- <math>\mathrm{Zn + 2 \ HBr \longrightarrow ZnBr_2 + H_2}</math>
Chemische Eigenschaften[Bearbeiten]
Zinkbromid ist ein weißer, fast geruchloser, sehr hygroskopischer Feststoff und eine Lewis-Säure.<ref name="Merck"/> Unterhalb von 37 °C kristallisiert aus wässriger Lösung das Dihydrat ZnBr2·2H2O aus.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1025.</ref> Die reale Struktur des Dihydrates ist Zn(H2O)6Zn2Br6, wobei im Zn2Br62−-Anion die beiden Zinkatome über Bromatome verbunden sind.<ref name="Ullmann">Yoffe, D.; Frim, R.; Ukeles, S.D.; Dagani, M.J.; Barda, H.J.; Benya, T.J.; Sanders, D.C.: Bromine Compounds. In: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim 2013; doi:10.1002/14356007.a04_405.pub2.</ref><ref>Duhlev, R.; Brown, I.D.; Faggiani, R.: Zinc bromide dihydrate ZnBr2·2H2O: a double-salt structure in Acta Cryst.C, Cryst. Struct. Commun. 44 (1988), 1696–1698, doi:10.1107/S0108270188005876, PDF.</ref>
Verwendung[Bearbeiten]
Zinkbromid wird weiterhin als Zusatzstoff in Flussmitteln für Lötungen und zur Herstellung von zinkorganischen Verbindungen (Zinkorganyle) per Elektrolyse eingesetzt. In der Medizin kann es als Sedativum eingesetzt werden.<ref>Viktorija Rjabova: Einfluss der Struktur CH-acider Nitrile auf die elektrochemische Synthese von Organometallkomplexen des Kupfers und Zinks. Dissertation, 2001.</ref> In Zink-Brom-Akkumulatoren ist Zinkbromid der Elektrolyt.<ref>L. Gao, Z. Li, Y. Zou, S. Yin, P. Peng, Y. Shao, X. Liang: A High-Performance Aqueous Zinc-Bromine Static Battery. In: iScience. Band 23, Nummer 8, August 2020, S. 101348, doi:10.1016/j.isci.2020.101348, PMID 32711343, PMC 7387827 (freier Volltext).</ref>
Zinkbromid wird häufig in Schulversuchen bei der Demonstration der chemischen Grundlagen der Elektrolyse oder von Batterien oder Akkumulatoren verwendet.<ref>Martin Winter, Jürgen O. Besenhard: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wiederaufladbare Batterien. ( vom 17. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF-Datei; 8,4 MB) In: Chemie in unserer Zeit, 33(5), 1999.</ref>
Der Hauptteil des erzeugten Zinkbromids wird bei Tiefsee-Ölbohrungen als Bestandteil von Verdrängungs- und Reaktionsflüssigkeit verwendet.
Sicherheitshinweise[Bearbeiten]
Zinkbromid wirkt ätzend und korrodierend auf Metalle.<ref name="Merck"/>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Zinkfluorid | Zinkchlorid | Zinkbromid | Zinkiodid Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Ätzender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
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- Zinkverbindung
- Bromid