Zum Inhalt springen

Akai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Akai Denki

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Akai brand logo.svg
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
Gründung 1929
Auflösung 2000
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Tokio, Japan
Branche Elektrotechnik/Elektronik
Website [https://www.akai.com www.akai.com]

Vorlage:Infobox Unternehmen/ISIN-Kategorie

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Akai Denki K.K. (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Akai Denki Kabushiki-gaisha, engl. Akai Electric Co., Ltd.) war ein nach seinem Gründer Masukichi Akai benanntes japanisches Elektronikunternehmen, das außerhalb Japans in den 1960er- und 1970er-Jahren vor allem durch seine Tonbandmaschinen Bekanntheit erlangte.

Das Unternehmen wurde 1929 gegründet und produzierte zunächst Elektromotoren für Filmprojektoren, später auch für Plattenspieler. Die weitere Unternehmensgeschichte trug wesentlich zur Einführung und Marktdurchsetzung verschiedener Innovationen in der magnetbandgebundenen Audiotechnik bei. Um 1980 entstand die Musiksparte „Akai Professional“ mit Produktions- und Bühnenequipment für moderne Musik. Im Jahre 2000 ging Akai in die Insolvenz (die inzwischen ausgegründete Akai Professional ebenfalls 2005). Unter der Marke Akai werden heute Fremdfabrikate vermarktet.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Tape recorder GX-6300.jpg
Tonbandgerät GX-630D (1976–79)<ref>hifiengine.com 2020, Akai GX-630D, abgerufen am 31. Mai 2020.</ref>
Datei:AKAI stack.jpg
Geräte aus den 1980er-Jahren
Datei:Yamaha CX5M Music Computer set & Akai S612 sampler, Musée des Instruments de Musique, Brussels.jpg
Der Akai S612 in einer Music-Computer-Anlage

Durch die Verkaufsaktivitäten in den USA kam in den 1950er-Jahren der Kontakt zu dem amerikanischen Tonbandgerätehersteller Roberts zustande, der Akai mit der Fertigung der Elektromotoren für seine Geräte beauftragte. Wenig später begann Akai – inspiriert durch ein als Anschauungsstück zugesandtes Roberts-Gerät – selbst mit der Fertigung von Tonbandgeräten, worauf Roberts die eigene Produktion einstellte und fortan in den USA Akai-Tonbandgeräte unter eigenem Namen vertrieb. Ab Mitte der 1960er-Jahre wurden auf dem nordamerikanischen Markt identische Geräte parallel unter den Markennamen Akai und Roberts vertrieben. Einige Jahre später verschwand die Marke Roberts vom Markt, die Geräte waren nur noch unter dem Namen Akai erhältlich.

In den Folgejahren entwickelte sich Akai mit Verkaufserfolgen in Europa und den USA zu einem der größten Hersteller von Tonbandgeräten weltweit und bereicherte den Massenmarkt für diese Geräte um viele technische Errungenschaften, die erst durch die Initiative von Akai breitenwirksam vermarktet wurden. Zu nennen sind vor allem die Crossfield-Vormagnetisierung, die nahezu verschleißfreien Glasferrit-Tonköpfe (bei Akai GX Heads genannt) und Autoreverse, also der automatische Wechsel der Spielrichtung am Bandende.

In den 1970er-Jahren positionierte sich Akai mit Verstärkern, Receivern, Kassettendecks, Plattenspielern und Lautsprecherboxen zunehmend als Vollsortiment-Anbieter im Hi-Fi-Bereich und stieg außerdem in den noch jungen Markt für Videogeräte ein.

1984 wurde das Unternehmen nach finanziellen Schwierigkeiten neu ausgerichtet. Wie viele andere Unternehmen stellte Akai zu dieser Zeit die Fertigung von Tonbandmaschinen ein und verstärkte sein Engagement in den höhere Gewinne versprechenden Bereichen der Kassettendecks, Videorekorder und der neuen CD-Spieler. Zudem wurde eine Unternehmenssparte für elektronische Musikinstrumente gegründet, die Akai Electronic Musical Instruments Corporation, die ihre Premiere mit dem Audio-Sampler S612 feierte. Dieser gilt als eines der ersten erschwinglichen Geräte seiner Art.

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre brachen die Verkaufszahlen von Akai in Nordamerika dramatisch ein. Das Unternehmen begegnete dieser Entwicklung 1988 mit einem Rückzug von den entsprechenden Märkten. Anhaltende finanzielle Schwierigkeiten führten 1998 schließlich zur Übernahme Akais durch die The Grande Holdings Ltd. aus Hongkong, die das Ende von Akai als eigenständigem Hersteller markierte. Die Holding hält außerdem die Marken Nakamichi und Sansui.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] The Grande Holdings Limited, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2011-07-23; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Am 2. November 2000 beantragte das Unternehmen ein Insolvenzverfahren nach dem Gesetz über die zivilrechtliche Reaktivierung (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., minji-saisei-hō), was im Februar des folgenden Jahres zum Delisting an der Tokioter Börse führte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Heute

Die Marke Akai gehört im Jahr 2011 zur in Singapur ansässigen Akai Sales Pte Ltd,<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2011-11-04; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> deren heute vertriebene Produkte ausnahmslos von anderen Herstellern zugekauft sind, so etwa Videogeräte von Samsung und Fernseher vom türkischen Produzenten Profilo-Telra.

Akai Professional[Bearbeiten]

Datei:AKAI professional logo.svg
Logo von Akai Professional
Datei:Akai-S1000.JPG
Akai professional S1000
Datei:Akai MPC2000.jpg
Akai professional MPC 2000

1999 wurde die Sparte für elektronische Musikinstrumente als Akai professional M.I. K.K. (AKAI professional M.I.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.) gegründet.<ref name="kanalog">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2006-06-28; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Diese Bezeichnung wurde mit leicht abweichendem Logo bereits ab 1984 für die Produkte des sogenannten Akai Music Studio System genutzt. Darunter wurden Sampler der S-Serie, Drumcomputer der MR-Serie, Sequenzer der MS-Serie und die Mehrspur-Tonaufnahmegeräte der MG-Serie vermarktet. Andere bekannte Produktserien sind die MPC-Serie und die elektronischen Blasinstrumente der EWI-Serie.

Auch dieses Unternehmen geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und leitete 2005 nach einer fehlgeschlagenen Umstrukturierung mit einem Schuldenstand von etwa 1,1 Mrd. Yen ein Insolvenzverfahren ein.<ref name="kanalog" /> Die Markenrechte wie auch der Kundendienst werden heute von Pro Audio Japan K.K. ausgeübt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Pro Audio Japan; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Instrumente

Die Sampler von Akai professional gelten als einige der ersten erschwinglichen Sampler auf dem Markt. Die S-Serie bestand aus Samplern im Rack-Format bis auf ein paar Ausnahmen, die auch eine Klaviatur besaßen. Das erste Modell der S-Serie war das S-612 von 1984, das letzte das S6000 von 1999. Danach wurde die S-Serie durch die Z-Serie ersetzt. Die X-Serie, die in den späten 80ern auf den Markt kam, bestand aus entsprechenden Keyboard-Versionen.

Akai baut seit 1987 die Serie Music Production Center (MPC-Serie). Ursprünglich als moderner Drumcomputer mit Samplefunktion konzipiert, ist er jetzt auch als MIDI-Controller nutzbar. Von solchen Controllern wurden seit der Jahrtausendwende einige Serien auf den Markt gebracht. Zu den Ersten zählt die MPD-Serie, die um 2002 veröffentlicht wurde und 2009 sowie 2015 Überarbeitungen erhalten hat. Die APC-Serie (Ableton Production Center) ist eine Kooperation mit Ableton, die auf die DAW Ableton Live abgestimmt ist. Etwas neuer ist die speziell für die Arbeit am Computer gedachte LPK-Serie (Laptop Production Keyboard). Es existiert ein kabelloses Modell dieser Serie. Die Serie, die Pads mit Tasten kombiniert, ist die MPK-Serie (Music Production Keyboard). Geräte mit zweistelligen Nummern sind um 2008 erschienen, Geräte mit Dreistelligen 2014. Weiterhin existiert mit kleinen Tasten die Variation MPK mini. Akais größter Keyboard-Controller ist das 88-tastige MPK Road 88.

Eine Besonderheit stellt die EWI-Serie (Electronic Wind Instrument) dar, die erstmals im Jahr 1987 erschienen ist. Als Vorreiter anderer elektronischer Blasinstrumente wie der YDS-Serie von Yamaha handelt es sich bei diesen Instrumenten um sogenannte Rompler, die nur mitgelieferte Samples abspielen und modulieren können, jedoch über keine Synthesefunktion verfügen. In der enthaltenen Soundbibliothek befinden sich vor allem klassische Blasinstrumentenklänge neben einigen Saiteninstrumenten.

Literatur[Bearbeiten]

  • S. Noma (Hrsg.): Akai Electric Co, Ltd. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 25.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />