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Battir

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Battir (Betar)
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Datei:Village of Battir.jpg
Die Stadt Battir (Betar) mit den charakteristischen Steinterrassen im Vordergrund
Gebiet: Westjordanland
(Judäa und Samaria)
Koordinaten: 31° 43′ N, 35° 8′ OKoordinaten: 31° 43′ 29″ N, 35° 8′ 12″ O
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Einwohner: 4.500
Battir (Betar) (Palästinensische Autonomiegebiete)
Battir (Betar) (Palästinensische Autonomiegebiete)
Battir (Betar)

Battir (arabisch بتير, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein palästinensisches Dorf im israelisch besetzten Westjordanland südwestlich von Jerusalem, das seit 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In der Ortschaft leben circa 4500 Menschen.<ref name=":0">UNESCO-Welterbe – Battir – Kulturlandschaft auf umkämpftem Gebiet. In: Deutschlandfunk. (Online [abgerufen am 7. März 2018]).</ref> Es liegt nordöstlich von „Khirbet el-Yahud“ (dt. Ruine der Juden), einer archäologischen Stätte, die die Ruinen des antiken Betar (Vorlage:Lang-he) umfasst.<ref name="Palmer_(1881)-312"/> Der arabische Name Battir bewahrt den hebräischen Namen dieser judäischen Siedlung.<ref name="UssishkinD_(1993)-pp66-97">David Ussishkin, Soundings in Betar, Bar-Kochba's Last Stronghold, Journal of the Institute of Archaeology of Tel Aviv University, 20, 1993, S. 66–97.</ref><ref name="ConderCR_(1887)-p143">Claude R. Conder: Tent Work in Palestine: A Record of Discovery and Adventure. 1887. Auflage. R. Bentley & Son, 1887, S. 143 (Online).</ref><ref name="SingerK_(1993)-pp98-103">K. Singer, Pottery of the Early Roman Period from Betar, Tel Aviv 20, 1993, S. 98–103.</ref> In unmittelbarer Nähe befindet sich die israelische Siedlung Betar Illit.

Lage[Bearbeiten]

Datei:Pattir1.jpg
Landwirtschaft in Battir

Das heutige Siedlungsgebiet Battir liegt im Westjordanland 6,4 Kilometer westlich von Bethlehem.

Es gehört nach Auffassung der israelischen Besatzungsbehörden zur Regionalverwaltung Gusch Etzion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in Judäa und Samaria.<ref name="YNET_(2015)-MagneziA">Aviel Magnezi: Supreme Court erases Palestinian's petition against Battir separation barrier construction. In: Ynetnews. Yedioth Internet, 4. Januar 2015, abgerufen am 11. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es liegt etwa auf halbem Weg zwischen Jerusalem und Hebron im zentralen Hochland von Judäa.<ref>Google Maps. Abgerufen am 7. März 2018.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die antike jüdische Siedlung Betar (Vorlage:Lang-he) war seit der Eisenzeit bis zum Bar-Kochba-Aufstand ununterbrochen bewohnt. Während des Bar Kokhba-Aufstands (132 bis 135 n. d. Z.) im jüdisch-römischen Krieg, wurde es von der römisch Besatzungsmacht zerstört.<ref name="OppenheimerA_(2005)-p313">A. Oppenheimer, Between Rome and Babylon, 2005, 313-9</ref><ref name="UssishkinD_(1993)-pp66-97"/> Das antike Betar ist heute Teil einer archäologischen Stätte, „Khirbet el-Yahud“ (Ruine der Juden) genannt.<ref name="Palmer_(1881)-312">Palmer, 1881, p. 312</ref> Auch die Römer hinterließen ihre Spuren, beispielsweise durch die Anlage von Bewässerungssystemen.

Der jüdischen Tradition gemäß befindet sich in Betar das Grab des tannaischen Weisen Eleazar von Modi'im.<ref>Eleazar von Modi'im, web.archive.org, 2. Oktober 2012 </ref>

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Die Bahnstrecke Jaffa–Jerusalem (J&J-Linie) eröffnete 1892 den Betrieb und unterhielt in Battir einen Bahnhof mit zwei Gleisen, der bis 15. April 1948 bedient wurde.<ref name="Rothschild 2009 pp" details="S. 290">Walter Rothschild, Arthur Kirby and the last years of Palestine Railways: 1945–1948, Berlin: Selbstverlag, 2009, zugl. King’s College Diss., 2007, Seitenzahl wie hinter der Fußnotenzahl angegeben.</ref> Der Warren Cup soll um 1911 in der Nähe von Battir gefunden worden sein.<ref>WILLIAMS, Dyfri: A Cantharus from Ancient Betar near Jerusalem (the So-called Warren Cup) and Roman Silver Plate. In: Babesch. Band 90, 2015, ISSN 1783-1369, S. 155–198, doi:10.2143/BAB.90.0.3089919.</ref><ref>Daniela Castaldo: Musical Themes and Private Art in the Augustan Age. In: Greek and Roman Musical Studies. Band 6, Nr. 1, 22. März 2018, ISSN 2212-9758, S. 96–114, doi:10.1163/22129758-12341314 (Online).</ref><ref>Christopher B. Zeichmann: Same-Sex Intercourse Involving Jewish Men 100 BCE–100 CE. In: Religion and Gender. Band 10, Nr. 1, 18. Juni 2020, ISSN 2589-8051, S. 13–36, doi:10.1163/18785417-01001001.</ref>

Infolge des Palästinakrieges 1948 und der anschließenden Waffenstillstandsabkommen von 1949 zwischen Israel und den arabischen Angreifern Ägypten, Jordanien, Libanon und Syrien wurde das zunächst jordanische gehaltene Battir durch eine Waffenstillstandslinie („Grüne Linie“) geteilt, wodurch ein Drittel der Ortsfläche auf israelischer Seite zu liegen kam. Jordanien und Israel hatten im Abkommen ihre im Krieg erreichten Stellungen an einigen Orten im gegenseitigen Einvernehmen verändert, damit beide Seiten nur an einzelnen Stellen gekappte Verbindungen wiederherstellen konnten, in Battir war das die nunmehr israelische J&J-Linie.<ref name="Recht 2022">Danny Recht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)” (Tachanat Rakkevet ha-Nosʿim; 5. Juli 2022), auf: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), abgerufen am 27. März 2023.</ref> Die anderen zwei Drittel Battirs kamen unter militärische Besatzung Jordaniens, bis es 1950 das Westjordanland annektierte, wodurch die Einwohner Jordanier wurden und nicht mehr wie ab 1948 Staatenlose waren. Die jordanische Annexion des Westjordanlands wird auch als völkerrechtswidrig betrachtet, was aber vor 1967 Staatsoberhäupter nicht von Staatsbesuchen im Westjordanland abhielt.

Seit dem Sechstagekrieg 1967 änderte sich der Status von Battir von jordanischer Verwaltung und Militärpräsenz zu israelischer Besatzung bei jordanischer Verwaltung. Die Einwohnerzahl bei der Volkszählung von 1967 betrug 1445.<ref name=67census>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The 1967 Census of the West Bank and Gaza Strip: A Digitized Version.] In: Levy Economics Institute. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Jordanien schloss 1994 mit Israel einen Friedensvertrag und hat alle Ansprüche aufs Westjordanland endgültig aufgegeben. Seither sind die Einwohner wieder staatenlos.

Datei:The gutted railroad station at Bittir LOC matpc.18694.jpg
Bahnhof nach Brandstiftung durch Aufständische

Seit der Unterzeichnung des Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen (Oslo II) im Jahr 1995 wird die arabische Bevölkerung von Battir zum überwiegenden Teil von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PNA) verwaltet. Es gibt einen Dorfrat, der derzeit aus neun von der PNA ernannten Mitgliedern besteht. 23,7 % der Ländereien des Dorfes wurden als Gebiet B eingestuft, die restlichen 76,3 % wurden als Gebiet C klassifiziert.<ref name="ARIJ_(2010)">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Battir Village Profile.] The Applied Research Institute – Jerusalem, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Jahre 2005 wurde der seit 1948 verfallene Bahnhof Battir abgerissen, um Platz für eine Ausweiche auf der J&J-Linie zu schaffen. Das 1985 gegründete israelische Betar Illit (dt.: Ober-Betar) mit rund 63.000 Einwohnern, bewahrt ebenso den hebräischen Namen der altorientalischen Siedlung Betar.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Da Battir im Hochland liegt, gestaltete sich die landwirtschaftliche Nutzung seit jeher schwierig, sodass sich innovative Ideen entwickelten, um die Region zu kultivieren. Zu diesem Zweck wurden beispielsweise die charakteristischen Steinterrassen in den Stein gehauen, um ebene Anbauflächen zu erhalten. Zudem entstand ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das den Anbau von Nutzpflanzen ermöglichte. Diese Infrastruktur ermöglichte beispielsweise den Anbau von Oliven und Gemüse.<ref name=":0" /><ref name=":1">UNESCO World Heritage Centre: Palestine: Land of Olives and Vines – Cultural Landscape of Southern Jerusalem, Battir. Abgerufen am 7. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

UNESCO-Weltkulturerbe[Bearbeiten]

Im Jahr 2014 wurde Battir als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und zeitgleich auf die Liste der bedrohten Welterbestätten gesetzt. Battir ist Teil der Welterbestätte Palestine: Land of Olives and Vines – Cultural Landscape of Southern Jerusalem (dt. ‚Palästina: Land der Oliven und Reben - Kulturlandschaft im Süden Jerusalems‘). Die UNESCO hob besonders die antiken Steinterrassen und das Bewässerungssystem, sowie die historische Bedeutung und die Vielzahl von Kulturen, die in der Region ihre Spuren hinterlassen haben, als Grund für die Ernennung zum Welterbe hervor.<ref name=":1" /><ref name=":2" />

Politik[Bearbeiten]

Der Bau einer Israelischen Sperranlage würde Battir teilen. Nach einer Klage entschied ein israelisches Gericht, dass das Verteidigungsministerium einen alternativen Plan zum Verlauf der Sperranlage vorlegen müsse.<ref name=":0" /><ref>Israeli Supreme Court rules against separation wall in Battir. Abgerufen am 7. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":2">Isabel Kershner: Palestinian Village Tries to Protect Landmark. In: The New York Times. 25. Juni 2012, ISSN 0362-4331 (Online [abgerufen am 7. März 2018]).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Battir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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