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Bariumpermanganat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Bariumion 2 Permanganation
Allgemeines
Name Bariumpermanganat
Andere Namen

Bariummanganat(VII)

Summenformel Ba(MnO4)2
Kurzbeschreibung

braunvioletter bis schwarzer Feststoff<ref name="Richard P. Pohanish" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-110-1
ECHA-InfoCard 100.029.191
PubChem 24587
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 375,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="brauer" />

Dichte

3,77 g·cm−3<ref name="brauer" />

Löslichkeit

löslich in Wasser (625 g/l bei 20 °C)<ref name="CRC90_5_19">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 4-50.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumpermanganat ist eine anorganische chemische Verbindung des Bariums aus der Gruppe der Permanganate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Bariumpermanganat kann durch Reaktion von Bariummanganat mit Kohlendioxid in Wasser oder mit Schwefelsäure gewonnen werden.<ref name="brauer"></ref>

<math>\mathrm{3 \ BaMnO_4 + 2 \ CO_2 \longrightarrow Ba(MnO_4)_2 + 2 \ BaCO_3 + MnO_2}</math>
<math>\mathrm{3 \ BaMnO_4 + 2 \ H_2SO_4 \longrightarrow 2 \ BaSO_4 + Ba(MnO_4)_2 + MnO_2 + 2 \ H_2O}</math>

Bariumpermanganat kann auch aus Silberpermanganat und Bariumchlorid hergestellt werden. Hochreines Bariumpermanganat kann durch Reaktion von Kaliumpermanganat mit Aluminiumsulfat hergestellt werden, wobei das gebildete Aluminiumpermanganat mit einer stöchiometrischer Menge an Bariumhydroxid umgesetzt wird.<ref name="DOI10.1002/chin.201113233" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Bariumpermanganat ist ein braunvioletter bis schwarzer Feststoff<ref name="Richard P. Pohanish">Richard P. Pohanish: Sittig's Handbook of Toxic and Hazardous Chemicals and Carcinogens. William Andrew, 2011, ISBN 1-4377-7870-4, S. 323 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, der wenig löslich in Wasser ist. Es ist ein starkes Oxidationsmittel und zersetzt sich bei hohen Temperaturen über 280 °C zu Bariummanganat.<ref name="Richard C. Ropp">Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0-444-59553-8, S. 895 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{Ba(MnO_4)_2 \longrightarrow BaMnO_4 + MnO_2 + O_2}</math>

Es ist thermisch stabil bis zu 180 °C und zersetzt sich in zwei Stufen zwischen 180–350 und 500–700 °C. Die Zersetzung erfolgt schnell ab Temperaturen von 200–220 °C, ist exotherm und die Aktivierungsenergie beträgt 113 kJ/mol. Die Zersetzung kann wie folgt beschrieben werden.<ref name="DOI10.1002/chin.201113233" />

<math>\mathrm{2 \ Ba(MnO_4)_2 \longrightarrow 2 \ BaMnO_3 + 2 \ MnO_2 + 3 \ O_2}</math>
<math>\mathrm{4 \ BaMnO_3 \longrightarrow 4 \ BaO + 2 \ Mn_2O_3 + O_2}</math>
<math>\mathrm{4 \ MnO_2 \longrightarrow 2 \ Mn_2O_3 + O_2}</math>

Untersuchungen zeigten, dass die Zersetzung bereits langsam bei 160 °C beginnt und diese Temperatur durch Einwirkung von UV-Licht oder Röntgenstrahlung (Aktivierung) weiter sinkt.<ref name="DOI10.1021/j100820a005">E. G. Prout, P. J. Herley: THE THERMAL DECOMPOSITION OF BARIUM PERMANGANATE. In: The Journal of Physical Chemistry. 65, 1961, S. 208, doi:10.1021/j100820a005.</ref> Für die Zersetzungstemperatur und den Zersetzungsmechanismus spielen Kristalldefekte und Verunreinigungen eine Rolle. Die Verbindung kommt nicht als Hydrat vor, nur in einer Matrix von Bariumperchlorat-Trihydrat ist ein Trihydrat als Mischkristall bekannt.<ref name="DOI10.1002/chin.201113233" />

Bariumpermanganat hat eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Fddd (Raumgruppen-Nr. 70)Vorlage:Raumgruppe/70 (a = 14,749, b = 11,896 , c = 7,414 Å, Z = 8). Die durchschnittlichen O-Mn-Abstände sind 1,74 und 1,61 Å.<ref name="DOI10.1002/chin.201113233">Laszlo Kotai, Istvan Gacs, Istvan E. Sajo, Pradeep K. Sharma, Kalyan K. Banerji: ChemInform Abstract: Beliefs and Facts in Permanganate Chemistry - An Overview on the Synthesis and the Reactivity of Simple and Complex Permanganates. In: ChemInform. 42, 2011, S. no, doi:10.1002/chin.201113233.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Durch Umsetzung von Bariumpermanganat mit Sulfaten lassen sich Permanganate der verschiedensten Metalle darstellen.<ref name="brauer" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />