Zum Inhalt springen

Birs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.
La Birse (französisch)
Datei:Birs laufen.jpg
Vorlage:Str replace

Wasserfall der Birs in Laufen, November 2003

Daten
Gewässerkennzahl CH: 443
Lage Schweizer Jura

Schweiz[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle in der Source de la Birse
47° 12′ 50″ N, 7° 11′ 43″ O
 {{#coordinates:47,21378|7,19526|
dim=500 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-JU type=waterbody
  }}Vorlage:Infobox Fluss/HÖHEVorlage:Infobox Fluss/PEGEL 
Mündung in Basel neben dem Birsköpfli in den RheinKoordinaten: 47° 33′ 29″ N, 7° 37′ 4″ O; CH1903: 613481 / 267491
 {{#coordinates:47,557997|7,617734|primary
dim=1000 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-BS/CH-BL type=waterbody
  }}
47° 33′ 29″ N, 7° 37′ 4″ O {{#coordinates:47,557997|7,617734|
dim=1000 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-BS/CH-BL type=waterbody
  }}Vorlage:Infobox Fluss/HÖHE
Höhenunterschied Vorlage:FormatNumDef
Sohlgefälle Vorlage:FormatNumDefVorlage:Infobox Fluss/LÄNGEVorlage:Infobox Fluss/EZGVorlage:Infobox Fluss/PEGELVorlage:Infobox Fluss/PEGELVorlage:Infobox Fluss/PEGEL
Linke Nebenflüsse Trame, Sorne, Lützel
Rechte Nebenflüsse Raus, Scheltenbach, Lüssel
Grossstädte Basel
Kleinstädte Moutier, Delémont, Laufen, Aesch, Reinach, Münchenstein, Muttenz, Birsfelden
Lage von Quelle und Mündung der Birs
Datei:Birse.png
Verlauf der Birs (Siehe OSM)

Verlauf der Birs (Siehe OSM)

Vorlage:Infobox Fluss/KATVorlage:Wikidata-Registrierung

Die Birs (französisch La Birse) ist ein 75 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins im Schweizer Jura.

Name[Bearbeiten]

Im Mittelalter wird der Fluss meist als Birse bezeichnet. Der Name ist keltischen Ursprungs und leitet sich von kelt. *bers- für «schnell» ab. Sie hat also die Bedeutung die schnell Fliessende.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Die Birs entspringt einer Quelle in 762<ref>Salathé: Die Birs. Bilder einer Flusslandschaft. 2000, S. 13.</ref> Metern Höhe am südwestlichen Ortsende von Tavannes im Berner Jura unterhalb des Pierre Pertuis. Sie tritt bereits als kleiner Fluss ans Tageslicht (Stromquelle), denn die grosse Wassermenge stammt von einem unterirdischen Flusssystem. Tief im Berginnern sammelt sich das Regenwasser und durchfliesst ein weitverzweigtes kilometerlanges Höhlennetz. Sie ist die grösste Quelle des ganzen Tales und entspringt als Karstquelle im Oberjura. In den Jahren 1974–1976 lag die mittlere Schüttung der Quelle bei rund 20 m³/min.<ref name="Hydrogeologische Karte">Erläuterungen zur Hydrogeologische Karte der Schweiz</ref>

Verlauf[Bearbeiten]

Die Birs fliesst durch weite Talmulden (Vallée de Tavannes) und enge, von hohen Felswänden eingerahmte Klusen (Schluchten), zum Beispiel bei Moutier die Gorges de Moutier. Bei Delémont (Delsberg), dem Hauptort des Kantons Jura, vereinigt sie sich mit den beiden Bächen La Sorne und La Scheulte. Zwischen Soyhières und Liesberg wechselt sie vom französischen ins deutsche Sprachgebiet und erreicht das zum Kanton Basel-Landschaft gehörende Laufental. In Laufen bildet sie bei der Querung einer widerstandsfähigen Kalksteinbank einen gut 2 Meter (mit Wehr über 3 Meter)<ref>Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft: swisstopo (Topographie- und Sachdaten); abgerufen am 15. Juni 2016</ref> hohen Wasserfall, dessen Wasserkraft einer der Ausgangspunkte für die gewerbliche Entwicklung der Stadt war.

Bei der Klus Angenstein durchquert der Fluss die Blauenkette und gelangt ins Birseck, das Tiefland bei Aesch. Zwischen Aesch und Dornach sind in der Birs zahlreiche Krebse zu finden, wobei der rote amerikanische Krebs aufgrund seines aggressiven Verhaltens eine Gefahr für die einheimischen Krebsarten darstellt und diese zunehmend zu verdrängen droht. Der Oberlauf der Birs gehört der Forellenregion an, der Unterlauf geht in die Äschenregion über. Früher war die Birs durch den Menschen und die Industrie stark verschmutzt und eingedämmt, doch dank zahlreichen Renaturierungsprojekten gedeiht mit Stand 2023 eine vielfältige Flora und Fauna.

Die Birs durchquert acht Gebirgsketten in unterschiedlich ausgeprägten Klusen. Nach der Klus Angenstein konnte sich der Fluss je nach Wassermenge stark ausbreiten und sich seinen Weg bahnen. Daher wurde schon früh versucht, den Fluss in ein enges Korsett zu zwängen. Vor dem Bau der Jurabahn wurde der Fluss im Jahre 1875 begradigt und teilweise eingedämmt. So wurde trockenes Weide- und Bauland gewonnen und der Bau von sicheren Übergängen für den wachsenden Verkehr ermöglicht. Einzig der dichte Auwald bei der Heide in Reinach blieb übrig. Die Reinacherheide ist ein Naturschutzgebiet mit Magerrasenbeständen, Trockengebüschen und dem Auenwald. Sie ist ein wahres Vogelparadies mit 83 verschiedenen Vogelarten.

Die Birsebene war bis ins Ende des 18. Jahrhunderts kaum besiedelt. Dort, wo einst der Fluss in vielen Armen den Weg zum Rhein suchte, breiten sich mit Stand 2023 moderne Siedlungs- und Gewerbegebiete von Arlesheim, Reinach BL und Münchenstein aus. Der Unterlauf der Birs bildet die Grenze zwischen den beiden Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Ein früher begradigter Flussabschnitt wurde im Jahr 2004 in ein naturnahes Flussbett zurückgebaut. Seither hat sich der Biber in diesem Gebiet wieder ausgebreitet.

Die Stadtgrenze von Basel und Birsfelden bildend, mündet die Birs beim Birsköpfli nach 75 Kilometern auf nur noch 246 Meter über Normalnull in den Hochrhein als dessen letzter Nebenfluss. Ihr ungefähr 75 Kilometer langer Lauf endet etwa 516 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von circa 6,9 ‰.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Birs umfasst 896,86 km² und liegt vor allem in der Schweiz, kleinere Gebiete liegen in Frankreich. In der Schweiz haben die fünf Kantone Bern, Jura, Solothurn, Basel-Landschaft und Basel-Stadt Anteil. Es erstreckt sich über zwei Sprachregionen (französisch und deutsch). Wichtige benachbarte Einzugsgebiete sind die von Birsig, Ill, Rhone, Dünnern und Ergolz. Das Einzugsgebiet liegt im Juragebirge und wird durch sie über den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 31,4 % aus bestockter Fläche, zu 41,8 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 8,9 % aus Siedlungsfläche und zu 17,8 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

 id:Wald  value:teal          legend:31,4_%_Bestockte_Fläche
 id:Acker value:yelloworange  legend:41,8_%_Landwirtschaftsflächen
 id:Orte value:red            legend:  8,9_%_Siedlungsfläche
 id:Unproduktiv value:tan2    legend:17,8_%_Unproduktive_Flächen

PlotData =

from:00.0  till:31.4 color:Wald
from:31.47 till:73.2 color:Acker
from:73.2  till:82.1 color:Orte
from:82.1  till:100 color:Unproduktiv

</timeline>

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Birs. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Zuflüsse[Bearbeiten]

Vorlage:Zuflussliste Tabellenkopf Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenfuß

Geschichte[Bearbeiten]

Bis ins 18. Jahrhundert war das untere Birstal kaum besiedelt. 1807 wurden erste Projekte für eine Flusskorrektion in Angriff genommen, welche von 1814 bis 1830 mit mehreren Teilkanalisierungen und der grossen Begradigung zwischen Neuer Welt und Birsköpfli durchgeführt wurde; die Länge des Flusslaufs wurde in diesem Abschnitt auf einen Viertel gekürzt. Weitere Korrektionen oberhalb bis Dornachbrugg wurden bis 1870 vorgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Gymnasium Kirschgarten, abgerufen am 23. Juli 2023.</ref> Am 24. Juni 2026 wurde wegen der zunehmenden Hitze zum Schutz der Fische am Unterlauf der Birs ein Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot eingeführt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Brücken[Bearbeiten]

Datei:Schloss-Brücke über den Birs-Entlastungskanal Ost, Zwingen BL 20190406-jag9889.jpg
Schloss-Brücke über den Birs-Entlastungskanal Ost, Zwingen BL


Auf ihrem Weg wird die Birs von über 200 Brücken überspannt.

Erhaltenswerte Steinbogenbrücken befinden sich in Pontenet (Pont Sapin), Mallerey (Rue-du-Pont-Brücke), Sorvilier (La-Golée-Brücke), Laufen (Vorstadtbrücke), Zwingen (Ramsteinbrücke), Duggingen (Birsbrücke Angenstein) und Dornach (Nepomukbrücke).

Vier gedeckte Holzbrücken überspannen den Fluss, wobei die Schlossbrücke Zwingen die einzige erhaltene historische Holzbrücke des Birstales ist.<ref>Giuseppe Gerster. In: Baselbieter Heimatschutz (= Kultur- und Baudenkmäler im Laufental. Heft 15). S. 53.</ref>

Neunzehn Eisenbahnbrücken überspannen die Birs, wobei die Jurabahn zwischen Moutier und Münchenstein den Fluss auf acht Brücken überquert. Die von Staringenieur Gustave Eiffel konstruierte Eisenbahnbrücke bei Münchenstein kollabierte am 14. Juni 1891 unter der Last eines vollbesetzten Zuges. Das Unglück forderte 73 Tote und 171 Verletzte und gilt mit Stand 2023 als das grösste Eisenbahnunglück der Schweiz.<ref>Stefan Haenni: Eiffels Schuld. Das grösste Eisenbahnunglück der Schweiz. Gmeiner Verlag, Messkirch 2023, ISBN 978-3-8392-0477-1.</ref>

Bei der ehemaligen Zementfabrik Liesberg ist die Eisenbahnbrücke von Robert Maillart aus dem Jahre 1935 im kantonalen Inventar der geschützten Kulturdenkmäler aufgeführt.

Literatur[Bearbeiten]

  • René Salathé: Die Birs. Bilder einer Flusslandschaft. Verlag des Kantons Basel-Landschaft, 2000, ISBN 3-85673-260-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung