Allenrolfea
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| Datei:Allenrolfea occidentalis 4.jpg | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Kuntze |
Allenrolfea ist eine Pflanzengattung in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Es sind strauchige Salzpflanzen mit fleischigen, scheinbar gegliederten Sprossachsen und stark reduzierten Blättern und Blüten. Die etwa drei Arten sind in Nord- und Südamerika verbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Allenrolfea-Arten sind Halbsträucher oder Sträucher mit aufrechtem oder niederliegendem Wuchs. Die reich verzweigten Stängel erscheinen gegliedert und sind kahl und fleischig.<ref name="FoNA" />
Die wechselständigen Laubblätter sind fleischig, kahl, zu kleinen, breit dreieckigen Schuppen reduziert, im unteren Teil den Stängel umfassend, ganzrandig und zugespitzt.<ref name="FoNA" />
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
In endständigen, scheinährigen Blütenstände sind die Blüten spiralig angeordnet. Die Zymen enthalten jeweils drei oder fünf Blüten in der Achsel eines fleischigen, schildförmigen, später abfallenden Tragblatts.
Die Blüten sind zwittrig. Die Blütenhülle besteht aus vier bis fünf verbundenen Blütenhüllblättern, deren winkelige freie Lappen oben gestutzt sind. Die ein bis zwei Staubblätter ragen aus der Blütenhülle heraus. Es sind zwei bis drei Narben vorhanden.<ref name="FoNA" />
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die eiförmige Frucht ist zusammengedrückt, ihre häutige Fruchtwand ist unverwachsen. Die aufrechten Samen sind braun oder rötlich-braun, länglich, mit glatter Oberfläche. Es ist reichlich Nährgewebe vorhanden.<ref name="FoNA" /> Der Embryo ist halb ringförmig.<ref name="Kadereit" />
Chromosomenzahl[Bearbeiten]
Die Chromosomengrundzahl ist x = 9.<ref name="FoNA" /><ref name="IPCN" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Von den drei Allenrolfea-Arten ist eine in Nordamerika von den südwestlichen USA bis Mexiko verbreitet<ref name="FoNA" /> und die beiden anderen kommen in Südamerika nur in Argentinien vor.<ref name="Kadereit" /><ref name="Zuloaga p" /><ref name="Zuloaga v" />
Sie besiedeln sandige Erhebungen in Salzebenen und Lehmpfannen. In den USA wachsen sie in Höhenlagen von 1000 bis 1700 Metern.<ref name="FoNA" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Allenrolfea wurde 1891 von Carl Ernst Otto Kuntze aufgestellt,<ref name="Kuntze" />. Damit ersetzte er den ungültigen Namen Spirostachys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Watson, (dieser ist illegitim, weil bereits Spirostachys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sond. existierte). Die Typusart ist Allenrolfea occidentalis.<ref name="tropicos" /> Der Gattungsname ehrt den englischen Botaniker Robert Allen Rolfe (1855–1921).<ref name="FoNA" /><ref name="Burkhardt2018" />
Die Gattung Allenrolfea umfasst drei Arten:<ref name="FoNA" /><ref name="Kadereit" />
- Allenrolfea occidentalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(S. Watson) Kuntze: Sie ist in Nordamerika in den südwestlichen US-Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Idaho, New Mexico, Nevada, Oregon, Texas sowie Utah und in Mexiko verbreitet.<ref name="FoNA" />
- Allenrolfea patagonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Moq.) Kuntze: Sie kommt nur in Argentinien vor.<ref name="Zuloaga p" />
- Allenrolfea vaginata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griseb.) Kuntze: Sie kommt nur in Argentinien vor.<ref name="Zuloaga v" />
Die Gattung Allenrolfea ist nah verwandt mit der Gattung Heterostachys, die ebenfalls in der Neuen Welt verbreitet ist. Ihre gemeinsame Abstammungslinie hat sich schon früh entwickelt (im Frühen bis Mittleren Oligozän), im gleichen Zeitraum wie die frühen eurasischen Abstammungslinien der Salicornieae. Vermutlich haben sie Amerika lange vor allen anderen amerikanischen Vertretern der Salicornieae erreicht.<ref name="Kadereit" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Kadereit"> Gudrun Kadereit, Ladislav Mucina, Helmut Freitag: Phylogeny of Salicornioideae (Chenopodiaceae): diversification, biogeography, and evolutionary trends in leaf and flower morphology. In: Taxon, Volume 55, Issue 3, 2006, S. 624.</ref> <ref name="Kuntze"> Carl Ernst Otto Kuntze: Revisio Generum Plantarum, 2, 1891, S. 545–546. Erstbeschreibung eingescannt bei BHL.</ref> <ref name="FoNA"> Leila M. Shultz: Allenrolfea. In: , online.</ref> <ref name="tropicos">Allenrolfea bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN"> Allenrolfea bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Zuloaga p"> F. O. Zuloaga, O. Morrone, M. J. Belgrano, C. Marticorena, E. Marchesi (Hrsg.) 2008: Catálogo de las plantas vasculares del Cono Sur. Monogr. Syst. Bot. Missouri Bot. Gard. 107 (1–3): i–xcvi, 1–3348. Allenrolfea patagonica.</ref> <ref name="Zuloaga v"> F.O. Zuloaga, O. Morrone, M.J. Belgrano, C. Marticorena, E. Marchesi (Hrsg.) 2008: Catálogo de las plantas vasculares del Cono Sur. Monogr. Syst. Bot. Missouri Bot. Gard. 107 (1–3): i–xcvi, 1–3348. Allenrolfea vaginata.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>