Zwilag
| Zwilag | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lage | ||||||
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| ||||||
| Koordinaten | 659707 / 265900
{{#coordinates:47,541111|8,231667|primary
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dim=1000 | globe= | name= | region=CH-AG | type=building
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| Land: | ||||||
| Daten | ||||||
| Eigentümer: | BKW Energie, Kernkraftwerk Gösgen-Däniken, Kernkraftwerk Leibstadt, Axpo Power | |||||
| Betreiber: | Zwischenlager Würenlingen AG | |||||
| Einlagerungsbeginn: | Vorlage:DatumZelle | |||||
| Lagerart: | Zwischenlager | |||||
| Lagertyp: | Trockenlager | |||||
| Konditionierung: | ja | |||||
| Website: | Homepage | |||||
| Stand: | 16. Okt. 2024 | |||||
| Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation. | ||||||
Das Zwilag ist ein Zwischenlager für alle Kategorien radioaktiver Abfälle aus Kernkraftwerke in der Schweiz. Es befindet sich neben dem Gelände des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Würenlingen. Die Betreiberfirma Zwischenlager Würenlingen AG wurde 1990 als Aktiengesellschaft ins Handelsregister eingetragen.
Das Zwischenlager besteht aus einer Lagerhalle für abgebrannte Brennelemente und verglaste hochradioaktive Abfälle, einer Halle für langlebige mittelradioaktive Abfälle sowie einer Halle für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Im Juli 2001 wurden die ersten Brennelemente, im Dezember 2001 die ersten Glaskokillen angeliefert. Das Zwischenlager verfügt auch über spezielle Einrichtungen zur Behandlung von schwachradioaktiven Abfällen, darunter eine Konditionierungsanlage zum Sortieren von Mischabfällen, Kompaktieren, Behandeln von Flüssigabfällen und zur endlagergerechten Zementierung sowie eine neuartige Plasmaschmelzanlage.
Daneben befindet sich das Bundeszwischenlager für radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung, das vom PSI betrieben wird.<ref>Das Bundeszwischenlager. In: PSI. 13. September 2018, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> Im Mai 2014 wurde bekannt, dass die Kapazität des Bundeszwischenlagers zu 85 Prozent erschöpft sei. Bis dato lagern dort rund 5000 Fässer und 120 Container mit schwach radioaktiven Abfällen.<ref>Atomlager ist zu 85 Prozent voll. In: Tages-Anzeiger. 19. Mai 2014, abgerufen am 9. März 2024.</ref>
Im Jahr 2016 wurden die Rückführungen der mit der Wiederaufarbeitung (WA) von abgebrannten Brennelementen angefallenen schweizerischen radioaktiven Abfälle aus La Hague und Sellafield abgeschlossen. Im Zwilag lagern nun in 23 Castor-Behältern die hochaktiven verglasten Abfälle und in 552 Einzelgebinden (z. B. Fässern) die kompaktierten mittelaktiven Abfälle. Der Inhalt dieser Behältnisse war einer der Gegenstände der jahrzehntelangen heftigen Debatten um die WA mit der AKW-Opposition.<ref>Aufsichtsbericht 2016. ENSI.</ref>
Ende 2025 lagerten im Zwilag zusätzlich zu den oben genannten 23 Castor-Behältern mit Kokillen noch 62 Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus dem Betrieb der Kernkraftwerke sowie einem aus dem Forschungsreaktor Diorit. Hinzu kommen noch sechs Grossbehälter mit Stilllegungsabfällen aus dem Versuchsatomkraftwerk Lucens. Die Belegung des Lagers für hochradioaktive Abfälle betrug damit 42,5 %. Die Belegung des Lagers für mittelradioaktive Abfälle betrug zum selben Zeitpunkt 51,4 %, die des Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle 10,5 %.<ref>Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (Hrsg.): Aufsichtsbericht 2025 zur nuklearen Sicherheit in den schweizerischen Kernanlangen. Juni 2026, ISSN 1661-2876 (admin.ch [PDF]).</ref>
Störfall[Bearbeiten]
- Im Dezember 2024 gab es im Gebäude des Schmelzofens eine Rauchentwicklung. Sie entstand (wegen des fälschlichen automatischen Schliessens einer Klappe) aufgrund eines Überdruckes im Ofen selbst. Die Feuerwehr brachte die Situation unter Kontrolle, es habe keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestanden.<ref>Eine ENSI-Mitteilung</ref>
Eigentümer[Bearbeiten]
Die Zwilag AG gehört den Schweizer Kernkraftwerk-Betreibergesellschaften, anteilig bezüglich der Leistung der einzelnen Werke<ref>Beschreibung in kernenergie.ch (die Eigentümer und Betreiber des Zwilag)</ref>.
| Aktionär | Aktienkapital |
|---|---|
| Kernkraftwerk Leibstadt | 33,8 % |
| Kernkraftwerk Gösgen-Däniken | 31,2 % |
| Axpo Power | 24,3 % |
| BKW Energie | 10,7 % |
Weblinks[Bearbeiten]
- Lage des Zwilag in den Zonenplänen für die Notfallplanung in der Umgebung der Kernanlagen (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) im Geoportal der Schweiz
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Würenlingen strahlt: Gefahrenquellen PSI – Atommüll, Plasmaofen, Zwischenlager (Zwilag), Atomfabrik, Paul Scherrer Institut ( vom 19. September 2007 im Internet Archive) auf vorort.bund.net
- Website des Zwilag
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />