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Benjamin Appl

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Benjamin Appl (2017)

Benjamin Karl<ref>BR-KLASSIK: Das Verhör mit Benjamin Appl - SWEET SPOT. auf YouTube, 27. Februar 2018, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 9:33 min).</ref> Appl (* 26. Juni 1982<ref>Benjamin Appl. Künstlerwiki bei klassikradio.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Februar 2017; abgerufen am 4. Februar 2017.</ref> in Regensburg) ist ein deutscher Opern-, Konzert- und Liedsänger mit der Stimmlage Bariton.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Aufgewachsen ist Benjamin Appl in seinem Heimatort Tegernheim bei Regensburg, wo er mit zehn Jahren ins Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen eintrat, mit der Stimmlage Alt.<ref>Michael Stallknecht: Der Schatzsucher. sueddeutsche.de, 3. Februar 2017, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref> Dort erhielt er seine Grundausbildung in Musik und Gesang. Nach dem Abitur machte er eine Lehre als Bankkaufmann und absolvierte 2009 erfolgreich das Betriebswirtschaftsstudium mit einem Diplom.<ref>Karl Masek: Ein wichtiger Prozess, sich vom Sängerknaben zu einem Individuum zu entwickeln. onlinemerker.com, 31. Juli 2018, abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref> Parallel dazu schloss er an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding seine Gesangsausbildung mit Auszeichnung ab. Gesangsunterricht erhielt er unter anderen bei Edith Wiens und Helmut Deutsch. 2010 bis 2013 studierte Appl an der Guildhall School of Music and Drama in London in der Gesangsklasse von Rudolf Piernay. Großen Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang hatte Dietrich Fischer-Dieskau, bei dem er privat als dessen letzter Schüler bis 2012 studierte.

Seit 2010 lebt und arbeitet Benjamin Appl in London, wo er als „professor of German song“ an der „Guildhall School of Music and Drama“ tätig ist. Er hat die britische Staatsbürgerschaft.<ref>Michael Stallknecht: Stille Nacht mit dem Ex-Domspatz. sueddeutsche.de, 19. Dezember 2024, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref>

Repertoire[Bearbeiten]

Durch das Studium an der Theaterakademie in München lag in der Ausbildung von Benjamin Appl und in den ersten Jahren seiner Sängerkarriere der Fokus bei der Oper. Sein Repertoire umfasst inzwischen ein großes Spektrum im Kunstlied, es umspannt eine weite Epoche von der Renaissance bis in die heutige Zeit. Einige zeitgenössische Komponisten komponierten Werke für ihn, wie Kit Armstrong,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Die Neue, 3. Mai 2019. Abgerufen am 6. Mai 2020Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Marian Ingoldsby,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The Journal of Music, 28. Oktober 2015. Abgerufen am 6. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> György Kurtág,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Revierpassagen, 4. Februar 2020. Abgerufen am 6. Mai 2020Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nico Muhly,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Washington Post, 21. Januar 2019. Abgerufen am 6. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Susan Oswell<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Neue Musikzeitung. Abgerufen am 6. Mai 2020Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und Matthias Pintscher.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Herald, 17. August 2017. Abgerufen am 6. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Für das Konzerthaus Dortmund erarbeitete er zusammen mit György Kurtág in mehrfachen Arbeitsphasen dessen Hölderlin-Gesänge, die dann in einem Gesprächskonzert im Februar 2020 in Dortmund aufgeführt wurden.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Welt am Sonntag, 3. Februar 2020. Abgerufen am 6. Mai 2020Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Seine ersten CDs, unter anderem mit Liedern nach Gedichten von Heinrich Heine veröffentlichte Appl bei Champs Hill Records.<ref>Freya Parr: Meet the performer: Benjamin Appl. classical-music.com, 29. Januar 2018, abgerufen am 30. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2016 unterzeichnete er einen langfristigen Exklusiv-Vertrag mit Sony Classical.<ref>Sony Classical. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juni 2017; abgerufen am 16. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Oper[Bearbeiten]

Zu Appls Opernengagements zählen der Graf (Conte) in Mozarts Le nozze di Figaro sowie Guglielmo in Mozarts Così fan tutte in London, die Titelrolle in Benjamin Brittens Owen Wingrave in Banff, der Aeneas in Henry Purcells Dido and Aeneas beim Aldeburgh Festival und Brighton Festival, der Minister in Johann Strauß’ Wiener Blut in München, der Schaunard in Puccinis La Bohème mit dem Münchner Rundfunkorchester und der Baron Tusenbach in Eötvös’ Tri Sestri im Münchner Prinzregententheater und an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Im Sommer 2014 sang er die Rolle des Leo in Bernhard Ganders Das Leben am Rande der Milchstraße bei den Bregenzer Festspielen, eine Auftragskomposition des Wiener Konzerthauses, Wien Modern sowie der Bregenzer Festspiele. Er arbeitete mit internationalen Dirigenten.

Konzert[Bearbeiten]

Als Konzertsolist ist Appl unter anderem mit der Academy of Ancient Music, Akademie für Alte Musik Berlin, dem Bach-Collegium Stuttgart, den Berliner Barock Solisten, dem Concerto Köln, der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, dem Gabrieli Consort und Dunedin Consort, London Philharmonic Orchestra, NHK-Sinfonieorchester, NDR Radiophilharmonie, Philadelphia Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Philharmonia Orchestra, dem Seattle Symphony Orchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphony Orchestra of India, den Wiener Symphonikern, und mehrfach mit den Orchestern der BBC (BBC Symphony Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, BBC Concert Orchestra und BBC Philharmonic) aufgetreten. Zu seinem Oratorien-Repertoire gehören Werke wie Bachs Johannespassion, Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Händels Der Messias, Haydns Die Schöpfung, Orffs Carmina Burana und Brittens War Requiem. 2012 sang Benjamin Appl bei einem Konzert in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo für Papst Benedikt XVI. Psalmvertonungen, was weltweit live übertragen wurde.

Lied[Bearbeiten]

Datei:Benjamin Appl und Graham Johnson.jpg
Appl während eines Liederabends in Detmold, 7. November 2017

Benjamin Appl gibt regelmäßig Liederabende in der Wigmore Hall und bei der Schubertiade Vorarlberg und trat darüber hinaus bei den Musikfestivals Rheingau Musik Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, Edinburgh Festival, Ravinia Festival, Heidelberger Frühling, Klavier-Festival Ruhr und Oxford Lieder Festival auf. Des Weiteren sang er u. a. im Festspielhaus Baden-Baden, in der Carnegie Hall,<ref>Benjamin Appl, Baritone, James Baillieu, Piano. carnegiehall.org, 14. Mai 2020, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref> im Concertgebouw (Amsterdam), in der Elbphilharmonie und dem Louvre. Im Dezember 2018 sang er vor 16.000 Leuten Mahlers Rückert-Lieder in der Ōsaka-jō Hall. Einer seiner Schwerpunkte sind Lieder im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Er konzertierte mit diversen internationalen Pianisten, unter anderen mit Graham Johnson, Malcolm Martineau und Kristian Bezuidenhout.<ref>Benjamin Appl Biographie. augstein.info, 1. Oktober 2021, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref> Über Appls Interpretation des klassischen Kunstlieds schreibt Michael Stallknecht in der Süddeutschen Zeitung:

„Appl scheint über eine fast unendlich auffächerbare Bandbreite von Farben zu verfügen, mit denen er jedes einzelne Wort nach Kontext zu nuancieren vermag. Dennoch wirkt nichts manieriert, die Stimme folgt immer natürlich dem Fluss der Worte.“<ref>Michael Stallknecht: Klassik:Der Schatzsucher. SZ.de, 3. Februar 2017, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref>

Spezielle Projekte[Bearbeiten]

Im Herbst 2019 präsentierte Benjamin Appl sein eigenes Radioprogramm auf BBC Radio 3 mit dem Titel A Singer’s World, in welchem er einen Einblick in das Leben eines klassischen Sängers des 21. Jahrhunderts gewährte.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Guardian, 20. Oktober 2019. Abgerufen am 6. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Im Frühjahr 2020 spielte Appl die Hauptrolle in einer neuen Filmproduktion mit dem Titel Breaking Music, die in Buenos Aires und Berlin gedreht wurde und sich mit Tango beschäftigt, aber auch mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Tango und deutschem Kunstlied.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Television Business International, 10. Februar 2020. Abgerufen am 6. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

2024 kehrte Appl für Aufnahmen eines Weihnachtskonzerts im Bayerischen Fernsehen und bei Arte zurück zu den Regensburger Domspatzen nach Regensburg. Zusammen mit den Domspatzen und der Sopranistin Elsa Dreisig sang er in der Alten Kapelle Weihnachtsklassiker, und auch bayerische Weihnachtslieder wie „Es wird scho glei dumpa“. Auf der dazu veröffentlichten CD unter dem englischen Titel „The Christmas Album“ in Alpha Classics präsentiert er dazu auch Lieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“ oder Max Regers „Mariä Wiegenlied“.<ref>Weihnachten mit Weltstars. domspatzen.de, 1. November 2024, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref> Seine Mutter Edeltraud begleitet ihn auf der Platte bei „Stille Nacht“ auf der Gitarre.<ref>Michael Stallknecht: Stille Nacht mit dem Ex-Domspatz. sueddeutsche.de, 19. Dezember 2024, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref>

Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

Datei:Benjamin Appl Masterclass in Basel May 2019.jpg
Appl während des Unterrichtens eines Meisterkurses in Basel 2019

Seit September 2016 unterrichtet Benjamin Appl an der Guildhall School of Music and Drama in London als professor of German song.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Guildhall School of Music & Drama, 7. März 2018. Abgerufen am 7. Mai 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Er unterrichtet in Meisterkursen und Workshops weltweit.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Appl erhielt 2012 den Schubert-Preis der Deutschen Schubert-Gesellschaft. Ferner wurde er von der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und erhielt 2003 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes. 2014 wurde Appl für das Radio 3 New Generation Artists scheme des Britischen Senders BBC<ref>Radio 3 announces six artists joining its New Generation Artists Scheme, bbc.co.uk vom 10. September 2014.</ref> sowie als „ECHO Rising Star“ der Europäischen Konzerthallenorganisation ausgewählt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Rising Stars 2014/2015 Season (Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive), European Concert Hall Organisation</ref> 2016 wurde Appl mit dem Gramophone Award als New Artist of the Year 2016.<ref>Gramophone: Young Artist of the Year. 15. September 2016, abgerufen am 16. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ausgezeichnet. Für sein Soloalbum Heimat erhielt er den Prix Dietrich Fischer-Dieskau (Bester Liedsänger) 2017/18 von der Académie du disque lyrique Orphées d’Or.

Diskografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Benjamin Appl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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