Astraeus koreanus
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Astraeus koreanus | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Astraeus koreanus.jpg
Astraeus koreanus | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Astraeus koreanus | ||||||||||||
| (V.J. Staněk) Kreisel |
Astraeus koreanus ist eine Pilzart aus der Familie der Kartoffelbovistverwandten (Sclerodermataceae) innerhalb der Ordnung der Steinpilzartigen (Boletales).
Merkmale[Bearbeiten]
Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Astraeus koreanus bildet recht kleine, im geschlossenen Zustand 13,6–18,8 mm,<ref name="Fangfuk2010" /> im offenen Zustand 35–37 mm große, kugelige Fruchtkörper aus. Sie wachsen zunächst unterirdisch und stoßen bei Reife an die Oberfläche. Deren äußere Schicht, die Exoperidie, reißt bei Reife und genügend Feuchtigkeit sternförmig in 7–10 oder mehr (die japanischen Exemplare haben bis zu 22<ref name="Fangfuk2010" />) Lappen auf. Die Exoperidie ist innen ockerfarben und sehr zerbrechlich, im getrockneten Zustand sieht sie glasig aus.<ref name="Kreisel1976" />
Die hellgraue bis isabellfarbene Endoperidie ist kugelig, filzig und 9–16 mm im Durchmesser. Sie ist anfangs weißlich, wird dann gelb bis blassbräunlich. Bei Reife entsteht an der Spitze eine unregelmäßige Öffnung ohne ein deutliches Peristom.<ref name="Kreisel1976" /><ref name="Fangfuk2010" /> Die eigentliche Fruchtschicht, die Gleba, ist jung weißlich, wird im reifen Zustand dunkelbraun bis schwarz. Sie besitzt keine Columella.<ref name="Fangfuk2010" />
Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Das Capillitium besteht aus langen, manchmal verzweigten, miteinander verflochtenen Hyphen, die hyalin sind. Die Hyphen sind dickwandig mit einem durchgehenden Lumen.<ref name="Fangfuk2010" /> Die meist rotbraunen Sporen sind grobwarzig ornamentiert und messen 9 bis 10,5 µm.<ref name="Kreisel1976" />
Ähnliche Arten[Bearbeiten]
Astraeus koreanus ist dem Gemeinen Wetterstern ähnlich, hat aber deutlich kleinere Fruchtkörper, hellere Farben als dieser und ist extrem zerbrechlich.<ref name="Kreisel1976" />
Astraeus asiaticus, der ebenfalls in Thailand vorkommt, unterscheidet sich von Astraeus odoratus in der Dicke der Peridie und der Farbe der Gleba. Zudem haben die Sporen von Astraeus asiaticus weniger lange Dornen als Astraues odoratus.<ref name="Phosri2007" />
Ökologie und Vorkommen[Bearbeiten]
Astraeus koreanus bildet eine Mycorrhiza mit Eichen aus. So kommt er in Nepal unter Quercus incanus und Quercus semecarpifolia in Höhen zwischen 2000 und 2500 m Meereshöhe vor, teilweise auch auf verbrannten Böden.<ref name="Kreisel1976" /> Die Art wurde auch unter Kiefern wie Pinus thunbergii gefunden.<ref name="Fangfuk2010" /><ref name="Phosri2013" />
Astraeus koreanus wurde ursprünglich aus Nordkorea beschrieben. Bekannt ist er auch aus Nepal.<ref name="Kreisel1976" /> Er wurde auch in Japan auf Honshu gefunden.<ref name="Fangfuk2010" /> In der phylogenetischen Untersuchung von Phosri und Kollegen wurde auch China als Fundort ohne nähere Eingrenzung angegeben.<ref name="Phosri2013" />
Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]
Astraeus koreanus wurde 1958 vom tschechoslowakischen Mykologen Václav Jan Staněk als Varietät des Gemeinen Wettersterns als Astraeus hygrometricus var. koreanus erstbeschrieben. Hanns Kreisel hob ihn aber 1976 nach Funden aus Nepal in den Artrang.<ref name="Kreisel1976" /> Allerdings ist der Artrang nach wie vor umstritten, der deutliche morphologische Unterschied zu Astraeus hygrometricus spricht für eine eigene Art, ist aber aufgrund der fehlenden Untersuchung am Typusort in Nordkorea noch nicht abgesichert.<ref name="Fangfuk2010" /> Neuere phylogenetische Untersuchungen scheinen aber die Eigenständigkeit zu bestätigen.<ref name="Phosri2013" /> Die Gattung der Wettersterne zählt zur Familie der Kartoffelbovistverwandten (Sclerodermataceae) innerhalb der Ordnung der Steinpilzartigen (Boletales). In der mykologischen Datenbank Mycobank wird sie allerdings zur Familie der Diplocystaceae gestellt.<ref name="Mycobank" />
Verwendung[Bearbeiten]
Astraeus koreanus ist im Gegensatz zu anderen Wettersternen wie Astraeus asiaticus und der Gemeine Wetterstern nicht essbar.<ref name="Pavithra2015" />
Literatur[Bearbeiten]
- H. Kreisel: Gasteromyzeten aus Nepal II. In: Feddes Repertorium. Band 87, 1976, S. 83–107. doi:10.1002/fedr.19760870106
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Phosri2013"> C. Phosri, M. P. Martín, R. Watling: Astraeus: hidden dimensions. In: IMA Fungus. Band 4, 2013, S. 347–356, doi:10.5598/imafungus.2013.04.02.13, PMC 3905946 (freier Volltext). </ref> <ref name="Phosri2007"> C. Phosri, M. P. Martin, P. Sihanonth, A. S. Whalley, R. Watling: Molecular study of the genus Astraeus. In: Mycological Research. Band 111, 2007, S. 275–286, doi:10.1016/j.mycres.2007.01.004. </ref> <ref name="Fangfuk2010"> Wanwisa Fangfuk, Ratchanee Petchang, Chaiwat To-anun, Masaki Fukuda, Akiyoshi Yamada: Identification of Japanese Astraeus, based on morphological and phylogenetic analyses. In: Mycoscience. Band 51, 2010, S. 291–299, doi:10.1007/s10267-010-0039-6 (Online pdf). </ref> <ref name="Kreisel1976"> H. Kreisel: Gasteromyzeten aus Nepal II. In: Feddes Repertorium. Band 87, 1976, S. 83–107, doi:10.1002/fedr.19760870106. </ref> <ref name="Pavithra2015"> M. Pavithra, A. A. Greeshma, N. C. Karun, K. R. Sridhar: Observations on the Astraeus spp. of Southwestern India. In: Mycosphere. Band 6, 2015, ISSN 2077-7019, S. 421–432, doi:10.5943/mycosphere/6/4/4 (Online über ResearchGate). </ref> <ref name="Mycobank"> Mycobank: Astraeus koreanus. Abgerufen am 15. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>