Beese (Kalbe)
Beese Stadt Kalbe (Milde)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(69)&title=Beese 52° 44′ N, 11° 31′ O
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| Höhe: | 28 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,87 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 69 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Mehrin | |||||
| Postleitzahl: | 39634 | |||||
| Vorwahl: | 039030 | |||||
Lage von Beese in Sachsen-Anhalt
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Beese ist ein Ortsteil der Ortschaft Vienau und der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie[Bearbeiten]
Beese, ein Straßendorf mit Kirche, liegt 12 Kilometer nordöstlich von Kalbe (Milde) auf dem Kalbeschen Werder in der Altmark. Östlich des Dorfes fließt der Fluss Untere Milde, der ab Beese den Namen Biese führt.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Die Bahnstrecke Stendal–Uelzen liegt östlich und nördlich des Dorfes.
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]
Im Jahre 1284 wird das Dorf als villa Besa erstmals genannt.<ref name="HOB-12" /> 1311 trat Heyrico fabro de Besa in Salzwedel als Zeuge auf.<ref name="HOB-12" /> 1324 wird Beese als Beso erwähnt, als es in den Besitz der Familie von Alvensleben kam.<ref name="Riedel-17" /> Weitere Nennungen sind 1420 vor dem Stedeken czu der Byse, 1541 Pisen, 1608 Biese, 1687 Biese,<ref name="HOB-12" /> und 1804 Biese und Beese, ein Dorf mit einem Rademacher, zwei Krügen, einem Nebenzollamt von Osterburg und einer Windmühle,<ref name="Bratring-1" /> die am Anfang des Weges nach Dolchau noch am Anfang des 20. Jahrhunderts stand.<ref name="Wanderkarte" /> Im Dorf gab es am Anfang des 19. Jahrhunderts eine Ross- und Grützmühle.
Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]
- Jürgen Udolph meint, der Ortsname könnte auf das mittelniederdeutsche Wort für „Binse“ zurückzuführen sein, im Sinne von „Binsenbach“.<ref name="Friske 2021" />
- Matthias Friske ergänzt, dass es sich um eine Übertragung des Ortsnamens Beesem aus dem Wendland handeln könnte.<ref name="Friske 2021" />
- Heinrich Sültmann meint hingegen, dass der Name auf eine slawische Bezeichnung für „Holunder“ zurückgehen könnte.<ref name="Sültmann-1924" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 bis 1813 im Kanton Kalbe auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Beese in die Gemeinde Mehrin eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Ab 17. Oktober 1973 kam der Ortsteil Beese zu Vienau (aufgrund der Eingemeindung von Mehrin in Vienau).<ref name="Metzler-Poeschel" />
Ab 1. Januar 2010 kam der Ortsteil zur Stadt Kalbe (Milde), da Vienau an jenem Tag mit anderen Gemeinden zur Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde) zusammengelegt wurde.<ref name="AB-SAW 2009" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" /> und 2015 bis 2018<ref name="EW-Kalbe-2015-2018" />
Religionen[Bearbeiten]
Die evangelische Kirchengemeinde Beese gehörte früher zur Pfarrei Mehrin<ref name="Almanach1903" /> und wird heute betreut vom Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Die evangelische Dorfkirche Beese ist eine spätromanische Feldsteinkirche aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts mit einem Fachwerkturm. Sie ist eine Filialkirche von Mehrin. Zur Ausstattung gehört eine Altarwand aus dem frühen 18. Jahrhundert. An der Nordseite sind zwei vermauerte rundbogige Portale zu finden, eines davon mit profiliertem Kämpfern. Die Fenster des Schiffs und das Westportal wurden im 19. Jahrhundert gestaltet. Im Schiff sind eine Balkendecke und eine hölzerne Westempore eingebaut. In der Apsis und am Apsisbogen wurden in den Jahren 1958/59 ornamentale Wandmalereien aufgedeckt, darunter ein Streifen mit Rankenwerk, möglicherweise aus der Bauzeit, sowie ein vermutlich jüngerer Maßwerkfries. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1993–1995 außen und innen restauriert, wobei weitere Reste von Wandmalereien aufgefunden wurden.<ref name="Altmarkkirchen" /> Von den 1917 vorhandenen zwei Glocken ist eine aus dem Jahr 1620 mit 95 cm Durchmesser bis heute erhalten geblieben.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Der Ortsfriedhof liegt im Süden des Dorfes.
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks[Bearbeiten]
- Einheitsgemeinde Kalbe (Milde): Ortsteile. In: stadt-kalbe-milde.de.
- Beese im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>
<ref name="AB-SAW 2009">Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Vereinbarung über die Bildung einer neuen Stadt Kalbe (Milde) mit den Gemeinden Kalbe (Milde), Brunau, Engersen, Jeetze, Kakerbeck, Packebusch und Vienau (Gebietsänderungsvereinbarung) mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 12. August 2009. Jahrgang 15, Nr. 15, 26. August 2009, S. 208–214 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; abgerufen am 19. September 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 337 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-Kalbe-2015-2018">Einwohnermeldeamt der Stadt Kalbe (Milde): Einwohnerdaten zum 31.12. der Jahre 2015 bis 2018. 4. März 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Doreen Schulze: Geburten steigen, Sterbefälle sinken. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 12. Januar 2022, DNB 954815971, S. 19.</ref>
<ref name="EW-2023">Conny Kaiser: Kalbe verliert 69 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 16. Januar 2024, DNB 954815971, S. 20.</ref>
<ref name="Friske 2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze. Abgerufen am 9. März 2019.</ref>
<ref name="Riedel-17">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Sültmann-1924">nach Matthias Friske: Heinrich Sültmann: Der Kalbesche Werder. Geschichte der Dörfer. Kalbe 1924, DNB 976448130, S. 58.</ref>
<ref name="Wanderkarte">Wilhelm Zahn: W. Zahn's Wanderkarte für die Altmark auf Grund amtlicher Unterlagen. 9. Auflage.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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