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Altenheideck

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Altenheideck
Stadt Heideck
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Altenheideck 49° 9′ N, 11° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68) 49° 8′ 31″ N, 11° 4′ 23″ O
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Höhe: 410 m ü. NHN
Einwohner: 68 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 348 (Digitalisat).</ref>
Postleitzahl: 91180
Vorwahl: 09177

Altenheideck ist ein Gemeindeteil der Stadt Heideck im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Altenheideck liegt in der Gemarkung Liebenstadt.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. Oktober 2024.</ref>

Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt südöstlich von Röttenbach und nordwestlich von Heideck am nördlichen Rand eines bis auf 490 Meter Höhe ansteigenden bewaldeten Höhenzuges. Straßenverbindungen gibt es von Mauk bzw. Obermauk, Tautenwind und von Liebenstadt bzw. von der Staatsstraße 2226 her.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Die sich nördlich ausbreitende Dorfflur ist 247 Hektar groß.<ref>Histor. Atlas, S. 31</ref>

Ortsnamendeutung[Bearbeiten]

Alten-„Heideck“ wird abgeleitet von dem althochdeutschen „ekka“ für „Ecke, Bergkamm“ und dem gotischen Wort „haithi“ für „Heide, waldlose, mit Heidekraut bewachsene Fläche“.<ref>Histor. Atlas, S. 94.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

„Altenheidekke“ wurde erstmals 1278 erwähnt, als Burggraf Friedrich (III.) von Nürnberg Güter der Herren von Heideck als Lehen der Eichstätter Kirche anerkannte.<ref>Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt, 46. Jg. (1931), S. 67; Histor. Atlas, S. 94, Fußnote 318, S. 151</ref> Hier war auf einem Felsen als eine von einer Ringmauer umgebenen Turmburg der Stammsitz der seit 1129 nachweisbaren Edelfreien von Hardekke/Haideke/Heideche, nachdem sie ihre Burg in Erlingshofen bzw. Arnsberg, ebenfalls Eichstätter Lehen, aufgegeben hatten<ref>Histor. Atlas, S. 94; Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt, 50./51. Jg. (1935/1936), S. 69</ref> und bevor sie um die Mitte des 13. Jahrhunderts unter Marquard I. von Heideck in vier Kilometer Entfernung auf dem Schloßberg südlich von Heideck ihr neues „Schloss“ erbauten.<ref>Histor. Atlas, S. 1, 94, 165; [1] Burgen in Bayern</ref> Als erster der in Altenheideck sitzenden Edelfreien nannte sich Hadebrand (II.) 1192 „de Haideke“; er nahm am Kreuzzug von Kaiser Friedrich Barbarossa teil.<ref>Histor. Atlas, S. 96</ref>

Datei:Burgstall Altenheideck 02.JPG
„Steinbruch“ Burghügel

Nachdem die Herren von Heideck ihre frühere Burg dem Verfall überlassen hatte, wurde sie bereits um 1600 auf einer Karte als „Alt Purckstal“ bezeichnet, war aber noch mit etlichen Ruinen eingezeichnet.<ref>Histor. Atlas, S. 94, Fußnote 320</ref> Der Platz der ehemaligen Burg befindet sich südwestlich des Ortskerns auf circa 445 Meter Höhe und bietet von einer Plattform aus eine gute Aussicht nach Norden. Die Burgruine und sogar der Burgfels aus Sandstein wurden als Steinbruch ausgebeutet. Letzte Reste des Burgstalls wurden 2007 bei archäologischen Untersuchungen gefunden.<ref>[2]</ref>

Mit Heideck gelangte Altenheideck nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1505 zum neuerrichteten Fürstentum Pfalz-Neuburg; im 16. Jahrhundert bestand das Dorf aus zwölf Untertanen(-familien).<ref>Histor. Atlas, S. 31</ref> Mit der Verpfändung des pfalz-neuburgischen Pflegamtes Heideck (und damit auch des Dorfes Altenheideck)<ref>Histor. Atlas, S. 202</ref> an Nürnberg 1542 wurden auch die Untertanen in Altenheideck der Reformation zugeführt. 1585 wurde das Amt Heideck von Pfalz-Neuburg wieder eingelöst.<ref>Histor. Atlas, S. 177</ref> Die Wiedereinführung der katholischen Religionsausübung erfolgte mit der Rekatholisierung von Neuburg-Pfalz im Jahr 1627.<ref>Histor. Atlas, S. 165</ref>

Am Ende des Alten Reiches, um 1800, gab es in Altenheideck 15 Anwesen mit Untertanen des pfalz-neuburgischen Landrichteramtes Heideck als Grundherrschaft. Hoch- und niedergerichtlich unterstand das Dorf dem pfalz-neuburgischen Pflegamt Heideck.<ref>Hist. Atlas, S. 206</ref>

Im Königreich Bayern (1806) bildete Altenheideck mit Liebenstadt, Haag, Rambach und Tautenwind die Gemeinde Liebenstadt des gleichnamigen Steuerdistrikts im Gerichtsbezirk und Rentamt (später Bezirksamt und Amtsgericht) Hilpoltstein.<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise … enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 4; Histor. Atlas, S. 255</ref> 1875 gab es im Dorf drei Pferde und 88 Stück Rindvieh.<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München, Sp. 889</ref>

Die Zahl der Anwesen in Altenheideck war lange Zeit nahezu unverändert. Anfang des 20. Jahrhunderts standen im Dorf 17 Wohngebäude, 1952 16.<ref>Histor. Atlas, S. 31</ref> Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Liebenstadt am 1. Januar 1971 aufgelöst. Altenheideck wurde ein Gemeindeteil von Heideck im Landkreis Roth.<ref>Histor. Atlas, S. 255</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1818: 85 (15 Feuerstellen)<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise … enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 4</ref>
  • 1837: 95 (15 Anwesen)<ref>Hist. Atlas, S. 255</ref>
  • 1871: 92 (42 Gebäude)<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München, Sp. 889</ref>
  • 1900: 80 (17 Wohngebäude)<ref>Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1219</ref>
  • 1937: 80<ref>Buchner II, S. 97</ref>
  • 1950: 92 (16 Anwesen)<ref>Hist. Atlas, S. 255</ref>
  • 1961: 70 (15 Wohngebäude)<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 796</ref>
  • 1970: 78<ref>Hist. Atlas, S. 255</ref>
  • 1987: 68 (14 Gebäude mit Wohnraum; 15 Wohnungen)<ref name="OV 1987"/>

Katholische Kapelle St. Maria[Bearbeiten]

Die Ortskapelle St. Maria wurde 1875 erbaut; sie ist ohne Messlizenz. Die Glocke von 1452 stammt aus Höttingen. Der Marienaltar entstand in der Rokoko-Zeit.<ref>Lübbeke/Braasch, S. 462; Buchner II, S. 97 f.</ref> Der Ort gehört zur katholischen Pfarrei Liebenstadt, wohin auch die Kinder zur Schule gingen.<ref>Buchner II, S. 95</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Außer der Ortskapelle gilt der Altbau zu Haus Nr. 15, ein zweigeschossiges Bauernhaus mit Fachwerk aus dem 18./frühen 19. Jahrhundert, als Baudenkmal.<ref>Lübbeke/Braasch, S. 462</ref>

Vereine[Bearbeiten]

  • Sportfreunde Altenheideck-Tautenwind

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Oscar Schneider (* 3. Juni 1927 in Altenheideck; † 29. Dezember 2024), 1982 bis 1989 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau

Sonstiges[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Altenheideck. In: Hans Wolfram Lübbeke und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern. Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München 1986, S. 462
  • Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band: Eichstätt 1937, II. Band: Eichstätt 1938
  • Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Altenheideck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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