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Bobry (Kaliningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siedlung
Bobry
Babillen (Billen), Gurbischken (Nettelhorst), Lepalothen, Ksp. Szillen (Siebenkirchberg) und Padaggen (Brandenhof), auch Schwirblienen (Mühlenhöh)

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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Neman
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen Schwierblienen (nach 1736),
Szwirblienen (nach 1785),
Zwirblienen (nach 1912),
Schwirblienen (bis 1938),
Mühlenhöh (1938–1946)
Bevölkerung 20 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40162
Postleitzahl 238725
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 221 000 006
Geographische Lage
Koordinaten 54° 53′ N, 21° 53′ OKoordinaten: 54° 53′ 9″ N, 21° 52′ 50″ O
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Babillen (Billen), Gurbischken (Nettelhorst), Lepalothen, Ksp. Szillen (Siebenkirchberg) und Padaggen (Brandenhof), auch Schwirblienen (Mühlenhöh)
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Bobry (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Bobry (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Bobry (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Bobry (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Bobry ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) sowie Gurbischken, 1938 bis 1945 Nettelhorst und Lepalothen, Kirchspiel Szillen, 1938 bis 1945 Siebenkirchberg und Padaggen, 1933 bis 1945 Brandenhof) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman. Bobry erstreckt sich heute allerdings vor allem auf den ehemaligen Ort Schwirblienen, 1938 bis 1945 Mühlenhöh. Die Ortsstellen Lepalothen und Padaggen sind verlassen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bobry liegt 18 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Neman (Ragnit) an einer Nebenstraße (27K-068), die Schilino (Szillen, 1936 bis 1946 Schillen) mit Bolschakowo (Groß Skisgirren, 1938 bis 1946 Kreuzingen) verbindet. Schilino ist die nächste Bahnstation an der zurzeit nicht mehr betriebenen Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk (Insterburg–Tilsit).

Geschichte[Bearbeiten]

Babillen (Billen)[Bearbeiten]

Babillen war eine Streusiedlung, die aus großen und kleineren Höfen bestand.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Billen</ref> Bei der Bildung der Amtsbezirke im Jahr 1874 gelangte die Landgemeinde in den Amtsbezirk Szillen.<ref name="JehkeSchillen">Rolf Jehke, Amtsbezirk Schillen</ref> Sie gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Babillen 110 Einwohner registriert.<ref name="ulis">M. W. Ehrenreich: Landkreis Ragnit. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Januar 2008; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Ihre Zahl betrug 1933 117 und belief sich 1939 auf 124.<ref name="Rade">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Inzwischen war im Jahr 1938 der Ort in Billen umbenannt worden.<ref name="JehkeSchillen" /> Wie alle Dörfer im nördlichen Ostpreußen wurde der Ort im Jahre 1945 der Sowjetunion zugeordnet.

Gurbischken (Nettelhorst) / Gorbunowo[Bearbeiten]

Gurbischken bestand aus einem großen Hof,<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Nettelhorst</ref> der bei der Bildung der Amtsbezirke im Jahr 1874 als Landgemeinde in den Amtsbezirk Szillen gelangte.<ref name="JehkeSchillen" /> Sie gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Gurbischken 50 Einwohner registriert.<ref name="ulis" /> Im Jahr 1938 wurde der Ort in Nettelhorst umbenannt,<ref name="JehkeSchillen" /> und im selben Jahr nach Schillen eingemeindet.<ref name="JehkeSchillen" /> Wie alle Dörfer im nördlichen Ostpreußen wurde der Ort im Jahre 1945 der Sowjetunion zugeordnet.

Im Jahr 1950 wurde der Ort wieder eigenständig in Gorbunowo umbenannt und gleichzeitig dem Dorfsowjet Schilinski im Rajon Sowetsk zugeordnet.<ref name="Unbe 1950">Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)</ref>

Lepalothen (Siebenkirchberg) / Schtscherbakowo[Bearbeiten]

Der Ort Lepalothen bestand aus einigen großen und kleinen Höfen.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Siebenkirchberg</ref> Bei der Bildung der Amtsbezirke im Jahr 1874 gelangte die Landgemeinde in den Amtsbezirk Neuhof.<ref name="JehkeNeuhof">Rolf Jehke, Amtsbezirk Neuhof</ref> Sie gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Lepalothen 99 Einwohner registriert.<ref name="ulis" /> Ihre Zahl betrug 1933 119 und belief sich 1939 auf 103.<ref name="Rade" /> Inzwischen war im Jahr 1938 der Ort in Siebenkirchberg umbenannt worden.<ref name="JehkeNeuhof" /> Wie alle Dörfer im nördlichen Ostpreußen wurde der Ort im Jahre 1945 der Sowjetunion zugeordnet.

Im Jahr 1950 wurde der Ort in Schtscherbakowo umbenannt und gleichzeitig dem Dorfsowjet Schilinski im Rajon Sowetsk zugeordnet.<ref name="Unbe 1950" />

Padaggen (Brandenhof) / Lazarewo[Bearbeiten]

Der Ort Padaggen bestand aus mehreren kleinen Gehöften.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Brandenhof</ref> Bei der Bildung der Amtsbezirke im Jahr 1874 gelangte die Landgemeinde in den Amtsbezirk Neuhof.<ref name="JehkeNeuhof" /> Sie gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 waren in Padaggen 99 Einwohner registriert.<ref name="ulis" />

Im Jahr 1933 wurde der Ort in Brandenhof umbenannt.<ref name="JehkeNeuhof" /> Die Einwohnerzahl betrug 1933 97 und belief sich 1939 auf 95.<ref name="Rade" /> Wie alle Dörfer im nördlichen Ostpreußen wurde der Ort im Jahre 1945 der Sowjetunion zugeordnet.

Im Jahr 1950 wurde der Ort in Lazarewo umbenannt und gleichzeitig dem Dorfsowjet Schilinski im Rajon Sowetsk zugeordnet.<ref name="Unbe 1950" />

Schwirblienen (Mühlenhöh)[Bearbeiten]

Die einst Schwirblienen<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Mühlenhöh</ref> genannte Landgemeinde war zwischen 1874 und 1945 in den Amtsbezirk Anstippen<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Anstippen/Ansten</ref> (ab 1939 „Amtsbezirk Ansten“) eingegliedert. Er gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Schwirblienen 181 Einwohner registriert.<ref name="ulis" /> Ihre Zahl betrug 1933 schon 185 und belief sich 1939 auf 201.<ref name="Rade" /> Im Zuge der Umbenennung von Orten in Ostpreußen im Jahr 1938 wurde Schwirblienen am 3. Juni – amtlich bestätigt am 16. Juli – 1938 in „Mühlenhöh“ umbenannt. Wie alle Dörfer im nördlichen Ostpreußen wurde auch Mühlenhöh im Jahre 1945 der Sowjetunion zugeordnet.

Bobry[Bearbeiten]

Im Jahr 1950 wurde der Ort Babillen in Bobry umbenannt und gleichzeitig dem Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk zugeordnet.<ref name="Unbe 1950" /> Vor 1976 wurden die Orte Gorbunowo, Lazarewo und Schtscherbakowo an Bobry angeschlossen.<ref>Gemäß dem Ortsverzeichnis der Oblast Kaliningrad von 1976.</ref> Von 2008 bis 2016 gehörte Bobry zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.

Kirche[Bearbeiten]

Die Einwohner Schwirblienens resp. Mühlenhöhs waren vor 1945 in ihrer überwiegender Mehrzahl evangelischer Konfession. So war das Dorf in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt, die zur Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Bobry im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinden in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen) oder auch in Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938 bis 1946 Kreuzingen), die beide Teil der Propstei Kaliningrad<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> (Königsberg) in der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland sind.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Neman (Ragnit)

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Ragnit]/Schuppenau) | Wolotschajewo (Raudonatschen/Kattenhof) Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Abschruten [Ksp Budwethen]/Schroten (Medowoje) | Abschruten [Ksp Kraupischken]/Steinflur (Medwedewo) | Abud-Bussen/zu Grünhöhe | Alexen/zu Bersken | Alloningken/Allingen | Alt Stonupönen/Altstonen | Anstippen/Ansten (Antipino) | Aschmoweitkuhnen/Achtfelde | Audeaten/Freiendorf | Balandszen/Balandschen/Balanden | Baltruschatschen/Balzershöfen (Jakowlewo) | Barsden/Barden | Bartken (Semelnoje) | Bejehnen/Behnen | Birjohlen/Birgen | Birkenwalde (Kljutschino) | Blendienen | Blindupönen/Weidenfließ | Bludischken/zu Weidenberg | Brandwethen/Branden | Brohnen | Budeningken [bei Argeningken-Graudschen]/Budingen (Budenowskoje) | Budupönen [Ksp Jurgaitschen]/Freihöfen | Budupönen [ehem. 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