British Steel
British Steel war ein großer britischer Stahlhersteller, der 1967 während der Labour-Regierung (1964 bis 1970) von Harold Wilson aus 14 verstaatlichten Privatfirmen gebildet wurde und über viele verschiedene, weit auseinanderliegende Produktionsstandorte verfügte, beispielsweise in Newport, Birmingham, Rotherham, Corby und in Schottland.
British Steel wurde 1988 von der konservativen Regierung Margaret Thatchers reprivatisiert. Das Unternehmen fusionierte am 6. Oktober 1999 mit dem niederländischen Konzern Koninklijke Hoogovens zur Corus Group.
Im Jahr 2007 wurde Corus von dem indischen Stahlunternehmen Tata Steel übernommen.
Neugründung[Bearbeiten]
Das Stahlwerk in Scunthorpe und eine Eisenbahnschienenfabrik in Hayange wurden von Greybull Capital gekauft und bilden seit 2016 unter der Leitung von Roland Junck die British Steel Limited, die kein direkter Nachfolger des hier beschriebenen Unternehmens ist. Am 22. Mai 2019 meldete die Neugründung Insolvenz an. Betroffen waren neben den etwa 5.000 direkt Beschäftigten auch rund 20.000 Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben.<ref>British Steel insolvency endangers 5,000 jobs. BBC, 22. Mai 2019, abgerufen am selben Tage. (englisch)</ref> Im März 2020 wurde British Steel Limited von der chinesischen Jingye Group übernommen. Weil die Regierung Frankreichs das Werk in Hayange, einen wichtigen Lieferanten der Staatsbahn SNCF, nicht in chinesische Hände gelangen lassen wollte und mit einem Veto drohte, wurde der französische Teil (neben der Schienenfabrik in Hayange das Stahlwerk Ascoval mit Sitz in Saint-Saulve in Nordfrankreich) von der Übernahme ausgenommen und einige Monate später von der britischen Liberty House Group, Teil der GFG Alliance (Gupta Family Group Alliance) gekauft.<ref>British Steel: Takeover by Chinese firm completed. In: bbc.co.uk. 8. März 2020, abgerufen am 4. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 20. August 2020 im Internet Archive)</ref><ref>https://www.lok-report.de/news/europa/item/19596-frankreich-grossbritannien-liberty-steel-group-erwirbt-hayange-und-ascoval-um-einen-greensteel-rail-champion-zu-schaffen.html</ref>
Um die drohende Schließung und den Verlust von rund 4000 Arbeitsplätzen zu verhindern, wurde das Werk in Scunthorpe im April 2025 unter Kontrolle des britischen Staats gestellt und im Juli 2026 von der Labour-Regierung unter Keir Starmer formell verstaatlicht.<ref>https://www.theguardian.com/business/2026/jul/16/british-steel-public-ownership-save-uk-supply-scunthorpe</ref><ref>https://www.bbc.com/news/articles/cwyj4ppqn41o</ref> Damals zählte das Werk noch 3500 Beschäftigte.<ref>British Steel verstaatlicht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Juli 2026, S. 18.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ehemaliges Montanunternehmen
- Ehemaliges Unternehmen (Vereinigtes Königreich)
- Tata Steel
- Bergbaugeschichte (Vereinigtes Königreich)
- Produzierendes Unternehmen (Vereinigtes Königreich)
- Unternehmensgründung 1967
- Aufgelöst 1988
- Montanunternehmen (Vereinigtes Königreich)