Birkach (Roth)
Birkach Kreisstadt Roth
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(72)&title=Birkach 49° 14′ N, 11° 11′ O
{{#coordinates:49,231828|11,188712|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Birkach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 375–410 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 72 (1. Juli 2018)<ref name="Einwohner">Ortsteile > Birkach. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 6. Juni 2023.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 91154 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
Birkach (2024)
| ||||||
Birkach ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Birkach liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Roth, teils auf dem Gemeindegebiet von Allersberg. Sie hat eine Fläche von 10,951 km² und ist in 1291 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8482,93 m² haben.<ref>Gemarkung Birkach (093813). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Eichelburg, Fischhof, Hasenbruck, Heubühl, Kronmühle, Polsdorf und Zwiefelhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geographie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt im Nordosten des Fränkischen Seenlandes, direkt am Nordwestufer des Rothsees. Von Roth ist es etwa sieben Kilometer entfernt. Die vergleichsweise wenig bewaldete Gegend nördlich des Rothsees mit den ehemaligen Gemeindeteilen von Birkach wird auch „Seebühl“ genannt. Eine von Heubühl kommende Gemeindeverbindungsstraße führt durch den Ort und überquert in ihrem weiteren Verlauf in Richtung Göggelsbuch den Rothsee.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde 1186 erstmals urkundlich erwähnt,<ref>W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 27.</ref> als Papst Urban III. bestätigte, dass Birkach zum Domkapitel von Eichstätt gehörte. 1717 wurde eine Kapelle erwähnt, die jedoch später zerstört wurde.<ref>Birkach auf der Website stadt-roth.de</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birkach – damals Unterbirkach genannt – 7 Anwesen. Es bildete mit Unterbirkach eine Realgemeinde. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Das Niedergericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft standen dem Kastenamt Roth zu.<ref name="W207">W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 207.</ref> Es gab zu dieser Zeit 9 Untertansfamilien.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 487.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Bürckach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 287 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth.<ref>Vorlage:Addreßhandbuch Ansbach-Bayreuth</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Birkach dem Steuerdistrikt Guggenmühle zugeordnet. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Birkach mit den Orten Eichelburg, Fäßleinsberg, Fischhof, Hasenbruck, Heubühl und Zwiefelhof.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 50 (Digitalisat).</ref> Nach 1820 kamen Kronmühle und Polsdorf von der Gemeinde Heuberg hinzu.<ref>W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 250.</ref> Birkach war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hilpoltstein zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hilpoltstein (1919 in Finanzamt Hilpoltstein umbenannt). Ab 1862 gehörte Birkach zum Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Hilpoltstein (1879 in Amtsgericht Hilpoltstein umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Schwabach zuständig. 1880 wurde Birkach dem neu gebildeten Bezirksamt Hilpoltstein zugeordnet (1939 in Landkreis Hilpoltstein umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 10,181 km².<ref name="OV 1961"/> Seit dem 1. Juli 1972 gehört Birkach zum Landkreis Roth und Finanzamt Schwabach. Am 31. Dezember 1974 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Birkach, Eichelburg, Hasenbruck, Heubühl und Zwiefelhof wurden nach Roth eingemeindet, Fischhof, Kronmühle und Polsdorf nach Allersberg.<ref> </ref><ref>Roth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Bodendenkmäler[Bearbeiten]
In der Gemarkung Birkach gibt es vier Bodendenkmäler.<ref>Denkmalliste für Roth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Gemeinde Birkach
| Jahr | 1818 | 1836 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 211 | 340 | 395 | 377 | 373 | 360 | 322 | 342 | 351 | 374 | 348 | 365 | 374 | 372 | 371 | 359 | 364 | 344 | 324 | 410 | 387 | 352 | 359 | 386 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1836 und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 39 | 70 | 76 | 71 | 71 | 72 | 74 | 72 | 81 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 10 (Digitalisat). Für die Gemeinde Birkach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Eichelburg (S. 21), Fäßleinsberg (S. 24), Fischhof (S. 26), Hasenbruck (S. 37), Heubühl (S. 40) und Zwiefelhof (S. 107).</ref> | <ref name="OV 1837">Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> | <ref name="HGV1">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 112, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV1"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 712, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 110 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 887, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1145–1146 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV2">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 176, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1217 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1249–1250 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1081 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 793 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 179 (Digitalisat).</ref> |
Ort Birkach
| Jahr | 1818 | 1836 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2014 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 55 | 59 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. *59 | 52 | 56 | 57 | 43 | 53 | 48 | 50 | 60 | 78 | 72 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 11 | 11 | 11 | 11 | 11 | 10 | 10 | 17 | |||||
| Quelle | <ref name="OV 1818" /> | <ref name="OV 1837" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 349 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner"/> |
Religion[Bearbeiten]
Birkach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt.<ref name="W207"/><ref>Katholische Pfarrei Maria Himmelfahrt, Allersberg. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 6. Juni 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören zur Pfarrei Eckersmühlen.<ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Birkach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 392 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Bürkach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 487 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteile > Birkach. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 6. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Birkach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Birkach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Barnsdorf |
Belmbrach |
Bernlohe |
Birkach |
Brückleinsmühle |
Eckersmühlen |
Eichelburg |
Eisenhammer an der Roth |
Finstermühle |
Haimpfarrich |
Harrlach |
Hasenbruck |
Heubühl |
Hofstetten |
Kiliansdorf |
Kupferhammer an der Roth |
Leonhardsmühle |
Meckenlohe |
Obere Glasschleife |
Obersteinbach an der Haide |
Pfaffenhofen |
Pruppach |
Roth |
Rothaurach |
Untere Glasschleife |
Unterheckenhofen |
Untersteinbach an der Haide |
Wallersbach |
Wallesau |
Zwiefelhof
Sonstige Wohnplätze: Kauernhofen | Roth Bahnhof
Wüstungen: Fallhütte | Fäßleinsberg | Hasenbruck
