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Bethlehem

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Bethlehem
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Datei:Church of the Nativity (Bethlehem, 2008).jpg
Geburtskirche in Bethlehem
Datei:Stadtsiegel von Bethlehem.png
Wappen
Verwaltung: PalastinaDatei:Flag of Palestine.svg Palästinensische Autonomiegebiete
Gebiet: Westjordanland
Gouvernement: Bethlehem
Koordinaten: Vorlage:Coordinate
Höhe: 775 m
Fläche: 660 km²
Einwohner: 28.591 (2017)
-Metropolregion: 97.559 (2017)
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Zeitzone: UTC+2
Telefonvorwahl: (+970) 02
Postleitzahl: P150
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Maher Nicola Canawati
Webpräsenz:
Datei:Bethlehem Location.png
Karte der Palästinensischen Autonomiegebiete , Position von Bethlehem hervorgehoben

Bethlehem oder Betlehem (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., arabisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., DMG Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.; biblisch auch Efrata) ist eine Stadt im Westjordanland in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Sie liegt im Judäischen Bergland südlich von Jerusalem und hatte 2017 28.591 Einwohner.

Die Wirtschaft der Stadt stützt sich in wesentlichen Teilen auf den Tourismussektor, insbesondere während der Weihnachtszeit, in der Christen in die als Geburtsort Jesu anerkannte Geburtskirche pilgern. Die Stadt beherbergt zwei Universitäten. Bürgermeister der Stadt Bethlehem ist Maher Nicola Canawati.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Die Bedeutung des Namens Bethlehem ist bisher ungeklärt. Während Beth sowohl im Hebräischen als auch im Arabischen mit „Haus“ zu übersetzen ist, ist der zweite Namensbestandteil unklar. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. steht im Hebräischen für „Brot“, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. / Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. im Arabischen dagegen für „Fleisch“, in manchen südarabischen Dialekten auch für „Fisch“. Die Wurzel bezeichnet somit ursprünglich ein Nahrungsmittel. Es ist entweder „Haus des Brotes“ oder „Haus des Fleisches“ zu übersetzen.

Möglich ist aber auch eine Ableitung des zweiten Wortbestandteils aus der homonymen Wurzel lḥm mit dem semantischen Feld „kämpfen“; Bethlehem hätte dann die Bedeutung „Haus des Kampfes“. Weitere Deutungen beziehen das Götterpaar Lahmu/Lahamu in ihre Überlegungen ein, Bethlehem wäre demnach das „Haus der Gottheit Lahmu/Lahamu“.<ref>Erasmus Gaß: Die Ortsnamen des Richterbuchs in historischer und redaktioneller Perspektive (APDV 35). Wiesbaden 2005.</ref>

In einem von mehreren in Amarna entdeckten Briefen des Abdi-Hepa, des Herrschers von Jerusalem im 14. Jahrhundert v. Chr., kommt der Ortsname Bit-Laḫmi vor. Es wird oft vertreten, dass dies die erste schriftliche Erwähnung von Bethlehem sei,<ref>Jerome Murphy-O’Connor: The Holy Land. An Oxford Archaeological Guide from Earliest Times to 1700. Oxford University Press, Oxford 2008, S. 229 f.</ref> was aber nicht unstrittig ist.<ref>vgl. die Hinweise von Lorenzo Nigro: Le necropoli di Betlemme e la storia della città nel II e I millennio a.C. In: Alessandro Coniglio, Amedeo Ricco (Hrsg.): Holy Land: Archaeology on Either Side. Archaeological Essays in Honour of Eugenio Alliata. Edizioni Terra Santa, Mailand 2020, ISBN 978-88-6240-818-9, S. 39., der der Gleichsetzung eher positiv geneigt zu sein scheint.</ref>

Biblische Überlieferung[Bearbeiten]

Datei:Nativity Church15.jpg
Altar über dem Stern von Bethlehem in der Geburtsgrotte
Datei:Bethlehem - Stern von Bethlehem in der Geburtsgrotte.jpg
Stern von Bethlehem in der Geburtsgrotte
Datei:PikiWiki Israel 18480 Rachels Tomb Score.jpg
Das Grab Rachels heute
Datei:Palestinian Government Bureau, Betlehem.jpg
Hauptsitz des Gouvernements Bethlehem

Der Ort wird in der Bibel erstmals in Vorlage:Bibel/Link erwähnt. Dort heißt es, dass Jakobs geliebte Frau Rahel „an der Straße nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt“, begraben wurde (vgl. auch Gen 48,7). Nach der Eroberung Kanaans durch die israelitischen Stämme fiel das Städtchen dem Stamm Juda zu (Jos 15,59; 1Chr 4,22). Auch das Geschehen aus dem Buch Rut spielt sich zu einem großen Teil in Betlehem ab und sowohl Ruts erster Schwiegervater Elimelech wie auch ihr späterer Mann Boas (Ruth 2,4) kamen aus diesem Ort (Vorlage:Bibel/Link). Ruth zieht mit ihrer ersten Schwiegermutter Noomi nach Bethlehem (Ruth 1,19.22), wo sie mit Boas eine Familie gründet (Ruth 4,11).

Betlehem war nach Vorlage:Bibel/Link der Herkunftsort Davids, wo auch der erwartete Messias als Nachkomme („Sohn“) Davids zur Welt kommen sollte (Vorlage:Bibel/Link). In diesem Vers wird es als „Betlehem-Efrata“ bezeichnet, um es von einem anderen Ort mit Namen Betlehem zu unterscheiden, der im Stammesgebiet von Sebulon, ca. 11 km westnordwestlich von Nazareth, lag (Jos 19,15).

Weitere Belege im Tanach sind die folgenden:

  • Der Richter Ibzan (siebenjähriges Richteramt) stammt aus Bethlehem und ist dort begraben (Ri 12,8.10)
  • Ein junger Levit aus Bethlehem wird bei Micha als Priester eingestellt (Ri 17,7–13)
  • Eine erzürnte Nebenfrau eines Leviten in Ephraim läuft ihm davon zu ihrem Vater nach Bethlehem, woher sie stammt; der Levit zieht ihr hinterher und versöhnt sich mit ihr; auf ihrer Rückreise übernachten sie in Gibea, wo dem Leviten Schlimmes angetan werden soll; stattdessen kann aber die Nebenfrau herausgegeben werden, die dann zu Tode vergewaltigt wird; der Levit teilt die Leiche in zwölf Stücke, je eines für die zwölf Stämme, um alle Stämme über die Schandtat zu informieren (Ri 19)
  • Samuel kommt nach Bethlehem, die Heimatstadt Isais und Davids (1Sam 17,12; 20,6.28), wo David die Schafe seines Vaters hütet (1Sam 17,15), um Gott zu opfern und den neuen König – letztendlich David – zu salben (1Sam 16,4)
  • Asaël wird im Grab seines Vaters in Bethlehem begraben (2Sam 2,32)
  • Jair-Ogrim, aus Bethlehem hat einen Sohn namens Elhanan, der in der Auseinandersetzung mit den Philistern Lachmi, den Bruder Goliats aus Gat, erschlägt (2Sam 21,19 1Chr 20,5)
  • Drei Helden Davids riskieren ihr Leben, um Wasser aus Bethlehem zu holen, das zu dem Zeitpunkt von den Philistern besetzt ist (2Sam 23,14–17; 1Chr 11,17–19)
  • Nach dem Exil kehren 123 Männer von Bethlehem zurück (Esr 2,21); deren Anzahl zusammen mit Netofa beträgt 188 (Neh 7,26)
  • Jismael ermordet Gedalja, den Statthalter des Königs von Babel, und flieht deshalb mit seinen Leuten nach Ägypten, wobei er in Bethlehem eine Zwischenstation einlegt (Jer 41,17)
  • Im Zwölfprophetenbuch findet sich eine Verheißung des Propheten Micha über Bethlehem als Geburtsort eines Hoffnungsträgers, die im NT als Jesus gedeutet wird (Mi 5,1)

Nach Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link, implizit auch Vorlage:Bibel/Link, wurde Jesus Christus in Betlehem geboren. Der angenommene Geburtsort in einer Höhle wird wohl schon ab dem 2. Jahrhundert verehrt.<ref>Justin »der Märtyrer«, Dialog mit Trypho (ca. 155–161 n. Chr.) Kap. 78, in: Joan E. Taylor: Christians and the Holy Places. Oxford University Press, Oxford 1993, S. 99–100. Origenes, schreibt 248 n. Chr. über die Geburtshöhle in Bethlehem (Contra Celsum, Buch I, Kap. 51).</ref> Seit dem Jahr 333 steht an der Stelle die Geburtskirche. Am 29. Juni 2012 wurde die Geburtskirche in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen.<ref>FAZ.net</ref> Umstritten ist, ob Betlehem tatsächlich der Geburtsort Jesu ist. Stattdessen gilt heute Nazareth als der wahrscheinlichste Geburtsort, siehe Geburtsort von Jesus von Nazaret.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:BethlehemRoad.jpg
Passierpunkt der Mauer von Bethlehem

Feuersteine aus der Jungsteinzeit, die an verschiedenen Stellen der heutigen Stadt entdeckt wurden, sind die frühesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung.<ref name="Lorenzo Nigro">Lorenzo Nigro: Le necropoli di Betlemme e la storia della città nel II e I millennio a.C. In: Alessandro Coniglio, Amedeo Ricco (Hrsg.): Holy Land: Archaeology on Either Side. Archaeological Essays in Honour of Eugenio Alliata. Edizioni Terra Santa, Mailand 2020, ISBN 978-88-6240-818-9, S. 38 (PDF-Version bei Academia.edu).</ref> Die frühesten archäologischen Belege für dauerhafte Besiedlung während der späten Kupfersteinzeit (ca. 3800–3400 v. Chr.) fanden sich in den Höhlen bei der Ortschaft Bait Sahur, etwa 2,4 Kilometer von der Geburtskirche entfernt.<ref name="Lorenzo Nigro" /> Künstliche Terrassen in der Nähe, sowie Gräber bezeugen dort auch eine Siedlung zu Beginn der Frühbronzezeit (ca. 3400–3200 v. Chr.).<ref name="Lorenzo Nigro" /> Letztere bezeugen auch eine Siedlung für die späteren Phasen der Frühbronzezeit (bis ca. 2300 v. Chr.) besiedelt war. Dabei wurden in einem Grab u. a. 160 Gefäße entdeckt.<ref name="Lorenzo Nigro" /> Der Ausgräber vermutet, dass auch während der mittleren Bronzezeit Siedlungskontinuität bestand, deren Traditionen sogar noch bis in die frühe Eisenzeit reichten.<ref>Lorenzo Nigro: Le necropoli di Betlemme e la storia della città nel II e I millennio a.C. In: Alessandro Coniglio, Amedeo Ricco (Hrsg.): Holy Land: Archaeology on Either Side. Archaeological Essays in Honour of Eugenio Alliata. Edizioni Terra Santa, Mailand 2020, ISBN 978-88-6240-818-9, S. 39.</ref>

In der Zeit von Kaiser Konstantin<ref name=":2" /> wurde eine erste Kirche über der Geburtsgrotte errichtet. Später wurde sie unter Kaiser Justinian<ref name=":2" /> um das Jahr 540<ref name=":2" /> wieder aufgebaut.

