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Amtsgericht Zeven

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Das Amtsgericht Zeven ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade und hat seinen Sitz im niedersächsischen Zeven. Dem Amtsgericht Zeven sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft.<ref>Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 (Gesetz-Sammlung für das Königreich Hannover, S. 207http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10510358~SZ%3D239~doppelseitig%3D~LT%3DGesetz-Sammlung%20f%C3%BCr%20das%20K%C3%B6nigreich%20Hannover%2C%20S.%20207~PUR%3D)</ref> Das Amtsgericht wurde daraufhin mit der Verordnung vom 7. August 1852 die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betreffend als königlich hannoversches Amtsgericht gegründet. Es umfasste das Amt Zeven.<ref>Hannoversche Gesetzgebung über Staats- und Gemeinde-Verwaltung, 1852, S. 32, 69, online</ref> Das Amtsgericht war dem Obergericht Verden untergeordnet.<ref>Verzeichnis der Obergerichte, Anlage zur Verordnung zur Ausführung der §§ 14, 15 und 35 des Gesetzes über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 vom 7. August 1852, abgedruckt in: Gerhard Adolf Wilhelm Leonhardt: Die Justizgesetzgebung des Königreichs Hannover: unter besonderer Berücksichtigung der Regierungs- und ständischen Motive zum practischen Gebrauche. Band 3, 1852, S. 135 online</ref> Durch eine Verordnung vom 3. März 1859 wurde das Amtsgericht Zeven dem Obergericht Stade zugeordnet.<ref>Behördengeschichte des Obergerichtes Stade beim Landesarchiv</ref>

Mit der Annexion Hannovers durch Preußen wurde es zu einem preußischen Amtsgericht in der Provinz Hannover. Es war nun dem Landgericht Stade nachgeordnet. Sein Gerichtsbezirk umfasste nun das Amt Zeven ohne den Gemeindebezirk Quelkhorn und der Gemeindebezirk Steinfeld aus dem Amt Rotenburg.<ref>Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 515, Digitalisat</ref> Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.<ref>Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 410 online</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Amtsgericht Zeven zu einem Amtsgericht des Landes Niedersachsen. In der Anlage 1 zum Niedersächsischen Justizgesetz ist sein Sprengel beschrieben: Gebiet der Gemeinden Breddorf, Bülstedt, Elsdorf, Groß Meckelsen, Gyhum, Hamersen, Heeslingen, Hepstedt, Kalbe, Kirchtimke, Klein Meckelsen, Lengenbostel, Sittensen, Tarmstedt, Tiste, Vierden, Vorwerk, Westertimke, Wilstedt, Wohnste und Zeven.<ref>Niedersächsisches Justizgesetz, Anlage 1, Ziffer 80, Digitalisat.</ref>

Gerichtsgebäude[Bearbeiten]

Das Hauptgebäude des Gerichtes befand sich in der Bäckerstraße (Gerichtsgebäude Bäckerstraße 1 und Park). Zudem waren einzelne Abteilungen in ein Nebengebäude in der Straße Auf dem Berge ausgelagert. Im Jahre 2022 ist es an den Vitus-Platz umgezogen.<ref>Gerda Holsten: Amtsgericht Zeven ist umgezogen: 60.000 Akten geschleppt. In: Nordsee-Zeitung, 4. September 2022. nordsee-zeitung.de.</ref> Auch das Amtsrichterwohnhaus Zeven steht unter Denkmalschutz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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Koordinaten: 53° 17′ 28″ N, 9° 16′ 39,3″ O

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