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Arzthofen

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Arzthofen
Gemeinde Deining
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(78)&title=Arzthofen 49° 15′ N, 11° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(78) 49° 15′ 6″ N, 11° 31′ 54″ O
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Höhe: 480 m ü. NHN
Einwohner: 78 (1. Jan. 2026)<ref>Einwohnerzahlen in Ortsteilen. Gemeinde Deining, abgerufen am 3. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Postleitzahl: 92364
Vorwahl: 09184
Karte
Arzthofen, Ortseingang von Süden

Arzthofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt im Oberpfälzer Jura auf circa 480 m ü. NHN am rechten Talrand des Oberlaufes der Weißen Laber etwa vier Kilometer nördlich des Gemeindesitzes.

Ortsnamensdeutung[Bearbeiten]

Der Ortsname soll vom mittelhochdeutschen Wort „Aruz“ für „Erz“ herstammen. Tatsächlich wurden hier viele keltische Erzschlacken gefunden, und ein Flurteil trägt noch den Namen „Arzgrube“.<ref>Sammelblatt Historischer Verein Eichstätt 46/47 (1931/32), S. 15; 50/51 (1935/36), S. 40</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert wurden Hügelgräber der Hallstattzeit aufgedeckt und Gefäße und Schmuck geborgen. Das kleine Dorf gehörte laut Federhofer zum Reichsgut um Neumarkt und wurde vom Schultheißen in Berngau verwaltet. So kam es mit dem Aussterben der Staufer 1268 an das Herzogtum Bayern, das um 1280 hier Besitz beanspruchte.<ref>S. Federhofer, Herrschaftsbildung im Raum Neumarkt, Neumarkt 1999, S. 173. Allerdings ist unklar, welcher der beiden ähnlich geschriebenen Orte Arzthofen sein soll: Vermutlich eher Alshouen mit seinem Hof zwischen Sengenthal und Karhof (Monumenta Boica 36, Bd. 1, S. 342), als Altshouen mit seinen 4 Höfen, das zwischen Stauf und Neuricht genannt wurde: Monumenta Boica 36, Bd. 1, S. 341. </ref> 1405 verkaufte Hans Loterbeck zu Burg Rothenfels einen Hof in Arzthofen an Georg Frickenhofer zu Neumarkt, den dieser im folgenden Jahr ans Spital Neumarkt weitergab.<ref>Staatsarchiv Amberg, Amt Neumarkt 1313, Nr. 4461 und 4464.</ref> Laut einem Eichstätter Visitationsakt von 1480 hatte Ulrich Reif von Arzthofen seinen Hof und seine Güter der Kirche von Deining vermacht.<ref>Buchner I, S. 149</ref> Nach dem Salbuch von 1491, das der Schlossherr Erasmus Truchseß von Baldersheim auf Burg Rothenfels anlegen ließ, gehörte in Arzthofen die Mühle zu den Zugehörungen der Burg.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz Urkunden 102/5, fol. 17.</ref> Beim Verkauf der Burg 1534 durch Philipp Truchseß von Baldersheim an die Kurfürst Ludwig und Pfalzgraf Friedrich wird aber nur noch eine Wiese genannt.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz Urkunden 102/6.</ref> Daraus lässt sich erschließen, dass im 14. Jahrhundert ein Teil des Ortes zum nahegelegenen Schloß Rothenfels gehörte.

Die Pfarrei Deining und damit auch Arzthofen, das zu deren Filialkirche Oberbuchfeld gehörte, wurden 1542 durch die Kurpfalz der Reformation unterworfen, 1625 erfolgte durch die Gegenreformation die Rückkehr zur katholischen Glaubensausübung.<ref>Buchner I, S. 149</ref>

Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Arzthofen aus neun Höfen der kurfürstlichen Unteren Hofmark Berngau und der bereits 1450 genannten Arzthofermühle, die dem kurfürstlichen Pflegamt Wolfstein unterstand. Als Hintersassen sind genannt Salzer mit einem ganzen Hof und von den kleineren Höfen Heindl und Hirsch, deren Grundherren das Spital Neumarkt (Heindl) und die geistliche Gefällverwaltung Neumarkt (Hirsch) waren. Der Müller hieß Kranzler.<ref>Heinloth. S. 255</ref>

Im Königreich Bayern (1806) wurde mit dem Gemeindeedikt von 1818 aus dem großen Steuerdistrikt Oberbuchfeld heraus unter anderem die Ruralgemeinde Oberbuchfeld im Landgericht Neumarkt in der Oberpfalz gebildet, die das Deininger Filialkirchdorf selber, die Weiler Arzthofen und Rothenfels sowie die Einöden Lengenbach mit der 1767 errichteten Wallfahrtskirche „Mariä Geburt“ und Thannbügl umfasste.<ref>Heinloth, S. 326</ref> 1836 bestand das Dorf aus zwölf Höfen und der Mühle.<ref>Repertorium des topographischen Atlasblattes. Neumarkt, 1836, S. 4</ref> 1871 wurden in dem Weiler vier Pferde und 54 Stück Rindvieh gehalten.<ref name="VZ1871" /> Am 3. Juni 1900 wurden durch einen Tornado zwei Häuser und mehrere Bäume beschädigt.<ref>skywarn.de</ref>

1943 wurde der Mahlbetrieb der Arzthofermühle eingestellt; ein neues eisernes Mühlrad sollte Strom für den ganzen Ort liefern; der Strom reichte aber nur für den Eigenbedarf.<ref>Kurt Romstöck (Text) und Alfons Dürr (Zeichnungen): Die Mühlen im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. , Neumarkt i. d. Opf. 2004, S. 211</ref>

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Oberbuchfeld aufgelöst; Arzthofen kam mit Oberbuchfeld am 1. Januar 1976 zur Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

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Herz-Jesu-Kapelle

Herz-Jesu-Kapelle[Bearbeiten]

Die Kapelle, ein kleiner Saalbau mit Dachreiter mit Glocke auf der Eingangsfassade, steht am Ortsausgang nach Oberbuchfeld. Sie wurde nach Genehmigung durch das Ordinariat des Bistums Eichstätt von 1879 im Jahr 1884 von der Familie Hofbeck gebaut. Sie gilt als Baudenkmal.<ref>Buchner I, S. 156; Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 140</ref> Bei der Kapelle entspringt eine Quelle der Weißen Laber. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Arzthofen liegt an einer Gemeindeverbindungsstraße zwischen Siegenhofen bzw. Siegenhofermühle und Rothenfels bzw. Oberbuchfeld.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Arzthofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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