Sallenthin (Kalbe)
Sallenthin Stadt Kalbe (Milde)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110)&title=Sallenthin 52° 45′ N, 11° 15′ O
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| Höhe: | 35 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,97 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 110 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 28 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. August 1973 | |||||
| Eingemeindet nach: | Jeggeleben | |||||
| Postleitzahl: | 39624 | |||||
| Vorwahl: | 039009 | |||||
Lage von Sallenthin in Sachsen-Anhalt
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Sallenthin ist ein Ortsteil der Ortschaft Jeggeleben und der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie[Bearbeiten]
Sallenthin, ein in gerader Linie erbautes Straßendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt etwa 12 Kilometer nordwestlich der Stadt Kalbe (Milde) in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Baars im Westen, Büssen im Norden, Jeggeleben im Osten und Winterfeld im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]
Im Jahre 1370 belehnt Markgraf Otto die von der Schulenburg mit dem Gericht und dem Schulzen-Lehnpferd in dem Dorpe to Czellentyn.<ref name="Riedel-5" /> Sallenthin wird 1375 als Sollenthin im Landbuch der Mark Brandenburg erwähnt, der Propst vom Kloster St. Spiritus in Salzwedel hatte hier Einkünfte.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1541 Salentin, 1608 Sellentien, 1687 Sallentien<ref name="HOB-12" /> sowie 1804 Sallenthin.<ref name="Bratring-1" />
Im Mittelalter hatten die v. d. Schulenburg und der Kleine Kaland in Salzwedel hier Einkünfte.
Das Großsteingrab Sallenthin, abgetragen im 19. Jahrhundert, lag an der Grenze zwischen Sallenthin und Quadendambeck. Alfred Pohlmann überliefert eine Sage über ein Hünengrab für eine riesige Frau nordwestlich vom Dorf Sallenthin im Salzwedelschen Kreis. Es wurde Sechwochenbett oder Sechswöchnerin genannt. Die Grabkammer sollte die Wiege darstellen.<ref name="Pohlmann-Sagen" />
Johann Friedrich Danneil berichtete 1843, dass östlich des Dorfes zwei Großsteingräber im Wald zwischen Sallenthin und Jeggeleben im 1841 zerstört worden waren und beschreibt diese auch.<ref name="Danneil 1843" />
Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]
Franz Mertens berichtet, dass die Deutung des wendischen (slawischen) Ortsnamens Sallenthin unsicher sei. Aus den Wortstämmen leda oder lehje für die Heide und za für hinter könnte man den Ortsnamen übersetzen zu Hinter den Heidebüscheln. Der Wortstamm könnte aber auch zel oder zelan für Gras oder Weide sein.<ref name="Mertens-Gardelegen" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Groß Apenburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Sallenthin in den Kreis Kalbe (Milde) umgegliedert. Am 1. August 1973 wurde Sallenthin in die Gemeinde Jeggeleben eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Am 1. Januar 2011 wurde Jeggeleben nach Kalbe (Milde) eingemeindet. So kam Sallenthin am gleichen Tag als Ortsteil zur neuen Ortschaft Jeggeleben und zur Stadt Kalbe (Milde).<ref name="AB-SAW 2009-02" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971,<ref name="HOB-12" /> 2015 bis 2018<ref name="EW-Kalbe-2015-2018" />
Religion[Bearbeiten]
Die evangelische Kirchengemeinde Sallenthin, die früher zur Pfarrei Winterfeld gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Apenburg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Die evangelische Dorfkirche Sallenthin ist eine Feldsteinbau aus dem 14. Jahrhundert, der Turm aus Eichenfachwerk stammt aus dem Jahre 1896.<ref name="Stadt-Kalbe" />
- In Sallenthin steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, ein Feldsteinsockel mit aufgerichteter Granitplatte.<ref name="Denkmalprojekt" />
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks[Bearbeiten]
- Einheitsgemeinde Kalbe (Milde): Ortsteile. In: stadt-kalbe-milde.de.
- Sallenthin im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="AB-SAW 2009-02">Altmarkkreis Salzwedel: Gebietsänderungsvertrag zur Eingemeindung von Gemeinden in die Stadt Klötze mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 26. Januar 2009. In: Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2, 18. Februar 2009, S. 36–38 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 388 kB; abgerufen am 20. August 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 347 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Danneil 1843">Johann Friedrich Danneil: Spezielle Nachweisung der Hünengräber in der Altmark nebst Karten. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 6. Jahresbericht, 1843, S. 116 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Sallenthin, Stadt Kalbe (Milde), Altmarkkreis Salzwedel. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-Kalbe-2015-2018">Einwohnermeldeamt der Stadt Kalbe (Milde): Einwohnerdaten zum 31.12. der Jahre 2015 bis 2018. 4. März 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Doreen Schulze: Geburten steigen, Sterbefälle sinken. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 12. Januar 2022, DNB 954815971, S. 19.</ref>
<ref name="EW-2023">Conny Kaiser: Kalbe verliert 69 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 16. Januar 2024, DNB 954815971, S. 20.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 384 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.uni-potsdam.de ( vom 18. Juni 2018 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Mertens-Gardelegen">Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 216.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Apenburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>
<ref name="Pohlmann-Sagen">Alfred Pohlmann: Sagen aus der Wiege Preußens und des Deutschen Reiches, der Altmark. Franzen & Große, Stendal 1901, S. 85–86 (archive.org).</ref>
<ref name="Riedel-5">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Stadt-Kalbe">Einheitsgemeinde Kalbe (Milde) auf stadt-kalbe-milde.de. Jeggeleben, Zierau, Mösenthin und Sallenthin. Abgerufen am 24. Dezember 2017.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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