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Ceconomy

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CECONOMY AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Ceconomy 2017 logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007257503 (Stammaktie)
DE0007257537 (Vorzugsaktie)
Gründung 1963
Sitz Düsseldorf, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Remko Rijnders (Vorstandsvorsitzender)<ref>Vorstand. Abgerufen am 2. Juli 2026.</ref>
Mitarbeiterzahl 50.730<ref name="Geschäftsbericht 2024/25">Geschäftsbericht 2024/25. (PDF) Ceconomy, 19. Dezember 2025, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Umsatz 23,1 Mrd. Euro<ref name="Geschäftsbericht 2024/25" />
Branche Einzelhandel
Website www.ceconomy.de
Stand: 30. September 2025
Datei:Gebaeude Kaistrasse 3 in Duesseldorf-Hafen, von Sueden.jpg
Kaistraße 3 in Düsseldorf-Hafen, Hauptsitz des Unternehmens (2011)

Die Ceconomy AG (Eigenschreibweise: CECONOMY) ist ein börsennotierter Handelskonzern mit Sitz in Düsseldorf. Seine Historie geht auf den Metro-Konzern zurück. Neben MediaMarkt und Saturn gehört seit 2017 die Deutsche Technikberatung zum Konzern. Ceconomy betreibt mit Stand 2020 mehr als 1000 Elektronikmärkte in zwölf Ländern. 20 Prozent des Umsatzes wird online erzielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung des Unternehmens[Bearbeiten]

Im März 2016 kündigte Metro eine umfassende Neuordnung seiner Geschäftseinheiten an. Der Groß- und Lebensmittelhandel sollte getrennt von den Elektronikmärkten fortgeführt werden.<ref>Florian Kolf: Das große Aufräumen. Metro vor der Aufspaltung. In: Handelsblatt. 12. Mai 2016, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Dies sollte beiden Bereichen mehr Wachstum ermöglichen.<ref name="Aufspaltung">Evelyn Binder: Metro treibt Aufspaltung voran. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 16. Dezember 2016.</ref> Für Cash & Carry sowie Real wollte man weiterhin den Namen „Metro“ nutzen. MediaMarkt und Saturn sollten fortan unter dem Dach von „Ceconomy“ geführt werden.<ref>Aus Metro werden Metro und Ceconomy – Handelskonzern nennt Details zur Aufspaltung. In: Tagesspiegel. 16. Dezember 2016, S. 16.</ref><ref>Ceconomy: Metro gliedert MediaMarkt und Saturn aus. In: Der Spiegel. 15. Dezember 2016, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Hierbei handelt es sich um ein Kunstwort aus „Consumer Electronics“ und „Economy“.<ref name="Aufspaltung" />

Die Neuordnung wurde durch Eintragung im Handelsregister im Juli 2017 vollzogen,<ref>Handelskonzern: Metro-Aktionäre stimmen für Aufspaltung. In: Der Spiegel. 7. Februar 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref><ref>Die Metro-Aufspaltung ist vollzogen. Börsenstart am Donnerstag. In: Rheinische Post. 12. Juli 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Ceconomy und Metro sind seitdem unabhängige Gesellschaften.<ref>Florian Kolf: Metro-Aufspaltung: Welcher Zwilling ist der Bessere? In: Handelsblatt. 12. Juli 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Beide sind börsennotiert und waren im MDAX gelistet.<ref>Metro: Was die Aufspaltung für Aktionäre bedeutet. In: WirtschaftsWoche. 13. Juli 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref>

Diversifizierung und Internationalisierung[Bearbeiten]

Ceconomy startete als führender europäischer Elektronikhändler.<ref>Annette Becker: 1 + 1 < 2. In: Börsen-Zeitung. 15. Juli 2017, S. 9.</ref> Um diese Position auszubauen, setzte das Unternehmen auf eine Diversifizierung und Internationalisierung seiner Aktivitäten. Beispiele hierfür sind der Erwerb einer Mehrheit an der Deutschen Technikberatung und einer Minderheitsbeteiligung an den französischen Elektronik-Handelsketten Fnac Darty sowie die Zusammenführung des operativen Geschäfts in Russland mit M.video.<ref>Metro-Nachfolgerin: Ceconomy baut Dienstleistungsgeschäft aus. In: Handelsblatt. 7. März 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref><ref>Matthias Hell: Rückkehr nach Frankreich: Ceconomy steigt bei Fnac Darty ein. In: Channel Partner. 28. Juli 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref><ref>Annette Becker: Ceconomy sucht Ausweg aus Problemen in Russland. Abgabe des Standortnetzes mit Rückbeteiligung. In: Börsen-Zeitung. 14. April 2018, S. 9.</ref>

Als Reaktion auf den verschärften Wettbewerb mit Onlineplattformen entwickelte Ceconomy Pläne für eine noch engere Zusammenarbeit mit Fnac Darty und M.video, etwa im Einkauf für die Eigenmarken der Unternehmen.<ref>Mirjam Hecking: Strategische Allianz gegen Amazon und Chinesen: Wie Deutschlands größter Elektronikhändler Amazon und Alibaba Paroli bieten will. In: Manager Magazin. 16. Mai 2018, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Die Allianz wurde letztendlich nicht realisiert.<ref>Initiativen statt Allianzen: Media-Saturn legt Pläne für Allianz mit Fnac Darty auf Eis. In: CEtoday. 15. Januar 2019, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Der Einstieg bei Fnac Darty sorgte für einen neuen Schub bei dem langjährigen Konflikt mit dem MediaMarkt-Mitgründer Erich Kellerhals,<ref>Anzeige gegen Ceconomy: Kellerhals sorgt wieder für Ärger. In: Handelsblatt. 31. August 2017, abgerufen am 10. April 2021.</ref> der sich auch mit seinen Erben fortsetzte.<ref>Ceconomy streitet mit Kellerhals-Erben. In: Der Spiegel. 13. Januar 2018, S. 54.</ref>

Neuordnung der Gesellschafterstruktur[Bearbeiten]

Ceconomy erbte von Metro den Konflikt mit Kellerhals, unter anderem gab es Kontroversen um die Strategie des Unternehmens und die Besetzung von Gremien.<ref>Elektronikhändler Ceconomy: Ende eines jahrelangen Streits. In: Tagesschau. 15. Dezember 2020, abgerufen am 10. April 2021.</ref><ref>Florian Kolf: Vor Hauptversammlung: Streit über Besetzung des Ceconomy-Aufsichtsrats eskaliert. In: Handelsblatt. 20. Januar 2020, abgerufen am 10. April 2021.</ref> 2020 einigte sich Ceconomy mit Kellerhals’ Erben:<ref>Annette Becker: Ceconomy beendet Gesellschafterstreit. In: Börsen-Zeitung. 17. Juni 2021, abgerufen am 18. Juni 2021.</ref> Der Konzern erwarb die verbleibenden Anteile an der Media-Saturn-Holding und sicherte sich damit die vollständige Kontrolle über seine wichtigste Tochtergesellschaft. Im Gegenzug erhielt die Beteiligungsgesellschaft Convergenta, die von der Familie Kellerhals kontrolliert wird, eine Sperrminorität an Ceconomy sowie Wandelanleihen und Barmittel.<ref>Ceconomy: Streit um MediaMarktSaturn beendet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. Dezember 2020, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Convergenta, bisher Gesellschafterin der Media-Saturn-Holding, wurde dadurch zur Großaktionärin der Ceconomy.<ref>Annette Becker: Grünes Licht für Ceconomy-Umbau. In: Börsen-Zeitung. 18. Februar 2021, S. 9.</ref>

Übernahmeangebot durch JD.com[Bearbeiten]

Ende Juli 2025 gab Ceconomy bekannt, dass der chinesische Onlinehändler JD.com ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angekündigt habe, das Vorstand und Aufsichtsrat von Ceconomy unterstützen. Operativ bleibe Ceconomy unabhängig, JD.com strebe keine Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvereinbarung an. Die Ankeraktionäre Haniel, Beisheim, Freenet und Convergenta hätten bereits verbindliche Zusagen für rund 32 % des Aktienkapitals unterzeichnet. Convergenta behalte einen Anteil von rund 25,4 %.<ref>Ceconomy unterzeichnet Investorenvereinbarung mit JD.com, um Wachstum als führende europäische Omnichannel-Plattform für Consumer-Electronics zu beschleunigen. Ceconomy, 30. Juli 2025</ref> Die Andienungsfrist des Übernahmeangebots startete Anfang September 2025 ohne Mindestannahmeschwelle. Das Bundeskartellamt gab das Übernahmevorhaben ohne Auflagen frei. Unabhängig davon kündigte die deutsche Bundesregierung ein außenwirtschaftsrechtliches Investitionsprüfverfahren an, da JD.com Zugriff auf Kundendaten und Zugang zu kritischer Einzelhandelsstruktur erhalten würde.<ref>Kartellamt erlaubt JD.com den Einstieg bei Ceconomy lto.de, 18. September 2025</ref> Weil JD.com mit seiner Tochtergesellschaft Ochama auch in den Niederlanden vertreten ist, wurde das Vorhaben zudem von der niederländischen Wettbewerbsbehörde Autoriteit Consument en Markt (ACM) geprüft und genehmigt.<ref>JD.com mag uitsluitende zeggenschap over CECONOMY AG verkrijgen (eindmededeling). Autoriteit Consument en Markt, 15. September 2025, abgerufen am 14. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zum Ende der ersten Andienungsfrist Mitte November 2025 hat sich JD.com insgesamt 70,9 % gesichert (den bei Convergenta bleibenden 25,4-%-Anteil eingerechnet, der als indirekte Beteiligung gewertet wird, da Convergenta sich verpflichtete, künftig mit JD.com zu stimmen).<ref>Handelsblatt: Chinesen sichern sich große Mehrheit an Mediamarkt-Saturn, 14. November 2025</ref>

Die Meridian Stiftung der Familie Schmidt-Ruthenbeck entschied sich, ihren Anteil von 11,1 % nicht an JD.com zu verkaufen und damit neben Convergenta weiterhin ein bedeutender Anteilseigner zu bleiben.<ref name=JDEuropaPlaene>Florian Kolf, Friederike Hofmann: Europa-Pläne von JD.com stoßen auf überraschende Hürden. In: Handelsblatt. 30. Dezember 2025, abgerufen am 7. August 2026.</ref>

Im Juni 2026 gab das Bundeswirtschaftsministerium nach dem außenwirtschaftsrechtlichen Investitionsprüfverfahren die Übernahme unter Auflagen frei, die gewährleisten sollen, dass die personenbezogenen Daten der Kunden in Deutschland geschützt bleiben, der Bundesregierung starke Überwachungs- und Kontrollrechte einräumen und ihr ermöglichen, die Genehmigung im Fall von Verstößen zu widerrufen.<ref name="DE-regierung-29jun26"/> Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung „vorläufige Bedenken“ und prüft den Fall nun genauer, weil eine vorläufige Untersuchung darauf hingedeutet habe, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren. Für eine endgültige Entscheidung hat die Kommission bis zum 2. Oktober 2026 Zeit.<ref>Ceconomy-Kauf: EU-Kommission treibt Untersuchung gegen JD.com voran. In: Handelsblatt. 22. Juli 2026, abgerufen am 7. August 2026.</ref> In nationalen Prüfverfahren haben neben Deutschland auch Frankreich und Italien bereits grünes Licht für die Übernahme gegeben, die Entscheidungen aus Spanien und Österreich stehen (Stand Juni 2026) noch aus.<ref name="DE-regierung-29jun26">Deutsche Börse: Ministerium genehmigt Übernahme von MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy, 29. Juni 26</ref>

Aktionärsstruktur[Bearbeiten]

Aktionärsstruktur, beruhend auf Stimmrechten (Stand: September 2023):<ref>https://www.ceconomy.de/de/investor-relations/aktie/</ref>

Nach dem Übernahmeangebot von JD.com ergibt sich folgende Aktionärsstruktur:<ref name=JDEuropaPlaene/>

Börsennotierung[Bearbeiten]

Das Grundkapital der Ceconomy AG war eingeteilt in ca. 356 Millionen Stammaktien (Stand: April 2021). Dazu kamen ca. zwei Millionen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. April 2022 wurden die stimmrechtlosen Vorzugsaktien in Stammaktien mit Stimmrecht umgewandelt. Das Grundkapital besteht nun aus 359.421.084 Stammaktien mit Stimmrecht.<ref>https://www.ceconomy.de/de/investor-relations/aktie/</ref> Die Ceconomy AG war von 2017 bis September 2018 Teil des MDAX und gehörte bis Oktober 2025 dem SDAX an.<ref>Aktienindizes: So sehen So sehen MDax, SDax und TecDax künftig aus. In: Handelsblatt. 6. September 2018, abgerufen am 10. April 2021.</ref><ref>Unscheduled component change in SDAX (Oct. 13, 2025). Stoxx Ltd., 13. Oktober 2025, abgerufen am 27. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten]

Im Kern der Geschäftstätigkeit von Ceconomy steht der Verkauf von Consumer Electronics sowie die Information und Beratung sowie Installation und Reparatur entsprechender Produkte. Dabei agieren Tochtergesellschaften weitgehend unabhängig vom Konzern. Ceconomy setzt verstärkt auf eine Verbindung der Märkte mit dem Online-Handel. Die Omnichannel-Strategie gilt als wichtigster Baustein für die Weiterentwicklung des Konzerns.<ref>Florian Kolf: Elektronikhändler: Ceconomy-Chef wird mit neuer Strategie für seine Vertragsverlängerung. In: Handelsblatt. 13. August 2020, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Ceconomy hält am stationären Geschäft fest.<ref>MediaMarkt und Saturn halten an stationärem Geschäft fest. In: Channel Partner. 17. Februar 2021, abgerufen am 10. April 2021.</ref>

Media-Saturn-Holding[Bearbeiten]

Die Media-Saturn-Holding (auch MediaMarktSaturn Retail Group) mit Sitz in Ingolstadt bündelt das Geschäft unter den Marken MediaMarkt und Saturn. Die vormals eigenständigen Handelsketten sind seit 1990 gesellschaftsrechtlich verbunden.

Deutsche Technikberatung[Bearbeiten]

Die Deutsche Technikberatung (kurz DTB) mit Sitz in Hürth ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Kunden bei Fragen zu Consumer Electronics unterstützt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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