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BorgWarner Akasol

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BorgWarner Akasol GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Akasol-Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 2008
Sitz Darmstadt, Deutschland Deutschland
Leitung Henk Vanthournout (CEO)
Mitarbeiterzahl 284<ref name="akasol-gb-2019">Akasol: AKASOL AG Geschäftsbericht 2019. 30. April 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2020; abgerufen am 4. Mai 2020.</ref>
Umsatz 47,6 Mio. Euro (2019)<ref name="akasol-gb-2019"/>
Branche Elektrotechnik
Website borgwarner.com
Stand: 31. Dezember 2019

Die BorgWarner Akasol GmbH (bis Juni 2022 BorgWarner Akasol AG, davor Akasol AG, Akasol GmbH und früher Akasol Engineering GmbH, Eigenschreibweise AKASOL) mit Sitz in Darmstadt ist ein Hersteller von Batteriesystemen für Fahrzeuge. Die Systeme kommen in Batteriebussen, Industrie- und Nutzfahrzeugen, Schiffen und Schienenfahrzeugen zum Einsatz. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und ist seit 2021 Teil des US-amerikanischen Zuliefererkonzerns Borg Warner.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Akasol AG ging aus der 1989 gegründeten Akademischen Solartechnikgruppe der Technischen Universität Darmstadt hervor.<ref>Jens Koenen: Neue Gigafactory: Deutscher Batterie-Spezialist Akasol: „Mehr Erfahrung als Nikola, Tesla und Hyzon zusammen“. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 5. November 2020, abgerufen am 6. November 2020.</ref><ref name="unternehmen">Akasol: Die AKASOL AG. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2018; abgerufen am 23. Oktober 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.akasol.com</ref><ref name="hessenschau">hr-fernsehen: hessenschau – ganze Sendung. Hessischer Rundfunk, 2. Januar 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Oktober 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.hr-online.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Die studentische Gruppe entwickelte 1990 das Rennsolarmobil Pinky, das drei Weltmeistertitel für Solarfahrzeuge gewann.<ref>Akasol e. V.: Akasol e. V. Historie. Abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> Die daraus entstandene Forschungsgruppe schuf 1993 das Solarmobil Chili, das mit einem Nickel-Cadmium-Akkumulator ausgestattet war und eine Reichweite von 100 Kilometern aufwies.<ref>Solarmodell vorgestellt Darmstadt. In: Bonner General-Anzeiger. 26. Juni 1993, S. 29.</ref> 1999 folgte als Ergebnis vierjähriger Forschungsarbeit das Elektromobil Akabine. Es war das seinerzeit verbrauchsgünstigste Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von 300 Kilometern.<ref>Pyrstaj: Eine wie keine: Leichtauto Akabine. In: Darmstädter Echo. 28. August 1999, S. 29.</ref><ref>Studenten erfanden Ein-Liter-Auto. In: Frankfurter Neue Presse. 28. August 1999, S. 1.</ref> Darauf aufbauend entwickelte Akasol das Elektroauto OScar (Open Source Car).<ref>Astrid Ludwig: Alles an Oscar ist umweltfreundlich. In: Frankfurter Rundschau. 24. Januar 2003, S. 33.</ref> Der von einer 250 Kilogramm schweren Batterie angetriebene Zweisitzer hatte ebenfalls 300 Kilometer Reichweite bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und besaß einen Energiebedarf von umgerechnet einem Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometern.<ref>Lars Kreye: Wenn Benzin fünf Euro kostet, kommt Oscar. welt.de, 6. Mai 2008, abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref>

Im Jahr 2008 gründeten Mitglieder des eingetragenen Vereins Akasol e.V. und der Schulz Group das kommerzielle Unternehmen Akasol Engineering GmbH in Darmstadt.<ref name="Homepage">AKASOL AG Homepage. In: akasol.com. AKASOL AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. März 2021; abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> Als Tochterunternehmen der Schulz Group befasste sich das Unternehmen mit der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen. Erklärte Ziele waren eine Kostensenkung der Batterien und ein alltagstaugliches Elektroauto.<ref>Katy Cuko: Energiestoß aus der Region. In: Südkurier. 21. Januar 2011.</ref><ref>Elisabeth von Thadden: Zukunft der Technik: Mit brennender Geduld. In: Die Zeit. 16. Juni 2011, S. 28.</ref> Im Jahr 2012 wurde das Unternehmen in Akasol GmbH umfirmiert.<ref>Amtsgericht Darmstadt: Handelsregister Bekanntmachungen. In: Darmstädter Echo. 13. Juni 2012.</ref> Im Juni 2018 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die seit Ende Juni 2018 bis zum Börsenabgang (Delisting) im Jahre 2022 an der Frankfurter Börse im Prime Standard notiert war.<ref>Deutsche Börse: AKASOL AG / Angaben zur Erstnotierung. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juli 2018; abgerufen am 17. Juli 2018.</ref>

Im Februar 2021 machte der Autozulieferer Borg Warner Akasol ein Übernahmeangebot für das Unternehmen; es sollte als eigenständiges Unternehmen in Darmstadt erhalten bleiben. Der Kaufpreis betrug 730 Millionen Euro, entsprechend einem Preis von 120 EUR pro Aktie.<ref>Akasol künftig in amerikanischer Hand. FAZ.de, 16. Februar 2021, abgerufen am 16. Februar 2021.</ref> Im Juni 2021 hatten die Aktionäre von Akasol das Übernahmeangebot mit 89,1 % angenommen. Seither hat Borg Warner weitere Aktien erworben und hatte somit mehr als 92 % Anteile erlangt.<ref>Going Public: AKASOL AG: endgültige Übernahme durch BorgWarner, 3. August 2021.</ref> Im August 2021 wurde ein 15.000 m² großes Werk in Betrieb genommen. Diese „Gigafactory 1“ in Darmstadt hat in der ersten Ausbaustufe eine Produktionskapazität für Lithium-Ionen-Batterie-Module von bis zu 1 GWh, die bis 2022 bis auf 2½ GWh ausgebaut werden soll.<ref>Gigafactory eröffnet omnibus.de, 16. August 2021, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Seit Februar 2022 firmierte das Unternehmen als BorgWarner Akasol AG.<ref>Akasol: BorgWarner schließt Übernahme ab. In: cleanthinking.de. Jendrischik PR, 26. April 2022, abgerufen am 26. April 2022.</ref> Im Juni 2022 erfolgte die Umfirmierung zur BorgWarner Akasol GmbH.<ref>vgl. Registerportal; BorgWarner Akasol GmbH, Amtsgericht Darmstadt HRB 104270</ref>

Unternehmen[Bearbeiten]

Das Unternehmen Akasol wurde bis Februar 2022 von Sven Schulz (Vorstandsvorsitzender) geleitet, anschließend übernahm Henk Vanthournout den Vorstandsvorsitz.<ref>Akasol: BorgWarner schließt Übernahme ab. In: CleanThinking.de. 26. April 2022, abgerufen am 26. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019 beschäftigte Akasol 284 Mitarbeiter.<ref name="akasol-gb-2019" />

Akasol produziert kompakte und leichte<ref>Michael Nikowitz: Advanced Hybrid and Electric Vehicles: System Optimization and Vehicle Integration. Springer International Publishing, Basel 2016, ISBN 978-3-319-26305-2, S. 125.</ref> Lithium-Ionen-Batterie-Module mit Flüssigkühlung, verlängerter Lebensdauer<ref>Achim Preu: Akasol lässt die Muskeln spielen. In: Darmstädter Echo. 24. Februar 2017, S. 18.</ref> und hoher Energiedichte<ref>Gianfranco Pistoia: Lithium-Ion Batteries: Advances and Applications. Elsevier, Amsterdam 2014, ISBN 978-0-444-59513-3, S. 535.</ref> für Hersteller von Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb, regenerative Energieanlagen und Energieversorger.<ref name="Homepage" /> Wichtigstes Einsatzfeld sind Elektrobusse, wie der eCitaro von EvoBus.<ref name="hessenschau" /> Das Unternehmen hat mehrere Elektrobusse in Köln und weiteren deutschen Städten mit Batterien ausgestattet.<ref>Achim Preu: Die Spannung steigt. In: Darmstädter Echo. 17. September 2016, S. 11.</ref><ref>Daniel Bönninghausen: Akasol gründet Produktionsstandorte für Batteriesysteme. electrive.net, 16. November 2017, abgerufen am 27. November 2017.</ref> Weitere Einsatzfelder sind andere Nutzfahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Schienenfahrzeuge und Jachten.<ref name="Akasol-HP-Anwendungen">Akasol Homepage – Anwendungen. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Juli 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.akasol.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Ein Beispiel ist der Alstom Coradia iLINT, ein Eisenbahn-Nahverkehrs-Triebwagen mit Stromerzeugung aus Wasserstoff über Brennstoffzellen. Als Pufferspeicher sind Lithium-Ionen-Batterien mit 110 kWh unter dem Fahrgastraum untergebracht<ref>Jürgen Hörstel: Auf dem Weg zur Null-Emission. In: eisenbahn-magazin. Nr. 6, 2017, ISSN 0342-1902, S. 41.</ref>, die von Akasol hergestellt werden.<ref name="Akasol-HP-Schienenfahrzeuge">Akasol Homepage – Anwendungen Schienenfahrzeuge. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2019; abgerufen am 19. Juli 2019.</ref>

Im hessischen Langen hat Akasol die größte europäische Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge errichtet.<ref>Joachim Baier: Größte Batteriefabrik für Elektrobusse. In: Frankfurter Rundschau. 17. November 2017, S. F22.</ref> Seit November 2017 werden hier Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Elektrobusse produziert.<ref>hr-fernsehen: Batteriewerk für E-Busse in Langen eröffnet. Hessischer Rundfunk, 16. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2018; abgerufen am 27. November 2017.</ref> Die Fabrik wurde zum Teil mit Mitteln eines öffentlichen Innovationskredites gefördert. Aufgrund von vorliegenden Großaufträgen<ref>James Ayre: Scandinavian Firm Buying Up To 4,500 Battery Systems For Electric Buses By 2023 From AKASOL. cleantechnica.com, 30. Januar 2017, abgerufen am 27. November 2017.</ref> wird eine schnelle Erweiterung als möglich angesehen.<ref>Neues Batteriewerk in Langen von Förderbank unterstützt. sueddeutsche.de, 28. Juli 2017, abgerufen am 7. September 2020.</ref> Auch die Produktionskapazitäten in Darmstadt wurden im Jahr 2017 ausgebaut.<ref>Achim Preu: Akasol steht unter Spannung. In: Darmstädter Echo. 26. Mai 2017, S. 18.</ref><ref>Jens Scheiner: Akasol gründet Produktionsstandorte für Batteriesysteme. Automobil-Industrie, 31. Mai 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> Akasol beteiligte sich ab 2012 an dem mit Bundesmitteln geförderten Forschungsvorhaben Hei-PhoSS („Hocheffizienter und intelligenter Photovoltaik-Strom-Speicher“)<ref>Innovation durch Forschung – Jahresbericht 2012 zur Forschungsförderung im Bereich der erneuerbaren Energien. (PDF) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, März 2013, S. 20, abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> sowie ab 2016 an dem Forschungsprojekt MoBat zur Schnellladetechnik.<ref>Jens Scheiner: Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen. idw - Informationsdienst Wissenschaft, 6. Dezember 2016, abgerufen am 27. November 2017.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Akasol gewann dreimal den eCarTec-Award, den Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität: 2010, 2012 und 2014 wurde die Lithium-Ionen-Batterie Akamodule ausgezeichnet.<ref>Monika Zwettler: Akasol erhält bayerischen Staatspreis für Elektromobilität. Konstruktionspraxis, 4. Dezember 2012, abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref> 2012 und 2013 erhielt Akasol den Hessischen Staatspreis für intelligente Energie.<ref>Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Hessischer Staatspreis für intelligente Energie vergeben – 6 Preisträger. Agentur für Erneuerbare Energien, Berlin, 22. Mai 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Februar 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.foederalerneuerbar.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> 2015 gewann Akasol für den Energiespeicher neeoQube einen Red Dot Design Award für Produktdesign.<ref>Akasol erhält Red-Dot-Award. In: Schwäbische Zeitung Tettnang. 1. April 2015, S. 18.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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