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Amalekiter

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(Weitergeleitet von Amalek)

Die Amalekiter (hebräisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) gelten in der Hebräischen Bibel als räuberisches Nomadenvolk, das im Süden der Region Palästina lebte und ein Erbfeind der Israeliten war.<ref name=":1">Hans Andreas Tanner: Amalek / Amalekiter. In: WiBiLex. Deutsche Bibelgesellschaft, 1. Mai 2008, abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref> In Vorlage:Bibel/Link werden sie durch die Nennung Amaleks als Enkel Esaus in die Nachkommenschaft Isaaks und den Konflikt mit Jakob als Stammvater der Juden gestellt. Historisch lässt sich über das Volk der Amalekiter wenig sagen.<ref name=":1" />

In der Moderne werden die Amalekiter vielfach mit Feinden Israels bzw. der Juden gleichgesetzt, darunter auch Palästinenser. Während des Israel-Gaza-Krieges ab 2023 wurden die Palästinenser und die militant-islamistische Hamas seitens israelischer Politiker und Medien vielfach mit den Amalekitern gleichgesetzt. Einige der Aussagen wurden vor dem Internationalen Gerichtshof seitens des Anklägers Südafrika in einer Klage gegen Israel als „Völkermordabsichten gegen das palästinensische Volk“ gewertet.

Lokalisierung[Bearbeiten]

Aufgrund der fehlenden archäologischen Zeugnisse und der uneindeutigen biblischen Angaben lässt sich der Lebensraum der Amalekiter nicht eindeutig lokalisieren. In Num 14 werden Amalek und Kanaan als benachbarte Völker genannt, jedoch widersprechen sich die Angaben, da die Völker zunächst in der Ebene (Vorlage:Bibel/Link) dann im Gebirge (Vorlage:Bibel/Link) lokalisiert werden.<ref name=":1" />

Vorlage:Bibel/Link (nach plausibler Konjektur) und Vorlage:Bibel/Link sehen die Amalekiter und Keniter (hebr.: קינים) als Nachbarn, was zur Lokalisierung Amaleks im Negev passt (Vorlage:Bibel/Link). Auch die Abfolge des vermutlich alten Völkerspruchs in Vorlage:Bibel/Link, die Keniter den Amalekitern unmittelbar folgen lässt, deutet möglicherweise auf die Nachbarschaft der Völker hin. Dass die Amalekiter im edomitischen Gebiet lebten, legen auch die Geschlechterliste Esaus (Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link) und die Liste der edomitischen Häuptlinge (Vorlage:Bibel/Link) nahe.<ref name=":1" />

In Vorlage:Bibel/Link werden die Amalekiter unter den transjordanischen Völkern verortet. Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link bezeugen Erinnerungen Amaleks an den Stamm Ephraim.<ref name=":1" />

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise der Amalekiter lassen sich kaum gesicherte Aussagen treffen. Für gewöhnlich wird in Amalek ein im Negev umherziehender Nomadenstamm vermutet.<ref name=":1" /><ref name=":0">Stefan Timm: Amalekiter. In: Hans Dieter Betz, Don S. Browning, Bernd Janowski, Eberhard Jüngel (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. 4. Auflage. Band 1. Mohr Siebeck, Tübingen 1998.</ref> Dem Nomadentum widerspricht jedoch die Angabe in Vorlage:Bibel/Link, dass Amalek eine Stadt bewohne und König Agag an seiner Spitze stehe.

Gemäß Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link besaßen die Amalekiter Kamele. Vorlage:Bibel/Link sowie die Erwähnungen in Vorlage:Bibel/Link, 6,33 EU und 7,12 EU zeichnen ein Bild von Amalek als räuberischem Volk.

Biblischer Bericht[Bearbeiten]

Datei:Weltchronik Fulda Aa88 105r detail.jpg
Mose werden die Arme hochgehalten, Miniatur aus einer Weltchronik (14. Jh.)

Die vertrauenswürdigsten Überlieferungen des AT zur Auseinandersetzung zwischen Israel und den Amalekitern sind die aus der Zeit Davids. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Feindschaft in seine Zeit zu datieren ist. In späteren Traditionen wird die Feindschaft immer weiter in die Frühgeschichte zurückverlagert und dabei Amalek mit ostjordanischen Feinden verknüpft. Der Name des amalekitischen Königs Agag wird schließlich zum neuen Synonym für einen Erzfeind.<ref name=":0" />

Wüstenwanderung[Bearbeiten]

Datei:The Knesset Menorah P5200010 Moses.JPG
Aaron und Hur stützen Mose beim Gebet, Bildfeld an der großen Knesset-Menora

Mit Ausnahme einer kurzen Notiz über die Verwüstung des Gebiets der Amalekiter durch einen Zusammenschluss von Königen (Vorlage:Bibel/Link), sind die Amalekiter in Vorlage:Bibel/Link zum ersten Mal von Bedeutung. Nach seinem Auszug aus Ägypten griff Amalek Israel in Refidim an. Mose übertrug Josua, dem Sohn Nuns, die militärische Führung im Kampf, während er selbst die Hände zum Gebet erhoben hielt.<ref name=":1" />

„Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker.“

Israel konnte den Sieg erringen, da Aaron und Hur die Hände Moses stützten (Vorlage:Bibel/Link).

