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Bernhard Pankok

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Datei:Bernhard Pankok - Selbstporträt 1898.jpg
Selbstporträt (1898)

Bernhard Pankok (* 16. Mai 1872 in Münster; † 5. April 1943 in Baierbrunn) war ein deutscher Maler, Graphiker, Architekt und Designer. Seine Werke sind geprägt vom Übergang zwischen Jugendstil und Internationalem Stil.

Leben[Bearbeiten]

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Porträtgrafik Bernhard Pankoks von Emil Orlik (1903)

Bernhard Pankok studierte von 1889 bis 1891 an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei. Dort waren Heinrich Lauenstein, Adolf Schill, Hugo Crola und Peter Janssen der Ältere seine Lehrer.<ref>Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.PDF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Mai 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstpalast.de)</ref> 1892 eröffnete er ein Atelier in München und arbeitete als freier Künstler, Grafiker und Illustrator für die Zeitschriften PAN und Jugend. Er lebte fortan bis 1902 in München. Dort war er Lehrer seines jüngeren Bruders Franz Pankok, außerdem Mitbegründer der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. 1901 heiratete er Antonette (Toni) Coppenrath (1870–1920), eine Schwester des Landschaftsmalers Ferdinand Coppenrath.

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Kunstgewerbeschule Stuttgart

Von 1902 an lehrte und lebte er in Stuttgart. 1913 wurde auf dem Stuttgarter Killesberg unter seiner prägenden Mitwirkung der Neubau der Kunstgewerbeschule, deren Direktor er im selben Jahr wurde und dies bis 1937 blieb, fertiggestellt und bezogen.

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Emil Stumpp: Bernhard Pankok (1926)

1907 wurde Pankok Mitglied der Berliner Secession und des gerade gegründeten Deutschen Werkbundes. 1914 zählte er zu den führenden Künstlern der Kölner Werkbundausstellung. Bernhard Pankok war auch Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Pankok, Bernhard (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (abgerufen am 4. Dezember 2015)</ref> 1924 heiratete er Marianne Geyer (1891–1941).<ref>Galerie Ostendorff</ref> 1930 wurde er auswärtiges Mitglied der Münchener Secession. 1932 erfolgte die Ernennung zum Ehrenmitglied des Westfälischen Kunstvereins Münster, ein Jahr später die zum Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München.

Als Bernhard Pankok mit Ablauf des Sommersemesters 1937 in den Ruhestand trat – trotz Drucks war er, anders als verschiedene seiner Professorenkollegen, nicht Mitglied der NSDAP geworden –, schrieb das Stuttgarter Neue Tagblatt: „Mit Stuttgart und der Kunstgewerbeschule wird der Name Bernhard Pankok, wird seine bedeutende künstlerische Persönlichkeit immer verknüpft sein.“<ref>Professor Pankok in den Ruhestand getreten. In: Stuttgarter Neues Tagblatt, Nr. 450, 25./26. September 1937, S. 7.</ref> Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1941 aus der organisatorischen Verbindung von ehemaliger Akademie und ehemaliger Kunstgewerbeschule hervorgegangen, ernannte ihn aus Anlass seines siebzigsten Geburtstags 1942 zu ihrem Ehrenmitglied. Im folgenden Jahr starb Pankok sechs Wochen vor seinem 71. Geburtstag. Am 29. November 2022 wurde die Urne des Künstlers auf dem Ehrenfriedhof an der Wilhelmstraße in Münster beigesetzt.

Werk und Rezeption[Bearbeiten]

Mit Otto Eckmann, Richard Riemerschmid und Bruno Paul zählte er etwa für Max Osborn zu jenen Künstlern, „die den Übergang von der freien zur angewandten Kunst [vollzogen], indem sie, fast als uomini universali im Renaissancesinne nach und nach alle Gebiete der Kunst und des Gewerbes in den Kreis ihrer Bemühungen zogen.“<ref>Max Osborn: Meisterbuch der Kunst. Ullstein, Berlin/Wien 1910, S. 445–446</ref> Vor allem seine Möbel und seine Buchgrafiken (etwa die Darstellungen der Räume und der Katalog der Pariser Weltausstellung 1900) fanden Anerkennung.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Werk Pankoks infolge von Kriegsschäden erheblich beeinträchtigt. So wurden drei von ihm gestaltete Gebäude in Stuttgart bei Luftangriffen zerstört, nämlich sein Atelierhaus am Stafflenberg, das Haus Rosenfeld und die Kunstausstellungshallen am Interimstheaterplatz (am Ort des heutigen Landtags).<ref>Inken Gaukel: Bernhard Pankok (1872–1943). In: Stadtlexikon Stuttgart vom 19. April 2018, abgerufen am 28. Mai 2026.</ref> Ein noch erhaltenes Beispiel für sein Wirken als Architekt ist das von ihm für den Tübinger Kunsthistoriker Konrad Lange entworfene und 1901/1902 errichtete Wohnhaus in der Mörikestraße 1 in Tübingen.<ref>Haus Lange, auf tuepedia.de</ref>

1973 bot das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart mit der von Hans Klaiber und Brigitte Hahn-Woernle kuratierten Ausstellung „Bernhard Pankok 1872–1943: Kunsthandwerk–Malerei–Graphik–Architektur–Bühnenausstattungen“ eine grundlegende Übersicht über das Gesamtschaffen des Künstlers.<ref>Akademie-Mitteilungen 4: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: für die Zeit vom 1. April 1973 bis 31. Oktober 1973. Hrsg. von Wolfgang Kermer, Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, November 1973, S. 14–21 (mit Abdruck einer Würdigung von Josef Adolf Schmoll genannt Eisenwerth)</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Pankok, Bernhard. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 26: Olivier–Pieris. E. A. Seemann, Leipzig 1932, S. Vorlage:VonBis (biblos.pk.edu.pl).
  • Bernhard Pankok zum Gedächtnis: Rede, gehalten anläßlich der Immatrikulationsfeier der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart am 14. Mai 1943 von Hermann Gretsch. o. O. [Stuttgart], o. J. [1943].
  • Hans Klaiber: Bernhard Pankok. Ein Lebensbild. Mit einer Vorbemerkung von Wolfgang Kermer (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Band 4). Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart 1981.
  • Wolfgang Kermer (Hrsg.): Zwischen Buch-Kunst und Buch-Design. Buchgestalter der Akademie und ehemaligen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Werkbeispiele und Texte. Cantz, Ostfildern-Ruit 1996, ISBN 3-89322-893-4.
  • Andrea Tietze: Pankok, Bernhard Wilhelm Maria. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 20. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Bernhard Pankok – Ein Multitalent um 1900. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Böblingen, hrsg. von Eva-Marina Froitzheim, Böblingen 2006, ISBN 978-3-928754-46-0.
  • Eva-Marina Froitzheim / Inken Gaukel / Carla Heussler: Bernhard Pankok (1872–1943). Ein Westfale in Schwaben. In: Schwäbische Heimat. Bd. 57 (2006), Nr. 4, S. 375–380 (https://doi.org/10.53458/sh.v57i4.4009).
  • Andrea Richter: Vom Ideal, alle Künste gleichzeitig zu beherrschen. Das Gesamtkunstwerk bei Bernhard Pankok. In: Carla Heussler / Christoph Wagner (Hrsg.): Stuttgarter Kunstgeschichten, von den schwäbischen Impressionisten bis zur Stuttgarter Avantgarde (= Regensburger Studien zur Kunstgeschichte. Band 21). Schnell & Steiner, Regensburg 2022, ISBN 978-3-7954-2888-4, S. 44–59.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bernhard Pankok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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