Ajan-Fichte
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| Datei:Picea jezoensis.JPG
Ajan-Fichte (Picea jezoensis) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Picea jezoensis | ||||||||||||
| (Siebold & Zucc.) Carrière |
Die Ajan-Fichte (Picea jezoensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fichten (Picea) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist im östlichen Asien heimisch.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Ajan-Fichte wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 35 bis 50 Metern und Brusthöhendurchmesser von 1 bis 1,5 Meter erreichen kann. Der Stamm endet in einer breit-konischen bis pyramidenförmigen Krone. Die Stammborke ist anfangs braun und glatt, raut mit zunehmendem Alter aber auf, bildet tiefe Furchen aus, verfärbt sich gräulich braun, schwarzbraun bis stumpf violettgrau und blättert in unregelmäßig geformten Schuppen ab. Die unbehaarte bis spärlich behaarte, tief gefurchte Rinde der Zweige ist anfangs blassgelb und verfärbt sich mit der Zeit orangegelb bis gelblich braun.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" />
Die nicht harzigen, blassbraunen Winterknospen sind eiförmig-konisch geformt. Die Pulvini werden rund 0,5 Millimeter lang. Die ledrigen, leicht gebogenen Nadeln sind bei einer Länge von 1,2 bis 2,5 Zentimetern und einer Breite von 1,5 bis 2 Millimetern linealisch. Sie sind auf der Ober- und der Unterseite leicht gekielt und ihre Spitze ist spitz zulaufend. Auf der Nadeloberseite befinden sich zwei weiße Stomatabänder.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Ajan-Fichte ist einhäusig-getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Die rotbraunen männlichen Blütenzapfen sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 Zentimetern und einer Dicke von rund 0,6 Zentimetern zylindrisch. Sie stehen einzeln oder in Gruppen von bis zu dreien zusammen. Die einzeln stehenden, hängenden Zapfen sind bei einer Länge von 3 bis 9 Zentimetern und einer Dicke von 2 bis 3,5 Zentimetern länglich-zylindrisch bis annähernd eiförmig geformt. Sie sind anfangs grün, rot- oder violettbraun und verfärben sich bis zur Reife im September oder Oktober hin braun bis gelblich braun. Die papierartigen bis leicht holzigen Samenschuppen sind bei einer Länge von 1 bis 1,2 Zentimetern sowie einer Breite von 0,6 bis 0,8 Zentimetern rautenförmig, elliptisch-rautenförmig oder oval-rautenförmig. Die braunen Samen sind bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern sowie einer Breite von etwa 1,5 Millimetern verkehrt-eiförmig bis oval-keilförmig. Sie haben einen hellbraunen, länglich-eiförmigen Flügel der 0,5 bis 1 Zentimeter lang und 0,2 bis 0,5 Zentimeter breit ist.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="IPCN" />
Verbreitung, Standort und Gefährdung[Bearbeiten]
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Ajan-Fichte liegt im östlichen Asien. Es umfasst dort den östlichen Teil Russlands, Teile Nordkoreas, des nordöstlichen Chinas sowie mehrere Inseln Japans. In Russland kommt die Ajan-Fichte entlang des Ussuri und der Küste des Ochotskischen Meeres nordwärts bis nach Magadan, auf der Insel Sachalin, auf den Kurilen und im zentralen Kamtschatka vor. In China findet man Picea jezoensis in den Provinzen Heilongjiang, Jilin und Nei Mongol. In Japan gibt es Vorkommen auf den südlichen Kurilen und auf den beiden Hauptinseln Hokkaidō (historisch auch Jezo genannt) sowie Honshū.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" />
Die Ajan-Fichte gedeiht in Höhenlagen von 40 bis 2700<ref name="IUCN" /> Metern. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt je nach Standort zwischen 1000 und 2500 mm. Picea jezoensis kommt vor allem in subalpinen Wäldern in Gebirgen und in Flusstälern vor, wo sie auf podsoligen Böden wächst. Es werden häufig Mischbestände mit anderen Nadelbaumarten wie Tannen (Abies spec.), Lärchen (Larix spec.) und Kiefern (Pinus) und der Nordjapanischen Hemlocktanne (Tsuga diversifolia), aber auch mit Laubbaumarten wie Ermans Birke (Betula ermani) gebildet.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" /><ref name="IUCN" />
