Zum Inhalt springen

Beningsfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Beningsfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Beningsfeld 50° 58′ N, 7° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 57′ 40″ N, 7° 5′ 57″ O
 {{#coordinates:50,961038|7,099167|primary
dim=10000 globe= name=Beningsfeld region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Beningsfeld (Bergisch Gladbach)
Beningsfeld (Bergisch Gladbach)
Lage von Beningsfeld in Bergisch Gladbach
Beningsfeld
Datei:DEU Bergisch Gladbach COA.svg
Wappen
Straße in Bergisch Gladbach
Datei:Gut Benningsfeld.jpg
Gut Beningsfeld 2015<ref>Fjordpferde Gestüt Gut Beningsfeld abgerufen am 22 Februar 2020</ref>
Basisdaten
Ort  Bergisch Gladbach
Ortsteil  Refrath
Angelegt  1929–1937
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  In der Auen / Am Zaarshäuschen, Kadettenstraße, Penningsfelder Weg in Köln-Dellbrück
Querstraßen 
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 685 m

-

Karte
Vorlage:Maplink
Datei:Refrath Neuaufnahme 1895.jpg
Penningsfeld auf der Preußischen Neuaufnahme 1895
Datei:Refrath Uraufnahme 1844.jpg
Penningsfeld auf der Preußischen Uraufnahme 1844
Datei:Refrath Müfflingkarte 1825.jpg
Beningfeld auf der Müfflingkarte 1825

Beningsfeld ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach.

Lage[Bearbeiten]

Die im Südwesten von Bergisch Gladbach und östlich des Kölner Ostfriedhofs liegende Straße nimmt ihren Anfang an der Stadtgrenze in Fortführung des auf Kölner Gebiet liegenden Penningsfelder Weges. Sie verläuft in südlicher Richtung und geht nach knapp 700 Meter an der abzweigenden Straße Am Zaarshäuschen in die Straße In der Auen über.

Abzweigende Straßen[Bearbeiten]

Die Hauptstraße berührt folgende Straßen und Orte (von Norden nach Süden): private Zugangsstraßen zum städtischen Klärwerk Beningsfeld (rechts, siehe unten), Fußweg Richtung Alte Marksttraße (links), private Zufahrt zum Ort der ehemaligen Motte Beningsfeld auf dem Gelände von Gut Beningsfeld (re)<ref name=":1" />, Bernhard-Eyberg-Straße (li) und Rinderweg(re).

Denkmalgeschützte Anlagen[Bearbeiten]

Vor dem Haus Beningsfeld 35, an der Ecke zur Bernard-Eyberg-Straße, steht das denkmalgeschützte Missionskreuz Beningsfeld aus dem Jahr 1765. Die Eintragung des Missionskreuzes in die Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach erfolgte 1983 (Denkmal Nr. A 34).

Die gesamte Anlage der Motte Beningsfeld wurde unter Nr. 20 in die Liste der Bodendenkmäler in Bergisch Gladbach eingetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hochmittelalterliche Siedlungsname Beningsfeld ist im Urkataster als Penningsfeld verzeichnet. Die mittelalterliche Hofgründung wurde auf Veranlassung des Grafen von Berg durch den Gladbacher Fronhof vorgenommen. Bis ins 17. Jahrhundert hatten sich aus der Siedlungsgründung bereits zwei Hofgründungen mit dem Gut am Benesfeld und dem Gut am untersten Benesfeld entwickelt. Einer dieser Höfe war zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gronau und einer Teil der Honschaft Refrath.<ref>Die Besitzungen des adeligen Praemonstratenserinnen-Klosters Meer in Sulsen-Immekeppel von der Klostergründung 1166 bis 1600, Gerd Müller, Verlag W. Kleikamp, 1969</ref><ref name=":1">Hans Peter Müller: Reise durch Refraths Historie: Das Gut Beningsfeld. In: Bürgerportal Bergisch Gladbach. 25. Februar 2020, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>

Der Siedlungsname Beningsfeld lässt verschiedene Deutungen zu. Zunächst kann das Bestimmungswort Benings auf das althochdeutsche binuz (= Binse) zurückgeführt werden. Das würde bedeuten, dass hier ein Binsenfeld mit Straußgras und Erika bestanden hat. Nach den Unterlagen des Pfarrarchivs konnte der Name auch auf den heiligen Benignus zurückzuführen sein. Schließlich könnte sich entsprechend der Schreibweise Pennings eine Zinsabgabe oder Währung dahinter verbergen.<ref>Geoportal Bergisch Gladbach. Straßenverzeichnis. Abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref><ref>Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Zweite von Albert Eßer ergänzte und neu bebilderte Auflage. Bergisch Gladbach 2015. ISBN 978-3-9813488-4-2.</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Beningsfeld wurde politisch zum Teil der Mairie Bensberg, zum Teil der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairien zur Bürgermeisterei Bensberg bzw. Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Benningsfeld mit zwei Siedlungsbereichen und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als (Unter- und Ober-) Penningsfeld verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Penningsfeld und auf Karten zwischen 1949 und 1969 als Benningsfeld verzeichnet.

Im Zuge eines Gebietstausches der Bürgermeistereien Bensberg und Gladbach kam schließlich der Gladbacher Teil von Beningsfeld auch zu Bensberg<ref>Gerd Kirsten: Ratingen, Hilden, Bergisch Gladbach und Bensberg; Randstädte des Bergischen Landes im Einflussgebiet Düsseldorfs und Kölns. Universität Köln, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, 1963.</ref>.

Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Beningsfeld Teil von Bergisch Gladbach.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie Politische / kirchliche Zugehörigkeit
1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 67 Bauergut Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Bensberg
1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 43 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld
1830<ref name="Restorff">Vorlage:Beschreibung Rheinprovinz 1830</ref> 89 Hofstelle Bürgermeisterei Bensberg, Pfarrgemeinde Bensberg
1830<ref name="Restorff" /> 49 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld
1845<ref name=":0">Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 63 9 Bauergütchen Bürgermeisterei Bensberg, Pfarre Bensberg, gen. Penningsfeld
1845<ref name=":0" /> 63 9 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Gemeinde Gronau,

Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld

1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 103 19 Hofstelle Bürgermeisterei Bensberg, gen. Penningsfeld
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 92 19 Wohnplatz Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath
1895<ref name="Gemeindelexikon1895">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1895</ref> 97 18 Wohnplatz Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath
1905<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref> 114 23 Wohnplatz Bürgermeisterei Bensberg, katholische Pfarre Refrath

Kläranlage[Bearbeiten]

Datei:Klärwerk Beningsfeld.jpg
Klärwerk der Stadt Bergisch Gladbach in Beningsfeld

In der Kläranlage Beningsfeld werden die Abwässer der gesamten Stadt Bergisch Gladbach biologisch gereinigt. Dabei werden optimale Lebensbedingungen für die Mikroorganismen geschaffen. Zuletzt fließt das gereinigte Abwasser durch ein Auslaufbauwerk in den Rechtsrheinischen Kölner Randkanal und nach ca. 15 km in den Rhein bei Köln-Stammheim.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Abwasserwerk Stadt Bergisch Gladbach – Klärwerk Beningsfeld (Memento vom 22. Februar 2020 im Internet Archive) abgerufen am 22. Februar 2020</ref><ref>Kläranlage Beningsfeld Verfahrenstechnik abgerufen am 22. Februar 2020</ref><ref>Entstehungsgeschichte – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, herausgegeben von Peter Bürling in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensberg, 1974, S. 119.
  • Helmut Höher, Hans Peter Müller: Das Gut Beningsfeld und die Gladbacher Höfe. In: Refrath gestern und heute. Große Güter und keine Höfe, Band 3/II Hrsg. Bürger– u. Heimatverein Refrath, Bergisch Gladbach 2015, o. ISBN, S. 255–284.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang Beckershäuschen | Beningsfeld | Brandroster | Höffgen | Hüttenfeld | Kempershäuschen | Lehmbroich | Letsch | Niedenhof | Siebenmorgen | Steinbreche | Vürfels | Vürfelser Kaule | Wingertsheide

Ehemalige Ortsteile: Berg | Dohm | Dreck | Sandberg | Steinrutsche Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Straßen in Bergisch Gladbach