Meckenlohe
Meckenlohe Kreisstadt Roth
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(93)&title=Meckenlohe 49° 16′ N, 11° 8′ O
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| Höhe: | 347 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 93 (2. Jan. 2018)<ref name="Meckenlohe" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91154 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
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Meckenlohe (fränkisch: Mägalou<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 47. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „męgɒlǫu“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Meckenlohe liegt in der Gemarkung Pfaffenhofen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geographische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt 3,5 Kilometer nordöstlich von Roth inmitten von Wäldern (Nordwesten: „Lehlein“, Norden: „Meckenloher Holz“, Osten: „Kronholz“, Südosten: „Taubenlohe“, Süden: „Heiligenholz“, Südwesten: „Vorbild“). Der Finsterbach, ein rechter Zuflusses der Rednitz, teilt den Ort in eine nördliche und eine südliche Hälfte.<ref name="BayernAtlas">Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> 1987 wurde der Bauabschnitt des Main-Donau-Kanales bei Meckenlohe fertiggestellt und geflutet. Der Finsterbach unterquert diesen seitdem auf 150 Meter Länge verdolt. Die Gewässergüte des Finsterbaches, wie auch die des Main-Donau-Kanales, gilt im Gemeindegebiet des Ortes als mäßig belastet.<ref>Gewässergüte des Finsterbaches</ref> Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Pruppach (2,5 km westlich), nach Harrlach zur Kreisstraße RH 35 (4,6 km nordöstlich), über die Obere Glasschleife nach Roth zur Staatsstraße 2409 (3,7 km südwestlich) und zur RH 1 bei Schwand (3,4 km nördlich). Meckenlohe befindet sich an der Haltung Leerstetten am Main-Donau-Kanal-Kilometer 87.<ref name="BayernAtlas"/>
Geschichte[Bearbeiten]
Meckenlohe wurde vermutlich im 11./12. Jahrhundert gegründet. 1225/76 wurde er als „Meckenloch“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="E175">F. Eigler: Schwabach, S. 175.</ref> Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Mecko, der Personenname des Siedlungsgründers, das Grundwort loch (mhd. für Wald).<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 47.</ref><ref>Nach W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 429, soll sich der Ortsname von der Ziegenzucht ableiten. „Möcken“ meine das Meckern der Ziegen, „Lohe“ stehe ahd. für Glut, Flamme, aber auch Lichtung.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht für das Oberamt Roth von 1608 sind für Meckenlohe 13 Anwesen verzeichnet, wovon 6 Anwesen das Richteramt Schwand, 1 Gut das Richteramt und Gotteshaus Schwand, 1 Gut das pfalz-bayerische Kastenamt Hilpoltstein, 2 Höfe das Reiche Almosen in Nürnberg und 2 Höfe und 1 Gut das St. Klara-Klosteramt als Grundherrn hatten.<ref name="E175"/> Laut den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen von 1732 gab es in Meckenlohe 16 Anwesen, von denen 8 das Richteramt Schwand, 7 die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt, St. Klara-Klosteramt, Klosteramt Pillenreuth) und 1 das Kastenamt Hilpoltstein als Grundherrn hatten.<ref name="U429">W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 429.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Meckenlohe 15 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht nördlich des Finsterbachs übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus, südlich des Finsterbachs das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Richteramt Schwand. Grundherren waren das Richteramt Schwand (3 Ganzhöfe, 3 Gütlein, 1 Gütlein mit Zapfenwirtschaft), das pfalz-bayerischen Kastenamt Hilpoltstein (1 Dreiviertelhof) und die Reichsstadt Nürnberg (St. Klara-Klosteramt: 2 Ganzhöfe, 2 Gütlein; Landesalmosenamt: 2 Ganzhöfe, 1 Gütlein).<ref name="E405">F. Eigler: Schwabach, S. 405f.</ref> 1801 gab es im Ort weiterhin 15 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 481.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Meckenlohe dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Pfaffenhofen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Pfaffenhofen zugeordnet.<ref name="E479">F. Eigler: Schwabach, S. 479.</ref> Seit dem Jahr 1888 besteht die Freiwillige Feuerwehr Meckenlohe. Am 5. Juli 1925 stellte der Ort einen Antrag auf Umgemeindung nach Schwand bei Nürnberg. Dieser wurde jedoch abgelehnt.<ref name="U429"/> Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.<ref name="E479"/><ref>Roth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Meckenlohe ist heute überwiegend land- und forstwirtschaftlich geprägt, die Bausubstanz ist jedoch inzwischen teilweise modern, darüber hinaus gibt es verschiedene kleinere Betriebe.
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Harrlacher Weg 1: Bauernhaus<ref>Denkmalliste für Roth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Ein Gedenkstein unbekannten Alters, der sogenannte Ruhestein<ref>Ruhestein bei Meckenlohe</ref>, befindet sich heute reloziert an dem Weg nach Schwand.
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Meckenlohe ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Schwand bei Nürnberg) gepfarrt.<ref name="E405"/> Die Katholiken sind nach Herz Jesu (Büchenbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Roth-Büchenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 4. Juni 2023.</ref>
Wanderwege[Bearbeiten]
Durch Meckenlohe führt der Fernwanderweg Rangau-Pfalz-Weg.
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Meckenlohe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 481 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 429.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteile > Meckenlohe. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Meckenlohe in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Meckenlohe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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