Deining-Bahnhof
Deining-Bahnhof Gemeinde Deining
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(131)&title=Deining-Bahnhof 49° 12′ N, 11° 31′ O
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| Höhe: | 495 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 131 (1. Jan. 2026)<ref name="EWZ" /> | |||||
| Postleitzahl: | 92364 | |||||
| Vorwahl: | 09184 | |||||
Deining-Bahnhof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Geografie[Bearbeiten]
Die Siedlung Deining-Bahnhof liegt an der Eisenbahnlinie Regensburg – Nürnberg, die 1872 entstand, und neben der Staatsstraße 2220 von Deining Richtung B 299 nahe dem bekannten Laberviadukt.
Geschichte[Bearbeiten]
In der Verwaltungsratssitzung der Ostbahn vom 20. April 1869 wurde der Beschluss gefasst, die Strecke von Regensburg über Etterzhausen – Sengenthal – Neumarkt in der Oberpfalz – Postbauer nach Nürnberg zu bauen. Gegenüber der alten Fahrtroute Regensburg – Nürnberg über Amberg und Schwandorf war dies eine Abkürzung von 35 Kilometern.
Die Haltestelle für Deining wurde auf dem Gebiet der damaligen Gemeinde Leutenbach errichtet und das Bahnhofsgebäude, eine Bahnhofsgaststätte sowie ein Bahnwärterhaus gebaut. Diese Gebäude bildeten 1872 den Anfang des Ortes, der zur katholischen Pfarrei, der Schule und Post in Deining gehörte.<ref name="VZ1871">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 882, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> Die Volkszählung am 1. Dezember 1875 ergab 31 Einwohner.<ref name="OV1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 3. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1875), S. 23, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref>
Die meisten Häuser der jetzigen Siedlung wurden nach dem Zweiten Weltkrieg, um 1948, erbaut. Im Laufe der Jahre wurde aus der Siedlung eine Ortschaft mit über 140 Bewohnern.
Im Zuge der Gebietsreform kam Deining-Bahnhof durch die Eingemeindung von Leutenbach am 1. Mai 1978 zur Gemeinde Deining.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 650.</ref>
Eine Besonderheit des Ortes war die Bahnhofskirchweih, die so genannte „Jakobskerwa“. Der damalige Bahnhofswirt Jakob Schöll hielt an seinem Namenstag jeweils diese „Hochwaldkirchweih“ mit Tanz auf dem Freiluftboden ab. Im Jahr 2000 wurde eine Herz-Jesu-Kapelle durch einen Kapellenbauverein gebaut und am 15. Juli 2001 durch Dompropst Johann Limbacher aus Eichstätt feierlich eingeweiht. Seither findet die „Kerwa“ immer am zweiten Sonntag nach Ostern statt.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1875: 31<ref name="OV1875" />
- 1885: 29<ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 830 (Digitalisat).</ref>
- 1900: 27<ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 866 (Digitalisat).</ref>
- 1925: 32<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 873 (Digitalisat).
</ref>
- 1937: 33<ref>Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 153</ref>
- 1950: 46<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 744 (Digitalisat).</ref>
- 1961: 63<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 550 (Digitalisat).</ref>
- 1987: 164<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 257 (Digitalisat).</ref>
- 2017: 142<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.deining.de ( vom 23. September 2017 im Internet Archive)</ref>
- 2026: 131<ref name="EWZ">Einwohnerzahlen in Ortsteilen. Gemeinde Deining, abgerufen am 3. Februar 2026.</ref>
Vereine[Bearbeiten]
Neben dem Obst- und Gartenbauverein (OGV), der hier Ortsverschönerungsverein heißt und 1973 gegründet wurde, gab es noch einen Wanderverein, der 1974 gegründet und 1998 aufgelöst wurde. Er hatte alljährlich eine Wanderung im Rahmen des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) veranstaltet.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Internetseite der Gemeinde Deining (Unterseite „Geschichte der Orte“). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. März 2017.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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