Die Erzählung gipfelt in einer göttlichen Zusage der Vernichtung der Amalekiter: „Denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen.“ (Vorlage:Bibel/Link). So begründet sie die Erzfeindschaft zwischen den beiden Völkern und „zeigt als theologische Lehrerzählung die Kraft des Gebets“.<ref name=":1" />

Die Erzählung in Vorlage:Bibel/Link stellt ein negatives Gegenstück zu Vorlage:Bibel/Link dar: Israel unterliegt Amalek in einem eigenmächtig und gegen den ausdrücklichen Willen JHWHs unternommenen Kriegszug.

Amalekitergesetz[Bearbeiten]

Das Amalekitergesetz in Vorlage:Bibel/Link nimmt die Vernichtungszusage aus Vorlage:Bibel/Link auf und überführt sie in einen Auftrag, das Volk der Amalekiter auszurotten, wenn Israel nach der Landgabe Frieden gefunden hat. Begründet wird das Banngebot mit dem Angriff der Amalekiter während der Wüstenwanderung. Die Verwerfung Sauls in Vorlage:Bibel/Link hat ihre Ursache in der Missachtung dieses Gebots<ref name=":1" /> insofern, als er zwar an den Menschen den Bann vollziehen ließ, d. h. „Mann und Frau, Kinder und Säuglinge“ getötet wurden, aber deren König Agag verschonte und duldete, dass sich sein Volk „die besten Schafe und Rinder, das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war“ aneignete. „Was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.“ (1. Samuel 15,9).

Richter- und Königszeit[Bearbeiten]

In der Richter- und Königszeit kommt es häufiger laut biblischem Bericht zu wiederholten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Amalekitern und Israeliten.

Vorlage:Bibel/Link erzählt von einem Eroberungszug der Amalekiter und Ammoniter unter moabitischer Führung gegen Israel. Gemäß Vorlage:Bibel/Link, 6,33 EU und 7,12 EU führten die Amalekiter gemeinsam mit den Midianitern und den „Leuten des Ostens“ Beutezüge durch. Auch Vorlage:Bibel/Link zählt Amalek als eines der Völker auf, die Israel in vorstaatlicher Zeit bedrängten.<ref name=":1" />

Der Übergang zu Vorlage:Bibel/Link wird durch eine Notiz geschaffen, die von einem Schlag Sauls gegen Amalek berichtet (Vorlage:Bibel/Link). 1 Sam 15 nennt insgesamt zwölfmal die Amalekiter (zehnmal {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), zweimal {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Gemäß dem o. g. Amalekitergesetz muss Saul den vollständigen Bann vollziehen, jedoch führt er den Befehl nicht korrekt aus. Dies führt zu seiner Verwerfung. Auch Vorlage:Bibel/Link begründet den Verlust von Sauls Königtum mit dem nicht vollstreckten Bann.

Die Notiz in Vorlage:Bibel/Link, die von Überfällen Davids auf Amalek berichtet, bereitet die große Erzählung Vorlage:Bibel/Link vor: Nach einem Überfall der Amalekiter auf seine Residenzstadt Ziklag führt David einen Rachefeldzug durch. Vorlage:Bibel/Link beschreibt, wie der Amalekiter, der David die Königsinsignien Sauls überbringt, vorgibt, Saul getötet zu haben und dafür niedergestochen wird. Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link zählen die Amalekiter als eines der Fremdvölker auf, die David besiegte und plünderte.

Vorlage:Bibel/Link nennt Amalek in einer Aufzählung transjordanischer Völker, die die feindliche Völkerwelt bzw. die Chaosmächte repräsentieren. Sie planen Israel derart zu vernichten, dass sich niemand mehr an Israel erinnern wird.<ref name=":1" />

Historizität[Bearbeiten]

Ein historischer Kern kann nicht mit genügend Sicherheit aus Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link isoliert werden, was die historische Rekonstruktion verhindert. Die Erzählungen dienen dem Zweck, Amalek als den Feind schlechthin darzustellen – keine Bannforderung erreicht dieselbe Schärfe wie die gegen Amalek.<ref name=":1" />

Auch die übrigen Berichte lassen kein eindeutiges Bild erkennen. Vermutlich handelte es sich bei Amalek in vorstaatlicher Zeit um einen hartnäckigen Feind, der an Judäas Südgrenze zu lokalisieren ist und mit dem Israel immer wieder wegen Weide- und Quellenrechten in Konflikt geriet. Später blieb nur die rudimentäre Erinnerung an einen nicht mehr existierenden Feind, die Amalek zum Synonym jeglicher Feindschaft gegen Israel werden ließ.<ref name=":1" />

Amalek in der Halacha am Beispiel Maimonides[Bearbeiten]

Am Ende des 14. und letzten Buchs seiner Mischne Tora (Sefer Schoftim - "Buch der Richter") greift Maimonides in einem eigenen Kapitel, den Hilchot Melachim u-Milchamotehem ("Gesetze(n) zu den Königen und ihren Kriegen"; abgekürzt: MEL), das Königsrecht mit Anteilen kriegsrechtlicher Art auf. Das letzte Kapitel der Mischne Tora schließt so mit Überlegungen und Bestimmungen zum Messias-König. Es beginnt mit der Aufzählung von drei Geboten, die den Israeliten vor ihrem Einzug ins gelobte Land Kanaan als Bestandteile der (schriftlichen) Tora von Mose selbst übergeben worden sein sollen (MEL I, 1):<ref>Vgl. Johann Maier, Kriegsrecht und Friedensordnung in jüdischer Tradition, Stuttgart 2000, S. 215, und Thomas R. Elßner, Josua und seine Kriege in jüdischer und christlicher Rezeptionsgeschichte, Stuttgart 2008, S. 172.</ref>

„Drei Gebote sind Israel zur Zeit des Eintritts ins Land befohlen worden:
(1) Sich einen König zu ernennen, denn es heißt (Dtn 17,15a): Du sollst über dich setzen einen König;
(2) die Nachkommenschaft Amaleks auszurotten, denn es heißt (Dtn 25,19c): Du sollst austilgen das Andenken Amaleks;
(3) einen Tempel ('Haus der Erwählung') zu bauen, denn es heißt (Dtn 12,5d.e): um dort (Seinen Namen) wohnen zu lassen. Dorthin sollst du kommen.<ref>Elßner (Josua, S. 172 Fn. 685) stellt zwar richtig fest, dass auch die von Johann Maier, der fälschlicher Weise Ex 24,8 als Referenz angibt, wohl intendierte Stelle Ex 25,8 schon aufgrund ihres abweichenden Wortlauts nicht in Frage kommt, sondern ausschließlich Dtn 12,5. Dennoch übernimmt Elßner Maiers "Übersetzung": „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen...“ (vgl. Ex 25,8 EÜ)!</ref>“

Maimonides greift hier die bereits in seinem Sefer ha-Mitzwot ("Buch der Gebote"; abgekürzt: ShM) erwähnten und kommentierten Toragebote 20 (an 3. Stelle), 173 (an 1. Stelle) und 188 (an 2. Stelle) auf und bringt sie, unter Berufung auf den Bavli-Traktat Sanhedrin<ref>Sanhedrin 20b; vgl. L. Goldschmidt, Babylon. Talmud, Band 8, Frankfurt am Main 1996, S. 535: „Es wird gelehrt: R. Jose sagte: Drei Gebote wurden den Jisraéliten bei ihrem Einzuge in das Land auferlegt: einen König einzusetzen, die Nachkommen Amaleqs auszurotten und den Tempel zu bauen.“</ref>, in eine bestimmte Reihenfolge, deren Schriftgemäßheit er im unmittelbar folgenden Abschnitt (MEL I, 2) nachzuweisen versucht:<ref>Vgl. Maier, Kriegsrecht, S. 216. Dies scheint insbesondere deshalb nötig gewesen zu ein, da Maimonides in ShM bei allen drei Geboten den Kommentar des Midrasch Sifre Deuteronomium (§ 67) zu Dtn 12,10 („Wenn ihr aber über den Jordan gezogen seid und euch in dem Lande niedergelassen habt, welches euch Jahwe, euer Gott, zum Erbbesitz geben will...“) angeführt hatte, in dem die Ausrottung der Amalekiter und die Erbauung des Tempels in umgekehrter Reihenfolge stehen.</ref> „Die Ernennung eines Königs geht den Kriegen gegen Amalek voran; denn es heißt (1 Sam 15,1.3): Mich hat der H(err) gesandt, um dich zum König zu salben, nun geh hin und schlage Amalek. Und die Ausrottung Amaleks geht dem Tempelbau voran, denn es heißt (2 Sam 7,1-2): Und es geschah, als der König in seinem Palast saß, und der H(err) ihm Ruhe verschafft hatte vor all seinen Feinden ringsum, da sagte der König zum Propheten Natan: Ich sitze in einem Zedernhaus...“

Die drei - in ShM bereits erwähnten und kommentierten - Amalek betreffenden Gesetze fasst Maimonides in der Mischne Tora (MEL V, 5) folgendermaßen zusammen:<ref>Vgl. Maier, Kriegsrecht, S. 224-225; Rechtschreibung angepasst.</ref> „Desgleichen ist es ein Gebot, das Andenken Amaleks auszutilgen, denn es heißt (Dt 25,19): Du sollst bestimmt austilgen das Andenken Amaleks [ShM, Gebot 188]. Und es ist ein Gebot [ShM, Gebot 189], ständig an seine bösen Taten zu denken und an seine Hinterhältigkeit, um seine Feindschaft [die Feindschaft gegen ihn] wach zu halten, denn es heißt (Dt 25,17): Denke daran, was dir Amalek angetan hat. Aus der Überlieferung lernte man: denke - mündlich, vergiss nicht - im Herzen. Denn es ist verboten [ShM, Verbot 59], seine Feindschaft und seinen Hass [= die Feindschaft gegen ihn und den Hass gegen ihn] zu vergessen.“

Über das Amalek(iter)bild Maimonides’ kann mit dem ehemaligen Professor für Judaistik Johann Maier (1933 - 2019) zusammenfassend wohl Folgendes gesagt werden:<ref>Maier, Kriegsrecht, S. 120-121; Rechtschreibung und Zeichensetzung angepasst.</ref> „In der rabbinischen Tradition erscheint Amalek keineswegs nur als Figur bzw. Volksstamm der fernen Vergangenheit, sondern als jeweils bösartigste Ausprägung der gottfeindlichen und israelfeindlichen Weltmacht. Auch für das mittelalterliche Judentum und Maimonides handelte es sich also um einen Typus, der jederzeit auch die aktuelle Politik repräsentieren kann. Maimonides erörtert im ShM zu den Geboten +187 und +188 die Frage der Aktualität dieser Vorschriften und erläutert den Unterschied zu dem Sachverhalt der tatsächlich sieben [kanaanäischen] Völker. Die sie betreffende Ausrottungsforderung der Torah ist seinerzeit bei der Landnahme erfüllt worden, Amalek hingegen blieb in Überresten erhalten. Ferner ist zu beachten, dass auch die biblischen Personen, die als 'Agagiter' bezeichnet werden, als Amalek-Nachkommen gelten, so dass z.B. Haman, der Bösewicht des Esterbuches, im Bereich des persischen Reiches, also im Orient, Amalek repräsentiert. Nicht Zeit und Ort sind hierbei die entscheidenden Kriterien, sondern der jeweilige Charakter. Konsequenterweise schließt Maimonides im ShM den Passus, der Amaleks Ausrottung fordert, mit der Formel 'wie es geschehen möge rasch in unseren Tagen'.<ref>Da Maier den Inhalt der beiden Gebote nur sehr gerafft wiedergibt, seien hier der Anfang und eine zentrale Passage aus dem Text des Gebots 187 (Dtn 20,17), wie er in Maiers Buch auf S. 143 abgedruckt ist, angeführt (Rechtschreibung angepasst): „Das 187. Gebot besteht in dem Befehl, dass uns aufgetragen wurde, die sieben Völker zu töten und sie auszurotten, da sie die Wurzel des Fremdkults und dessen erstes Fundament darstellen. Das ist es, da Er - Er werde erhoben! - gesagt hat: Bestimmt sollst du sie bannen [Dtn 20,17]. (...) Es könnte jemand meinen, dieses Gebot sei nicht anwendbar auf (alle) Generationen, weil die sieben Völker schon untergegangen sind. Sowas meint nur einer, der die Bedeutung der Anwendung auf (alle) Generationen nicht erfasst hat. Sie besteht darin, dass der Sachverhalt, welcher durch das Erreichen des Ziels abgeschlossen wird, ohne dass die Sache an eine bestimmte Zeit gebunden ist, nicht als etwas bezeichnet werden kann, das nicht für (alle) Generationen Anwendung findet, weil er ja in jeder Generation gilt, in der jene Sache möglich ist. Du siehst ja: Wenn der H(ERR) den Samen Amaleks in seiner Gesamtheit austilgt und ihn ausrottet bis zum Letzten - wie es geschehen möge rasch in unseren Tagen! - entsprechend dem, was Er - Er werde erhoben! - verheißen hat (Ex 17,14): Dass ich bestimmt tilgen werde das Andenken Amaleks, sollen wir da sagen (Dt 25,19): Du sollst austilgen das Andenken Amaleks [ShM +188] wurde gesagt als nicht anwendbar auf (alle) Generationen? Das kann man nicht so sagen, vielmehr ist es anzuwenden in jeder einzelnen Generation; zu jeder Zeit, da sich ein Nachkomme Amaleks vorfindet, soll er ausgetilgt werden. Und so auch die Tötung der sieben Völker und deren Ausrottung, sie ist ein Befehl, durch den uns dies aufgetragen wurde, und das ist ein Pflichtkrieg (milchämät miçwah). Und uns ist aufgetragen, sie zu entwurzeln und sie zu verfolgen in jeder einzelnen Generation, bis sie auf den letzten Mann verschwunden sind. So verfuhren wir auch bis zur Vollendung ihrer Austilgung durch David, aber was übrigblieb, wurde zerstreut und ging auf in den Völkern, so dass man (schließlich) nichts mehr darüber wusste. Wegen der Tatsache, dass sie bereits untergegangen sind, wird das Gebot, durch das uns in Bezug auf sie aufgetragen wurde, sie zu töten, nicht ein Gebot, welches nicht für (alle) Generationen gilt, so wie wir nicht in Bezug auf den Krieg gegen Amalek sagen, er gelte nicht für (alle) Generationen, und zwar selbst nach ihrer Austilgung und Ausrottung, denn dieses Gebot hängt nicht ab von einer (bestimmten) Zeit und auch nicht von einem bestimmten Ort (...), sondern es hängt ab von dem, in Bezug auf den sie befohlen sind. Allezeit, da er existiert, wird an ihm jener Befehl ausgeführt.“</ref> (...) Die Übertragung des Amalek-Feindbildes auf den jeweiligen Hauptfeind Israels ist nun von hoher politischer Brisanz, weil auch kriegsrechtlich von Gewicht, wird damit doch auch die Ausrottungsforderung als niemals historisch erledigte eingestuft, sondern als Gebot von bleibender Verpflichtung umgedeutet. Diese Amalek-Typologie hat nicht bloß eine polemische Spitze, sie dient auch einer Kompromissfindung. Denn die traditionelle Gegenüberstellung zwischen 'Jakob' (Israel) und 'Esau'/'Edom' (römische und christliche Weltmacht) oder 'Ismael' (islamische Weltmacht) konnte ohne Existenzgefährdung nicht in aller Schärfe mit allen Konsequenzen durchgehalten werden. Die Abspaltung des Esau-Nachkommen Amalek von Esau erlaubte eine Differenzierung zwischen der zwar usurpierten, aber noch erträglichen Fremdherrschaft und ihrer aktiv feindseligen Ausprägung.“

"Amalek(iter)" als Verkörperung der "Feinde der Juden schlechthin"[Bearbeiten]

In der Überlieferung des rabbinischen Judentums wurden verschiedene Gruppen und Personen, die sich - tatsächlich oder vermeintlich - durch eine besondere Feindschaft gegenüber den Juden hervorgetan haben, als "Amalek(iter)", die angebliche "Inkarnation des Bösen" (Kabbala), angesehen. So wird "Amalek" in der Haggada mit Rom, in späterer Literatur auch mit dem Christentum gleichgesetzt.<ref>Heinz-Martin Döpp: Amalekiter. In: Julius H. Schoeps (Hrsg.): Neues Lexikon des Judentums, Gütersloh 2000, S. 45.</ref> Als Beispiele für entsprechend apostrophierte Einzelpersonen wären der Kosakenführer Bohdan Chmelnyzkyj (1595–1657) oder auch Adolf Hitler zu nennen. Entsprechend galten natürlich auch die Nationalsozialisten insgesamt prominenten Juden wie Simon Dubnow, Arthur Szyk oder Raul Hilberg als Amalekiter. Solche Überlieferungen hängen möglicherweise auch mit Vorstellungen über Reinkarnation zusammen, die auf Hebräisch Gilgul genannt wird (wörtlich: „Rollen“ – gemeint ist eine Drehbewegung – hier der Seele).

Tatsächlich gehen bis heute manche Rabbiner sogar so weit, ganze Völker mit den Amalekitern zu identifizieren, wie beispielsweise der Gaon von Wilna, auf den sich wiederum Rabbi Joseph Chaim Sonnenfeld berief, als er sich 1898 weigerte, Kaiser Wilhelm II. bei seinem Palästinabesuch zu begrüßen, da die Deutschen von den Amalekitern abstammten.<ref>David Golinkin: The First Word: Are Jews still commanded to blot out Amalek? In: jpost.com. 11. März 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. März 2006; abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rabbi Joseph Ber Soloveitchik und andere Rabbiner lehren, dass alle Judenhasser von der Saat Amaleks stammten, so die Nationalsozialisten, die Sowjets, Nasser und der Mufti. Wiederum andere, wie Rabbi Jack Riemer, sehen in islamischen Fundamentalisten Amalekiter. Rabbi Shammai Engelmayer bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Russischen Überfall auf die Ukraine 2022 als Nachahmung Amaleks.<ref>Shammai Engelmayer: Remembering Amalek means opposing Putin. In: timesofisrael.com. 17. März 2022, abgerufen am 14. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verwendung für Palästinenser[Bearbeiten]

1974 wurden die Palästinenser als Volk erstmals mit Amalek gleichgesetzt, als Rabbi Moshe Ben-Tzion Ishbezari aus Ramat Gan sie so bezeichnete.<ref>Nur Masalha: The Bible and Zionism: Invented Traditions, Archaeology and Post-Colonialism in Palestine-Israel. Zed Books (englisch).</ref> 1980 schloss sich Rabbi Israel Hess dieser Ansicht an.<ref>Robert Eisen: The peace and violence of Judaism: from the Bible to modern Zionism. Oxford University Press, 2011, S. 152 (englisch).</ref> Hess war Rabbi am Campus der Bar-Ilan-Universität und veröffentlichte im Februar 1980 einen Artikel mit dem Titel „Die Aufforderung zum Völkermord in der Torah“.<ref>Yisrael Hess: Mitzvot Hagenocide Batorah. In Bat Qol. Bar-Ilan-Universität, 26. Februar 1980 (englisch).</ref><ref>Nur Masalha: The Bible and Zionism: Invented Traditions, Archaeology and Post-Colonialism. Zed Books, 2007, S. 150 f. und 199 (englisch).</ref> Nach dem Tode Jassir Arafats wurde dieser von 200 Rabbis aus Piqquach Nefesch als „Amalek unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als Freudentag zu feiern.<ref>Elliott S. Horowitz: Reckless Rites: Purim and the Legacy of Jewish Violence. Princeton, University Press, 2006, S. 3 (englisch).</ref>

Der jüdisch-rechtsextreme Terrorist Baruch Goldstein, der am 25. Februar 1994 in Hebron bei einem Massaker in der Abraham-Moschee 29 Palästinenser tötete und 150 verletzte, rechtfertigte seine Tat unter anderem damit, dass er die Palästinenser als Amalekiter der Gegenwart betrachtete.<ref>Genocide case against Israel: Who were the Amalek, whose mention by Netanyahu came up at the ICJ | The Indian Express, 12. Januar 2024, abgerufen am 16. Januar 2024.</ref>

Robert Eisen, Professor für Judaistik an der George Washington University in Washington D.C, befand, dass die Neigung rechtsnationaler israelischer Siedler, die Palästinenser mit den Amalekitern zu identifizieren, mitunter für diese tödliche Konsequenzen habe.<ref>Robert Eisen: The Peace and Violence of Judaism: From the Bible to Modern Zionism, Oxford University Press, Oxford 2011, S. 105.</ref>

Wiederholt werden bis heute Palästinenser von Juden als Amalek bezeichnet. So zitierte der amerikanische Journalist Jeffrey Goldberg 2004 aus Interviews mit israelischen Siedlern im Westjordanland, die Palästinenser als Amalek bezeichneten: Man habe zwar nicht vor, sie alle umzubringen, doch werde man „den palästinensischen Nationalismus zerstören“. Der Likud-Politiker Mosche Feiglin behauptete, die Palästinenser würden typisch amalekitisches Verhalten zeigen. Goldberg behauptete in diesem Zusammenhang, Gottes Gebot, die Amalekiter auszurotten, sei vielleicht das am meisten ignorierte Gebot der Bibel. Nach dem Tod des PLO-Führers Jassir Arafat riefen 200 israelische Rabbiner zum Jubel auf, denn er sei „der Amalek und der Hitler unserer Generation“ gewesen.<ref>Elliott S. Horowitz: Reckless Rites. Purim and the Legacy of Jewish Violence. Princeton University Press, Princeton, NJ 2006, ISBN 978-0-691-13824-4, S. 1 ff.</ref>

Während des Israel-Gaza-Krieges ab 2023 setzten israelische Politiker und Medien die Palästinenser bzw. die Hamas vielfach mit den Amalekitern gleich. Einige der Aussagen wurden als „Völkermordabsichten gegen das palästinensische Volk“ in einer Klage Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof gewertet.

Verwendung des Begriffs durch israelische Politiker[Bearbeiten]

  • Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident - In einer Rede am 28. Oktober 2023 bezeichnete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Hamas als eine Wiederholung der biblischen Amalekiter. Netanjahu zitierte aus dem Alten Testament Deuteronomium 25,17: „Du sollst daran denken, was Amalek dir angetan hat.“, wobei er die nachfolgenden Passagen, die zur Ausrottung der Amalekiter aufrufen (Vers 19, „Du sollst das Andenken an Amalek unter dem Himmel auslöschen. Vergiss nicht!“), ausließ.<ref name=":2">OPINION: Comparing Hamas to Amalek, our biblical nemesis, will ultimately hurt Israel (jweekly.com), 2. November 2023, abgerufen am 14. Dezember 2023.</ref> Joshua Krug kritisierte Netanjahu dazu in den Jewish News in Northern Carolina scharf: es sei taktisch, strategisch und moralisch falsch, die Hamas mit Amalek gleichzusetzen.<ref name=":2" /> Das Wort, das im heutigen Sprachgebrauch dafür steht, was der antike Text befiehlt, sei „Völkermord“.<ref name=":2" /> Netanjahus Sprachwahl sei „zynisch, manipulativ und gefährlich in einer Zeit des Krieges, in der Menschen weltweit seinen Worten zuhören und diese als Munition für die Behauptung hinzufügen, dass Israel einen Völkermord begehe.“<ref name=":2" /> Der israelische Genozidforscher Omer Bartov bezeichnete Netanjahus Aussage sowie ähnliche Aussagen ranghoher israelischer Politiker als „im Kern genozidal“.<ref>Genozidforscher über Gaza: Jeder Genozid ist andersin: TAZ, 19. Januar 2024, abgerufen am 21. Januar 2024.</ref> Nachdem Südafrika im Januar 2024 Israel vor dem Internationalen Gerichtshof des Völkermordes in Gaza beschuldigte und in der Klageschrift Netanjahus Amalek-Aussage als Aufruf zum Genozid auslegte,<ref name=":7" /> ließ Netanjahus Büro im Januar 2024 verkünden, dass diese „falsche und lächerliche Behauptung“ von „großer historischer Unwissenheit“ zeuge.<ref>Zitatquelle: Israeli PM's Office Defends Use Of Biblical Reference Cited In Genocide Claim At ICJ - I24NEWS, 16. Januar 2024, abgerufen am 16. Januar 2024</ref>
  • Boaz Bismuth, Knessetabgeordneter der rechtsnationalen Likud-Partei - Am 16. Oktober 2023 behauptete Boaz Bismuth in einem Beitrag auf X, dass die Zivilbevölkerung in Gaza sich aktiv an Taten der Hamas vom 7. Oktober beteiligt habe. Bismuth erklärte: „Es ist verboten, grausamen Menschen Barmherzigkeit zu erweisen, es gibt keinen Platz für irgendeine humanitäre Geste – die Erinnerung an Amalek muss protestiert (sic!) werden!“<ref name=":4">Zitiert in Klageschrift Südafrikas beim Internationalen Gerichtshof gegen Israel wegen Völkermords: "Application instituting proceedings" (englisch), S. 66. Boaz Bismuths Beitrag im Original auf X (hebräisch), 16. Oktober 2023.</ref>
  • Aryeh King, stellvertretender Bürgermeister von Jerusalem - King äußerte sich im Dezember 2023 zu Fotos von durch Israel gefangen genommene und entkleidete Palästinenser, die dazu gezwungen wurden, sich in eine Sandgrube zu setzen. King erklärte, hätte er die Entscheidungsgewalt, hätte er die Gefangenen mit Bulldozern lebendig begraben; sie seien keine Menschen oder menschliche Tiere, sondern Untermenschen.<ref name=":03">Gaza: Bilder von entkleideten Gefangenen sorgen für Kritik, Neue Zürcher Zeitung, 8. Dezember 2023, abgerufen am 14. Dezember 2023.</ref> Jede Erinnerung an die Amalekiter müsse, so King, „ausgelöscht werden“.<ref name=":03" />

Verwendung durch israelische Militärs[Bearbeiten]

  • Mitte Dezember 2023 bestätigte die israelische Armee die Echtheit eines am 7. Dezembers publizierten Videos, in dem Dutzende israelische Soldaten singen: „Wir kennen unser Motto: es gibt keine unbeteiligten Zivilisten (in Gaza)“ und dass sie (die Soldaten) „die Saat Amaleks tilgen werden“.<ref name=":6" /><ref name=":5" /> Die Armeeführung teilte mit, dass das Verhalten der Soldaten nicht im Einklang mit den Werten der israelischen Armee stünde.<ref name=":5">Fact Checking Claims About Israeli Soldiers and the ‘Seed of Amalek’ - The Dispatch, 14. Dezember 2023, abgerufen am 14. Dezember 2023</ref>

Verwendung des Begriffs durch israelische Medien[Bearbeiten]