Die Nominatform sowie die Unterart hondoensis werden in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft. Als Gefährdung gelten Holzschlägerungen verbunden mit Bränden auf der Kahlschlagfläche, da diese eine natürliche Verjüngung der Art verhindern.<ref name="IUCN" />
Nutzung[Bearbeiten]
Das Holz der Ajan-Fichte findet als Bau- und Möbelholz sowie zur Herstellung von Maschinen, Masten und Zellstoff Verwendung. Der Korpus des Tonkori, eines Saiteninstrumentes der Ainu, wird aus dem Holz dieser Art gefertigt. Aus der Borke werden Tannine, aus dem Stamm Harz und aus den Nadeln aromatische Öle gewonnen.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" /> Das Holz wurde ebenfalls von japanischen Gitarrenbauern, wie Aria oder Yamaha, hauptsächlich in den 1970er und 1980er Jahren, für Gitarrendecken aus massivem Fichtenholz genutzt. Mittlerweile verwendet man aber andere Fichtenhölzer, wie beispielsweise Sitka, da die Ajan-Fichte auf Hokkaido inzwischen eher selten geworden ist.<ref>Ezo pine and Yamaha GC-7, classicalguitardelcamp.com</ref>
Systematik[Bearbeiten]
Die Art Picea jezoensis gehört zur Serie Ajanenses der Sektion Sitchenses aus der Untergattung Casicta innerhalb der Gattung der Picea.
Die Erstbeschreibung unter dem Namen (Basionym) Abies jezoensis erfolgte 1842 durch Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini in Flora Japonica, Band 2 (2), Seite 19. Élie-Abel Carrière überführte die Art im Jahr 1855 in Traité Général des Conifères. S. 255 in die Gattung Picea.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton jezoensis entstand aus der alten Bezeichnung Yezo für Hokkaido.
Je nach Autor gibt es von Picea jezoensis bis zu vier Varietäten (oder Unterarten<ref name="Conifers" />):<ref name="Tropicos" />
- Picea jezoensis var. hondoensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mayr) Rehder (Syn.: Picea hondoensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mayr, Picea jezoensis subsp. hondoensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mayr) P.A.Schmidt): Dieser Endemit kommt nur im zentralen Honshū vor. Sie hat eine stumpf rotbraune Borke und ihre Nadeln sind 8 bis 15 Millimeter lang und etwa 1,5 Millimeter breit.<ref name="Conifers" />
- Picea jezoensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Siebold & Zucc.) Carrière var. jezoensis: Sie kommt fast im gesamten Verbreitungsgebiet vor.
- Picea jezoensis var. koreana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Uyeki (Syn.: Picea jezoensis var. komarovii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(V.N.Vassil.) W.C.Cheng & L.K.Fu) (Syn.: ist Picea komarovii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.V.N.Vassil.): Sie kommt in Nordkorea, dem östlichen Russland sowie in Heilongjiang und im östlichen und südlichen Jilin vor. Sie hat 3 bis 4 Zentimeter lange und 2 bis 2,2 Zentimeter dicke Zapfen.<ref name="Conifers" /><ref name="FoC" />
- Picea jezoensis var. microsperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lindl.) W.C.Cheng & L.K.Fu (Syn.: Abies ajanensis var. microsperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lindl.) Mast., Picea microsperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lindl.) Carrière): Sie kommt in Japan, im östlichen Russland, der Inneren Mongolei und in den chinesischen Provinzen Heilongjiang sowie Jilin vor. Sie hat 4 bis 9 Zentimeter lange und 2 bis 2,6 Zentimeter dicke Zapfen.<ref name="FoC" />
Quellen[Bearbeiten]
- Christopher J. Earle: Picea jezoensis. In: The Gymnosperm Database. www.conifers.org, 28. November 2012, abgerufen am 25. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="IPCN"> Picea jezoensis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Picea jezoensis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: P. Thomas, D. Zhang, T. Katsuki, K. Rushforth, 2011. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Conifers"> Christopher J. Earle: Picea jezoensis. In: The Gymnosperm Database. www.conifers.org, 2019, abgerufen am 16. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="FoC"> </ref> </references>