ABO Energy
| ABO Energy GmbH & Co. KGaA
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo ABO Energy.svg | |
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft auf Aktien |
| ISIN | DE0005760029 (Inhaberaktie) |
| Gründung | 1996 |
| Sitz | Wiesbaden, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | rund 1.200 (2026)<ref>[1], Website des Unternehmens. Abgerufen am 23. Juni 2026.</ref> |
| Umsatz | 446 Millionen Euro (2024)<ref>Geschäftsbericht 2024, Website des Unternehmens. Abgerufen am 2. April 2025.</ref> |
| Branche | Erneuerbare Energien |
| Website | aboenergy.com |
Die ABO Energy GmbH & Co. KGaA ist ein Projektentwicklungsunternehmen für Anlagen der Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen (Wind-, Sonnenenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff) mit Sitz in Wiesbaden.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Anfänge der Firma liegen im Jahr 1996, als Jochen Ahn und Matthias Bockholt die „Planungsgesellschaft zur Nutzung der Windkraft & anderer regenerativer Energien“ gründeten. Im Jahr 2000 wandelten sie die GmbH in eine Aktiengesellschaft und benannten sie in ABO Wind um.<ref>25 Jahre ABO Wind, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. November 2022.</ref> Der erste Teil des Firmennamens ist ein Akronym aus den Nachnamen der Gründer Ahn und Bockholt. Im Jahr 2023 stimmten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für den Wechsel der Gesellschaftsform von der AG zur KGaA. Ziel war nach Aussage des Unternehmens, den Unternehmensgründern eine bestimmende Rolle im Unternehmen zu sichern, selbst wenn sie die Anteilsmehrheit verlieren sollten.<ref>ABO Wind bilanziert erfolgreiches erstes Halbjahr. Abgerufen am 16. Juli 2024.</ref> Im Zuge der Rechtsformänderung wurde der Unternehmensname in ABO Energy geändert.
1998 ging der erste von ABO Energy projektierte Bürgerwindpark in Framersheim im Bundesland Rheinland-Pfalz ans Netz. Die älteste Tochtergesellschaft im Ausland ist die 2001 gegründete ABO Wind España S.A.U. in Valencia.<ref>Erneuerbare sind unsere DNA, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. November 2022.</ref>
Bei der Hauptversammlung im Juni 2017 wählten die Aktionäre die frühere rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke in den Aufsichtsrat.<ref>Bericht der Rhein-Zeitung vom 21. Juni 2017, abgerufen am 24. Juli 2017.</ref> Im Jahr 2024 bestellte das Amtsgericht Wiesbaden Jürgen Koppmann zum Aufsichtsrat. Er übernahm damit den Posten von Eveline Lemke.<ref>Bericht von ECOreporter vom 30. August 2024, abgerufen am 1. August 2025.</ref> Die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats sind Alexander Thomas (Vorsitzender), Moritz Möller und Maike Schmidt sowie – als Vertreter der Arbeitnehmer – Natalie Hahner und Daniel Duben.<ref>Aufsichtsrat, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. August 2025.</ref>
In den ersten 20 Jahren der Unternehmensgeschichte stand die Windkraft im Zentrum der Geschäftstätigkeit. Seit 2016 engagiert sich ABO Energy zudem in der Solarenergie.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pressemitteilung: Neues Geschäftsfeld Solarenergie ( vom 14. September 2018 im Internet Archive), Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024.</ref> So sicherte sich ABO Energy bei einer Solar-Ausschreibung im Sommer 2018 in Griechenland Einspeisevergütungen für fünf Solarprojekte mit insgesamt 45 Megawatt Leistung.<ref>Griechenland: Niedrigster Zuschlag für Photovoltaik-Projekt bei 6,3 Cent pro Kilowattstunde, Bericht PV-Magazine vom 5. Juli 2018. Abgerufen am 14. September 2018.</ref>
Geschäftstätigkeit[Bearbeiten]
ABO Energy deckt international alle Stufen der Entwicklung Erneuerbarer-Energie-Projekte ab – Planung, Finanzierung, Bauüberwachung und -organisation.<ref>Erneuerbare sind unsere DNA, Website des Unternehmens. Abgerufen am 16. Juli 2024.</ref> Aktuell ist das Unternehmen auf vier Kontinenten aktiv. Nach eigenen Angaben arbeitet ABO Energy an der Entwicklung neuer Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 32 Gigawatt.<ref>Zahlen & Fakten, Website des Unternehmens. Abgerufen am 2. April 2025.</ref>
Bis Juli 2024 hat das Unternehmen rund 900 Windenergie-, Solar- und Batteriespeicher mit einer Nennleistung von mehr als 2,5 Gigawatt in Deutschland, Frankreich, Finnland, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Bulgarien und der Republik Irland ans Netz gebracht. Weitere Erneuerbare-Energie-Projekte mit einer Nennleistung von drei Gigawatt hat ABO Energy bis zur Baureife entwickelt und dann verkauft – insbesondere in Argentinien, Spanien und Finnland.<ref>Referenzliste, Website des Unternehmens. Abgerufen am 16. Juli 2024.</ref> Meist mit Inbetriebnahme veräußert ABO Energy die Anlagen beispielsweise an Energieversorger, Genossenschaften oder institutionelle Investoren.<ref>Energiepark-Vertrieb, Website des Unternehmens. Abgerufen am 16. Juli 2024.</ref>
Als Dienstleistung bietet das Unternehmen die kaufmännische und technische Betriebsführung für Wind-, Solarparks sowie Batteriespeicher. Zudem bietet ABO Energy die Wartung und weitere Serviceleistungen an. Kunden sind Käufer der von ABO Energy projektierten Anlagen wie auch andere Betreiber wie beispielsweise Rheinenergie.<ref>Wartungsvertrag: RheinEnergie beauftragt ABO Wind Bericht der Zeitung für kommunale Wirtschaft vom 10. September 2018. Abgerufen am 1. März 2024</ref> Um die Sicherheit von Windkraftanlagen zu verbessern und den Zugang zu steuern, hat das Unternehmen das elektronische Schließsystem ABO Lock entwickelt.<ref>ABO Lock als Leistung des Energieparkmanagements, Website des Unternehmens. Abgerufen am 14. Januar 2020.</ref><ref>Schluss mit unbefugtem Zutritt, Bericht Web-Magazin Energy 4.0 vom 10. September 2018. Abgerufen am 13. September 2018.</ref> Im November 2022 hat ABO Energy Energieparks mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,5 Gigawatt Leistung unter Vertrag.<ref>Energiepark-Management, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. November 2022.</ref>
Projekte[Bearbeiten]
Auf früheren Abbauflächen um den Tagebau Jänschwalde in Briesnig errichtete ABO Energy 2018 einen Windpark mit fünf Windkraftanlagen des Typs Senvion 3.2M122 und setzte beim Fundamentbau spezielle Techniken ein, um die Standfestigkeit zu gewährleisten.<ref>Windpark auf Tagebaufläche: hält das? In: Zeitung für kommunale Wirtschaft. Verband kommunaler Unternehmen, 29. August 2018, abgerufen am 8. April 2019.</ref> So hat ABO Energy beispielsweise Naturkies als Füllmaterial mit Hilfe von Vibration und Wasserspülung in einer Tiefe von 40 bis 60 Metern ins Erdreich eingebracht.<ref>Windpark Forst Briesnig. ABO Wind, abgerufen am 13. September 2018.</ref>
Im Zusammenhang mit der Windparkplanung konzipiert und fördert ABO Energy das touristische Angebot zur Aufwertung des Umfelds. In Weilrod im Taunus hat das Unternehmen 2015 eine sogenannte Energie-Erlebnis-Tour eingerichtet, die über die Geschichte der Energienutzung an dem Standort informiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Energie-Erlebnis-Tour-Weilrod ( vom 16. April 2017 im Internet Archive), Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref><ref>Was der Eisbär im Taunus macht, Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 12. Dezember 2015, Website des Unternehmens. Abgerufen am 24. Juli 2017.</ref>
Im Jahr 2024 hat der Wiesbadener Projektierer mehr Genehmigungen für Windparks erhalten als je zuvor. ABO Energy erwirkte deutschlandweit Genehmigungen für Windkraftprojekte mit einer Gesamtleistung von 335 Megawatt.<ref>Geschäftsbericht 2024. Website des Unternehmens. Abgerufen am 14. April 2025.</ref> Diese Entwicklung erfolgte im Gleichschritt mit den bundesweiten Verbesserungen bei den Genehmigungsverfahren.
ABO Energy entwickelt zudem Hybridprojekte, bei denen Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern kombiniert werden. Im Rahmen der Innovationsausschreibungen der Bundesnetzagentur hat das Unternehmen bereits zahlreiche Tarifzuschläge für Hybridprojekte erhalten.<ref>ABO Energy untermauert Führungsposition bei Innovationsausschreibungen. Website des Unternehmens. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>
Für das Wasserstoff-Pilotprojekt im hessischen Hünfeld-Michelsrombach bei Fulda hat das Unternehmen am 30. September 2024 eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz erhalten. Im Juni 2025 wurde die Anlage eingeweiht und soll jährlich bis zu 450 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen.<ref>Bericht von ECOreporter vom 20. Juni 2025, abgerufen am 8. August 2025.</ref> Sie besteht aus einer Windenergieanlage, einer grünen Wasserstofferzeugung und einer Wasserstofftankstelle mit Trailer-Abfüllanlage. Der erzeugte Wasserstoff wurde vom TÜV nach dem CertifHy EU RNFBO Voluntary Scheme für grünen Wasserstoff zertifiziert. Demnach wird ausschließlich Energie aus Erneuerbaren-Anlagen für die Wasserstoffproduktion verwendet.<ref>Bericht von pv magazine vom 7. Juli 2025, abgerufen am 8. August 2025.</ref> Das Projekt wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt zwölf Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.<ref>ABO Energy erhält BImSchG-Genehmigung für grünes Wasserstoffprojekt in Hessen. Website des Unternehmens. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>
Auch international arbeitet das Unternehmen an Wasserstoffprojekten. In der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador befindet sich ein Wind- und Wasserstoffprojekt, das wettbewerbsfähigen grünen Wasserstoff und Ammoniak produzieren soll. ABO Energy hat 90 Prozent der Anteile am Projekt Toqlukuti'k Wind & Hydrogen an den dänischen Investor Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) übertragen und bleibt als Minderheitsanteilseigner und Entwickler beteiligt.<ref>ABO Energy geht Partnerschaft mit CIP ein, um kanadisches Wind- und Wasserstoffprojekt weiterzuentwickeln. Website des Unternehmens. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>
Unternehmen[Bearbeiten]
Struktur[Bearbeiten]
Internationale Niederlassungen unterhält ABO Energy in Frankreich, Nordirland, Irland, Spanien, Ungarn, Argentinien, Kanada, Kolumbien, Südafrika sowie in Tunesien. In Deutschland ist ABO Energy am Unternehmenssitz in Wiesbaden sowie in Heidesheim bei Mainz und in Regionalbüros in Berlin, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie im Saarland tätig.<ref>https://www.abo-wind.com/de/unternehmen/international/buerostandorte.htmlÜbersicht Niederlassungen der ABO Wind AG, Website des Unternehmens. Abgerufen am 3. Januar 2020.</ref>
ABO Energy hat einige Beteiligungen.<ref>Geschäftsbericht 2016 ABO Wind AG, Liste der wesentlichen Beteiligungen auf Seite 33, Liste der vollkonsolidierten Gesellschaften auf Seite 23, Website des Unternehmens. Abgerufen am 24. Juli 2017.</ref> Zu den Tochterunternehmen zählen unter anderem internationale Planungsgesellschaften:
- ABO Wind SARL, Toulouse
- ABO Wind Espana S.A., Valencia
- ABO Wind OY, Helsinki
- ABO Wind Ireland Ltd., Dublin
- ABO Wind N.I. Ltd., Belfast
- ABO Wind Energias Renovables S.A., Buenos Aires
- ABO Wind UK Ltd., Livingston
Weitere Tochtergesellschaften decken einzelne Geschäftsfelder (zum Beispiel Biomassenutzung, Windparkmanagement etc.) ab – das sind unter anderem:
- ABO Wind Biomasse GmbH, Wiesbaden
- ABO Wind Betriebs GmbH, Wiesbaden
- ABO Wind Service GmbH, Heidesheim
- ABO Wind Sachverständigen GmbH, Heidesheim
Vormalige Tochtergesellschaften wie die ABO Invest AG<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Historie der ABO Invest AG ( vom 20. Dezember 2019 im Internet Archive), Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref> oder die ABO Kraft & Wärme AG<ref>Darstellung ABO Kraft & Wärme AG, Website des Unternehmens. Abgerufen am 23. August 2017.</ref> sind mittlerweile wirtschaftlich selbstständige Unternehmen.
Aktie[Bearbeiten]
Die Aktie notiert im elektronischen Xetra-Handel sowie im Freiverkehr diverser deutscher Börsen, unter anderem im Mittelstandssegment M:access der Münchener Börse.<ref>Angaben zur Aktie der ABO Wind AG, (Memento vom 14. Juli 2020 im Internet Archive), unten rechts, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref> Die Aktien gehören zu jeweils rund 26 Prozent den Familien der beiden Gründer und Vorstände, Jochen Ahn und Matthias Bockholt. Zehn Prozent der Aktien hält der Frankfurter Energiedienstleister Mainova, die verbleibenden 38 Prozent sind im Streubesitz.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Angaben zur Aktie der ABO Wind AG ( vom 14. Juli 2020 im Internet Archive), unten rechts, Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref><ref>ABO Wind Aktionärsstruktur. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Januar 2021; abgerufen am 1. März 2024.</ref>
Kapitalmaßnahmen[Bearbeiten]
Eine 2018 bis 2019 umgesetzte Emission von Wandelanleihen brachte eine Stärkung des Eigenkapitals um 6,4 Millionen Euro.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pressemitteilung vom 4. November 2019 ( vom 3. Januar 2020 im Internet Archive), Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref> Ziel des Unternehmens war es, die beschleunigte Erweiterung der Geschäftstätigkeit um Photovoltaik sowie die weitere Internationalisierung zu finanzieren.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Angaben zur Wandelanleihe ( vom 13. Februar 2018 im Internet Archive), Website des Unternehmens. Abgerufen am 1. März 2024</ref>
Anleihen[Bearbeiten]
In den Jahren 2021 (Emissionsvolumen: 42,6 Millionen Euro) und 2024 (Emissionsvolumen: 80 Millionen Euro) hat das Unternehmen nachrangige Anleihen begeben. Die Laufzeiten enden 2029 und 2030. Die 2024 emittierte Anleihe (ISIN: DE000A3829F5) wird im Freiverkehr der Börse Frankfurt gehandelt.<ref>Anleihe 2024/2029. Website des Unternehmens. Abgerufen am 8. August 2025.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Börsennotiertes Unternehmen
- Unternehmen (Erneuerbare Energien)
- Unternehmen (Wiesbaden)
- Im Freiverkehr gehandeltes Unternehmen
- Unternehmensgründung 1996
- Energieunternehmen (Deutschland)