Emme
| Emme Grosse Emme Oberlauf (Quellgebiet): Gümschbach, Möserbach und Teufegrabe<ref>gemäss Geoportal Kanton Bern.</ref> | ||||||||||||
|
Emme bei Schüpbach, Gemeinde Signau | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Gewässerkennzahl | CH: 468 | |||||||||||
| Lage | Emmentaler Alpen
| |||||||||||
| Flusssystem | Rhein | |||||||||||
| Abfluss über | Aare → Rhein → Nordsee | |||||||||||
| Quelle | am Bolberg zwischen Hohgant und Augstmatthorn 46° 45′ 18″ N, 7° 53′ 12″ O {{#coordinates:46,755|7,8866666666667|
|
dim= | globe= | name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. | region=CH-BE | type=waterbody
}} | ||||||
| Quellhöhe | ca. Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref> | |||||||||||
| Mündung | bei Luterbach von rechts in die AareKoordinaten: 47° 13′ 8″ N, 7° 34′ 17″ O; CH1903: 610056 / 229781
{{#coordinates:47,218888888889|7,5713888888889|primary
|
dim= | globe= | name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. | region=CH-SO | type=waterbody
}} |
dim= | globe= | name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. | region=CH-SO | type=waterbody
}} | |
| Mündungshöhe | Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref> | |||||||||||
| Höhenunterschied | ca. 1224 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | ca. 15 ‰ | |||||||||||
| Länge | 82 km<ref name="gewiss">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30 km).</ref> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 974 km²<ref name="bafu">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel Eggiwil, Heidbüel<ref name="bafu1">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1975–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref> AEo: 124 km² |
NNQ (1978) MNQ 1975–2020 MQ 1975–2020 Mq 1975–2020 MHQ 1975–2020 HHQ (2014) |
20 l/s 2,66 m³/s 4,29 m³/s 34,6 l/(s km²) 6,12 m³/s 338 m³/s | ||||||||||
| Abfluss am Pegel Emmenmatt<ref name="bafu2">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1918–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 22. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref> AEo: 443 km² |
NNQ (1921) MNQ 1918–2020 MQ 1918–2020 Mq 1918–2020 MHQ 1918–2020 HHQ (1997) |
430 l/s 4,91 m³/s 11,9 m³/s 26,9 l/(s km²) 19,5 m³/s 495 m³/s | ||||||||||
| Abfluss am Pegel Wiler, Limpachmündung<ref name="bafu3">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1922–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 22. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref> AEo: 937 km² |
NNQ (1949) MNQ 1922–2020 MQ 1922–2020 Mq 1922–2020 MHQ 1922–2020 HHQ (2007) |
2,26 m³/s 9,04 m³/s 18,9 m³/s 20,2 l/(s km²) 28,3 m³/s 662 m³/s | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Rötebach, Biglenbach, Dorfbach, Urtene, Limpach, Biberenbach, weitere siehe #Zuflüsse | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Ilfis, Undere Frittebach, Grüene, Rüegsbach, weitere siehe #Zuflüsse | |||||||||||
| Kleinstädte | Burgdorf BE | |||||||||||
| Gemeinden | Zuchwil, Luterbach, Derendingen, Biberist, Gerlafingen, Zielebach, Wiler bei Utzenstorf, Bätterkinden, Utzenstorf, Aefligen, Kirchberg BE, Rüdtligen-Alchenflüh, Lyssach, Heimiswil, Rüegsau, Hasle bei Burgdorf, Lützelflüh, Rüderswil, Lauperswil, Signau, Eggiwil, Schangnau, Flühli, Habkern und Oberried am Brienzersee | |||||||||||
|
Verlauf der Emme (siehe OSM) | ||||||||||||
Vorlage:Wikidata-Registrierung
Die Emme, selten auch Grosse Emme genannt, ist ein 82 Kilometer langer Fluss in der Schweiz. Sie fliesst durch das nach ihr benannte Emmental im Kanton Bern und durch den Bezirk Wasseramt im Kanton Solothurn und mündet von rechts in die Aare.
Name[Bearbeiten]
Der Fluss tritt 1249 erstmals urkundlich in Erscheinung (inter Murten et Emmun rivum). Der Gewässername geht vielleicht auf das gallisch-keltische Wort amjā (= Begiessung)<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref> oder ambis (= Fluss, lat. amnis) zurück.
Geographie[Bearbeiten]
Verlauf[Bearbeiten]
Die Emme entspringt im Gebiet zwischen Hohgant und Augstmatthorn in den Berner Voralpen. Das Quellgebiet liegt zum grösseren Teil in der Gemeinde Habkern und mit dem östlichen Abschnitt im Gebiet von Oberried am Brienzersee. Die waldreiche Gebirgslandschaft an der Lombachalp ist in mehrere Täler gegliedert, in denen Moore liegen und zahlreiche Wildbäche entspringen, die zur Emme fliessen. Deren grösster Zufluss im Gebiet von Habkern ist der Leimbach. Bei dessen Mündung liegt der Flussabschnitt «Harzisbode», der im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt ist.<ref>Objektblatt «Harzisboden» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung.</ref> Das ganze Quellgebiet des Flusses liegt im Landschaftsschutzgebiet «Habkern/Sörenberg», das im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung verzeichnet ist.<ref>Objektblatt «Habkern/Sörenberg» im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung.</ref>
Nach dem ersten, acht Kilometer langen Abschnitt im Gebirge durchquert die Emme im Durchbruch durch die Hohgantkette den Talboden von Schönisei und Küblisbühl, wo in ihrem Flussbett auf einer Strecke von einem Kilometer die Grenze zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Luzern verläuft. Danach fliesst sie in der Gemeinde Schangnau gegen Nordwesten, am Kemmeribodenbad und der Ortschaft Bumbach vorbei. Nach elf Kilometern fliesst sie durch den Talboden von Schangnau, wo sie von der Hauptstrasse 229.4 überquert wird, die zum Schallenbergpass führt. Im Gebiet von Eggiwil passiert sie die enge Schlucht mit dem «Räbloch». Das Engnis ist als Auenlandschaft «Emmeschlucht» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung verzeichnet,<ref>Datenblatt «Emmeschlucht» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung.</ref> und die weitere Umgebung bildet das Landschaftsschutzgebiet «Oberes Emmental mit Räbloch, Schopfgrabe und Rämisgumme» des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.<ref>Objektblatt «Oberes Emmental mit Räbloch, Schopfgrabe und Rämisgumme» des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.</ref>
Bei Eggiwil mündet der Rötebach von links in die Emme und bei Schüpbach und Langnau im Emmental die Ilfis von rechts. Im unteren Emmental durchquert der Fluss die Ortschaften Lützelflüh, Rüegsauschachen, Burgdorf und Kirchberg.
Nach einem Lauf von 82 Kilometern mündet die Emme beim «Emmenspitz» zwischen Zuchwil und Luterbach von rechts in die Aare.
Einzugsgebiet[Bearbeiten]
Das 976 km² grosse Einzugsgebiet der Emme liegt zum grössten Teil in den Emmentaler Alpen und zum Teil im Schweizer Mittelland. Die Landschaft wird durch sie über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Das Gebiet besteht zu 39,3 % aus bestockter Fläche, zu 51,5 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 6,7 % aus Siedlungsfläche und zu 2,5 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0
- The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)
Colors =
id:Wald value:teal legend:39,3_%_Bestockte_Fläche id:Acker value:yelloworange legend:51,5_%_Landwirtschaftsflächen id:Orte value:red legend: 6,7_%_Siedlungsfläche id:Unproduktiv value:tan2 legend: 2,5_%_Unproduktive_Flächen
PlotData =
from:00.0 till:39.3 color:Wald from:39.3 till:90.8 color:Acker from:90.8 till:97.5 color:Orte from:97.5 till:100 color:Unproduktiv
</timeline>
Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Emme. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>
Zuflüsse[Bearbeiten]
Die wichtigsten Zuflüsse sind die Ilfis, die Urtene, die Grüene, der Limpach und der Rötebach.
Zuflüsse der Emme ab 10 km Länge <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =
id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97) id:lightgrey value:gray(0.8)
BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:25 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:4 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 BarData=
barset:Flusslänge
Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=
width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from barset:Flusslänge from:start till: 16.5 $left text:Rötebach (16,5 km) from:start till: 24.7 $right text:Ilfis (24,7 km) from:start till: 19.5 $right text:Grüene (19,5 km) from:start till: 19.7 $left text:Biglenbach (19,7 km) from:start till: 19.3 $left text:Urtene (19,3 km) from:start till: 19.3 $left text:Limpach (19,3 km) from:start till: 15.1 $left text:Biberenbach (15,1 km)
TextData=
fontsize:M pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:" pos:(10,50) text:km pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau" pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"
</timeline>
Zuflüsse der Emme ab 50 km² EZG <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =
id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97) id:lightgrey value:gray(0.8)
BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:205 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:40 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:20 start:0 BarData=
barset:Flusslänge
Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=
width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from barset:Flusslänge from:start till: 53.73 $left text:Rötebach (53,73 km²) from:start till:203.87 $right text:Ilfis (203,87 km²) from:start till: 81.12 $right text:Grünen (81,12 km²) from:start till: 51.13 $left text:Biglenbach (51,13 km²) from:start till: 97.04 $left text:Urtene (97,04 km²) from:start till: 78.40 $left text:Limpach (78,40 km²)
TextData=
fontsize:M pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:" pos:(10,50) text:km² pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau" pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"
</timeline>
Zuflüsse der Emme ab 1 m³/s MQ <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =
id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97) id:lightgrey value:gray(0.8)
BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:6 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:1 start:0 BarData=
barset:Flusslänge
Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=
width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from barset:Flusslänge from:start till: 1.15 $left text:Rötebach (1,15 m³/s) from:start till: 5.94 $right text:Ilfis (5,94 m³/s) from:start till: 1.71 $right text:Grüene (1,71 m³/s) from:start till: 2.03 $left text:Urtenen (2,03 m³/s)
TextData=
fontsize:M pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:" pos:(10,50) text:m³/s pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau" pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"
</timeline>
Vorlage:Zuflussliste Tabellenkopf Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenfuß
Hydrologie[Bearbeiten]
Abflussdaten[Bearbeiten]
Die mittlere Wasserführung ist bei der Mündung rund 20 m³/s. Die maximale Wasserführung beträgt bis über 650 m³/s (662 m³/s am 8. August 2007, Messstation Wiler, Limpachmündung).<ref name="bafu3" /><ref>Ereignisanalyse Hochwasser August 2007. Bundesamt für Umwelt (BAFU), S. 75.</ref>
Hochwasser[Bearbeiten]
Die Emme ist bekannt dafür, dass es bei Gewittern im Quellgebiet zu richtigen Flutwellen im Emmental kommen kann, Anschutz genannt. Die Erzählung «Die Wassernot im Emmental» von Jeremias Gotthelf schildert sehr eindrücklich eines der grössten bekannten Hochwasser vom 13. August 1837. Dieses und andere Hochwasser führten dazu, dass im 19. Jahrhundert die Emme über weite Strecken kanalisiert und beidseitig Dämme aufgeschüttet wurden.
Am 24. Juli 2014 etwa kam es als Folge von Regengüssen mit Niederschlägen von örtlich bis zu 100 Litern pro Quadratmeter innert weniger Stunden zu einem Anschwellen der Emme bei Emmenmatt von ungefähr 24 m³/s auf über 420 m³/s, bei einem Normalabfluss des Gewässers von 20 m³/s.<ref name="AWA-Bern-Messdaten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Messdaten des AWA Bern ( vom 29. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 26. Juli 2014 (PDF; 8,3 MB).</ref>
Niedrigwasser[Bearbeiten]
Infolge der Dürre und Hitze in Europa ist das Flussbett im Jahr 2018 stellenweise ausgetrocknet.<ref>Trockenheit und Hitze. Wenn vom Fluss nur noch das Bett bleibt. In: SRF News. 28. Juli 2018, abgerufen am 29. Juli 2018.</ref> Auch die Dürre und Hitze 2022 und das Hochwasser vom 4. Juli desselben Jahres setzte den Fischen stark zu. Damit sich die Fischbestände wieder erholen können, galt vom 16. März 2023 bis am 15. September 2025, von der Einmündung der Ilfis flussaufwärts, ein Fischereiverbot.<ref>Silvia Wullschläger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Dezember 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref><ref>Toni Liechti: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. März 2023, abgerufen am 26. August 2026.</ref> Während der Dürre und Hitze in Europa 2026 wurden Zehntausende Fische aus austrocknenden Abschnitten des Flusses in geeignete Gewässerabschnitte umgesiedelt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. August 2026, abgerufen am 11. August 2026.</ref> Infolge hat der Kanton Bern erneut ein Fischereiverbot erlassen, das vom 29. August bis und mit 30. September 2026 gilt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. August 2026, abgerufen am 26. August 2026.</ref> Laut David Bittner, Geschäftsführer vom Schweizerischen Fischerei-Verband, sind im Jahr 2026 allein in der Emme unterhalb von Burgdorf hunderttausende Groppen und hunderte Forellen gestorben.<ref>Barbara Reye: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. September 2026, abgerufen am 12. September 2026.</ref>
Sonstiges[Bearbeiten]
Die Grundwasserfassung Aeschau, welche zu einem grossen Teil die Trinkwasserversorgung der Stadt Bern sicherstellt, wird zu rund 70 Prozent vom Wasser der Emme gespiesen.<ref>Kaspar Meuli, Andri Bryner: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Eawag, 21. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.</ref>
Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]
Industriekanäle am Unterlauf[Bearbeiten]
An ihrem Unterlauf wird die Emme seit dem 19. Jahrhundert industriell genutzt. Mit einem Wehr bei Biberist (SO) wird ihr Wasser entnommen und in den Industriekanal geleitet, dessen enger Querschnitt zu einer hohen Fliessgeschwindigkeit führt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden damit mehrere kleine Wasserkraftwerke betrieben, die angrenzende Industriebetriebe wie die Papierfabrik Biberist versorgen oder auch ins öffentliche Netz einspeisen. Im 19. Jahrhundert, vor der Elektrifizierung, diente der Kanal dem Antrieb von Transmissionen der Papierfabrik Biberist sowie der damaligen Textilfabrik Schöller in Derendingen.
Daneben gibt es einen weiteren Industriekanal, der knapp vor dem erwähnten Biberister Wehr in die Emme entwässert, dessen Wasser indes nicht nur aus der Emme, sondern auch aus verschiedenen Bächen in der Umgebung von Utzenstorf (BE) stammt. Sie werden durch Kanalisierung ebenfalls in eine schnelle Strömung verwandelt, die heute Kleinkraftwerke der Papierfabrik Utzenstorf und des Stahlwerks Gerlafingen versorgt. Letzteres deckte und deckt auch seinen Wasserbedarf teils aus dem Kanal.
Brücken[Bearbeiten]
Auf ihrem Weg wird die Emme von rund 70 Brücken überquert. Acht der fünfzehn gedeckten Holzbrücken sind denkmalgeschützt.
32 Übergänge überqueren den Emmekanal im solothurnischen Wasseramt.
Hochwasserschutz und Revitalisierung[Bearbeiten]
Nach den Hochwassern von 2005 und 2007 ergriff der Kanton Solothurn umfangreiche wasserbauliche Massnahmen zwischen dem Wehr Biberist und der Aaremündung. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2020 sei der Hochwasserschutz entlang der Emme auf den letzten 4,8 Kilometern sichergestellt. Gleichzeitig wurde der besagte Abschnitt einer Revitalisierung unterzogen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. Oktober 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Moritz von Stürler: Ueber die Wasser-, Schachen- und Schwellenverhältnisse im Stromgebiet der Emme: wegen vorgerückter Zeit an der Jahresversammlung zu Langnau, den 2. Julius 1871 nicht zur Ablesung gekommene Vortrag. In: Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern, Band 8, Heft 1. 1872–1875. S. 1–19 (Digitalisat).
- Anne-Marie Dubler: Emme. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2007.
- Othmar Birkner: Der Lehrpfad Emmekanal.
- René Monteil (Text), Benedicht Weibel (Fotos): Der Emme entlang. Verlag Vogt-Schild AG, Solothurn 1983, ISBN 978-3-859-62063-6.
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Verlauf der Emme (im Kanton Bern) auf dem Geoportal des Kantons Bern
- Verlauf der Emme (im Kanton Solothurn) auf dem Geoportal des Kantons Solothurn
- Jeremias Gotthelf: Die Wassernot im Emmental bei Projekt Gutenberg-DE
- Die Emme. In emmenlauf.ch
- Konrad Meyer-Usteri: Holzbrücken im Emmental und bernischen Oberaargau. Bolligen, April 2004 (PDF; 403 kB)
- Emme-Hochwasser am 29. Juli 2012 auf YouTube
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Flüsse mit einer Gesamtlänge über 30 km:
Aare |
Albula |
Allaine |
Alter Rhein |
Arbogne |
Areuse |
Arve |
Birs |
Brenno |
Broye |
Calancasca |
Doubs |
Drance de Bagnes |
Dünnern |
Emme |
Engelberger Aa |
Ergolz |
Glâne |
Glatt |
Glenner (Glogn) |
Hinterrhein |
Inn (En) |
Julia (Gelgia) |
Kander |
Kleine Emme |
Landquart |
Landwasser |
Langete |
Limmat |
Linth |
Lorze |
Maggia |
Mentue |
Mera |
Moesa |
Muota |
Murg |
Necker |
Orbe |
Petite Glâne |
Plessur |
Poschiavino |
Rabiusa |
Reuss |
Rhein |
Rhone |
Saane |
Schüss (Suze) |
Seez |
Sense |
Sihl |
Simme |
Sitter |
Sorne |
Spöl |
Suhre |
Talent |
Tamina |
Tessin (Ticino) |
Thur |
Töss |
Venoge |
Verzasca |
Vispa |
Vorderrhein |
Wiese |
Wigger |
Wyna