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Adolf von Thadden-Trieglaff

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Datei:Thadden A.jpg
Adolf von Thadden-Trieglaff.

Adolf Ferdinand von Thadden-Trieglaff (auch Triglaw) (* 6. Januar 1796 in Berlin; † 25. November 1882) war ein preußischer Gutsbesitzer, konservativer Politiker und Mittelpunkt der pietistisch-protestantischen Erweckungsbewegung in Pommern.

Leben[Bearbeiten]

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Henriette von Thadden.
Datei:Mansion in Trzygłów (landscape).JPG
Gut Trieglaff.

Adolf von Thadden-Trieglaff entstammte dem alten pommerschen Adelsgeschlecht von Thadden. Seine Eltern waren Oberst Ernst Dietrich von Thadden (* 1745/1746; † 16. September 1799) und Caroline Wilhelmine Henriette von Wartensleben (* 8. August 1772; † 19. Juli 1849).<ref>Julius Graf von Wartensleben: Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben. Band II: Biographische Notizen. Albert Nauck und Comp., Berlin 1858, S. 231.</ref> Sein Großvater mütterlicherseits war der Generalleutnant Leopold Alexander von Wartensleben.

Er wurde im Kadettencorps in Berlin erzogen. Als Kadett machte er die Befreiungskriege mit und wurde bei Bautzen verwundet. Er machte unter anderem den Übergang über die Elbe und die Schlacht bei Waterloo mit.

Bereits während des Krieges war Thadden in Kontakt mit der Erweckungsbewegung gekommen. Er fand Anschluss an die Deutsche Tischgesellschaft. Durch eine Reise nach München 1816/17 mit anderen Gleichgesinnten lernte er verschiedene katholische Erweckungsprediger kennen. Dies bestärkte ihn in seiner Haltung. Nach dem Ende des Krieges verließ Thadden die Armee. Er heiratete Henriette von Oertzen (1801–1846) und erwarb von seinem Schwiegervater das Gut Trieglaff (Landkreis Greifenberg in Pommern). Marie von Thadden-Trieglaff, die in engerem Kontakt zum jungen Otto von Bismarck (1815–1898) stand, war ihre gemeinsame Tochter.

In den folgenden Jahren wurde Thadden eine der Hauptpersonen der Pommerschen Erweckungsbewegung. Diese hob die Bedeutung der Bibel und der individuellen Frömmigkeit hervor und betonte die Bedeutung von Sünde und Gnade. In diesem Kreis fanden sich zahlreiche, später zu größerer Bekanntheit gelangte Persönlichkeiten der preußischen Politik, so etwa der junge Otto von Bismarck (1815–1898) oder Ernst Ludwig von Gerlach (1795–1877), mit welchem Thadden eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte.

Politisch standen er und die Gruppe Friedrich Wilhelm IV. nahe, theologisch lehnte die Gruppe u. a. Friedrich Schleiermacher ab. Thadden stand der preußischen Union ablehnend gegenüber, trat aus der Evangelischen Landeskirche in Preußen aus und schloss sich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen an. Er wurde einer ihrer führenden Vertreter.

In den Jahren 1847 und 1848 war er in Preußen parlamentarisch tätig. Er gehörte dabei neben Bismarck zu den extrem konservativen Abgeordneten (bei seinem Tod wurde er als „Abgeordneter der äußersten Reaction“ bezeichnet).<ref>ANNO: Todtenliste., In: Neue Illustrirte Zeitung / Neue Illustrirte Zeitung. Illustrirtes Familienblatt, Nummer 11, Hrsg. Johannes Nordmann, Wien, 10. Dezember 1882, S. 175.</ref> Im Vereinigten Landtag sprach er sich strikt gegen das geplante Wahlgesetz aus. Während der Revolution von 1848 versuchte er zur Sammlung der Konservativen beizutragen und veröffentlichte seine Ansichten in Zeitungen und in verschiedenen Drucken mit teilweise exzentrischen Formulierungen. Einem Pressegesetz wollte er zwar zustimmen, forderte aber auch die Aufrichtung eines Galgens für diejenigen, welche sich durch die Presse versündigten.

Wie viele Hochkonservative verfolgte er die Entwicklung Bismarcks hin zu einem Realpolitiker mit Ablehnung. Als Bismarck wegen Angriffen auf seine Person 1876 zum Boykott der konservativen Kreuzzeitung aufforderte, unterschrieben zahlreiche Konservative einen Aufruf, mit dem sie sich öffentlich von Bismarck und seiner Politik distanzierten. Als letzter der Deklaranten unterschrieb „mit tiefem Schmerz“ von Thadden den Aufruf.<ref>Lothar Gall: Bismarck – Der weiße Revolutionär. Frankfurt am Main 1980, S. 546.</ref>

Familie[Bearbeiten]

Adolf von Thadden-Trieglaff war zweimal verheiratet. Zuerst ehelichte er in Berlin Henriette von Oertzen-Kotelow, Tochter des Landrats Heinrich von Oertzen-Wendorf und der Henriette von Mellin. Nach deren Tod verheiratete er sich im nordbrandenburgischen Zaatzke Freiin von Romberg, Tochter des Wilhelm Freiherr von Romberg-Zaatzke und der Eleonore Gräfin von Wartensleben.

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Marie von Blanckenburg geb. von Thadden auf Trieglaff.

Aus der ersten Ehe stammen:

Aus der zweiten Ehe ist die Tochter:

  • 1850 Gertrud, Erbin von Batzwitz, verh. m. Karl Freiherr Senfft von Pilsach (* 1844; † 1909) auf Batzwitz

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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