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Acridin

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Strukturformel
Struktur von Acridin
Allgemeines
Name Acridin
Andere Namen
  • Dibenzo[b,e]pyridin
  • Benzo[b]chinolin
  • 9-Azaanthracen
  • 2,3-Benzochinolin
  • 10-Azaanthracen
Summenformel C13H9N
Kurzbeschreibung

weißer bis fahlgelber Feststoff<ref name="roempp">Eintrag zu Acridin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
EG-Nummer 205-971-6
ECHA-InfoCard 100.005.429
PubChem 9215
ChemSpider 8860
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 179,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,1 g·cm−3 (20 °C)<ref name="merck" />

Schmelzpunkt

106–109 °C<ref name="merck" /> (Sublimation ab 100 °C)<ref name="roempp" />

Siedepunkt

346 °C<ref name="merck" />

pKS-Wert

5,58 (20 °C)<ref name="CRC97_5_88">Vorlage:CRC Handbook</ref>

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335​‐​410
P: 273​‐​302+352​‐​304+340​‐​305+351+338<ref name="merck" />
Toxikologische Daten

Vorlage:ToxDaten

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0
  • 179,4 kJ·mol−1 (Feststoff)<ref name="CRC97_5-3">Vorlage:CRC Handbook</ref>
  • 273,9 kJ·mol−1 (Gas)<ref name="CRC97_5-3" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Acridin ist eine heteroaromatische organische Verbindung mit der Summenformel C13H9N. Acridin kommt im Steinkohlenteer vor, bildet farblose Kristalle und stellt das chemische Grundgerüst der Acridinfarbstoffe dar.<ref name="roempp" />

Geschichte[Bearbeiten]

Acridin wurde erstmals 1870 von Carl Graebe und Heinrich Caro aus Steinkohlenteer isoliert. Die Bezeichnung leitet sich von lateinisch acer (scharf) ab und ist auf die beißend hautreizende Wirkung von Acridin zurückzuführen.<ref name="DOI10.1002/cber.18700030223">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Acridin kann aus Steinkohlenteer in der Anthracen­fraktion gewonnen werden. Aus dieser kann es durch Ausschütteln mit verdünnter Schwefelsäure oder Natriumhydrogensulfit als Natriumacridinsulfonat extrahiert werden. Die freie Base wird durch Reaktion mit Natriumcarbonat freigesetzt.<ref name="ul" />

Es ist eine Reihe von Syntheseprozessen bekannt, die zu Acridin und dessen Derivaten führen. August Bernthsen kondensierte Diphenylamin mit Carbonsäuren in Gegenwart von Zinkchlorid. Dabei ergibt Ameisensäure Acridin, die höheren Homologen erzeugen Derivate mit den entsprechenden Alkylsubstituenten.<ref>A. Bernthsen: Acridine, in: Liebigs Ann. 1884, 224, 1–56; doi:10.1002/jlac.18842240102.</ref>

Acridin kann auch gewonnen werden durch

Eigenschaften[Bearbeiten]

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten]

Acridin kristallisiert in farblosen Nadeln mit einem Schmelzpunkt bei 106–110 °C. Seine Salze zeigen in Lösung blaue Fluoreszenz.<ref name="roempp" />

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten]

Acridin und seine Homologe sind sehr stabile Verbindungen mit schwach basischem Charakter. Durch Oxidation mit Kaliumpermanganat entsteht Acridinsäure<ref group="S">Vorlage:Substanzinfo</ref> (Chinolin-2,3-dicarbonsäure) C9H5N(COOH)2.<ref>C. Graebe, H. Caro: Ueber Acridin, in: Chem. Ber 1880, 13, 99–103; doi:10.1002/cber.18800130128.</ref>

Mit Alkyl- und Arylhalogeniden bildet Acridin leicht farbige Acridiniumsalze.<ref name="roempp" />

Verwendung und Derivate[Bearbeiten]

Acridin selbst besitzt praktisch keine industrielle Bedeutung. Die Synthese von Acridinfarbstoffen geht nicht von Acridin aus.<ref name="roempp" /><ref name="ul" />

Derivate des Acridins sind u. a. die Farbstoffe Acridinorange und Acridingelb, die Arzneimittel Acriflaviniumchlorid, Amsacrin und Ethacridinlactat sowie die Acridiniumester, die als Luminophore von Bedeutung sind. Die chemisch-pharmazeutische Fabrik Medice vertrieb ein Acridinspray unter der Bezeichnung Dermaethyl-»A«<ref>Dermaethyl. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. XXXIII.</ref> zur Anwendung bei akut-nässenden Dermatosen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Externe Links zu erwähnten Verbindungen[Bearbeiten]

<references group="S" />

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