Zum Inhalt springen

Zinknitrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinknitrid
Vorlage:Farbe N3− 0 Vorlage:Farbe Zn2+
Allgemeines
Name Zinknitrid
Andere Namen

Trizinkdinitrid

Verhältnisformel Zn3N2
Kurzbeschreibung

schwarzgrauer Feststoff<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-207-3
ECHA-InfoCard 100.013.826
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 224,2 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,22 g·cm−3<ref name="brauer" />

Schmelzpunkt

600 °C (Zersetzung)<ref name="Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik" />

Löslichkeit

löslich in Salzsäure und Natriumhydroxid unter Ammoniakbildung<ref name="Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Alfa">Datenblatt Zinc Nitride bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 280​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​362​‐​332+313<ref name="Alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zinknitrid ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinks aus der Gruppe der Nitride. Sie wurde 1940 erstmals von R. Juza und H. Hahn synthetisiert.<ref name="Structural stability">J. G. Zhao, L. X. Yang, S. J. You, F. Y. Li, C. Q. Jin, J. Liu: Structural stability of Zn3N2 under high pressure. In: Physica B: Condensed Matter. Band 405, Nr. 7, April 2010, S. 1836–1838, doi:10.1016/j.physb.2010.01.057.</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zinknitrid kann durch Reaktion von Zink oder Zinkoxid mit Ammoniak gewonnen werden.<ref name="brauer" /><ref name="R. K. Sharma">R. K. Sharma: Chemistry Of Hydrides And Carbides. Discovery Publishing House, 2007, ISBN 81-8356-227-2, S. 313 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{3 \ Zn + 2 \ NH_3 \longrightarrow Zn_3N_2 + 3 \ H_2}</math>
<math>\mathrm{3 \ ZnO + 2 \ NH_3 \longrightarrow Zn_3N_2 + 3 \ H_2O}</math>

Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Zink mit Stickstoff bei 600 °C.<ref name="R. K. Sharma" />

<math>\mathrm{3 \ Zn + N_2 \longrightarrow Zn_3N_2}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Zinknitrid ist ein schwarzgrauer, an Luft weitgehend beständiger Feststoff. Er besitzt eine kubische Kristallstruktur.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1031.</ref><ref name="Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik">Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch Fur Chemiker Und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 810 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Diese ist isostrukturell zu der von Magnesiumnitrid, Calciumnitrid und Cadmiumnitrid eine Anti-Bixbyit-Struktur mit der Raumgruppe Ia3 (Raumgruppen-Nr. 206)Vorlage:Raumgruppe/206 und dem Gitterparameter a = 9,7691 Å. Die Kristallstruktur ist ein Derivat der von Calciumfluorid, wobei Stickstoff und Zink-Atome die Position des Calciums und drei Viertel der Fluor-Positionen einnehmen. In dieser kubischen Struktur besetzen Zink-Atome die Tetraederlücken einer etwa kubisch gepackte Anordnung von Stickstoff-Atomen.<ref name="Structural stability" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />