Castra Regina
Castra Regina war ein römisches Legionslager samt Zivilsiedlung. Errichtet wurde es für die Legio III Italica („dritte italische Legion“) ab etwa dem Jahr 175 als Hauptquartier dort, wo die obere Donau in ihrem Verlauf den nördlichsten Punkt erreicht. Castra Regina bestand aus dem Legionslager, aus der zugehörigen Zivilstadt (lateinisch canabae), einem großen Friedhof und aus einigen Heiligtümern und Tempelanlagen. Die sichtbaren römischen Baureste des Lagers sowie die mit dem Legionslager zusammenhängenden Bodendenkmäler in Regensburg sind seit 2021 Bestandteil des zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Donaulimes.
Nach dem Abzug der Römer wurde das ehemalige Legionslager zum Hauptsitz der bajuwarischen Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Unter Herzog Arnulf I. entwickelte sich das ehemalige Legionslager ab 900 mit den zugehörigen zivilen Ansiedlungen zu einer erweiterten und durch neue Stadtbefestigungsanlagen geschützten frühmittelalterlichen Stadt, die zur Keimzelle der Stadt Regensburg wurde.
Name[Bearbeiten]
Für das Lager sind zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Namen überliefert. Zunächst wurde es wohl einfach legio genannt – dieser Name findet sich auf einigen römischen Meilensteinen der Umgebung, die in das Jahr 201 datieren. Im Itinerarium Antonini, einem Straßenhandbuch aus dem 3. Jahrhundert, wird es als Reginum und als Castra bezeichnet, in der Tabula Peutingeriana, einer Landkarte wohl des 4. Jahrhunderts, als Regino bzw. Reginum. Der Name Reginum findet sich als Heimatangabe, aber ohne weiteren Kontext auch auf einer in Rom gefundenen Soldatenliste aus dem späten 2. oder dem 3. Jahrhundert. Die kombinierte Namensform Castra Regina ist erstmals um 400 in dem Staatshandbuch Notitia dignitatum bezeugt.<ref>Tabelle mit allen Quellennachweisen: Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 25 (zu der Theorie, eine Namensform habe Regino gelautet, siehe ebd. S. 26). Die Soldatenliste: CIL VI, 32909</ref> Die Vielfalt der Namensformen dürfte neben der anzunehmenden Entwicklung über die Jahrhunderte auch damit zusammenhängen, dass in römischer Zeit mehrere Siedlungskerne im Bereich des heutigen Regensburg existierten: neben dem Legionslager auch die umgebende Zivilsiedlung, das Vorgängerkastell Kumpfmühl samt seiner eigenen Zivilsiedlung, die ebenfalls vor dem Legionslager existierende „Donausiedlung“ sowie schließlich das zum Legionslager gleichzeitige Kleinkastell Großprüfening mit einer weiteren zivilen Ansiedlung (zu allen diesen Orten siehe unten). Deren Namen könnten jeweils miteinander verschmolzen, aufeinander übergegangen oder über die Zeit zu Synonymen geworden sein, ohne dass sich dies im Nachhinein sicher rekonstruieren ließe.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 27–28; Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 24–25.</ref>
Die Namensformen Regino, Reginum und Regina leiten sich wohl ab vom Fluss Regen, der etwa einen Kilometer nordöstlich vom Legionslager in die Donau mündet. Sein Name ist erstmalig in der Kosmographie des anonymen Geographen von Ravenna aus dem frühen 9. Jahrhundert nachgewiesen, wo die erhaltenen Handschriften die Namensform Reganum überliefern.<ref>Bruno Rappaport: Reganum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I A,1, Stuttgart 1914, Sp. 464.</ref> Dieser Flussname wird in der Forschung auf eine keltische Wurzel zurückgeführt, oft auf eine rekonstruierte Verbform *reg-o- (‚sich dehnen, ausbreiten‘), und gilt daher als Ursprung des in römischer Zeit gebildeten Stadtnamens.<ref>Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der dazugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-033859-1, S. 429. Siehe auch Andrea Weber, Wolfgang Janka: Historische Ortsnamen: Regensburg. geschichte-bayerns.de, abgerufen am 28. September 2026.</ref>
Im Mittelalter blieben die vom Regen abgeleiteten Namensformen im Gebrauch (Reginum, civitas Regino, urbs Regina etc.). Daneben wurde aber auch der Name Radaspona (später Ratisbona) üblich, der erstmalig bei Arbeo von Freising um 770 nachgewiesen ist. Diese Bezeichnung sorgte für Irritation in der Forschung, weil sie allem Anschein nach das keltische Element *bona (‚Siedlung, Gründung‘) enthält und damit auf vorrömische Zeit zurückzugehen scheint, aber aus der Antike völlig unbekannt ist und erst weit im Mittelalter in den Quellen auftaucht. Daher bleibt offen, ob es sich um eine pseudokeltische Namensbildung des Mittelalters handelt oder um einen antiken keltischen Ortsnamen, der durch die Römerzeit hindurch irgendeine heute unbekannte Lokalität im Umfeld des Legionslagers bezeichnete und dann erst im Mittelalter auf die gesamte Stadt überging.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 27–31 (dort auch tabellarische Zusammenstellungen der bisherigen Erklärungen).</ref>
Vorläufer[Bearbeiten]
Gegen Ende des 1. Jahrhunderts entstand ca. 2 km südlich der Donau auf einer Erhöhung im heutigen Regensburger Ortsteil Kumpfmühl – heute Standort der Wolfgangskirche – als römisches Militärlager das Kastell Kumpfmühl. Vom Standort dieses Lagers aus konnten die dort stationierten Hilfstruppen die gesamte Donauniederung im Westen und Süden überblicken. Obwohl dem Kastell keine große militärische Bedeutung zukam, entwickelte sich in direkter Nachbarschaft eine langgestreckte Zivilsiedlung (vicus), die die wichtige Süd-Nord-Straße begleitete, die von Augsburg kommend nach Norden den Hügel hinab über den heutigen Bismarckplatz zum Ufer der Donau führte.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 59, S. 177–191.</ref> Dort, wo später die Kirche St. Oswald entstand, ist eine ehemalige Furt durch die Donau zu vermuten. In diesem Bereich an der Donau entstand parallel zum Kastell Kumpfmühl ein weiteres römisches Lager, von dem aber bisher nur zwei kleine Reste römischer Spitzgräben zeugen, sowie eine zweite zivile Ansiedlung mit beachtlichen Ausmaßen (die sogenannte „Donausiedlung“). Diese Zivilsiedlung erstreckte sich rund um das bisher kaum bekannte römische Lager und reichte von der Donau im Norden bis ungefähr auf die Höhe des Bismarckplatzes.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 78–83.</ref>
Die Kastelle in Kumpfmühl und am Donauufer sowie die beiden dazugehörigen Zivilsiedlungen wurden um 170 während der Markomannenkriege, wohl beim Einfall plündernder Markomannen, zerstört. Nachdem Kaiser Mark Aurel die militärische Lage an der Donau stabilisiert hatte, entschloss er sich angesichts der veränderten Bedrohungslage, die bislang nur durch Auxiliartruppen kontrollierte Nordgrenze der Provinz Raetia fortan durch die Stationierung einer vollständigen Legion zu sichern und für diese das Legionslager Castra Regina zu erbauen. Dafür wurden die beiden vormaligen Auxiliarkastelle aufgegeben; die dazugehörigen bisherigen Zivilsiedlungen gingen in der Zivilstadt rund um das neue Legionslager auf.
Legionslager[Bearbeiten]
Baukonzept und Bauplatz[Bearbeiten]
Das Legionslager wurde ab etwa 175 in Steinbauweise südlich nahe der Donau errichtet. Der gewählte Standort erleichterte den Antransport des Baumaterials und machte es möglich, den Germanen am gegenüberliegenden Ufer mit der steinernen Monumentalität des geplanten Lagerbaus die Macht des römischen Reiches direkt vor Augen zu führen. Im ausgedehnten südlichen Hinterland des geplanten Lagers hatte man eine Kornkammer vor der Haustür, denn dort gab es große Möglichkeiten zum Anbau von Getreide für die Versorgung der im Lager stationierten ca. 6000 Legionäre.
Für das geplante ummauerte, rechteckige Legionslager mit einer Länge von 540 m und einer Breite von 450 m wurde ein Gelände gewählt, das im Westen beginnend bei der heutigen Bachgasse und Wahlenstraße westlich vom Neupfarrplatz bis hin zur Ostseite des Dachauplatzes im Osten reichte. Die Platzwahl erfolgte, obwohl das Baugebiet von dem wasserreichen Vitusbach durchflossen wurde und wellig, sumpfig und mit Tümpeln durchsetzt war.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 192–193.</ref> Eine schnelle Trockenlegung des Baugeländes war nicht zu erwarten und im östlichen Vorfeld des geplanten Lagers auch gar nicht erwünscht. Dort behinderte das vorhandene Sumpfgebiet angreifende Feinde, wurde deshalb belassen und zunächst sogar durch das dorthin geleitete Restwasser des Vitusbaches vernässt gehalten (siehe auch Wasserversorgung). Um für den Bau des Lagers einen stabilen Baugrund zu schaffen, musste deshalb das Baugebiet mit einer gut 1 m hohen Kiesschicht aufgeschüttet werden.
Bei der Planung des Ost-West-Straßenverlaufs der Via principalis innerhalb des Lagers orientierte man sich am noch vorhandenen, von den Germanen nicht zerstörten Straßennetz westlich außerhalb des geplanten Lagers. Die innerhalb des Lagers geplante Via principalis sollte westlich außerhalb des Lagers im rechten Winkel auf die Süd-Nord-Hauptstraße treffen, die von Augsburg über Kumpfmühl kommend zum Ufer der Donau führte. Daraus lässt sich schließen, dass auch geplant war, dort anstelle der zerstörten Zivilsiedlung einen Teil der Lagerstadt des Legionsstandortes zu errichten.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 192.</ref>
Wasserversorgung[Bearbeiten]
Der Bach, der den Bauplatz des Lagers vernässte, war der Vitusbach, der noch heute unterirdisch verrohrt im westlichen Standortbereich des ehemaligen Legionslagers verläuft. Im Verlauf des Lagerbaus entschlossen sich die Baumeister, den vom gut 500 m südwestlich entfernt liegenden Dorf Kumpfmühl heranfließenden Vitusbach für die Versorgung des Legionslagers mit Brauchwasser zu nutzen. Der Vitusbach verlief aber zwischen Kumpfmühl und dem Baugebiet in einer ca. 50 m breiten und 2 m tiefen West-Ost-Bodensenke, in der heute die Bahngleise verlaufen. Der wasserreiche Bach trat häufig über seine Ufer und vernässte nicht nur das als Standort des Legionslagers erwählte Areal, sondern auch die östlich und westlich an das geplante Lager angrenzenden Gebiete. Während man die Vernässung vor der Ostmauer des Lagers zur Abwehr von Feinden bestehen ließ und durch Manipulationen am Verlauf des Vitusbachs förderte, mussten die Vernässungen im Westen auf Dauer vermindert werden, damit sich westlich der Westmauer des Lagers zukünftig Zivilsiedlungen entwickeln konnten.
Durch folgende Wasserbaumaßnahmen konnten die Planungen verwirklicht werden: Um mit dem Vitusbach eine gute Brauchwasserversorgung für das Legionslager zu ermöglichen, musste ein großer Teil seines Wassers mit Hilfe eines Dammes, der in Kumpfmühl erhöht begann, über die Ost-West-Bodensenke geleitet werden, um dann an der Südwestecke des Legionslagers (heute: St.-Peters-Weg/südliches Ende der Oberen Bachgasse/An der Hülling) in das Legionslager hineinfließen zu können. Mit den Baumaßnahmen wurde nicht nur die wichtige Brauchwasserversorgung des Lagers gesichert, sondern auch dem Vitusbach dauerhaft ein Großteil seines Wassers entzogen, das dann, nach Gebrauch im Legionslager verschmutzt, über zwei Abflussrohre direkt in die Donau geleitet wurde (um nicht die im Lager befindlichen Trinkwasserbrunnen zu verschmutzen). Dadurch ergab sich auf Dauer eine langsame Trockenlegung der sumpfigen Gebiete westlich des Lagers.<ref>Helmut Gloßner: In memoriam: Der Vitusbach in Regensburg. Hrsg. Helmut Gloßner, Regensburg 1998, ISBN 3-00-003441-2, S. 49–55.</ref>
Mauern, Türme und Tore[Bearbeiten]
Mauern[Bearbeiten]
Wichtigste Quelle für die Entstehung der Lagermauern ist das 3 m lange und 3 t schwere Fragment einer Bauinschrift, das im Historischen Museum Regensburg ausgestellt ist.<ref>CIL III, 11965.</ref> Die Inschrift war insgesamt über 8 m lang und besagt, dass Kaiser Mark Aurel (161–180) und sein Sohn Commodus unter Leitung des Legionskommandanten und Provinzstatthalters Marcus Helvius Clemens Dextrianus die Mauer mit Toren und Türmen für die Legio III Italica errichten ließ. Die Details der kaiserlichen Titulatur lassen erkennen, dass die Inschrift im Jahr 179 angefertigt wurde, also die Umwehrung des Lagers zu diesem Zeitpunkt weitgehend fertiggestellt war. Während der Bauzeit des Legionslagers kam es in Raetien zu keinen kriegerischen Auseinandersetzungen.
Das Lagerareal wurde im üblichen Rechteckschema mit abgerundeten Ecken erbaut und umfasste ca. 540 × 450 Meter, was 360 zu 300 römischen passus (Doppelschritten) entspricht. Damit bedeckte das Lager insgesamt eine Fläche von ca. 24,5 Hektar. Wie in der Hohen Kaiserzeit zu erwarten war, wurden bei der Anlage des Lagers neben militärisch erforderlichen defensiven Vorkehrungen auch zivile Bedürfnisse der Legionäre berücksichtigt. Demnach handelte es sich bei dem Legionslager nicht um eine Festung, sondern um eine befestigte, gut zu verteidigende und schwer zu erobernde Kaserne. Vor der ohne Zinnen ungefähr 6,20 m hohen Mauer wurde ein Spitzgraben angelegt, der sechs bis sieben Meter breit und ca. zweieinhalb bis drei Meter tief war. Mit dem Erdaushub wurde die Mauer hinterfüllt; der so entstandene Agger wurde zusätzlich mit Grassoden befestigt.
Die Schätzungen für den Steinbedarf der Lagermauer betragen zwischen 20.000 Kubikmeter Steinmaterial, was mittlerweile als zu niedrig eingeschätzt wird, und 30.000 Kubikmeter allein für das aufgehende Mauerwerk, also für das oberhalb der Fundamente sichtbare Quadermauerwerk, was mittlerweile als zu hoch eingeschätzt wird.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 138.</ref> Nachgewiesen sind im Regensburger Lager der Kelheimer Kalkstein, der Regensburger Grünsandstein, der Reinhausener Kalksandstein und (für Fußböden sowie die Bauinschrift) der Solnhofener Plattenkalk. Hauptsächliche Herkunftssteinbrüche des verwendeten Materials waren der Kapfelberg bei Kelheim und die Steinbrüche in Bad Abbach.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 128–129.</ref> Relikte des Steintransportes zu der Großbaustelle sind einige Steinquader, die man beim Bau des Eisernen Steges am Grund der Donau gefunden hat.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 233.</ref>
Am besten erhalten und zugänglich sind die Reste der Legionslagermauer auf der Ostseite. Dort erbrachten speziell Ausgrabungen an der südöstlichen Eckrundung wichtige Einblicke in die Baugeschichte, die 1955/1961<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 195–196.</ref> bei Neubaumaßnahmen nördlich vom Hauptbahnhof am Ernst-Reuter-Platz durchgeführt wurden. Die aufgefundenen Mauerreste sollten damals zunächst überbaut werden, was aber durch den Einsatz der Öffentlichkeit verhindert wurde. Das wichtigste Ergebnis der folgenden Grabungen war die Erkenntnis, dass schon die älteste Mauer des Legionslagers aus Quadern errichtet worden war, nicht etwa aus leichter beschaffbarem Bruchstein.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 80–81.</ref> Die Quadermauer zeigte aber auch erhebliche Zerstörungen und hatte durch die Römer später Umbauten und nachlässige Reparaturen erfahren, die mit germanischen Einfällen beispielsweise um 280 verbunden werden.
Türme[Bearbeiten]
Neben den acht Tortürmen der vier Toranlagen gab es vier quadratische Ecktürme der rechteckigen Wehrmauer, die aus der Mauer herausragten und eine Seitenlänge von 8 m hatten. Außerdem existierten 18 quadratische Mauertürme mit gleichen Abmessungen, die aber an die Innenwand der Mauern angebaut waren. Die insgesamt 30 Mauertürme waren ihren drei bis vier Stockwerken weithin sichtbar und dürften noch lange nach dem Abzug der Römer viele Besucher beeindruckt haben.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 192–200; Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 142.</ref>
Tore[Bearbeiten]
Das Legionslager hatte, wie im 1./2. Jahrhundert üblich, vier Tore, jeweils mit davor liegenden Grabenbrücken:
- Das Nordtor an der Donau, die Porta praetoria, die 1650 total verbaut und erst 1885 wiederentdeckt wurde, ist teilweise erhalten und in der Straße Unter den Schwibbögen zu besichtigen.
- Das westliche Tor, die Porta sinistra, wurde um 920 zusammen mit der Westmauer des Legionslagers unter Herzog Arnulf abgebrochen. Das geschah im Verlauf der ersten mittelalterlichen Stadterweiterung nach Westen, Süden und Norden. An deren Ende stand der Bau der Arnulfinischen Stadtmauer, die im Westen die neu entstandenen Zivilsiedlungen, im Süden das Kloster Sankt Emmeram und im Norden das Donauufer schützte (siehe auch: Stadtbefestigung Regensburg)
- Das südliche Tor, die Porta decumana am südlichen Ende der heutigen Fröhliche-Türken-Straße, wurde im Laufe des Mittelalters zum sogenannten St.-Paul-Burgtor verändert und umbenannt. Dieses Tor verschwand endgültig nach 1320, als an diesem Standort die Arnulfinische Stadtmauer zur mittelalterlichen Stadtmauer mit Zwinger, Zwingermauer und Graben ausgebaut wurde. Der Ausbau machte eine völlig neue mittelalterliche Toranlage erforderlich. Dieses neue „Peterstor“ war im Mittelalter der Hauptzugang zur Stadt und wurde 1809 im Verlauf der Schlacht bei Regensburg völlig zerstört und abgebrochen.
- Das östliche Tor, die Porta principalis dextra, behielt zwar die Funktion als Stadttor, wurde aber im Laufe des Mittelalters zum sogenannten Schwarzen Burgtor verändert. Auch dieses Tor wurde 1809 bei der Beschießung der südöstlichen Stadtteile Regensburgs durch napoleonische Truppen in der Schlacht bei Regensburg stark beschädigt und 1812 abgebrochen.
Erhaltene Mauerreste[Bearbeiten]
Erhalten und im Verlauf eines ausgeschilderten Weges zu erkennen sind Mauerreste der Umfassungsmauern des Lagers, die an unterschiedlichen Orten in der Altstadt bei Bau- oder Abbrucharbeiten seit Ende des Zweiten Weltkrieges entdeckt und dann erhalten wurden. Die Erhaltung ist Zufällen zu verdanken, denn ein Bayerisches Denkmalschutzgesetz gab es erst nach 1973. Wichtig war auch den Einsatz engagierter Privatpersonen wie zum Beispiel des aus Münster stammenden Motorsportlers und Versicherungskaufmanns Horst Bergschneider, der sich nach 1955 in öffentlich wirksamen Aktionen für Wertschätzung und Erhalt sichtbarer Reste der Römermauer eingesetzt hat.<ref>Gerd Otto, Wolfgang Otto: Horst Bergschneider. Der Retter des römischen Regensburgs (1919–1999) (= Kulturführer Regensburg. Band 9). Kulturreferat, Regensburg 2019, ISBN 978-3-943222-54-8, S. 6 ff. und 98 f.</ref>
Die konservierten Reste der Lagermauer führen von der erhaltenen Südostecke nahe dem Ernst-Reuter-Platz (nördlich vor dem Hauptbahnhof) nach Norden zur Rundung der Nordostecke des Lagers am St.-Georgen-Platz.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 60–75.</ref> Auf dem Weg passiert man einen mit 60 m ungewöhnlich langen Abschnitt der Mauer, der sich unterhalb des Straßenniveaus am Dachauplatz komplett erhalten hat und 1972 ausgegraben wurde. Während der römischen Besatzungszeit wurde in diesem Bereich der Erdwall auf der Innenseite der Mauer abgetragen und durch eine große Halle von 60 m Länge und 10 m Breite ersetzt, die sich nun an die Lagermauer schmiegte. Dieser Raum wurde anfangs nach der Ausgrabung als Schmiede (fabrica) gedeutet, wird aber mittlerweile mehr als Waffenlager des Heeres interpretiert. Anfangs war die Halle durch Holzpfosten dreischiffig aufgegeteilt. Wohl im mittleren 3. Jahrhundert erfolgte ein Umbau zu einem zweischiffigen Bau mit nur noch einer inneren Pfostenreihe; gleichzeitig wurde der schmale Zwischenraum zwischen der Halle und der Lagermauer nun mit Steinen aufgefüllt. Zerstört wurde der Bau durch einen Brand Ende des 3. Jahrhunderts, der mit germanischen Angriffen in Verbindung stehen könnte. Heute sind die Reste der Waffenhalle nicht mehr zugänglich oder sichtbar; die eigentliche Lagermauer ist in diesem Bereich aber im Kellergeschoss eines Parkhauses zugänglich.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 67–69.</ref>
Am Ende dieses Mauerabschnitts war der Standort des ehemaligen Osttores des Legionslagers, der Porta principalis dextra. Dieses Tor erhob sich – wie sein mittelalterlicher Nachfolger, das Schwarze Burgtor – über der Einmündung der heutigen Drei-Kronen-Gasse in den Dachauplatz, gegenüber der um 1270 errichteten Minoritenkirche. Bei Ausschachtungsarbeiten für den Neubau der Karmelitenbrauerei, die zum bereits bestehenden Hotel Karmeliten gehörte, stieß man 1873 auf die Fundamente des antiken Osttores, auf weitere römische Quadersteine und auch auf das Bruchstück der berühmten Bauinschrift des römischen Legionslagers.<ref>Silvia Codreanu-Windauer: Archäologie zum Anfassen – Archäologische Untersuchungen am Welterbe und deren Vermittlung. In: Josef Memminger (Hrsg.): Überall Geschichte! Der Lernort Welterbe – Facetten der Regensburger Geschichtskultur. Friedrich Pustet, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7917-2556-7, S. 117–129, hier S. 119–121; Karl Bauer: Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. 6. Auflage, MZ-Buchverlag, Regenstauf 2014, ISBN 978-3-86646-300-4, S. 45.</ref>
Nördlich an den Standort des Osttors anschließend sind am Westrand der Adolph-Kolping-Straße noch erhebliche Teile der Lagermauer in den Ostmauern der anschließenden Grundstücke erhalten. Diese Mauerreste gehen in die nordöstliche Rundung der Lagermauer über, die am St.-Georgen-Platz als Teil einer späteren Grundstücksmauer erhalten ist.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 70–71.</ref> Von den geschilderten Mauerabschnitten auf der Ostseite der Castra Regina abgesehen hat sich von der Lagermauer nur ein Teil des Nordtors (Porta praetoria, siehe oben) sowie ein winziger Mauerrest in der Westmauer des benachbarten Hauses Unter den Schwibbögen 2 zugänglich.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 73–75.</ref>
Lagerinneres[Bearbeiten]
Von der Porta principalis dextra im Osten verlief nach Westen die Via principalis etwa auf Höhe der heutigen Drei Kronen-Gasse über den Alten Kornmarkt und die Gasse Am Frauenbergl hin zum westlichen Ende des Neupfarrplatzes, dem Standort des westlichen Tores, der Porta principalis sinistra. Von dort verläuft die Gesandtenstraße weiter nach Westen, während die Verläufe der Oberen und der Unteren Bachgasse nach Norden bzw. nach Süden den ehemaligen Verlauf der Westmauer des Legionslagers vor Augen führen. Die Nord-Süd-Verbindung durch das Lager verlief von der Porta praetoria (im Mittelalter Wassertor genannt) über die Via praetoria (auf Höhe des Domplatzes) und weiter über die Via decumana (auf Höhe der heutigen Fröhliche-Türken-Straße) bis zur südlichen Porta decumana, die später Peterstor genannt wurde.<ref>Siehe auch: Claudia Böken: Castra Regina ist um eine Facette reicher. In: Mittelbayerische Zeitung. 22. Februar 2013, S. 30.</ref>
Die Innenbebauung von Castra Regina konnte nicht so umfassend aufgeklärt werden wie die Verteidigungsanlagen, weil nach dem Abzug der Römer die verlassenen Gebäude von den Nachbewohnern als Steinbrüche für die mittelalterliche Bebauung genutzt wurden. Heute ergeben allein die Trümmer dieser mittelalterlichen Bebauung eine Schuttschicht von 3–5 m und dichte neuere Bebauungen lassen keine großflächigen Ausgrabungen zu. Allein auf dem Areal des im 12. Jahrhundert erbauten Niedermünsterstifts bot sich 1964/1968 die Gelegenheit zu einer großflächigen Grabung im Nordostbereich des ehemaligen Legionslagers, als unter der Niedermünsterkirche eine Fußbodenheizung eingebaut werden sollte. Die ergrabenen Erdschichten von 5 m Mächtigkeit erbrachten viele Erkenntnisse über Bau, Beschaffenheit und Nutzung der zunächst aus Holz und später aus Bruchsteinen errichteten Mannschaftsunterkünfte. Auch Erkenntnisse über die Nutzung des Areals nach dem Abzug der Römer wurden gewonnen. Teile des Grabungsgeländes sind im Keller des Kirchengebäudes als document niedermünster zugänglich.
Weitere Ausgrabungen fanden nahe dem Osttor des Kastells statt, wo man bereits 1873 beim Neubau der Karmelitenbrauerei die Grundmauern des Tors und die Steintafel mit der Bauinschrift des Legionslagers freigelegt hatte. Die damaligen Grabungen erwiesen sich als schwierig, weil der Grundstückseigentümer und Bauherr auf seinem Recht bestand, die aufgefundenen römischen Quader als Haustein und Baumaterial zu nutzen. Er verlangte Entschädigungszahlungen und deshalb konnten durch Spenden nur einige der Quader gerettet werden. Das unmittelbar anschließende Gelände konnte dann nicht mehr geschützt werden. Erst 2012/2013 waren nach dem Abriss des Hotels Karmeliten erneut Grabungen an diesem Ort möglich. Dabei zeigte sich, dass nach dem Abbruch der ersten Grabungen das restliche Gelände nicht geschont, sondern großräumig zerstört worden war und von insgesamt 2000 m² Baugrube nur 245 m² unversehrt geblieben waren. Trotzdem gab es noch interessante Funde, wie zum Beispiel ein gut erhaltenes Bronzepferdchen, als Hinweis darauf, dass in diesem Bereich des Lagers wohlhabendere Offiziere des römischen Militärs ihre Unterkünfte hatten.<ref>Friedrich Lore: Archäologie vor dem Osttor des römischen Legionslagers. In: Denkmalpflege in Regensburg. Band 14, 2013/2014 (2015), ISBN 978-3-7917-2708-0, S. 26–34.</ref>
Der Großteil des Lagerareals wurde zweifellos für die Mannschaftsbaracken benötigt, die Platz für jeweils 100 Mann boten. Eine Legion umfasste im 2. Jahrhundert offiziell ungefähr 6000 Soldaten; von dieser Gesamtzahl ist auch für Castra Regina formal auszugehen. Da jedoch unklar ist, ob die Legio III Italica diese Sollstärke erreichte, und da sie nachweislich auch immer wieder zahlreiche Soldaten für Sonderkommandos (Vexillationen) abordnete, stellen sich Fragen nach dem faktischen Ausbauzustand des Lagers. Am Kopfende der Baracken befanden sich die Unterkünfte der Zenturionen.
Im mittleren Bereich des Lagers wurden Reste verschiedener für die Infrastruktur wichtiger Gebäude aufgefunden. Baustrukturen, die 1901 auf dem Alter Kornmarkt freigelegt wurden, werden als Reste einer Badeanlage gedeutet, die in der Spätantike durch einen palastartigen Residenzbau ersetzt wurde. Im Bereich Weißbräuhausgasse/Weiße-Lilien-Straße, etwa im Zentrum des Lagers, ist das Stabsgebäude (Principia) und die Residenz des Oberbefehlshabers (Praetorium) anzunehmen, und tatsächlich wurden dort vereinzelte Mauerstrukturen, Säulenstümpfe und andere Architekturfragmente gefunden, die eine prunkvolle Ausstattung dieses Lagerbereiches nahelegen. Unter dem Neupfarrplatz sind im Rahmen des unterirdischen Schauraums „document Neupfarrplatz“ auch einige römische Mauerstücke sichtbar, die sich zwar funktional nicht direkt bestimmen lassen, aber ihrer Lage zufolge zu den Unterkünften der Stabsoffiziere (tribuni militum) gehört haben könnten.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 83–85 (Alter Kornmarkt), S. 85 (Lagerzentrum), S. 86–87 (Neupfarrplatz); zu den Principia ergänzend Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 143–145.</ref>
Kämpfe um das Lager[Bearbeiten]
An vielen der archäologisch untersuchten Stellen des Legionslagers und der umgebenden Zivilstadt wurden Brand- und Zerstörungsschichten nachgewiesen, die miteinander verknüpft und als Spuren einzelner katastrophaler Zerstörungen des Lagers interpretiert wurden. Allerdings ist die Datierung sowohl der einzelnen Befunde als auch der daraus rekonstruierten Zerstörungshorizonte schwierig. So ist es möglich, aber nicht erwiesen, dass ein erster feindlicher Überfall 254 größere Schäden in Regensburg hinterließ.<ref>Zu den Datierungsproblemen und dem möglichen ersten Zerstörungshorizont von 254: Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 215–216.</ref> Ein eindeutigerer Zerstörungshorizont ist wohl auf die 270er oder frühen 280er Jahre zu datieren. Da um das Jahr 288 in Raetien diverse Münzhorte im Boden verborgen wurden (darunter auch einer in Regensburg), wird teilweise ein erneuter feindlicher Überfall zu dieser Zeit angenommen.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 220–221 und S. 224–225.</ref> Beim Wiederaufbau im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert änderte sich die Siedlungsstruktur, da die Zivilstadt außerhalb des Lagers größtenteils aufgegeben wurde und deren Bewohner nun innerhalb der Lagermauern siedelten. Dies war möglich, weil die dritte italische Legion mittlerweile deutlich verkleinert worden war und vermutlich nur noch etwa 1000 Mann umfasste. Es ist anzunehmen, dass für die Unterbringung der verbleibenden Soldaten ein abgetrennter Bereich innerhalb des alten Legionslagers eingerichtet wurde (sogenanntes Reduktionskastell), archäologisch nachweisbar ist dies jedoch bislang nicht. Die strategische Rolle Regensburgs blieb jedenfalls bestehen, wobei das Kastell nun Teil des sogenannten Donau-Iller-Rhein-Limes wurde.
Eine erneute Zerstörung erfolgte dann wohl erst wieder im Jahr 358, als dem Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus zufolge die Juthungen große Teile Raetiens plünderten. Mit diesem Ereignis werden drei Münzhorte aus Regensburg in Verbindung gebracht. Es ist nicht bekannt, in welcher Stärke im Laufe des 5. Jahrhunderts Truppen vor Ort verblieben, denn die Legion selbst wurde immer weiter aufgesplittert und verkleinert. Die Notitia dignitatum, die für Westrom zuletzt um 430 aktualisiert wurde, listet für die legio III Italica insgesamt fünf verschiedene Standorte auf (Not. dig. occ. 35). Darunter ist auch eine Einheit in Castra Regina, allerdings mit dem Zusatz „nunc Vallato“, also „derzeit in Vallatum“ (wohinter sich möglicherweise Manching oder Weltenburg verbirgt). Zu diesem Zeitpunkt scheinen im Legionslager Regensburg also keine Soldaten seiner ursprünglichen Stammlegion verblieben zu sein. Es ist aber davon auszugehen, dass der Ort mit seiner starken Befestigung und seiner taktisch wichtigen Lage stattdessen von anderen Bewaffneten gesichert wurde. Es muss sich dabei allerdings um Einheiten gehandelt haben, die nicht in der Notitia dignitatum aufgeführt sind, beispielsweise um Angehörige des mobilen Feldheeres der spätrömischen Armee (comitatenses) oder um germanische Verbündete des Reiches (foederati).<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 240–241 (zu den Ereignissen von 358), S. 229 (zur Notitia dignitatum und ihrer Interpretation), S. 242 (zu Vallatum) und S. 252–253 (zu den Soldaten in Regensburg nach Abzug der Legion).</ref>
Zivilstadt[Bearbeiten]
Westlich des Lagers entstand eine Zivilsiedlung (canabae bzw. vicus), die fast so groß wie das Lager war und schon alleine deshalb sicherlich einen städtischen Charakter hatte. Verschiedene Grabungen erbrachten Wohnbauten, doch ist das allgemeine Aussehen der Stadt unklar. Beim heutigen Arnulfsplatz konnte ein großes römisches Wohnviertel angegraben werden. Es fanden sich Räume mit Hypokausten, ein Garten in einem Innenhof und ein Bad. Die beim Bau verwendeten Ziegel stammen von der in Regensburg stationierten Legion, so dass vermutet wurde, dass das Gebäude die Stadtvilla eines Offiziers darstellt. Am heutigen Bismarckplatz konnten weitere Wohnbauten identifiziert werden. Es fanden sich Reste von Werkstätten, und die dortige Straße scheint mit einer Porticus versehen gewesen zu sein. Die Stadt blühte offenbar vor allem in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts. Unter den Germaneneinfällen von ca. 250 an scheint der Ort stark gelitten zu haben, was schließlich dazu führte, dass die Zivilbevölkerung zu den verbliebenen Soldaten in das umwehrte Legionslager umzog. Es gibt jedoch Anzeichen, dass auch noch im 4. Jahrhundert im Bereich der Zivilstadt gebaut wurde.
Der einstige Rechtsstatus der Zivilstadt ist unbekannt. Auf einem Weihestein wird ein Ädil namens Aurelius Artissius genannt.<ref>CIL III, 14370,10; dazu ausführlich: Wilhelm Pfaffel: Der Aedil Artissius und das Römerlager. Neue Untersuchungen und Überlegungen zum Vulkanaltar in Regensburg. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 161, 2021, S. 9–31 (online).</ref> Ein Ädil ist ein Beamter einer Stadtverwaltung. Dies mag darauf hindeuten, dass der Ort als municipium das Recht zur Selbstverwaltung hatte. Doch ist bislang nur dieser eine Ädil bekannt, so dass die Interpretation der Inschrift unsicher ist.
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Römisches Komposit-Kapitell, 3. Jahrhundert, Ausgrabung am Donaumarkt
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Weihestein des Ädils Artissius, Historisches Museum Regensburg
Friedhöfe[Bearbeiten]
Die Toten wurden von den Römern grundsätzlich außerhalb des Legionslagers und der zivilen Siedlungen begraben. So spärlich wie im Fall des Lagers Castra Regina Baubefunde aus dem Lagerinneren sind, so groß ist die Anzahl der aufgefundenen Gräber von Legionären und ihren Angehörigen. Das sogenannte „Große Gräberfeld“ erstreckt sich südwestlich des Legionslagers, beidseitig entlang der antiken Fernverkehrsstraße nach Augsburg, der heutigen Kumpfmühler Straße und der Schottenstraße, über mindestens 600 m.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 206–207.</ref> Die genauen Abgrenzungen und Zugehörigkeiten der Gräberfelder sind ungeklärt, zumal es sich bei den weit südlich gelegenen Grabstätten auch um Grabstätten des Kastells Kumpfmühl handeln könnte. Ebenfalls erschwert wird die Analyse dadurch, dass die meisten Abschnitte des Gräberfeldes unter den widrigen Bedingungen und mit dem geringen archäologischen Erfahrungsstand des 19. Jahrhunderts ausgegraben wurden.
Die meisten Bestattungen wurden im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen der Bahngleise nach 1870 freigelegt. Die Grabungen wurden von Pfarrer Joseph Dahlem geleitet, der ohne Hilfe Pläne und Fundprotokolle erstellen musste. Dabei wurden 5000 Brand- und Körperbestattungen entdeckt, aber nur etwa 1100 geborgen, nämlich nur diejenigen Gräber, die über Keramik hinaus weitere Beigaben oder Ausstattungselemente enthielten. Unter anderem fand man auch einige Grabsteine und beschriftete Sarkophage. Reste von reliefverzierten Blöcken zeigten, dass es zudem auch monumentale Grabanlagen gab.<ref>Karl Bauer: Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. 6. Auflage, MZ-Buchverlag, Regenstauf 2014, ISBN 978-3-86646-300-4, S. 595 f.</ref> Die Fundstücke befinden sich heute überwiegend im Historischen Museum Regensburg, zu einem kleineren Teil in der Archäologischen Staatssammlung München.<ref>Gerhard Waldherr: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7, S. 40.</ref> Die seitdem erfolgten kleineren Ausgrabungen und die Analysen älterer Fundnachrichten führten zu dem Ergebnis, dass das Gräberfeld noch einmal deutlich größer war als Dahlems Forschungen vermuten ließen und auf einer Fläche von etwa 10 ha etwa 30.000–40.000 Bestattungen enthielt.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 169.</ref> Die späteren wissenschaftlichen Auswertungen der Ausgrabungen wurden dadurch erheblich erschwert, dass nach dem Tod Dahlems 1895 unter der Führung des Nachfolgers Georg Steinmetz die bisher sorgfältig getrennt gehaltenen Grabfunde durcheinander gebracht wurden.
Südlich des Legionslagers existierte ein weiteres Gräberfeld, von dem einige Bestattungen bei den Baumaßnahmen für die Ostbahn, den Hauptbahnhof und die Reichsbahndirektion entdeckt wurden, dessen Ausdehnung aber unbekannt ist. Aus den Bereichen südöstlich und östlich des Legionslagers schließlich wurden wiederholt einzelne Fundmeldungen bekannt, die aber für eine Rekonstruktion etwaiger dortiger Gräberfelder nicht ausreichen, zumal aus ihnen teilweise nicht einmal hervorgeht, ob ein Grab oder nur ein Tongefäß gefunden wurde.<ref>Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Riekhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7, S. 208–209.</ref> Dennoch scheinen sie nur zu kleineren Bestattungsplätzen gehört zu haben und keine großen Nekropolen wie im Südosten und im Süden gebildet zu haben.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 174.</ref>
Heiligtümer[Bearbeiten]
Innerhalb des Legionslagers und der westlich angrenzenden Zivilsiedlungen konnte bisher kein römischer Tempel archäologisch nachgewiesen werden. 3 km südlich der Stadt, auf der beherrschenden Höhe des umgebenden Hügellandes an der von Augsburg zur Donau führenden damaligen Hauptverbindungsstraße, konnte aber ein Heiligtum des Gottes Merkur auf dem Ziegetsberg bei Ziegetsdorf nachgewiesen werden. Es umfasste einen gallorömischen Umgangstempel sowie zwei kleinere kapellenartige Bauten und enthielt Standspuren von mindestens sechs Kultstatuen. Reste dieser Götterbilder waren noch vorhanden, genauso einige Weihesteine.
Durch eine Weihinschrift sowie verschiedene Architekturreste ist auch ein Heiligtum des Liber Pater (Bacchus) westlich der Zivilsiedlung im Bereich des heutigen Weinwegs belegt, das zu einer dortigen Villa rustica gehört haben dürfte. Weitere, vor allem auf Weihesteinen genannte oder als Statuetten abgebildete Gottheiten sind Jupiter, Juno, Minerva, Apollo, Mars, Fortuna, Victoria, Sol, Venus, Vulcanus, Silvanus, Faunus, Serapis, Apis, Hercules, Larunda sowie die Laren und Genien.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 177 (zum Heiligtum am Weinweg) und 178–181 (zu noch nicht lokalisierten Heiligtümern und sonstigem Fundmaterial); Wolfgang Eichinger: Religio Ratisbonensis. Der römische Götterhimmel über Regensburg. Historisches Museum, Regensburg 2011, ISBN 978-3-935052-97-9.</ref>
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Statue des Merkur mit typischen Attributen (Mantel, Hermesstab, Geldbeutel, Ziegenbock) aus dem Heiligtum in Ziegetsdorf
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Am Arnulfsplatz gefundene Bauinschrift zur Wiederherstellung eines Tempels für Mars und Victoria
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Bronzestatuetten aus Regensburg: Ziegenbock, Amor, dreimal Merkur
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Römische Räucherkelche aus Regensburg
Großprüfening[Bearbeiten]
Bei Großprüfening an der Donau, genau gegenüber der Naabmündung, existierte etwa zeitgleich mit dem Legionslager ein weiteres kleineres Lager mit einer umfangreichen Zivilsiedlung. Dieser Ort wurde im 3. Jahrhundert, wohl bei einem feindlichen Überfall, zerstört. Einzelne Baustrukturen und Münzfunde belegen zwar eine Weiterexistenz der Siedlung in der Spätantike, jedoch sicherlich in kleinem Umfang.
Christentum und Weiterleben[Bearbeiten]
Es gibt nur wenige Zeugnisse für das Christentum in der antiken Stadt. Immerhin existiert aber ein christlicher Grabstein einer Sarmanna, von dem allerdings nicht sicher ist, ob er noch in die Jahrzehnte um 400 oder bis zu ein Jahrhundert später zu datieren ist.<ref>CIL III, 5972; dazu siehe Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 247–248.</ref>
Über die Geschichte der Stadt in der folgenden Zeit ist wenig bekannt. Die Münzfunde brechen, wie fast überall in der Provinz Raetia, um 408 weitgehend ab. Dies muss jedoch nicht heißen, dass der Ort von den Römern aufgegeben wurde, sondern es zeigt nur an, dass die Zufuhr neuer Münzen in das raetische Grenzgebiet aufhörte. Eine feindliche Zerstörung Regensburgs ist für das 5. Jahrhundert nicht nachweisbar, und Grabungen unter dem Stift Niedermünster erbrachten das Ergebnis, dass der Ort weiter besiedelt war. Dabei bleibt die römisch geprägte materielle Kultur im Fundmaterial sichtbar, was darauf schließen lässt, dass Teile der alten Bevölkerung („Romanen“) vor Ort verblieben. Hinzu tritt im Laufe des 5. Jahrhunderts allerdings immer stärker germanisch geprägtes Fundmaterial (insbesondere die sogenannte Gruppe Friedenhain-Přešťovice). Raetien gehörte zu dieser Zeit, wie sowohl die Schriftquellen als auch das archäologische Fundmaterial nahelegen, noch lange zum Römischen Reich.<ref>Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3, S. 252–254 und S. 258–263.</ref> Die vor Ort nachweisbaren Germanen dürften nicht etwa feindliche Besatzer gewesen sein, sondern hauptsächlich Söldner (Foederaten), die mit römischem Einverständnis dort siedelten und Sicherungsaufgaben übernahmen. Wann die Kontrolle der römischen Zentrale schließlich doch erlosch, ist unbekannt, doch wird dies im späteren 5. Jahrhundert gewesen sein. Parallel dazu geriet die Region zunehmend unter die Kontrolle der Alamannen unter ihrem Herrscher Gibuld, die im frühen 6. Jahrhundert ihrerseits den Franken unterlagen. Für den Übergang vom 5. zum 6. Jahrhundert gibt es im ehemaligen Legionslager Belege für Bauarbeiten unbekannter Art. Um 600 wurde unter dem Niedermünster eine Holzpalisade errichtet. Um 700 lassen sich dann die ersten mittelalterlichen Bauten belegen. Auch wenn die Belege mager sind, so scheint Castra Regina doch durchgehend besiedelt gewesen zu sein.
Arbeo von Freising beschreibt die Stadt um 770 als stark befestigte metropolis. Bei diesen Befestigungen dürfte es sich um die noch intakt gebliebenen römischen Mauern gehandelt haben.<ref>Wilhelm Störmer: Die Bajuwaren. C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47981-2, S. 47.</ref> Zu diesem Zeitpunkt hatten sich in der Region die Bajuwaren als herrschende Schicht etabliert, deren Herzöge aus der Familie der Agilolfinger in Regensburg residierten. Die um 920 errichtete Westerweiterung der Stadt reichte bis zum Donauufer und hatte keine Nordmauer; deshalb wurde auch die Ostmauer des Legionslagers bis zum Ufer der Donau verlängert und dort mit dem Hallertor ein neuer Zugang zur Stadt geschaffen.
Literatur[Bearbeiten]
- Thomas Aumüller: Die Höhenentwicklung der Befestigung des Legionslagers Regensburg von 179 n. Chr. In: Römische Wehrbauten. Befund und Rekonstruktion. Kolloquiumsband (= Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Band 7). Volk, München 2013, ISBN 978-3-86222-131-8, S. 108–111.
- Karlheinz Dietz, Udo Osterhaus, Sabine Rieckhoff-Pauli, Konrad Spindler: Regensburg zur Römerzeit. Pustet, Regensburg 1979, ISBN 3-7917-0599-7.
- Karlheinz Dietz, Thomas Fischer: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt. Pustet, Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2976-3.
- Andrea Faber: Das römische Auxiliarkastell und der Vicus von Regensburg-Kumpfmühl (= Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte. Band 49). C. H. Beck, München 1994, ISBN 3-406-35642-7.
- Thomas Fischer: Das Umland des römischen Regensburg (= Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte. Band 42). C. H. Beck, München 1990, ISBN 3-406-33450-4.
- Michaela Konrad: Die Ausgrabungen unter dem Niedermünster zu Regensburg II. Bauten und Funde der römischen Zeit. Auswertung (= Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte. Band 57). C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-10757-5 (Digitalisat).
- Adolf Lippold: Regensburg 179 n. Chr. – Die Gründung des Lagers der Legio III Italica. In: Dieter Albrecht (Hrsg.): Zwei Jahrtausende Regensburg (= Schriftenreihe der Universität Regensburg. Band 1). Mittelbayerische Druckerei- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1979, ISBN 3-921114-50-0, S. 21–35.
- Siegmar von Schnurbein: Das römische Gräberfeld von Regensburg (= Materialhefte zur Bayerischen Vorgeschichte. Reihe A Band 31). Laßleben, Kallmünz 1977, ISBN 3-7847-5031-1.
- Gerhard Waldherr: Auf den Spuren der Römer – ein Stadtführer durch Regensburg. Pustet, Regensburg 2001, ISBN 3-7917-1748-0. Überarbeitete Neuauflage unter dem Titel: Römisches Regensburg. Ein historischer Stadtführer. Pustet, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7917-2738-7.
Weblinks[Bearbeiten]
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.500 Jahre auf den Spuren der Römer – virtuelle Ausstellung zur Forschungsgeschichte des römischen Regensburg erstellt von Studierenden der Universität Regensburg ( vom 23. Juni 2018 im Internet Archive)
- siehe dazu: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Älteste virtuelle Ausstellung: 500 Jahre auf den Spuren der Römer ( vom 4. Dezember 2024 im Internet Archive) zur Geschichte der heute nur noch über Webarchive teilweise verfügbaren virtuellen Ausstellung
- Castra Regina – Antikefan
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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