Amorolfin
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| Struktur von Amorolfin | ||||||||||||||||
| Strukturformel ohne vollständige Angabe der Stereochemie | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Freiname | Amorolfin | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||
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| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Amorolfin ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung von Pilzinfektionen (Mykosen) verwendet wird. Es ist ein racemisches Morpholin-Derivat.
Anwendungsgebiete[Bearbeiten]
Der Wirkstoff wird topisch bei Nagel- und Hautmykosen angewendet.
Wirkung[Bearbeiten]
Amorolfin hat eine fungistatische bis fungizide Wirkung gegen Dermatophyten, dimorphe Pilze und Hefen. Diese beruht auf einer Hemmung der Ergosterol-Synthese (über Sterol-Δ14-Reduktase sowie Sterol-Δ8/7-Isomerase<ref>Herdegen, Thomas: Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie, Stuttgart: Thieme, 2014.</ref>), was letztendlich zu einer Erhöhung der Permeabilität der Pilz-Zellmembran führt.
Der Wirkstoff wird durch die intakte Haut kaum resorbiert und zeigt nur geringe lokale Nebenwirkungen wie Juckreiz oder Brennen.
Handelsnamen[Bearbeiten]
Amorolfin ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Monopräparat unter anderem unter dem Namen Loceryl im Handel erhältlich.
Etliche Generika-Hersteller bieten Präparate unter dem Namen Amorolfin in Kombination mit ihrem Firmennamen an.
Eigenschaften[Bearbeiten]
Amorolfin besitzt eine 3-Aryl-2-methylpropanaminstruktur mit einem Stereozentrum am C-2, die beiden Methylsubstituenten an der Morpholingruppe sind cis-konfiguriert.<ref>Andrea Carella, Gabriel Ramos Ferronatto, Emanuela Marotta, Andrea Mazzanti, Paolo Righi, Claudio Paolucci: Betti's base for crystallization-induced deracemization of substituted aldehydes: synthesis of enantiopure amorolfine and fenpropimorph. In: Organic & Biomolecular Chemistry. Band 15, Nr. 14, 2017, S. 2968–2978, doi:10.1039/C6OB02765B.</ref> Strukturell ist es mit Fenpropimorph verwandt. Pharmazeutisch eingesetzt wird Amorolfin auch in Form seines Salzes Amorolfinhydrochlorid. Dies ist ein weißes bis fast weißes kristallines Pulver, das löslich in Methanol und Methylenchlorid, jedoch nur schwer löslich in Wasser ist.<ref>Monographie „Amorolfine hydrochloride“, European Pharmacopoeia 11th Edition (Ph. Eur. 11.0), EDQM Council of Europe, 2022.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- C.-J. Estler (Begründer) u. H. Schmidt (Hrsg.): Pharmakologie und Toxikologie. 6. Auflage, Schattauer, 2007, S. 843.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- ATC-D01
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Hautreizender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Arzneistoff
- Antimykotikum
- Morpholin
- Alkylsubstituiertes Benzol