640<ref name=":1">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> nahmen in der Islamischen Expansion Truppen des Kalifen ʿUmar ibn al-Chattāb Bethlehem ein. Die südliche Apsis der Geburtskirche ließ er als Gebetsraum für Muslime einrichten und förderte den Zugang für christliche Pilger. Die Lage der Christen verschlechterte sich ab 1071<ref name=":1" /> unter den Seldschuken. Pilgerreisen waren in dieser Zeit mit großer Unsicherheit verbunden. 1099<ref name=":1" /> zogen die Kreuzritter des Ersten Kreuzzugs in Bethlehem ein. Auf sie folgten 1244<ref name=":1" /> die Ayyubiden, sodann die Mamluken, die wenig auf den Unterhalt der christlichen Bauten gaben, und ab 1516<ref name=":1" /> die Osmanen, die in den weitgehend verlassenen Ort mit rund 100<ref name=":1" /> Einwohnern einzogen und Elemente der Geburtskirche als Spolien für Bauten in Jerusalem abtransportierten.<ref name=":1" />

Bis ins 13. Jahrhundert beherbergte der Ort viele Nestorianer,<ref name=":0" /> bis ins Jahr 1616<ref name=":0" /> waren sie vollständig in der lateinischen Gemeinde aufgegangen. 1555 entstand zwischen griechischen und lateinischen Christen ein Streit über einen angeblich 30 km<ref name=":0" /> langen Tunnel, den die Lateiner bis in die Hafenstadt Jaffa gegraben hätten, um Kreuzritter nach Bethlehem zu schaffen. Griechisch-orthodoxe und Lateiner stritten sich um die Geburtskirche, für die den Griechen dank einem 1566<ref name=":0" /> erlassenen und 1568<ref name=":0" /> bereits wieder aufgehobenen osmanischen Ferman ein Schlüssel zugestanden worden war. 1598<ref name=":0" /> gründeten die Franziskaner die erste ihrer Terra-Santa-Knabenschulen im Heiligen Land und betrieben Proselytismus<ref name=":0" /> zum Ärger der griechisch-orthodoxen Gläubigen. 1632 wurden in Bethlehem rund 300<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Haushalte gezählt, darunter befanden sich etwa 20<ref name=":0" /> lateinische Familien. Die lateinische katholische Gemeinde wuchs auf rund 1000<ref name=":0" /> Personen um 1761.

Bis 1629 dominierten die Lateiner die Heiligen Stätten. 1630 gelang es den Griechen, die Lateiner auszuschließen. Von 1690 bis 1757 waren es wiederum die Lateiner, die in den Heiligen Stätten das Sagen hatten, ab 1757 wiederum – mit Einschränkungen – erneut die Griechen.<ref name=":0" /> Auf den 2. Februar 1852 wurde der Status Quo für die Heiligen Stätten festgelegt.<ref name=":0" /> 1872 wurde die Kapelle der Milchgrotte errichtet.<ref name=":2">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> 1904 waren laut einer Zählung des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem 3600 der in Bethlehem lebenden Christen griechisch-orthodox.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Ibrahim Pascha ließ unter der ägyptischen Herrschaft (1831–1841) das muslimische Viertel 1834 zerstören, weil sich dessen Bewohner gegen die Zwangsrekrutierung gewehrt hatten.<ref name=":0" /> Die Christen, denen er dies nicht abverlangt hatte, blieben verschont, ihre Wohnhäuser beschädigte jedoch im selben Jahr ein Erdbeben, dabei wurde das Mar-Saba-Kloster fast vollständig zerstört.<ref name=":0" /> Nach 1834 lebten ausschließlich Christen in Bethlehem.<ref>Edward Robinson, Eli Smith: Tagebuch einer Reise im Jahre 1838 in Bezug auf die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smith. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1841, S. 381.</ref> Der britische Jude Sir Moses Montefiore finanzierte indes die Restaurierung des Rahelgrabs, für das er 1841<ref name=":0" /> den Schlüssel erhielt und das er zum Pilgerort für Juden und Muslime ausbaute, wobei er einen Mihrāb<ref name=":0" /> einbauen ließ. Die Protestanten unter der Leitung des Schweizer Missionars Samuel Gobat eröffneten 1850<ref name=":0" /> eine Schule in Bethlehem, ab 1886 war sie lutherisch.<ref name=":0" />

1963 hatte Bethlehem rund 60.000<ref name=":1" /> Einwohner. Zwischen 1948 (Palästinakrieg) bis 1967 (Sechstagekrieg) war Bethlehem jordanisch. Infolge des Krieges von 1967 verringerte sich die Einwohnerzahl auf 14.000,<ref name=":1" /> der überwiegende Teil der Menschen floh nach Jordanien. Aida (arabisch: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.), auch 'Ayda, ist ein palästinensisches Flüchtlingscamp rund 2 Kilometer nördlich des historischen Zentrums. Das Camp entstand 1950 für Nakba-Flüchtlinge aus der Gegend von Jerusalem. 1125 Personen lebten in 94 Zelten. Im Jahr 2014 lebten rund 5498 Menschen im Camp.

Am 21. Dezember 1995 übergab Israel Bethlehem im Rahmen des Oslo-II-Abkommens an die Palästinensische Autonomiebehörde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Israelnetz, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name=":1" /> Nördlich der Stadt verläuft seit 2002<ref name=":2" /> die israelische Sperranlage, die mit einer bis zu acht Meter hohen Mauer Bethlehem von Jerusalem und kleineren palästinensischen Dörfern wie Walaja und Jaba trennt. Die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bewohner der Stadt Bethlehem wird dadurch eingeschränkt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name=":2" />

In der Agglomeration Bethlehem gab es in den 1950er-Jahren nur wenige Moscheen. 2007 waren es fast 100.<ref>Kath.net: In Bethlehem feiern die Kirchen dreimal Weihnachten 16. Dezember 2007</ref> Am Tag der Ankunft Arafats am 23. Dezember 1995 wurde auf dem Dach der Geburtskirche Bethlehems ein 4 × 4 Meter großes Modell des muslimischen Felsendoms aufgestellt. Die Christen antworteten mit dem Aufstellen großer beleuchteter Kreuze auf ihren Privathäusern. Im Januar 1996, wenige Tage nach der Übergabe Bethlehems an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), wohnten 49.654 Christen in den palästinensisch-kontrollierten Gebieten im Westjordanland und in Gaza. Seitdem sollen 10.754 Christen diese Gebiete verlassen haben, etwa die Hälfte von ihnen seit Ausbruch der El-Aksa-Intifada im September 2000. Allein in Bethlehem, der größten Konzentration von Christen, sank deren Zahl von 29.401 auf 23.659. Die Ursachen dafür sind umstritten. Während die israelische Regierung und pro-israelische Gruppen die Spannungen zwischen Christen und Muslimen aufgrund der Stärkung islamistischer Strömungen sowie das soziale Gefälle zwischen eher wohlhabenden Christen und ärmeren Muslimen dafür verantwortlich machen, ergab eine Umfrage aus dem Jahr 2006 unter christlichen Bewohnern der Stadt, durchgeführt vom Palestinian Centre for Research and Cultural Dialogue, dass 78 % der Christen die israelischen Reiserestriktionen für den Exodus ihrer Glaubensgenossen verantwortlich machen. 90 % gaben an, muslimische Freunde zu haben, und 73 % der Christen Bethlehems glauben, dass die PA das christliche Erbe in der Stadt mit Respekt behandelt.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Von der PA wurde bestimmt, dass der Bürgermeister und sein Stellvertreter Christen sein müssen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Konfession des Bürgermeisters ist festgelegt: griechisch-orthodox oder römisch-katholisch.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2025-02-06; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> In Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung regt sich von Seiten der Muslime Widerstand gegen dieses Statut. Andererseits erlaubt dieser Umstand den Partnerstädten, die politischen Kontakte mit der von der Hamas dominierten Stadt aufrechtzuerhalten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

Mit dem Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und der darauffolgenden Eskalation des Konflikts zwischen Palästina und Israel ist der Tourismus in der Region zurückgegangen. Insbesondere der für die Stadt bedeutende Weihnachtstourismus leidet darunter. Arbeitslosigkeit und Armut haben zudem stark zugenommen.<ref>tagesschau.de: In Bethlehem ist niemand in Weihnachtsstimmung (24. Dezember 2024)</ref>

Archäologie[Bearbeiten]

2012 wurde in einer Pressemitteilung verbreitet, dass die älteste sichere außerbiblische schriftliche Erwähnung des Ortes sich auf einem 2012 durch Eli Shukron in Jerusalem entdeckten Lehmsiegel aus dem 8./7. Jahrhundert v. Chr. befände, das aus dem Königreich Juda stammt.<ref>s. z. B. Bruno Graber: Ältester archäologischer Hinweis auf Bethlehem. Livenet.ch, 25. Mai 2012 (abgerufen am: 19. Juni 2021).</ref> Dieser Fund wurde bisher (Stand 2021) allerdings offenbar nicht publiziert.

Rahelgrab[Bearbeiten]

Nach der jüdischen Tradition liegt das Rahelgrab (hebräisch Ḳever Raḥel, arabisch Qubbat Rahil) in Judäa nördlich von Betlehem. Nach biblischer Überlieferung wurde Rachel „an der Straße nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt“ (Vorlage:Bibel/Link) begraben. Rachel steht im Judentum auch als Symbol für Israel und seine Trauer um das verlorene Volk Ephraim, das nicht aus assyrischer Gefangenschaft zurückkehrte: „Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen“ (Vorlage:Bibel/Link).

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Universitäten[Bearbeiten]

Datei:Bethlehem University main building.jpeg
Hauptgebäude der Universität Bethlehem

Seit 1973 gibt es die vom Vatikan gegründete Universität Bethlehem für Studierende aller Glaubensrichtungen. Es sind 3.252 Studenten immatrikuliert; davon ein Fünftel Christen und vier Fünftel Muslime (Stand Herbst 2025).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Es wird Philosophie, Wirtschafts- und Naturwissenschaften, Erziehung, Krankenpflege und Tourismus gelehrt. Außerdem wird ein Studiengang von acht Semestern mit theologischen, religiösen und soziologischen Fächern angeboten, der mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen wird.

Im September 2007 wurde von der palästinensischen Administration die Gründung einer zweiten Universität in Bethlehem bekanntgegeben. Die Aufnahme des Studienbetriebs an der Ahliya-Universität erfolgte mit unmittelbarer Wirkung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Generaldelegation Palästinas, 20. September 2007</ref>

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Schon 1882 eröffneten französische Vinzentinerinnen ein Krankenhaus, aus dem 1990 das Krankenhaus der Heiligen Familie (Holy family hospital), eine Geburtsklinik des Malteserordens, hervorging.<ref>History. Website des Hospitals, abgerufen am 1. Dezember 2014 (englisch)</ref>

Die Kinderhilfe Bethlehem betreibt seit 1952 das Caritas Baby Hospital, das einzige palästinensische Kinderspital im Westjordanland, welches die Mütter in die Behandlung der Kinder einbezieht.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Tourismus[Bearbeiten]

Datei:Bethlehem-Manger-Square.jpg
Omar-Moschee und Omar-Platz gegenüber der Geburtskirche Jesu
Datei:070 Hotel 'Intercontinental' Bethlehem.JPG
Fünfsternehotel Intercontinental (2010)

Der Fremdenverkehr war für die Stadt immer eine wichtige Einnahmequelle. Durch die Nähe zu Jerusalem übernachteten viele Reisegruppen früher lieber in den günstigeren palästinensischen Hotels als in der Hauptstadt. Nach der Autonomie entstanden deswegen große Hotelneubauten, die von zurückgekehrten Auswanderern errichtet wurden, z. B. Hotel Bethlehem, Hotel Nativity. Der Krippenplatz wurde nach dem Bau einer Parkgarage autofrei. Die vielen Andenkenläden lebten auch von den Tagestouristen gut. Mit großem Eifer wurde das Jubiläumsjahr 2000 vorbereitet und eröffnet, doch der Ausbruch der Zweiten Intifada zerstörte alle Bemühungen. Die mehrmalige israelische Besetzung der Stadt (einmal mit Belagerung von Geburtskirche und St.-Katharinen-Kirche) verursachte große Schäden. Die große Mauer behinderte den Tourismus massiv, und das umständliche Durchqueren der Grenzkontrollstelle führte dazu, dass die Reisegruppen nur noch selten in der Stadt übernachteten. Die großen Hotels mussten wieder schließen bzw. ihre Kapazität reduzieren, Tagesgäste mussten an der Grenze zu Jerusalem den Bus und den Reiseführer wechseln. Die großen Werkstätten für Olivenholz-Schnitzereien mussten viele Mitarbeiter entlassen. Sie konnten ihre Produkte zwar noch in Jerusalem vermarkten, aber mit weniger Gewinn.

Im Jahre 2010 hatte sich die touristische Lage wesentlich verbessert: Etwa die Hälfte der Touristen übernachtete in Bethlehem und besuchte die dortigen Restaurants; viele Souvenirläden boten ihre Waren an.<ref>Jede Menge Weihnachtstouristen. Bethlehem hat kein Zimmer frei. n-tv, 17. Dezember 2010.</ref> Erstmals seit dem Jahr 2000 fanden wieder Touristenführungen durch israelische Reiseleiter statt.<ref>Israelische Führungen in Bethlehem. Tourismus besiegt Terrorismus. n-tv, 25. Juni 2010.</ref>

Wirtschaftskonferenz[Bearbeiten]

Bethlehem war 2008 Gastgeber der größten jemals in den Palästinensischen Autonomiegebieten stattgefundenen Wirtschaftskonferenz, der Palestine Investment Conference.<ref>Palestinians bidding for business. BBC News, 21. Mai 2008.</ref> Die Initiative dazu ging vom palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad aus. Es nahmen über 1000 Geschäftsleute, Banker und Regierungsbeamte überwiegend aus dem mittleren Osten teil. Die Konferenz wurde 2010 unter der Schirmherrschaft von Präsident Mahmud Abbas mit nahezu 2000 Teilnehmern aus 32 Ländern fortgesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Germany Trade and Invest, 14. Juni 2010</ref><ref>Palestine is open for business. Huffington Post, 17. Juni 2010.</ref>

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Hanna Mansur 1895–1915
  • Salim Issa al-Batarseh – 1916–1917
  • Salah Giries Jaqaman – 1917–1921
  • Musa Qattan – 1921–1925
  • Hanna Ibrahim Miladah – 1926–1928
  • Nicoloa Attalah Shain – 1929–1933
  • Hanna Issa al-Qawwas – 1936–1946
  • Issa Basil Bandak – 1946–1951
  • Elias Bandak – 1951–1952
  • Afif Salm Batarseh – 1952–1953
  • Elias Bandak – 1953–1957
  • Ayyub Musallam – 1958–1962
  • Elias Bandak – 1963–1972
  • Elias Freij – 1972–1997
  • Hanna Nasser – 1997–2005
  • Victor Batarseh 2005–2012
  • Vera Baboun – 2012–2017
  • Anton Salman – 2017–2022
  • Hanna Hanania – 2022–2024
  • Anton Salman – 2024–2025
  • Maher Nicola Canawati – seit 2025<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Partnerstädte[Bearbeiten]

Bethlehem unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:<ref>Bethlehem Twinning cities (englisch)</ref><ref>Bethlehem Twinning cities (arabisch)</ref>

Daneben bestehen auch partnerschaftliche Beziehungen zu den Regionen Umbrien in Italien und KwaZulu-Natal in Südafrika.

In Verbindung mit Friedensaktionen junger Menschen steht die ökumenisch angelegte Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“, die 1986 in Österreich ihren Anfang nahm. Träger sind in Deutschland primär die Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung