Zum Inhalt springen

Adani Group

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Adani Enterprises Ltd

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Adani logo 2012.svg
Rechtsform Public Limited Company
ISIN INE423A01024
Gründung 1988
Sitz Ahmedabad, Indien Indien
Leitung Gautam Adani (Chairman)
Mitarbeiterzahl 48.000<ref>About us. Abgerufen am 16. Juni 2025.</ref>
Umsatz 409,5 Mrd. INR (GJ 2018/19)<ref>Geschäftsbericht 2018/19. In: www.adanienterprises.com. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
(5,28 Mrd. EUR)
Branche Mischkonzern
Website www.adani.com
Stand: 31. März 2019
Datei:Gautam Adani.jpg
Gautam Adani

Adani Group ist ein multinationaler Mischkonzern mit Hauptsitz in Ahmedabad in Indien, der 1988 als Rohstoffhandelsunternehmen von dem heutigen Chairman Gautam Adani gegründet wurde.

Zu seinen Geschäftsfeldern zählen Rohstoffe, Logistik, der Agrarbereich und die Energieversorgung.<ref>Gautam Adani – "The Gujrati Billionaire". Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juni 2013; abgerufen am 5. Juli 2019.</ref> Die Gruppe ist der größte Hafenbetreiber Indiens und besitzt unter anderem den größten kommerziellen Hafen des Landes in Mundra. Zum Besitz gehört weiterhin Fortune,<ref>Take your Ghar ka Khana from Good to Great, with Fortune Foods by Adani Wilmar. Abgerufen am 7. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Indiens größte Speiseöl-Marke; dies ist ein Joint Venture mit Wilmar International in Singapur.<ref>Startseite Adaniwilmar. Abgerufen am 7. Januar 2020.</ref><ref name="dnaindia1">Adani to bring Wilmar products to India. Abgerufen am 23. Juni 2013.</ref> An der NSE India ist die Gruppe unter dem Namen der Holding Adani Enterprises (ADANIENT) gelistet.<ref>NSE - National Stock Exchange of India Ltd. - Aktieninformationen zur Adani Enterprises Limited. In: www1.nseindia.com. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Carmichael Mine[Bearbeiten]

Adani nahm 2021 im Galilee-Becken in Queensland das Steinkohlebergwerk Carmichael in Betrieb.<ref>Great Barrier Reef: Australien genehmigt umstrittenen Kohlehafen. In: Zeit Online. Abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref> Das Bergwerk soll im Endausbau aus fünf Untertageminen sowie sechs Tagebaustätten bestehen, in denen bis zu 60 Millionen Tonnen pro Jahr gefördert werden dürfen und wäre dann eines der größten Kohlebergwerke der Welt. Laut Schätzungen könnten in 60 Jahren Laufzeit 2,3 Milliarden Tonnen Kohle gefördert werden, die für die Stromversorgung in Indien verwendet werden sollen.<ref>Deutsche Welle: Genehmigung für umstrittenes Kohlebergwerk in Australien. In: www.dw.com. 13. Juni 2019, abgerufen am 7. Januar 2020.</ref> Die Kohle soll per Schiene zum Hafen Abbot Point und von dort nach Indien verschifft werden.

Um die Kohle mit Schiffen zu transportieren, muss ein Kanal durch das Great Barrier Reef gebaggert werden. Dieses weltgrößte zusammenhängende Korallenriff der Welt ist als UNESCO-Welterbe gelistet und durch Umweltveränderung und menschliche Einflüsse stark angegriffen. Adani beabsichtigte zunächst 38 Millionen m³ auszubaggern, es wurden lediglich 3 Millionen genehmigt.<ref>En Australie, la Grande Barrière de corail accueillera des déchets, 31. Januar 2014, auf Le Monde. Abgerufen am 13. Januar 2020</ref>

Da nach Kritik von Umweltverbänden, Anwohnern und indigenen Gruppen<ref name=":0">WELT: Startschuss für umstrittene Kohlegrube in Australien. Hrsg.: WELT, DPA. 6. Juni 2017 (Online [abgerufen am 7. Januar 2020]).</ref> die vier größten australischen Banken, weitere internationale Banken, sowie der australische Staat die Finanzierung des Projekts nicht unterstützen wollen,<ref>Three French banks refuse to fund Adani project in Australia - Times of India. In: indiatimes.com. 9. April 2015, abgerufen am 7. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0" /> wurde das Projekt von Adani stark reduziert und statt der genehmigten 60 Millionen Tonnen sollen vorerst nur 27,5 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr abgebaut werden.<ref>Rishi Iyengar: Indian billionaire won't use tax dollars for controversial coal mine in Australia. In: cnn.com. 29. November 2018, abgerufen am 7. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Krise Anfang 2023[Bearbeiten]

Anfang 2023 beschuldigte Hindenburg Research, ein Leerverkäufer, die Gruppe, ihre Bilanzen durch falsche Bewertungen von Tochtergesellschaften geschönt zu haben. In dem Bericht ist von „dreisten Aktienmanipulationen und Bilanzfälschungen über Jahrzehnte hinweg“ die Rede. Der Aktienkurs der in der Adani Group verbundenen Unternehmen sank daraufhin in wenigen Tagen um nahezu 50 %, entsprechend einem Börsenwertverlust von ungefähr 110 Milliarden US-Dollar. Die Adani Group bestritt jegliche Bilanzkosmetik. In einer 400 Seiten starken Gegendarstellung bezeichnete sie den Hindenburg-Bericht als „Attacke auf Indien“.<ref>Jonathan Barrett, Hannah Ellis-Petersen: Adani crisis: Indian group has value cut in half after stock market rout. In: The Guardian. 3. Februar 2023, abgerufen am 3. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Der 112-Milliarden-Dollar-Verlust, taz, 8. Februar 2023.</ref> Im August 2023 trat Deloitte von seinem Mandat als Buchprüfer zurück, weil sich die Gruppe weigerte, Vorwürfe aus dem Hindenburg Bericht zu untersuchen.<ref>Deloitte to resign as Adani auditor on Hindenburg concerns: Report. In: Aljazeera. 11. August 2023, abgerufen am 12. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Sorge vor einer möglichen Schieflage des Konglomerats führte zu Beunruhigungen im indischen Bankensektor, aber auch in der internationalen Finanzwelt.<ref>Andreas Körner und Mathias Peer: Turbulenzen beim Firmenkonglomerat Adami rufen Bafin auf den Plan. In: Handelsblatt. 9. Februar 2023, abgerufen am 9. Februar 2023.</ref> Im Februar erklärte der Norwegische Staatsfonds, er habe seine Beteiligungen an Adani-Firmen in Höhe von 200 Mio. US-Dollar komplett abgestoßen.<ref> Norway’s sovereign wealth fund says it pulled out of Adani group. 9. Februar 2023, abgerufen am 10. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Firmen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />