Afrofuturismus
Afrofuturismus ist eine literarische und kulturelle Ästhetik, welche Elemente aus Science-Fiction, historischen Romanen, Fantasy, Afrozentrizität und magischem Realismus mit nichtwestlichen Kosmologien kombiniert, um nicht nur heutige Dilemmata von People of Color zu kritisieren, sondern auch um historische Ereignisse aus der Vergangenheit zu bearbeiten, zu befragen und erneut zu prüfen. Der Begriff wurde 1993 von Mark Dery in seinem Essay Black to the Future geprägt. Afrofuturismus adressiert Themen und Anliegen der Afrikanischen Diaspora durch eine technokulturelle und von Science-Fiction geprägte Sicht und umfasst eine Reihe von Medien und Künstlern, die ein Interesse an der Vergegenwärtigung von dunklen Zukünften, welche sich von afrodiasporischen Erfahrungen ableiten, teilen.<ref name="history-future"> NB: Open Access version also available</ref> Als einflussreiche afrofuturistische Werke gewertet werden die Romane von Samuel R. Delany und Octavia Butler; die Gemälde von Jean-Michel Basquiat und die Fotografien von Renée Cox; sowie die Musik von Parliament-Funkadelic, der Jonzun Crew, Warp 9 und Sun Ra.<ref></ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Afrofuturismus lässt sich in künstlerischen, wissenschaftlichen und spirituellen Tätigkeiten der Afrikanischen Diaspora erkennen. Beispiele sind die Dark Matter Anthologien, welche zeitgenössische Black Sci-Fi herausbringen, aber auch ältere Werke von W. E. B. Du Bois<ref>Anna von Rath: Afrofuturismus 2.0 – ein Vermächtnis von W.E.B. Du Bois. In: poco.lit. Abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Charles W. Chesnutt und George S. Schuyler.
Entwicklung Mitte bis spätes 20. Jahrhundert[Bearbeiten]
Die afrofuturistische Annäherung an Musik wurde zuerst vom US-amerikanischen Jazzmusiker Sun Ra vorgetragen. Er verschmolz bereits in Chicago Mitte der 1950er Jahre Hard Bop und Modalen Jazz, wobei eine Synthese entstand, welche afrozentristische und weltraumbezogene Titel nutzte, um Sun Ras Verbindung zur antiken afrikanischen Kultur, besonders zu der Ägyptens, und die Vorreiterrolle des Weltraumzeitalters zu reflektieren.<ref name="aaj">Chris May: Sun Ra: Ten Great AfroFuturist Albums. All About Jazz, 22. Februar 2022, abgerufen am 26. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Film Space Is the Place, zu dem Ra das Drehbuch und den Soundtrack beisteuerte sowie selbst die Hauptrolle spielte, zeigt die Arkestra in Oakland Mitte der 1970er in voller Weltraumaufmachung, mit viel Science-Fiction-Symbolik sowie komischem und musikalischem Material. Amiri Baraka zufolge habe Sun Ra erklärt, dass unser Planet eine primitive Welt sei. Ihre Praktiken, ihr Glaube, ihre Religionen wären ungebildet, unaufgeklärt, brutal, zerstörerisch und gehörten bereits der Vergangenheit an. Sun Ra erklärte, er sei hierher zurückgekehrt, nur um zu sagen, dass er gegangen sei. In den Weltraum, in dem die Zukunft läge.<ref>zit. nach Chris May: Sun Ra: Ten Great AfroFuturist Albums. All About Jazz, 22. Februar 2022, abgerufen am 26. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Peter Kemper: The Sound of Rebellion: Zur politischen Ästhetik des Jazz. Philipp Reclam jun., Ditzingen 2023, S. 459 ff.</ref>
Afrofuturistische Ideen wurden 1975 von George Clinton und seinen Bands Parliament und Funkadelic mit seinem Album Mothership Connection und den darauffolgenden Alben The Clones of Dr. Funkenstein, P Funk Earth Tour, Funkentelechy Vs. the Placebo Syndrome und Motor Booty Affair aufgegriffen. Im thematischen Fundament der P-Funk-Mythologie („pure cloned funk“) sprach Clinton als sein Alter Ego Starchild von „certified Afronauts, capable of funkitizing galaxies.“
William Gibsons Neuromancer beschreibt Zion, eine Rastafari-Raumstation bevölkert von Vertriebenen der Erde und Wohnstätte von Maelcum, einem Dub-Liebhaber und einer der Hauptfiguren des Romans.
Weitere Musiker, die typischerweise in der afrofuturistischen Tradition arbeiten oder durch sie stark beeinflusst wurden, sind die Reggaeproduzenten Lee „Scratch“ Perry und Scientist, die Hip-Hop Künstler Afrika Bambaataa und Tricky, Elektromusiker wie Larry Heard, A Guy Called Gerald, Juan Atkins, Jeff Mills<ref name="reddell"></ref> oder auch Lotti Golden und Richard Scher, die Elektro-Hip-Hop-Produzenten und Autoren von Warp 9s Light Years Away, einer Science-Fiction-Geschichte über einen vorzeitlichen Alienbesuch, welche als ein „cornerstone of early 80's beatbox afrofuturism“ gewertet wurde.<ref>Fitzpatrick, Rob, „The 101 strangest records on Spotify: Warp 9 – It's A Beat Wave,“ May 14, 2014 [1]</ref>
Kulturelle Kritik in den 1990ern[Bearbeiten]
In den frühen 1990ern begannen verschiedene Kulturkritiker, vor allem Mark Dery in seinem Essay Black to the Future von 1994, über die Merkmale zu schreiben, die sie in verbreiteter afroamerikanischer Science-Fiction, Musik und Kunst sahen. Dery bezeichnete dieses Phänomen als „Afrofuturismus“. Dem Kunstkritiker Kodwo Eshun zufolge theorisierte der britische Journalist Mark Sinker eine Form des Afrofuturismus in The Wire, einem britischen Musikmagazin, schon im Jahre 1992.<ref></ref>
Die Idee eines Afrofuturismus wurden unter anderem von Akademikern wie Alondra Nelson, Greg Tate, Tricia Rose und Kodwo Eshun weiterentwickelt.<ref name="history-future" /> Alondra Nelson erklärte Afrofuturismus als eine Betrachtung der niedrigen gesellschaftlichen Position von People of Color (PoC), in deren Kontext Themen wie Entfremdung, die Erfahrung von „Andersartigkeit“ und „Fremdsein“ sowie die Erwartungen an eine mögliche utopische Zukunft behandelt werden.<ref>Alondra Nelson (Interviewter) – Afrofuturism</ref> Zusätzlich merkt Nelson an, dass die Darstellung von PoC in den Medien die Problematik der digitalen Kluft oft unkritisch übernimmt und so die Assoziation zwischen Ethnie, ökonomischer Ungleichheit und begrenztem Zugriff auf Technologie verstärkt. Diese Assoziation bewirke, dass „Schwarzsein“ immer als gegensätzlich zur „technologiegetriebenen Chronik des Fortschritts“ der westlichen Welt wahrgenommen werde. Afrofuturismus kritisiert zudem die Erwartung, dass neue Kommunikationsformen über das Internet zu einer Welt „gesichtsloser Individuen“ führen und so indirekt die Stigmatisierung von PoC beenden könnten. Stattdessen müsse die Identität eines Menschen getrennt von seiner Herkunft und Ethnie betrachtet werden.<ref name="Nelson-Intro"></ref>
21. Jahrhundert[Bearbeiten]
Janelle Monáe versuchte gezielt, Afrofuturismus wieder in den Vordergrund der zeitgenössischen urbanen Musik zurückzubringen. Ihre bis dahin bedeutendsten Werke schlossen die Musikvideos Prime Time<ref>Janelle Monáe – PrimeTime ft. Miguel [Official Video] Abgerufen am 5. März 2016</ref> und Many Moons<ref>Many Moons</ref> ein, welche eine Welt von Cyborgs und der Modeindustrie als eine Metapher für Sklaverei und Freiheit behandeln.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig [BLACK ALT] What Is Afrofuturism?] Ebony, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>John Calveri: Janelle Monáe: A New Pioneer Of Afrofuturism. In: The Quietus. 2. September 2010, abgerufen am 16. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zu ihren Einflüssen zählten Metropolis, Blade Runner und Star Wars.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Janelle Monae’s Top 5 Sci-Fi Movies Of All Time.] In: The Urban Daily: Beats, Buzz, & Lifestyle. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Andere Künstler, die seit dem neuen Jahrtausend aufkamen und als afrofuturistisch bezeichnet wurden, waren unter anderem dBridge, SBTRKT, Shabazz Palaces, Heavyweight Dub Champion<ref name="reddell" /> und Drexciya (mit Gerald Donald).<ref name="womack"></ref>
Chicago beheimatete eine lebhafte Gemeinschaft von Künstlern, die sich mit Afrofuturismus beschäftigen. Nick Cave, bekannt für sein Projekt Soundsuits, half als Direktor des Modestudiengangs an der School of the Art Institute of Chicago dabei, junges Talent zu entwickeln. Andere Künstler sind zum Beispiel der bildende Künstler Hebru Brantley oder der zeitgenössische Künstler Rashid Johnson, der aus Chicago kam und später in New York lebte. 2013 schrieb die Chicagoerin Ytasha Womack die Studie Afrofuturism: The World of Black Science Fiction and Fantasy, und William Hayashi (der selbst kein Afroamerikaner ist) veröffentlichte zwei Bände seiner Darkside Trilogy<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig (( The Dark Side Trilogy )) Book One : Discovery – by William Hayashi.] In: www.thedarksidetrilogy.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>, in der Amerika herausfindet, dass Afroamerikaner schon lange vor der Landung Neil Armstrongs heimlich auf der Rückseite des Mondes lebten. Dies ist eine extreme Sichtweise auf Segregation, herbeigeführt durch technologisch fortgeschrittene People of Color.<ref>William Hayashi: Discovery: Volume 1 of the Darkside Trilogy. Xlibris, 2009, ISBN 978-1-4415-8694-0.</ref><ref></ref> Krista Franklin, Mitglied des Arts Incubator der Universität von Chicago, beschäftigte sich in den 2010er Jahren mit der Verbindung zwischen Afrofuturismus und dem Grotesken in ihren schriftlichen und bildhaften Werken mit Webarbeiten und gesammeltem Haar. Zusammen mit Perpetual Rebel, einem weiteren Afrofuturisten, schuf sie eine Audioerzählung namens The Two Thousand and Thirteen Narrative(s) of Naima Brown, welche sich mit Gedanken über Identität und Verwandlung im Kontext mit Haar und afroamerikanischer Kultur beschäftigte.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Black To The Future Series: An Interview with Krista Franklin.] In: The Chicago Arts Archive: A Sixty Inches from Center Project. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
In den 2010er Jahren wurde der Begriff Afrofuturismus weiter differenziert. Die südafrikanische Schriftstellerin Mohale Mashigo erklärt 2018 in The Johannesburg Review of Books, dass Afrofuturismus nichts für Afrikanerinnen und Afrikaner ist, die in Afrika leben.<ref>‘Afrofuturism is not for Africans living in Africa’—an essay by Mohale Mashigo, excerpted from her new collection of short stories, Intruders. In: The Johannesburg Review of Books. 1. Oktober 2018, abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für Mashigo stellen unterschiedliche Kontexte auch unterschiedliche Anforderungen an die Form, mit der Schriftstellerinnen und Künstler sich eine Zukunft vorstellen oder sie vorstellbar machen können. Sie äußert Kritik an der Verwendung des afrikanischen Kontinents als bloßen Hintergrund oder Schauplatz. Die Schriftstellerin Nnedi Okorafor stimmt Mashigo in gewisser Weise zu und erklärt, dass sie zwar früher den Begriff „Afrofuturismus“ als Label für ihre literarische Arbeit akzeptiert hat, sich nun aber im Klaren darüber ist, dass dieser Begriff nicht ihrer Art zu schreiben entspricht. Okorafor findet afrikanischer-Futurismus und afrikanischer-Jujuismus für ihr eigenes Werk viel passender.<ref>Lucy Gasser: Afrofuturismus und Africanfuturism (afrikanischer-Futurismus). In: poco.lit. Abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> So wird nun zwischen Afrofuturismus und afrikanischem Futurismus differenziert.
Als afrofuturistisches Werk erreichte der Hollywood-Film Black Panther von Ryan Coogler 2018 den kulturellen Mainstream.<ref>Myron T. Strong, K. Sean Chaplin, Afrofuturism and Black Panther, doi:10.1177/1536504219854725</ref> Die unter anderem 2019 für ihre Arbeit an dem Film mit dem Oscar für Kostümdesign ausgezeichnete Ruth E. Carter sah Afrofuturismus als Verbindung von Technologie, Imagination, und Ausdruck, um eine Philosophie der Selbsterkenntnis für schwarze Amerikaner, Afrikaner und Ureinwohner jenseits von Sklaverei und Kolonialismus zu finden.<ref>Christine Lehnen, Afrofuturism in Hollywood: Ruth E. Carter's iconic costumes, Deutsche Welle vom 21. April 2021.</ref>
Mit der Black-Lives-Matter-Bewegung erhielt der Afrofuturismus eine neue Dynamik: Er zielt auf sozio-kulturelles Empowerment im Hier und Jetzt; Künstlern, die sich dem Genre verschrieben haben, geht es „um Widerstand durch Imagination“ (Adyam Tesfamariam), um sich so unter Bezug auf die Geschichte in die Zukunft einzuschreiben.<ref>Adyam Tesfamariam: Elbphilharmonie Erklärt: Afrofuturism: Die Afrofuturismus-Expertin Adyam Tesfamariam über die Hintergründe und das Potenzial der besonderen Kunst- und Denkrichtung. Elbphilharmonie, abgerufen am 21. Juli 2022.</ref> Musiker und Bands wie Angel Bat Dawid, Chief Xian aTunde Adjuah, Theo Croker oder die Sons of Kemet gelten als exemplarische Vertreter.<ref>Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas: Elbphilharmonie: Afrofuturism. Jazz thing, 19. Juli 2022, abgerufen am 21. Juli 2022.</ref>
Themen[Bearbeiten]
Feminismus[Bearbeiten]
Jared Richardsons Attack of the Boogeywoman: Visualizing Black Women's Grotesquerie in Afrofuturism<ref>Richardson, Jared. (2012) „Attack of the Boogeywoman: Visualizing Black Women's Grotesquerie in Afrofuturism.“ Art Papers Magazine 36. 6</ref> analysiert, wie Ästhetik als ein Raum für women of color fungiert, um Themen mit Schnittmengen wie Rasse, Geschlecht und Sexualität zu behandeln. Von zeitgenössischen Afrofuturisten wie den Künstlerinnen Wangechi Mutu und Shoshanna Weinberger wird die Repräsentation und Behandlung von Körpern dunkelhäutiger Frauen auf ihre Bestandteile zurückgeführt und zu fremdartigen und grausamen Dimensionen verstärkt.
Beyoncés Kurzfilm Lemonade aus dem Jahr 2016 beinhaltete in seinem Konzept feministischen Afrofuturismus. Der Film featurete Ibeyi, Laolu Senbanjo, Amandla Stenberg, Quvenzhané Wallis, YouTube-Gesangstars Chloe x Halle, Zendaya, Sports Illustrated Sportsperson des Jahres 2015 Serena Williams<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Serena Williams is SI's Sportsperson of the Year.] In: www.si.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und die komplexe womanistische Poesie der somalisch-britischen Schriftstellerin Warsan Shire.<ref name="Lemonade">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ibeyi, Laolu Senbanjo, Warsan Shire Featured In Beyoncé’s ‘Lemonade’.] Okay Africa, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der roten Faden ist die Stärkung von afroamerikanischen Frauen mit Bezug auf Ehebeziehungen sowie dem historischen Trauma von der Versklavung der Afroamerikaner zwischen 1619 und 1865 bis zur Reconstruction und Jim Crow (1870–1965). Die Mütter von Trayvon Martin (Sybrina Fulton), Michael Brown (Lesley McFadden), Eric Garner (Gwen Carr) werden gezeigt, wie sie Bilder ihrer verstorbenen Söhne in Erinnerung an die Wichtigkeit ihrer Leben zeigen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Trayvon Martin, Michael Brown, and Eric Garner's Mothers Appear in Beyoncé's 'Lemonade' Video.] In: Essence.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Das Groteske[Bearbeiten]
Im afro-surrealistischen Manifest wird Afro-Surrealismus dem europäischen Surrealismus gegenübergestellt, wobei europäischer Surrealismus empirisch ist. Es ist vereinbar mit der New Black Aesthetic in der Hinsicht, dass es das Ziel ist zu stören. Es sampelt von alten Kunstwerken und aktualisiert sie mit heutigen Bildern. Diese Technik nimmt in erster Linie diese vergangenen Bilder und die Gefühle, Erinnerungen und Gedanken um sie herum auf und kombiniert sie mit neuen Bildern auf eine Art, dass die aktuelle Generation sie noch erkennt. Sowohl New Black Aesthetic als auch Afrosurrealismus streben Störung an, aber es geht mehr um eine Art „Mutantenpsychologie“. Afrofuturistische Künstler versuchen eine abweichende Schönheit vorzuschlagen, eine Schönheit bei der Entkörperung sowohl unmenschlich, aber auch eindeutig ist; afrofuturistische Künstler spekulieren über die Zukunft, während Afrosurrealismus die Gegenwart behandelt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig AfroSurreal Generation: AFROSURREAL MANIFESTO.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Entfremdung[Bearbeiten]
Afrofuturismus nimmt Repräsentationen gelebter Realität von people of color der Vergangenheit und Gegenwart auf und überprüft die Erzählungen, um neue Wahrheiten außerhalb der dominanten Kulturgeschichte aufzubauen. Durch die Analyse des Auftretens der Entfremdung arbeitet Afrofuturismus daran die afrikanische Diaspora mit ihrer Geschichte und dem Wissen der rassialisierten Körper zu verbinden. Weltraum und Außerirdische fungieren als Schlüsselprodukte der Science-Fiction-Elemente; dunkelhäutige Körper werden als die ersten Außerirdischen aufgrund der Middle Passage vorgestellt. Ihr Außerirdischen-Status bedeutet, sowohl in einem fremden Land ohne Geschichte als auch getrennt von der Vergangenheit zu sein. Dies geschah durch die Tradition der Sklaverei, bei der Sklaven von ihren Sklavenmeistern dazu gezwungen wurden, sich von ihrer Bindung zu Afrika loszusagen.<ref></ref>
Kodwo Eshun entdeckte die erste Entfremdung im Kontext der Middle Passage. Er schrieb, dass afrofuturistische Texte Sklaverei und Entfremdung neu erfinden würden, indem sie „Ausserirdischsein als eine übertriebene Trope zur Behandlung von historischen Begriffen, den alltäglichen Implikationen der gewaltsam aufgezwungenen Dislokation und der Verfassung der Black Atlantic Subjektivitäten“ nutzen. Diese Position von dystopischen Zukünften und gegenwärtigen Realitäten platzieren Science Fiction und Romane, die sich um dystopische Gesellschaften drehen, direkt in der Tradition von schwarzen Realitäten.<ref></ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Reynaldo Anderson, Charles E. Jones: Afrofuturism 2.0: The Rise of Astro-Blackness. Lexington Books, 2015, ISBN 978-1-4985-1050-9.
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dauphin, Gary. 2006. 'They Came Before the Matrix' (Afrofuturist Film) ( vom 15. März 2012 im Internet Archive)
- [[Mark Dery|Vorlage:Cite book/Name]]Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Black to the Future: Afro-Futurism 1.0.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig What is Afrofuturism? (series).] In: Aker: Futuristically Ancient. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig What is Afrofuturist Art?] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Mayer, Ruth (2000). „Africa As an Alien Future“: The Middle Passage, Afrofuturism, and Postcolonial Waterworlds." Amerikastudien / American Studies, 45(4), 555–566.
- Nelson, Alondra (Spring 2000). „Afrofuturism: Past-Future Visions.“ Color Lines: 34-37.
- Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig What is Afrofuturism?] In: AuthorsDen. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lil Wayne, Tha Carter III, and the Afronaut invasion.] In: Slate. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
- Ben Williams: Black Secret Technology: Detroit Techno and the Information Age. In: Nelson et al. (Hrsg.): Technicolor: Race, Technology, and Everyday Life. NYU Press, 2001, ISBN 978-0-8147-3604-3, S. 154–176, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- The Afrofuturist affair.
- Black(s) to the Future
- AFROFUTURISM.net
- Black Science Fiction Society
- Daathrekh Publishing
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Afro-Futurism ( vom 14. Dezember 2009 im Internet Archive)
- Science Fiction und Afrika, Beitrag von Dominik Irtenkauf auf Telepolis, abgerufen am 29. April 2018
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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