  • Die Israel National News schrieb am 15. Oktober 2023 in einem Artikel: „Amalek hat wieder sein Haupt erhoben, und dies ist die Botschaft, was wir ihnen antun sollen, wie es in 1. Samuel, 15 in Übereinstimmung mit Devarim 25 geschrieben steht. Lasst dies eine Warnung – und eine Richtlinie – für unsere Führer sein, die uns schon viel zu lange im Stich gelassen haben.“<ref name=":3">Amalek has lifted its head again (israelnationalnews.com), 15. Oktober 2023, abgerufen am 14. Dezember 2023.</ref> Es folgte die biblische Geschichte der Auseinandersetzung zwischen Samuel und Saul vor dem Hintergrund von Samuels Völkermordbefehl an den Amalekitern.<ref name=":3" />
  • Aviel Schneider, Redakteur des deutschsprachigen israelischen Online-Mediums Israel heute, setzte die Hamas mit Amalek gleich und fragte, warum man sie nicht vernichten dürfe, wenn Gott doch die Ausrottung Amaleks geboten habe.<ref>Hamas ist das neue Amalek - Israel Heute, 13. Dezember 2023, abgerufen am 15. Dezember 2023.</ref> Ryan Jones schrieb in einem Artikel desselben Mediums: „Israel ist endlich bereit, Amalek zu vernichten, aber die Christen (die USA und Europäer) lassen es nicht zu.“<ref>Israel ist endlich bereit, Amalek zu vernichten, aber die Christen lassen es nicht zu - Israel Heute, 30. November 2023, abgerufen am 15. Dezember 2023.</ref>

Amalek-Begriff in der Klage gegen Israel wegen Völkermord vor dem Internationalen Gerichtshof[Bearbeiten]

Ende Dezember 2023 erhob Südafrika vor dem Internationalen Gerichtshof gegen Israel Anklage wegen „Völkermordes“. In der 84-seitigen Klageschrift werden Äußerungen israelischer Politiker, Staatsbediensteter und anderer als Belege für „Völkermordabsichten gegen das palästinensische Volk“ gewertet.<ref>Klageschrift Südafrikas beim Internationalen Gerichtshof gegen Israel wegen Völkermords: Application instituting proceedings. S. 59.</ref> Hierbei aufgeführt werden auch Zitate, die den Amalek-Begriff enthalten, darunter die Aussage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vom 28. Oktober 2023,<ref name=":7">Klageschrift Südafrikas beim Internationalen Gerichtshof gegen Israel wegen Völkermords: Application instituting proceedings. 28. Dezember 2023, S. 60.</ref> die Aussage von Boaz Bismuth vom 16. Oktober 2023<ref name=":4" /> und das Video vom 7. Dezember 2023 mit den israelischen Soldaten.<ref name=":5" /><ref name=":6">Klageschrift Südafrikas beim Internationalen Gerichtshof gegen Israel wegen Völkermords: Application instituting proceedings. 28. Dezember 2023, S. 65.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Monografien:

  • Louis H. Feldman: „Remember Amalek!“ Vengeance, Zealotry, and Group Destruction in the Bible according to Philo, Pseudo-Philo, and Josephus. Hebrew Union College Press, Cincinnati 2004, ISBN 978-0-87820-463-2.
  • Hans Andreas Tanner: Amalek. Der Feind Israels und der Feind Jahwes. Eine Studie zu den Amalektexten im Alten Testament. Theologischer Verlag Zürich, o.O. [Zürich] 2005, ISBN 3-290-17340-2.

Aufsätze und Lexikonartikel:

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  • Heinz-Martin Döpp: Amalekiter. In: Julius H. Schoeps (Hrsg.): Neues Lexikon des Judentums. Überarbeitete Neuausgabe, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2000, S. 45.
  • Steven L. Jacobs: Rethinking Amalek in This 21st Century. In: Religions, Band 8 (2017), S. 1–15 (Open Access).
  • Henry F. Knight: Coming to Terms with Amalek: Testing the Limits of Hospitality. In: Steven Leonard Jacobs, Marc I. Sherman, Institute on the Holocaust and Genocide, Jerusalem [Hrsg.]: Confronting Genocide: Judaism, Christianity, Islam. Lexington Books, Plymouth (UK) 2009, S. 223-237. ISBN 978-0-7391-3589-1.
  • Nils Martola: Amalek i Halakan ["Amalek(iter) und Halacha"]. In: Nordisk Judaistik. Scandinavian Jewish Studies, Vol. 15 No. 1-2 (1994), S. 1-24.
  • Gil Ribak: Helpless Refugees or the Seed of Amalek: A Cautionary Note about the Use of Judaism as a Means to Justify Political Agendas. In: Cross Currents, Band 67 (2017), S. 555–567.
  • Zvi Ron: Avoiding Amalek: Three Approaches. In: The Jewish Bible Quarterly, Band 51 (2023), S. 259–263 (Online)
  • Eleonore Stump: The Problem of Evil and the History of Peoples: Think Amalek. In: Michael Bergmann, Michael J. Murray, Michael C. Rea [Hrsg.]: Divine Evil? The Moral Character of the God of Abraham. Oxford University Press, Oxford 2011, S. 179-197. ISBN 978-0-19-957673-9 (Hbk.), ISBN 978-0-19-967185-4 (Pbk.).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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