Zum Inhalt springen

Emme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Emme
Grosse Emme
Oberlauf (Quellgebiet): Gümschbach, Möserbach
und Teufegrabe
<ref>gemäss Geoportal Kanton Bern.</ref>
Datei:Emme bei Schüpbach.jpg
Emme bei Schüpbach, Gemeinde Signau

Emme bei Schüpbach, Gemeinde Signau

Daten
Gewässerkennzahl CH: 468
Lage Emmentaler Alpen

Schweizer Mittelland


Schweiz[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Quelle am Bolberg zwischen Hohgant und Augstmatthorn
46° 45′ 18″ N, 7° 53′ 12″ O
 {{#coordinates:46,755|7,8866666666667|
dim= globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-BE type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung bei Luterbach von rechts in die AareKoordinaten: 47° 13′ 8″ N, 7° 34′ 17″ O; CH1903: 610056 / 229781
 {{#coordinates:47,218888888889|7,5713888888889|primary
dim= globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-SO type=waterbody
  }}
47° 13′ 8″ N, 7° 34′ 17″ O {{#coordinates:47,218888888889|7,5713888888889|
dim= globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=CH-SO type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied ca. 1224 m
Sohlgefälle ca. 15 ‰
Länge 82 km<ref name="gewiss">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30 km).</ref>
Einzugsgebiet 974 km²<ref name="bafu">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 2. November 2024.</ref>
Abfluss am Pegel Eggiwil, Heidbüel<ref name="bafu1">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1975–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref>
AEo: 124 km²
NNQ (1978)
MNQ 1975–2020
MQ 1975–2020
Mq 1975–2020
MHQ 1975–2020
HHQ (2014)
20 l/s
2,66 m³/s
4,29 m³/s
34,6 l/(s km²)
6,12 m³/s
338 m³/s
Abfluss am Pegel Emmenmatt<ref name="bafu2">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1918–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 22. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref>
AEo: 443 km²
NNQ (1921)
MNQ 1918–2020
MQ 1918–2020
Mq 1918–2020
MHQ 1918–2020
HHQ (1997)
430 l/s
4,91 m³/s
11,9 m³/s
26,9 l/(s km²)
19,5 m³/s
495 m³/s
Abfluss am Pegel Wiler, Limpachmündung<ref name="bafu3">Abflussdaten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 1922–2020Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BAFU, abgerufen am 22. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref>
AEo: 937 km²
NNQ (1949)
MNQ 1922–2020
MQ 1922–2020
Mq 1922–2020
MHQ 1922–2020
HHQ (2007)
2,26 m³/s
9,04 m³/s
18,9 m³/s
20,2 l/(s km²)
28,3 m³/s
662 m³/s
Linke Nebenflüsse Rötebach, Biglenbach, Dorfbach, Urtene, Limpach, Biberenbach, weitere siehe #Zuflüsse
Rechte Nebenflüsse Ilfis, Undere Frittebach, Grüene, Rüegsbach, weitere siehe #Zuflüsse
Kleinstädte Burgdorf BE
Gemeinden Zuchwil, Luterbach, Derendingen, Biberist, Gerlafingen, Zielebach, Wiler bei Utzenstorf, Bätterkinden, Utzenstorf, Aefligen, Kirchberg BE, Rüdtligen-Alchenflüh, Lyssach, Heimiswil, Rüegsau, Hasle bei Burgdorf, Lützelflüh, Rüderswil, Lauperswil, Signau, Eggiwil, Schangnau, Flühli, Habkern und Oberried am Brienzersee
Datei:Emme (rivière).png
Verlauf der Emme (siehe OSM)

Verlauf der Emme (siehe OSM)

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Die Emme, selten auch Grosse Emme genannt, ist ein 82 Kilometer langer Fluss in der Schweiz. Sie fliesst durch das nach ihr benannte Emmental im Kanton Bern und durch den Bezirk Wasseramt im Kanton Solothurn und mündet von rechts in die Aare.

Name[Bearbeiten]

Der Fluss tritt 1249 erstmals urkundlich in Erscheinung (inter Murten et Emmun rivum). Der Gewässername geht vielleicht auf das gallisch-keltische Wort amjā (= Begiessung)<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref> oder ambis (= Fluss, lat. amnis) zurück.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Emme entspringt im Gebiet zwischen Hohgant und Augstmatthorn in den Berner Voralpen. Das Quellgebiet liegt zum grösseren Teil in der Gemeinde Habkern und mit dem östlichen Abschnitt im Gebiet von Oberried am Brienzersee. Die waldreiche Gebirgslandschaft an der Lombachalp ist in mehrere Täler gegliedert, in denen Moore liegen und zahlreiche Wildbäche entspringen, die zur Emme fliessen. Deren grösster Zufluss im Gebiet von Habkern ist der Leimbach. Bei dessen Mündung liegt der Flussabschnitt «Harzisbode», der im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt ist.<ref>Objektblatt «Harzisboden» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung.</ref> Das ganze Quellgebiet des Flusses liegt im Landschaftsschutzgebiet «Habkern/Sörenberg», das im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung verzeichnet ist.<ref>Objektblatt «Habkern/Sörenberg» im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung.</ref>

Nach dem ersten, acht Kilometer langen Abschnitt im Gebirge durchquert die Emme im Durchbruch durch die Hohgantkette den Talboden von Schönisei und Küblisbühl, wo in ihrem Flussbett auf einer Strecke von einem Kilometer die Grenze zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Luzern verläuft. Danach fliesst sie in der Gemeinde Schangnau gegen Nordwesten, am Kemmeribodenbad und der Ortschaft Bumbach vorbei. Nach elf Kilometern fliesst sie durch den Talboden von Schangnau, wo sie von der Hauptstrasse 229.4 überquert wird, die zum Schallenbergpass führt. Im Gebiet von Eggiwil passiert sie die enge Schlucht mit dem «Räbloch». Das Engnis ist als Auenlandschaft «Emmeschlucht» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung verzeichnet,<ref>Datenblatt «Emmeschlucht» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung.</ref> und die weitere Umgebung bildet das Landschaftsschutzgebiet «Oberes Emmental mit Räbloch, Schopfgrabe und Rämisgumme» des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.<ref>Objektblatt «Oberes Emmental mit Räbloch, Schopfgrabe und Rämisgumme» des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.</ref>

Bei Eggiwil mündet der Rötebach von links in die Emme und bei Schüpbach und Langnau im Emmental die Ilfis von rechts. Im unteren Emmental durchquert der Fluss die Ortschaften Lützelflüh, Rüegsauschachen, Burgdorf und Kirchberg.

Nach einem Lauf von 82 Kilometern mündet die Emme beim «Emmenspitz» zwischen Zuchwil und Luterbach von rechts in die Aare.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das 976 km² grosse Einzugsgebiet der Emme liegt zum grössten Teil in den Emmentaler Alpen und zum Teil im Schweizer Mittelland. Die Landschaft wird durch sie über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Das Gebiet besteht zu 39,3 % aus bestockter Fläche, zu 51,5 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 6,7 % aus Siedlungsfläche und zu 2,5 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

 id:Wald  value:teal          legend:39,3_%_Bestockte_Fläche
 id:Acker value:yelloworange  legend:51,5_%_Landwirtschaftsflächen
 id:Orte value:red            legend:  6,7_%_Siedlungsfläche
 id:Unproduktiv value:tan2    legend:  2,5_%_Unproduktive_Flächen

PlotData =

from:00.0 till:39.3 color:Wald
from:39.3 till:90.8 color:Acker
from:90.8 till:97.5 color:Orte
from:97.5 till:100 color:Unproduktiv

</timeline>

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Emme. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Zuflüsse[Bearbeiten]

Die wichtigsten Zuflüsse sind die Ilfis, die Urtene, die Grüene, der Limpach und der Rötebach.

Zuflüsse der Emme ab 10 km Länge <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

 id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97)
 id:lightgrey value:gray(0.8)

BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:25 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:4 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 BarData=

 barset:Flusslänge

Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=

 width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from
 barset:Flusslänge
   from:start till: 16.5  $left text:Rötebach (16,5 km)
   from:start till: 24.7  $right text:Ilfis (24,7 km)
   from:start till: 19.5  $right text:Grüene (19,5 km)
   from:start till: 19.7  $left text:Biglenbach (19,7 km)
   from:start till: 19.3  $left text:Urtene (19,3 km)
   from:start till: 19.3  $left text:Limpach (19,3 km)
   from:start till: 15.1  $left text:Biberenbach (15,1 km)

TextData=

 fontsize:M
 pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:"
 pos:(10,50) text:km
 pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau"
 pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"

</timeline>

Zuflüsse der Emme ab 50 km² EZG <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

 id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97)
 id:lightgrey value:gray(0.8)

BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:205 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:40 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:20 start:0 BarData=

 barset:Flusslänge

Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=

 width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from
 barset:Flusslänge
   from:start till: 53.73  $left text:Rötebach (53,73 km²)
   from:start till:203.87  $right text:Ilfis (203,87 km²)
   from:start till: 81.12  $right text:Grünen (81,12 km²)
   from:start till: 51.13  $left text:Biglenbach (51,13 km²)
   from:start till: 97.04  $left text:Urtene (97,04 km²)
   from:start till: 78.40  $left text:Limpach (78,40 km²)

TextData=

 fontsize:M
 pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:"
 pos:(10,50) text:km²
 pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau"
 pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"

</timeline>

Zuflüsse der Emme ab 1 m³/s MQ <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

 id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97)
 id:lightgrey value:gray(0.8)

BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:6 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:1 start:0 BarData=

 barset:Flusslänge

Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=

 width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from
 barset:Flusslänge
   from:start till: 1.15  $left text:Rötebach (1,15 m³/s)
   from:start till: 5.94  $right text:Ilfis (5,94 m³/s)
   from:start till: 1.71  $right text:Grüene (1,71 m³/s)
   from:start till: 2.03  $left text:Urtenen (2,03 m³/s)

TextData=

 fontsize:M
 pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:"
 pos:(10,50) text:m³/s
 pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau"
 pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"

</timeline>

Vorlage:Zuflussliste Tabellenkopf Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenfuß

Hydrologie[Bearbeiten]

Abflussdaten[Bearbeiten]

Die mittlere Wasserführung ist bei der Mündung rund 20 m³/s. Die maximale Wasserführung beträgt bis über 650 m³/s (662 m³/s am 8. August 2007, Messstation Wiler, Limpachmündung).<ref name="bafu3" /><ref>Ereignisanalyse Hochwasser August 2007. Bundesamt für Umwelt (BAFU), S. 75.</ref>

Vorlage:Hydrograph

Hochwasser[Bearbeiten]

Datei:Emme nach Gewitter.JPG
Die Emme nach einem Gewitter

Die Emme ist bekannt dafür, dass es bei Gewittern im Quellgebiet zu richtigen Flutwellen im Emmental kommen kann, Anschutz genannt. Die Erzählung «Die Wassernot im Emmental» von Jeremias Gotthelf schildert sehr eindrücklich eines der grössten bekannten Hochwasser vom 13. August 1837. Dieses und andere Hochwasser führten dazu, dass im 19. Jahrhundert die Emme über weite Strecken kanalisiert und beidseitig Dämme aufgeschüttet wurden.

Am 24. Juli 2014 etwa kam es als Folge von Regengüssen mit Niederschlägen von örtlich bis zu 100 Litern pro Quadratmeter innert weniger Stunden zu einem Anschwellen der Emme bei Emmenmatt von ungefähr 24 m³/s auf über 420 m³/s, bei einem Normalabfluss des Gewässers von 20 m³/s.<ref name="AWA-Bern-Messdaten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Messdaten des AWA Bern (Memento vom 29. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 26. Juli 2014 (PDF; 8,3 MB).</ref>

Niedrigwasser[Bearbeiten]

Datei:Emme bei Niedrigwasser im August 2026 in der Aeschau, Gemeinde Signau.jpg
Emme bei Niedrigwasser bei der Grundwasserfassung Aeschau am 24. August 2026 während der Dürre und Hitze in Europa

Infolge der Dürre und Hitze in Europa ist das Flussbett im Jahr 2018 stellenweise ausgetrocknet.<ref>Trockenheit und Hitze. Wenn vom Fluss nur noch das Bett bleibt. In: SRF News. 28. Juli 2018, abgerufen am 29. Juli 2018.</ref> Auch die Dürre und Hitze 2022 und das Hochwasser vom 4. Juli desselben Jahres setzte den Fischen stark zu. Damit sich die Fischbestände wieder erholen können, galt vom 16. März 2023 bis am 15. September 2025, von der Einmündung der Ilfis flussaufwärts, ein Fischereiverbot.<ref>Silvia Wullschläger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Dezember 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref><ref>Toni Liechti: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. März 2023, abgerufen am 26. August 2026.</ref> Während der Dürre und Hitze in Europa 2026 wurden Zehntausende Fische aus austrocknenden Abschnitten des Flusses in geeignete Gewässerabschnitte umgesiedelt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. August 2026, abgerufen am 11. August 2026.</ref> Infolge hat der Kanton Bern erneut ein Fischereiverbot erlassen, das vom 29. August bis und mit 30. September 2026 gilt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. August 2026, abgerufen am 26. August 2026.</ref> Laut David Bittner, Geschäftsführer vom Schweizerischen Fischerei-Verband, sind im Jahr 2026 allein in der Emme unterhalb von Burgdorf hunderttausende Groppen und hunderte Forellen gestorben.<ref>Barbara Reye: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. September 2026, abgerufen am 12. September 2026.</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Grundwasserfassung Aeschau, welche zu einem grossen Teil die Trinkwasserversorgung der Stadt Bern sicherstellt, wird zu rund 70 Prozent vom Wasser der Emme gespiesen.<ref>Kaspar Meuli, Andri Bryner: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Eawag, 21. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.</ref>

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Industriekanäle am Unterlauf[Bearbeiten]

An ihrem Unterlauf wird die Emme seit dem 19. Jahrhundert industriell genutzt. Mit einem Wehr bei Biberist (SO) wird ihr Wasser entnommen und in den Industriekanal geleitet, dessen enger Querschnitt zu einer hohen Fliessgeschwindigkeit führt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden damit mehrere kleine Wasserkraftwerke betrieben, die angrenzende Industriebetriebe wie die Papierfabrik Biberist versorgen oder auch ins öffentliche Netz einspeisen. Im 19. Jahrhundert, vor der Elektrifizierung, diente der Kanal dem Antrieb von Transmissionen der Papierfabrik Biberist sowie der damaligen Textilfabrik Schöller in Derendingen.

Daneben gibt es einen weiteren Industriekanal, der knapp vor dem erwähnten Biberister Wehr in die Emme entwässert, dessen Wasser indes nicht nur aus der Emme, sondern auch aus verschiedenen Bächen in der Umgebung von Utzenstorf (BE) stammt. Sie werden durch Kanalisierung ebenfalls in eine schnelle Strömung verwandelt, die heute Kleinkraftwerke der Papierfabrik Utzenstorf und des Stahlwerks Gerlafingen versorgt. Letzteres deckte und deckt auch seinen Wasserbedarf teils aus dem Kanal.

Brücken[Bearbeiten]

Datei:Horbenbrücke (1834) über die Emme, Eggiwil BE 20210929-jag9889.jpg
Horbenbrücke, Eggiwil BE


Auf ihrem Weg wird die Emme von rund 70 Brücken überquert. Acht der fünfzehn gedeckten Holzbrücken sind denkmalgeschützt.

32 Übergänge überqueren den Emmekanal im solothurnischen Wasseramt.

Hochwasserschutz und Revitalisierung[Bearbeiten]

Nach den Hochwassern von 2005 und 2007 ergriff der Kanton Solothurn umfangreiche wasserbauliche Massnahmen zwischen dem Wehr Biberist und der Aaremündung. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2020 sei der Hochwasserschutz entlang der Emme auf den letzten 4,8 Kilometern sichergestellt. Gleichzeitig wurde der besagte Abschnitt einer Revitalisierung unterzogen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. Oktober 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Moritz von Stürler: Ueber die Wasser-, Schachen- und Schwellenverhältnisse im Stromgebiet der Emme: wegen vorgerückter Zeit an der Jahresversammlung zu Langnau, den 2. Julius 1871 nicht zur Ablesung gekommene Vortrag. In: Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern, Band 8, Heft 1. 1872–1875. S. 1–19 (Digitalisat).
  • Anne-Marie Dubler: Emme. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2007.
  • Othmar Birkner: Der Lehrpfad Emmekanal.
  • René Monteil (Text), Benedicht Weibel (Fotos): Der Emme entlang. Verlag Vogt-Schild AG, Solothurn 1983, ISBN 978-3-859-62063-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Emme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Wiktionary: Emme – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung