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Brandroster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Brandroster
Datei:DEU Bergisch Gladbach COA.svg
Wappen
Straße in Bergisch Gladbach
Datei:Brandroster.JPG
ehemaliges Hofgut Brandroster
Basisdaten
Ort  Bergisch Gladbach
Ortsteil  Refrath
Angelegt  1929
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Halbenmorgen und Auf der Kaule; Bensberger Marktweg in Köln-Dellbrück
Querstraßen 
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge

-

Karte
Vorlage:Maplink
Brandroster (historisch)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Brandroster+%28historisch%29 50° 58′ N, 7° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 57′ 53″ N, 7° 6′ 12″ O
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Brandroster (historisch) (Bergisch Gladbach)
Brandroster (historisch) (Bergisch Gladbach)
Lage von Brandroster (historisch) in Bergisch Gladbach
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Datei:Refrath Uraufnahme 1844.jpg
Brandroster auf der Preußischen Uraufnahme 1844
Datei:Refrath Müfflingkarte 1825.jpg
Brandroster auf der Müfflingkarte 1825

Brandroster ist der Name eines historischen Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach.

Lage[Bearbeiten]

Die Straße liegt an der südwestlichen Stadtgrenze von Bergisch Gladbach. Sie ist die westliche Weiterführung der Straße Halbenmorgen ab der Straße Auf der Kaule in Alt-Refrath und mündet in den Bensberger Marktweg auf dem Gebiet von Köln-Dellbrück.

Abzweigende Straßen[Bearbeiten]

Die Hauptstraße berührt folgende Straßen und Orte (von Osten nach Westen): Büschemerstraße (links), Lucie-Kahlenborn-Straße (rechts) und Zeisigweg (li), Am Meiler (li), Alte Marktstraße (li) und Hasselstraße (re) mit Zugang zum Naturschutzgebiet Gierather Wald.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung Brandroster greift den alten Siedlungsnamen An der Brandroster auf, der im Urkataster im Bereich des heutigen Straßenzugs verzeichnet. Das spätmittelalterliche Brandrostergut war Nachfolger des ursprünglichen Wirtshauses an der Brandroster. Dieses Wirtshaus ist im 19. Jahrhundert abgerissen worden.

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wurde die Siedlung um eine zweite Hofstelle erweitert. In der Frühneuzeit erfuhr die Siedlung eine weitere Ausdehnung und entwickelte sich zur Dorfschaft Brandroster, die 1828 im Urkataster als Flur VI der Gemeinde Refrath benannt wurde.<ref>Ortsteil Refrath-Brandroster. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. Abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>

Der Name Brandroster ist eine Zusammenstellung aus den mittelhochdeutschen Wörtern brant (= Feuerbrand, brennendes Holzscheit) und rost/roste (= Rost, Scheiterhaufen, auf eingerammten Grundpfählen liegende Balken als Unterlage, Glut). Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem örtlichen Gewerbe der Kohlenbrennerei. Es geht dabei um die Anlage eines Meilers, also um die geregelte Verbrennung von Holzscheiten, die geordnet aufgeschichtet wurden.<ref>Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Zweite von Albert Eßer ergänzte und neu bebilderte Auflage. Bergisch Gladbach 2015. ISBN 978-3-9813488-4-2.</ref><ref>Geoportal Bergisch Gladbach. Straßenverzeichnis. Abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Hof kategorisiert wurde und mit Brandrüster bezeichnet wurde.

Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Brandroster. Aus ihr geht hervor, dass Brandroster zu dieser Zeit Teil der Honschaft Refrath im Kirchspiel Bensberg war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Brandroster wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein. Brandroster war Teil der Pfarrgemeinde Bansberg bis zur Auspfarrung Refrath 1846.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Brandroster oder ohne Namen verzeichnet.

Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Brandroster Teil von Bergisch Gladbach.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie
1822<ref>Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 1. Karl August Künnel, Halle 1821.</ref> 40 Bauergut
1830<ref name="restorff2">Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830</ref> 17 Bauerngut
1845<ref name="Uebersicht">Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]</ref> 63 12 Bauergüter
1871<ref>Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> 76 16 Hofstelle
1885<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.</ref> 83 18 Wohnplatz
1895<ref name="Gemeindelexikon1897">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.</ref> 86 14 Wohnplatz
1905<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909.</ref> 86 19 Wohnplatz

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, herausgegeben von Peter Bürling in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensberg, 1974, S. 112
  • Helmut Höher, Hans Peter Müller: Die Brandroster Güter, In: Refrath gestern und heute. Große Güter und keine Höfe, Band 3/II Hrsg. Bürger– u. Heimatverein Refrath, Bergisch Gladbach 2015, S. 329–348.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Beckershäuschen | Beningsfeld | Brandroster | Höffgen | Hüttenfeld | Kempershäuschen | Lehmbroich | Letsch | Niedenhof | Siebenmorgen | Steinbreche | Vürfels | Vürfelser Kaule | Wingertsheide

Ehemalige Ortsteile: Berg | Dohm | Dreck | Sandberg | Steinrutsche Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Straßen in Bergisch Gladbach