Zwei Ansichten
Zwei Ansichten ist der Titel eines 1965<ref>im Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main</ref> veröffentlichten Romans von Uwe Johnson. Er erzählt am Beispiel der unterschiedlichen Perspektiven zweier junger Leute, eines westdeutschen Fotografen und einer Ostberliner Krankenschwester, über die deutsche Teilung und die Folgen für die Menschen. Die Handlung spielt 1961, im Jahr des Mauerbaus.
Inhalt[Bearbeiten]
Überblick[Bearbeiten]
Wie im Titel angedeutet, handelt der Roman von zwei Personen und ihren unterschiedlichen Lebensauffassungen und den sie beeinflussenden Weltanschauungen: dem norddeutschen Pressefotografen B. und der Ost-Berliner Krankenschwester D. In 10 Kapiteln wird ihre Beziehung zueinander und, in Rückblicken, ihr Leben erzählt.
Beide lernen sich im Januar 1961 in Berlin kennen und beginnen eine Beziehung. B. besucht D. wieder im März und deutet ihr seine Liebe und Hoffnung auf ein Zusammenleben im Westen an. Sie reagiert darauf abwartend und streitet mit ihm über ihre unterschiedlichen politischen Auffassungen.
Meist treffen sie sich in West-Berlin.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 71.</ref> Im August werden ihre Begegnungen durch den Mauerbau und die Sperrung der Grenze verhindert und sie bricht ihre Korrespondenz aus Angst vor Überwachung und Gefährdung ab. Erst als sie ihm im Oktober durch eine Botschaft andeutet, sich in den Westen absetzen zu wollen, wird er aktiv und organisiert ihre Flucht mit gefälschten Papieren.
B.[Bearbeiten]
Die Vergangenheit des 25-jährigen „jungen Herrn B.“ ist in Rückblicken in die Handlung eingeblendet: Er verbringt seine Kindheit in einer mittelgroßen holsteinischen Landstadt, lebt nach der Trennung seiner Eltern in Pension bei einer Großmutter, beginnt nach der Oberschule aus finanziellen Gründen eine Lehre in einer Drogerie und absolviert seinen Wehrdienst. Danach nimmt er eine freie Fotografenstelle bei der Kreiszeitung an und richtet sich im Lagerraum über einem Kino eine Wohnung mit einem Fotolabor ein. Zusätzlich verdient er sich etwas Geld in der Drogerie mit der Entwicklung von Filmen. Mit dem Verkauf seiner Bilder will er sich seinen Traum zu erfüllen: einen Sportwagen als Statussymbol, um seinen beruflichen Erfolg zu demonstrieren und Eindruck auf die Frauen zu machen.
Die Haupthandlung beginnt im August 1961 mit der Reise des 25-jährigen im gerade gekauften, gebrauchten ausländischen Sportwagen (Kap. 1) nach Berlin, wo er die Mauer fotografieren und sich, nach seiner brieflichen Ankündigung, mit seiner Freundin D. treffen will (Kap. 3). In West-Berlin wird sein Auto gestohlen, er hat Schwierigkeiten, Grenzübergänge nach Ost-Berlin zu finden und verpasst die Zusammenkunft mit D. Ergebnislos kehrt er mit einigen Mauer-Bildern nach Hamburg zurück. Am nächsten Wochenende fliegt er zur Suche nach seinem gestohlenen Wagen nach Berlin (Kap. 5). Er erfährt, dass der Dieb bei dem Versuch, seine Ost-Berliner Verlobte in den Westen zu bringen, an einem Schlagbaum hängen geblieben ist. B. trifft sich nach seiner Rückkehr mit den wohlhabenden Eltern des inzwischen inhaftierten Diebes in Stuttgart, die ihn für das total demolierte Auto entschädigen. Anschließend reist er beruflich auf der Suche nach Fotomotiven in Norddeutschland herum, versucht seine Bilder zu vermarkten, leidet an Depressionen und betrinkt sich in Kneipen bis zur Besinnungslosigkeit.
Finanziell wieder saniert, mietet sich B. im Oktober in Berlin ein Zimmer, durchstreift die Stadt und fotografiert die Grenzbefestigungen und geteilten Straßenzüge (Kap. 7). Er hat jetzt wieder mehr Freude an seiner Arbeit. Zwischen verschiedenen Frauenbeziehungen denkt B. immer wieder an D. und idealisiert sie in seiner Erinnerung als Gefangene des Systems. Zugleich entwickelt er ein Bild von „jenem Herrn B., der er sein [will], trauermäßig dunkel gekleidete Gestalt, schwermütige Miene, achtenswert verunglückt an einer Liebe“.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 153.</ref> Er wird in einer Kneipe in der Nähe einer U-Bahnstation Stammgast, erzählt der Wirtin von seiner Freundschaft mit der Krankenschwester und diese leitet seine Aufforderung „Komm doch“ und eine Schachtel Pralinen nach Ost-Berlin. Als er im Dezember von der Wirtin einen vor drei Wochen abgesandten Brief von D. mit der Bitte, ihr bei der Flucht zu helfen, erhält, sieht er „die unzumutbare Forderung, den unabwendbaren, unerträglichen Beweis für seine Schuld […] er war nicht fähig gewesen, Hilfe beizubringen; andere hatten es geschafft, er [ist] nicht freizusprechen“.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 164.</ref> D. bittet die Wirtin, einen Kontakt mit Fluchthelfen zu vermitteln und lässt für 500 Mark, ein Betrag, der ihm „ungeheuer“ vorkommt und den er einmal in einer Spielbank verloren hat, Ds. Flucht mit einem gefälschten Pass organisieren. Das Unternehmen mit Geheimhaltung hält er für „romantisch“. Angespannt wartet er den Verlauf der Flucht ab.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 176.</ref>
Als B. im Januar von der Wirtin die Nachricht von der geglückten Aktion erhält, reist er sofort nach Stuttgart, um seinen neuen Sportwagen abzuholen, mit dem er D. am Hamburger Flughafen empfangen will. Da sie aber ihren Reiseplan geändert hat, fliegt er zu ihr nach West-Berlin, verunglückt auf dem Weg zur Kneipe und wird mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert (Kap. 9).
D.[Bearbeiten]
Die Vergangenheit der ca. 21-jährigen Krankenschwester D. ist in Rückblicken in die Handlung eingebaut: Ihre Familienverhältnisse sind schwierig. Wegen des Vaters, eines Wehrmachtsoffiziers, der als Kriegsverbrecher gilt, darf sie, wie ihre drei Brüder, nicht die Oberschule besuchen und Medizin studieren. Stattdessen wird sie Krankenschwester und sucht sich, da sie sich mit ihrer in Potsdam wohnenden, vom Leben enttäuschten Mutter nicht versteht und der Überwachung im Schwesternheim entgehen will, ein möbliertes Zimmer in Ost-Berlin (Kap. 2).
Vor der Grenzschließung kann D. die Fahrt zu ihrer Mutter nach Potsdam in West-Berlin unterbrechen, für sich und die Klinik Kleider bzw. Medikamente einkaufen und Bekannte besuchen (Kap. 4), danach sind ihr solche Kontakte versperrt (Kap. 6). Auch sorgt sie sich um ihren in den Westen geflohenen jüngeren Bruder, für den ihr schon in der Kriegs- und Nachkriegszeit, anstelle der mit der Nahrungsmittelbeschaffung beschäftigen Mutter und des ältesten Bruders, die Verantwortung übernommen hat. Sie führt gewissenhaft ihren Dienst aus und vermeidet regierungskritische Gespräche, hört aber insgeheim den Westfunk. Als sie nach dem Mauerbau in eine Privatstation mit privilegierten Patienten versetzt wird, um eine geflüchtete Schwester zu ersetzen, ist dies ein gewisser Aufstieg. Sie muss jedoch im Oktober ihre Stelle an eine frühere Freundin abgeben und kehrt auf die öffentliche Station zurück. Man gibt ihr keine Begründung für den Wechsel und sie wagt keinen Einspruch.
Nachrichten von Geflüchteten treffen ein. Ihr jüngerer Bruder ist nach Bayern geflohen, kann dort aber nicht studieren und muss als Bauhilfsarbeiter Geld verdienen. D. hat bisher nicht an einen Wechsel in den Westen gedacht und eine Gelegenheit aus Verantwortungsgefühl für ihren jüngeren Bruder und aus Unsicherheit über Bs. Liebe nicht genutzt. Jetzt muss „sie sich mit Anstrengung besinnen auf ihre Beschwerde gegen den ostdeutschen Staat, obschon er nach eigenen Worten für alles Verantwortung trägt, für den Mangel an Medikamenten […] ebenso für Freiheitsstrafen gegen Leute, die sich mit ihm einen Wortwitz erlaubt hatten; erst die Absperrung von der Welt [treibt] ihr kalte Wut ins Gehirn, wie in Kinderzeiten ein tückischer Wortbruch.“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 183, 184.</ref>
Sie erinnert sich an Bs. Angebot und diskutiert ihre Antwort darauf „in langwierigen Zwiegesprächen mit jemand, der in ihrer Vorstellung B. geworden war“. Sie stellt sich den Freund als „besonnen, überlegen, geduldig, treu“ vor.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 194.</ref> Schließlich schreibt sie ihm im November an die Adresse der Gastwirtschaft eine kurze Nachricht mit ihrer Bitte um Fluchthilfe: „Dann hilf mir rüber, ich will jetzt kommen“.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 163.</ref> Während sie auf KOntakte mit Helfern wartet, spielt sie in Träumen die verschiedenen gefährlichen Fluchtwege im Wasser, über den Grenzzaun und unter der Erde durch und zweifelt an Bs. Liebe: „[E]s geht da einmal alles kaputt, und jeder auf sich allein gestellt […] es wird nicht reichen für ein ganzes Leben, es reicht zum Kommen lange nicht.“ Auch misstraut sie seinen schriftlichen „kinomäßigen Ausdrücken von seiner Liebe, sie hätte das ausgesprochen nicht hören mögen“.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 195, 196.</ref>
Verschiedene Kuriere und miteinander vernetzte Helfer nehmen vorsichtig zu ihr Kontakt auf und bereiten sie vor (Kap. 8): Sie muss die Rolle einer österreichischen Touristin lernen, die nach der Besichtigung West- und Ost-Berlins mit Zug und Fähre nach Dänemark reist, und wird mit deren Pass, Kleidung und Gepäck ausgestattet. Kurz vor Beginn der Aktion hat sie Bedenken: „[S]ie mochte die Stadt nicht aufgeben, sie fürchtete sich davor, ihre Leute nicht mehr zu verstehen.“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 212.</ref> Ihr gelingt an der Fähre nach Dänemark der Grenzübertritt, sie trifft sich jedoch nicht, wie geplant, mit B. in Hamburg, sondern fliegt nach Westberlin. Dort meldet sie sich als DDR-Flüchtling („Die neue Welt war das Lager“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 241.</ref>) und erhält neue Papiere (Kap. 10). Nur „[d]er Form halber, und weil die Wirtin ihr zugeredet hat[-]“, besucht sie kurz „den jungen Herrn B.“ im Krankenhaus und verspricht ihm, um den Kranken nicht „zu erregen […] seinen Heiratsantrag zu überlegen“, sie denkt aber „nicht daran, Berlin aufzugeben“, informiert sich über die Anlage des Krankenhauses und sucht sich ein Zimmer.<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 242.</ref>
Form[Bearbeiten]
Mit Zwei Ansichten führt Johnson seine bisherigen Prosaarbeiten weiter, die wegen ihrer Thematik, der Situation der Menschen im geteilten Deutschland, von der Literaturkritik überwiegend gelobt, wegen ihrer Sprachexperimente dagegen unterschiedlich beurteilt wurden (s. Rezeption.).
Einige Eigentümlichkeiten, wie das Weglassen der Anführungszeichen bei der direkten Rede, den unkonventionellen Erzählton mit eigenwilligen Wortbildungen („Die Beamten waren dauerhaft vergrätzt […] und verkümmelten ihr das kesse Auftreten“, „mit dem gediegenen Wesen des Fräuleins“, „Flickansinnen“, „machte sich Gewerbe für Umwege durch die Gegend“, „herausgeplatzt vor Zufriedenheit“),<ref>Diese und die folgenden Beispiele wurden von Alewyn beanstandet und von Kaiser diskutiert. s. Rezeption.</ref> Einbindung von trockenen Verwaltungsbegriffen und umständlich wirkende Satzstrukturen („Der amtliche Abschluss der Ermittlung führte zu einer formellen Untersuchung ihrer Verhältnisse und brachte zutage, dass sie ohne Einweisung des Amtes für Wohnraum in Ostberlin ein Zimmer bezogen hatte“, „die Einladung, die […] an sie kam, traf auf keinerlei Besuchsanstalten“) behält der Autor bei, ebenso einige Formen der Montagetechnik. Dabei dringen „Stimmen der alltäglichen sozialen Welt“ ein, „die regionalen und ideologischen Töne, die Redensarten und das Gerede“. D. spricht teilweise umgangssprachlich, zum Beispiel „nu“, „nich“, „genuch“, „de“, „bleibste“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 124, 181.</ref> Typisch sind auch „satirische Verfremdungsmittel […] Verfremdende Stilisierungen und Mimesis der Mündlichkeit“.<ref>Norbert Mecklenburg: Vorschläge für Johnson-Leser der neunziger Jahre. In: Uwe Johnson: Karsch und andere Prosa. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1990, S. 98 ff.</ref>
Erzähltechnisch unterscheidet sich jedoch der Berlin-Roman von seinen Vorläufern: Die Geschichte wird eher traditionell als linear fortlaufend erzählt, als „eindimensional entwickelte Fabel“ aus abwechselnd zwei Perspektiven.<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. : Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 225.</ref> Migner<ref>Karl Migner: Uwe Johnson. In: Dietrich Weber (Hrsg.): Deutsche Literatur seit 1945 in Einzeldarstellungen. Bd. 1. Stuttgart 1970, S. 563–583.</ref> vermutet, dass Johnson mit dieser Rückkehr zu einer „konventionellen Sprachgestaltung bei einfacher Romanstruktur“ auf das „zum Teil äußerst kritische Echo“ reagierte, „das die Erzählstruktur des Achim-Romans hervorgerufen hatte“.<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 228.</ref>
Ein nicht allwissender Erzähler präsentiert die Geschichte alternierend aus der Sicht des B. und der D. So erfahre der Leser „Zwei Ansichten der Realität“, gleichsam Allegorien auf zwei nebeneinander existierende deutsche Staaten.<ref group="A" name="A1" /> Während B.s Weltsicht von der BRD-Konsumideologie bestimmt werde, dominieren bei der zu einem Phantasiegeschöpf hochstilisieren D. andere Werte; die Arbeit zum Nutzen der Gesellschaft und die „Hilfe für den Nächsten“. Nur an zwei Stellen tritt der Erzähler aus seiner Distanz hervor: „Ich habe ihn aufheben helfen“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 239.</ref> und „Später nahm sie mir [nachdem D. ihre Geschichte erzählt hat] das Versprechen ab. – Aber das müssen Sie alles erfinden, was sie schreiben! Sagte sie. Es ist erfunden.“<ref>Uwe Johnson: Zwei Ansichten. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1976, S. 242.</ref> Daraus geht hervor, dass der Erzähler die Geschichte der D. in seiner Fiktion verarbeitet hat. Johnson spielt einmal mit dem Kunstgriff der Bearbeiterfiktion eines vorgefundenen Stoffes, um auf den Realitätsbezug des Romans hinzuweisen und auf die Gefahr für die Krankenschwester, erkannt zu werden. Zugleich misst er in seiner Fiktion dem Einzelschicksal eine darüberhinausgehende Bedeutung bei und erhebt es zum „Paradigma“.<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 228.</ref>
Interpretation[Bearbeiten]
In dem vermutlich fiktiven Interview mit dem unbekannten Mike S. Schoelman,<ref>Uwe Johnson: Auskunft und Abreden zu Zwei Ansichten (auf Fragen von Mile S. Schoelman). In: Dichten und Trachten, 1965, Nr. 26, S. 5–10. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 219–222.</ref> von dem Neumann<ref>Neumann, S. 530.</ref> behauptet, es gebe ihn gar nicht und Johnson habe alles erfunden, vergleicht der Autor seinen Roman mit dem Romeo-und-Julia-Stoff: Die Familienfehde trete lediglich in neuem Gewand auf: Staaten statt Familien wollten ihre Kinder behalten.
Im Vergleich mit Mutmaßungen über Jakob sei Zwei Ansichten „eine einfache Geschichte, großenteils sogar geeignet für das traditionelle Verfahren, die Entwicklung von Gefühlsregungen zu beschreiben“: „[I]n der Hauptsache nur zwei Personen, deren Aufenthaltsorte, Handlungen, Auffassungen und Entschlüsse streng auseinandergehalten sind.“ Die beiden Personen seien den „einfachen Leuten“ zuzurechnen, die „das erheblichere Beispiel abgeben für Lebensverhältnisse in unserer Zeit […] weil sie jede Verschlimmerung der Lage unerbittlich ausbaden müssen, ihre Schwierigkeiten mit dem schärfsten Risiko überwinden müssen, ohne dass Geldreserven sie auffangen und Privilegien sie schützen, ohne dass sie in der Schule und später an die höheren Tricks herangekommen wären, meist ohne Hilfe.“<ref>Uwe Johnson: Auskunft und Abreden zu Zwei Ansichten (auf Fragen von Mile S. Schoelman). In: Dichten und Trachten, 1965, Nr. 26, S. 5–10. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 221.</ref>
Nach Durzak sind B. und D., deren Namensabkürzungen sich für Symbolik „geradezu anbiete“, als BRD- und DDR-Prototypen, „allegorische Personifikationen der beiden Deutschland“ zu verstehen.<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 227.</ref> Dabei sei B. eindeutig negativer gezeichnet als D.: Er ist „eine durchschnittliche Existenz, von durchschnittlichen moralischen Maßstäben geleitet, die ihrem Beruf ohne innere Anteilnahme nachgeht und so zu jeder Art von Kompromiss bereit ist, soweit er sich materiell lohnt. […] Seine Weltanschauung, sofern man davon sprechen kann, ist die Konsumideologie der BRD“:<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 230.</ref> Der ausländische Sportwagen, als „eine Art Leitmotiv“, ist für ihn ein erstrebenswertes „Statussymbol“ und die Suche nach dem gestohlenen Wagen beansprucht einen großen Teil der Zeit des Fotoreporters auf der Suche nach gut verkäuflichen Bildern. Oft wirkt er lethargisch, geistig abgestumpft und betrinkt sich besinnungslos. Er bewegt sich in einer „Zwischenlage“, in der „Verantwortung, Arbeitsethos etc. keine zentrale Rolle spielen.“<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 233.</ref> Sein engagierter Einsatz für die Flucht der ihm kaum bekannten D. nach West-Berlin erklärt Durzak psychologisch aus seinem Schuldbewusstsein: Er steigere sich „allmählich in eine Art von Pseudoliebe für die D. hinein“, die in seiner Vorstellung ein „Phantasiegeschöpf“ ist. Dieses Schuldgefühl werde von Johnson als „Verdrängung des Gefühls der Sinnlosigkeit, das B. unterschwellig empfindet“, motiviert. „Das Gefühl der Sinnlosigkeit befreit sich im Gefühl der D. gegenüber, wird gleichsam ins Positive umgewandelt, nach dem romantischen Klischee einer Liebe, der äußere Gründe, nämlich die Berliner Mauer, die Wiederbegegnung mit der Geliebten versagen.“<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 231, 232.</ref> Nach Durzaks Interpretation spaltet sich Bs. Persönlichkeit in zwei Wesen auf: „das eine ist B., der den Konsumfetischen nachjagt […] das andere ist ein romantisch übersteigerter B.“.<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 233.</ref> D. ist das Gegenbild zu B.: Hilfe für den Nächsten, Einordnung in die Gemeinschaft, Pflichterfüllung, ohne Illusionen, realistische Einschätzung B., aber auch der politischen Propaganda gegenüber: „Sie ist der positive Ausblick, der Blick auf die Zukunft gleichsam.“<ref>Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: Zwei Ansichten. In: Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 235.</ref>
Auf autobiographische Bezüge weist Neumann<ref>Neumann, S. 450, 525, 453.</ref> hin: die Flucht von Johnsons Freundin Elisabeth Schmidt in den Westen. Der Roman ist den Fluchthelfern Bernt und Sonja Richter aus der Girrmann-Gruppe gewidmet.
Rezeption[Bearbeiten]
Sprache[Bearbeiten]
Johnsons unkonventioneller Sprachverwendung wird von der Literaturkritik unterschiedlich bewertet:
- Alewyn<ref>Richard Alewyn: Eine Materialprüfung. Bei Durchsicht eines sechs Jahre alten Romans. In: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 1971. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 238–247.</ref> kritisiert an vielen Beispielen, Wörter (Besuchsanstalt), Wortgruppen (Der amtliche Abschluss der Ermittlung) und Sätze des Romans seien sprachlich (Grammatik, Syntax, Semantik) nicht korrekt und deshalb für den Leser schwer verständlich oder sie bedürften wegen ihrer Umständlichkeit eine Erläuterung: „wäre die D. am liebsten herausgeplatzt vor Zufriedenheit, unter ihrem schwarzen Haar saß ihr Gesicht eng an“.
- Kaiser<ref> Joachim Kaiser: Nachprüfung einer Nachprüfung. In: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 1971. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 248–251.</ref> überprüfte Alewyns Analyse, kam zu anderen Ergebnissen und verteidigte Johnson: Die Beispiele müssten aus dem Kontext und als Verfremdung verstanden werden. Alewyn habe auch nicht gesehen, dass der Autor innerhalb der beiden Figurenperspektiven springe. Zudem würden Johnsons Wörter und Sätze, vermutlich teils in norddeutschem umgangssprachlichem Gebrauch, „privatindividuelles Verhalten (also das inoffizielle, direkte, nicht bereits durch sprachliche Propaganda-Klischees von vornherein gerichtete oder belobigte Verhalten von Privatpersonen) zusammen mit dem erstarrten, hier zugleich episch objektivierten Jargon verführungsberechtigter Obrigkeit [binden]“.<ref>Joachim Kaiser: Nachprüfung einer Nachprüfung. In: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 1971. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 250.</ref>
- Betz pflichtet Alewyn bei und widerspricht Kaiser.<ref>Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 251.</ref>
- Jahn und Mitarbeiter entdecken in Johnsons Arbeiten ein gemeinsames Merkmal<ref>Jahn, S. 351.</ref> – das Aufbrechen der narrativen Ordnung. Wenn Johnson etwas wirklich und gründlich gelungen ist, dann diese soeben genannte Erzeugung von Unordnung. Adorno sei einer von Johnsons Vordenkern.<ref>Jahn, S. 227 und 230.</ref>
- Neumann konstruiert einen Bezug zum nouveau roman: Alain Robbe-Grillets Le voyeur.<ref>Neumann, S. 536–538.</ref>
Thematik und Gestaltung[Bearbeiten]
- Hoppe lobt den Roman als herausragenden Text, der Mauerbau und anschließende Fluchtversuche literarisch akzeptabel beschreibe.<ref>Hoppe, S. 93.</ref> Johnson präsentiere ein zutreffendes Bild vom in zwei Teile zerschlagenen Deutschland<ref>Hoppe, S. 93.</ref>. Uwe Johnson habe Günter Blöckers Wort vom „Dichter der beiden Deutschland“ – auf seine Person bezogen – nicht gewollt<ref>Hoppe, S. 80.</ref>. Er bescheinigt dem Autor Objektivität. Johnson habe in Westdeutschland weder Sympathie für die DDR noch für die BRD gezeigt<ref>Hoppe, S. 86.</ref>. Der Text sei keineswegs einfältig, sondern – im Gegenteil – vieldeutig, polyphon und somit modern<ref>Hoppe, S. 81.</ref>. Der Roman müsse nicht nur literarisch, sondern auch kulturell rezipiert werden:<ref>Hoppe, S. 89.</ref> Indem sich D. von B. abwende, besinne sie sich und steuere – kulturpolitisch gesprochen – auf eine Neue Ostpolitik<ref>Hoppe, S. 102.</ref> zu. Johnson habe die deutsche Wiedervereinigung seinerzeit „gründlich und geduldig“<ref>Hoppe, S. 103.</ref> vorbereitet. D. stehe in der Literatur zum Thema „Flucht aus der DDR“ als glücklicher Flüchtling einsam da auf weiter Flur<ref>Hoppe, S. 92.</ref>. Die Wahl des Mauerfotografen B. sei Medienkritik: Die Aufzählung banaler Bilder verflache die Kulturlandschaft unerträglich.<ref>Hoppe, S. 101.</ref> Die neuere Literaturgeschichtsschreibung redet zwar von einer „linear erzählten Liebesgeschichte“<ref>Barner und Mitarbeiter, S. 409.</ref>, doch die Fabel hat mit Liebe recht wenig zu tun.<ref>Hoppe, S. 92.</ref>
- Johnson zeige, Annäherung der Menschen in Ost und West beträfe immer den Einzelnen. Das Scheitern der Liebe zwischen B. und D. habe nichts mit Politik zu tun. Ursache seien die grundverschiedenen Charaktere.<ref>Jahn, S. 230, 229.</ref> Bernard Larsson und sein Bildband könnten Vorbilder für die Figur des B. gewesen sein.<ref>Jahn, S. 215.</ref> Jahn lobt, der Text sei detailliert und distanziert zugleich.<ref>Jahn, S. 214.</ref>
- Golisch<ref>Golisch, S. 64.</ref> kommt sich gelangweilt vor. Johnson erzähle immer dieselbe Geschichte. Die Rezensentin stellt das fehlende Reflektieren als Makel hin.<ref>Golisch, S. 64.</ref> Sie führt das unscharfe Denken sowie die mangelnde Kraft zur strengen Analyse der beiden Hauptpersonen auf.
- Hanuschek nennt den Simplizitäts-Vorwurf, diesen einhellig prägenden Stempel seiner Kollegen, albern.<ref>Hanuschek, S. 60.</ref>
- Nach Durzak handelt es sich „in diesem Roman um die nüchternste, um eine fast lakonische Bestandsaufnahme der Bedeutung, die das zweigeteilte Deutschland als politisches Faktum im Bewusstesein der West- und Ostdeutschen hat.“ Die „unterkühlt sachliche Schilderung der Flucht und der Schwierigkeiten, die mit der Vorbereitung verbunden sind“ seien der Höhepunkt des Romans: „Eine Szene von hoher Einbildungskraft und zugleich eine Art von dichterischem Dokument der jüngeren Zeitgeschichte“, die Johnsons Darstellung eine „Tiefendimension“ verleihe, die diesen Abschnitt von allen anderen Teilen des Romans unterscheide. Aber künstlerisch sei diese Darstellung „sicherlich mit Einbußen verbunden“: die schematisierten Darstellungen der BRD in der Figur Bs. und der DDR in der Figur der D.<ref>Manfred Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1979, S. 371–384. Und in: Rainer Gerlach und Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1984, S. 233, 235.</ref>
- Vormweg sieht in Zwei Ansichten keine steigernde Weiterführung der bisherigen Arbeiten Johnsons, sondern das „Produkt einer Zwischenphase, in der Johnson nicht sicher war, wie er denn jetzt weiterschreiben sollte.“<ref>Heinrich Vormweg: Uwe Johnson oder Schwierigkeiten mit der Verallgemeinerung. In: Heinrich Vormweg: Die Wörter und die Welt. Über neue Literatur. Neuwied 1968, S. 97–101.</ref>
Textausgaben[Bearbeiten]
- Zwei Ansichten. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1965 und suhrkamp taschenbuch 326, 1965.
Literatur[Bearbeiten]
- Uwe Johnson: Auskünfte und Abreden zu „Zwei Ansichten“. S. 219–222 (aus: Dichten und Trachten, 1965, Nr. XXVI, S. 5–10) in: Rainer Gerlach (Hrsg.), Matthias Richter (Hrsg.): Uwe Johnson. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984 (suhrkamp taschenbuch 2061), ISBN 3-518-38561-5
- Manfred Durzak: Politische Bestandsaufnahme: „Zwei Ansichten“. S. 223–237 (aus: Durzak: Der deutsche Roman der Gegenwart. Böll. Grass. Johnson. Wolf. Stuttgart 1979) in: ebenda
- Richard Alewyn: Eine Materialprüfung. S. 238–247 (aus: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 1971) in: ebenda
- Joachim Kaiser: Nachprüfung einer Nachprüfung. S. 248–251 (aus: Süddeutsche Zeitung vom 28. August 1971) in: ebenda
- Wilfried Barner (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur. Band 12: Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 1994, ISBN 3-406-38660-1
- Sven Hanuschek: Uwe Johnson. Morgenbuch Verlag, Berlin 1994 (1. Aufl., Köpfe des 20. Jahrhunderts, Bd. 124), ISBN 3-371-00391-4
- Stefanie Golisch: Uwe Johnson zur Einführung. Junius. Hamburg 1994, ISBN 3-88506-898-2
- Bernd Neumann: Uwe Johnson. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50051-0. S. 445–454, S. 512–538
- Jürgen Grambow: Uwe Johnson. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1997 (Aufl. 2000), ISBN 3-499-50445-6
- Rainer Benjamin Hoppe: Zwei Ansichten. Zu Uwe Johnsons Deutschlandbild. In: Jan Badewien (Hrsg.), Hansgeorg Schmidt-Bergmann (Hrsg.): Mutmaßungen über Uwe Johnson. Heimat als geistige Landschaft. Herrenalber Forum Bd. 43, Bad Herrenalb 2004, ISBN 3-89674-544-1 (© Evangelische Akademie Baden, Karlsruhe 2005), S. 80–103.
- Kristin Jahn: „Vertell, vertell. Du lüchst so schön.“ Uwe Johnsons Poetik zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2006, ISBN 3-8253-5146-7. S. 183–230
- Carsten Gansel: Uwe Johnsons Frühwerk, der IV. Schriftstellerkongress 1956 und die Tradition des deutschen Schulromans (Digitalisat)
Anmerkungen[Bearbeiten]
<references group="A"> <ref group="A" name="A1"> Den Allegorie-Gedanken kann auch Hoppe (Hoppe, S. 101 unten – 102 oben) nicht abweisen. Während B. selbst noch am Romanschluss auf eine Liebe hoffe, habe sich D. nach ihrer Ankunft in der BRD längst von dieser Idee verabschiedet und gehe eigene Wege. </ref>
</references>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />