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Chris Weidman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Chris Weidman
Chris Weidman (2018)
Chris Weidman (2018)
Daten
Kampfname The All-American
Größe 1,88 m
Gewicht Halbschwergewicht
Nationalität Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtsdatum 17. Juni 1984
Geburtsort Baldwin
Team Serra-Longo Fight Team / Law MMA
Kampfstil Ringen/Grappling
MMA-Statistik
Siege 16
K. o. 6
Aufgabe 4
Punkte 6
Niederlagen 8
K. o. 7
Punkte 1

Chris Weidman (* 17. Juni 1984 in Baldwin, New York) ist ein ehemaliger US-amerikanischer MMA-Sportler, der 24 Profikämpfe von 2009 bis 2024 bestritt. Ab 2011 trat er in der UFC an und gewann dort als Nummer-1-Herausforderer am 6. Juli 2013 mit einem Sieg gegen Anderson Silva den Titel im Mittelgewicht, den er anschließend in einem Rückkampf gegen Silva sowie jeweils gegen Lyoto Machida und Vitor Belfort verteidigen konnte, ehe er ihn am 12. Dezember 2015 an Luke Rockhold verlor. In der ewigen UFC-Bestenliste des Mittelgewichts belegt er Platz 3 der meisten gewonnenen Titelkämpfe (4) sowie mit 43 auch Platz 2 der meisten erzielten Takedowns (Stand: 1. August 2026).<ref>UFC Record Book in Middleweight</ref>

Bei den World MMA Awards wurde er 2012 als „Aufsteiger des Jahres“<ref>World MMA Awards 2012 Results</ref> sowie 2013 als „Kämpfer des Jahres“ ausgezeichnet<ref>Vitor Belfort: Chris Weidman winning ‘Fighter of the Year’ at World MMA Awards was ‘embarrassing’</ref> und fand 2026 Aufnahme in die UFC Hall of Fame.<ref>Chris Weidman Named To UFC Hall Of Fame Class Of 2026</ref>

Ringen und BJJ[Bearbeiten]

Weidman begann mit dem Ringen an der Baldwin Senior High School, wo er Bezirks- und Landesmeister von New York werden konnte.<ref>Weidman’s amateur wrestling career</ref> Er besuchte anschließend das Nassau Community College in Uniondale, erreichte dort 2003 und 2004 jeweils einen dritten Rang bei den nationalen Meisterschaften der NJCAA in der Gewichtsklasse bis 89 kg und wurde dadurch auch zweimaliger Junior College All-American.<ref>Chris Weidman (2014) - Hall of Fame</ref><ref>Nassau Community College Wrestling</ref> Anschließend besuchte er von 2004 bis 2007 die Hofstra University auf Long Island, wo er in der Gewichtsklasse bis 89 kg 2006 den 6. Platz der NCAA Division I erreichen konnte und zum All-American ernannt wurde. In seinem Abschlussjahr 2007 wurde er zwischenzeitlich auf dritter Stelle der nationalen Rangliste geführt, gewann die Universitätsliga CAA und belegte den dritten Platz der NCAA Division I, womit seine erneute Ernennung zum All-American verbunden war.<ref>Chris Weidman (2024) - Hofstra Athletics Hall of Fame</ref><ref>Chris Weidman National Wrestling Hall Of Fame</ref>

Nach seinem Psychologie-Abschluss an der Hofstra University im Jahr 2007 arbeitete Weidman als ehrenamtlicher Assistenztrainer an der Universität und begann parallel mit dem Training für eine Karriere im Mixed Martial Arts. Er begann dazu auch 2008 mit BJJ und qualifizierte sich 2009 als Blaugurt in der Klasse bis 88 kg für die ADCC-Weltmeisterschaften in Barcelona, wo er erst im Viertelfinale gegen André Galvão ausschied. Im Mai 2015 erhielt er von Renzo Gracie und Matt Serra den schwarzen Gürtel im BJJ verliehen.<ref>UFC Champion Chris Weidman Promoted to Black Belt in BJJ</ref>

MMA[Bearbeiten]

Datei:Chris Weidman.jpg
Chris Weidman bei der Abwaage für das Event UFC 131 (2011)

Er startete seine MMA-Profikarriere im Februar 2009 bei Ring of Combat (ROC), wo er am 24. September 2010 mit einem Sieg durch TKO in Runde 1 gegen Uriah Hall den Mittelgewichts-Titel gewann.<ref>Chris Weidman Knocks out Uriah Hall in Ring of Combat Bout in 2010</ref> Diesen verteidigte er am 3. Dezember 2010 nach Punkten gegen Valdir Araújo.<ref>ROC 33 - Ring of Combat 33</ref>

Im Februar 2011 wurde er bei der UFC unter Vertrag genommen<ref>LI's Chris Weidman signs with UFC</ref> und gewann sein Debüt am 3. März 2011 nach Punkten gegen Alessio Sakara.<ref>UFC on Versus 3 results: Chris Weidman defeats Alessio Sakara via unanimous decision</ref>

Anschließend siegte er durch Submission gegen Jesse Bongfeldt<ref>UFC 131 results: Chris Wiedman chokes out Jesse Bongfeldt</ref> und Tom Lawlor<ref>UFC 139 results: Chris Weidman chokes out Tom Lawlor in first round</ref>, sowie nach Punkten gegen Demian Maia<ref>UFC on FOX 2 results: Chris Weidman earns split decision over Demian Maia</ref> und per K.o. gegen Mark Muñoz.<ref>UFC on Fuel 4 Results: Chris Weidman Demolishes Mark Munoz</ref>

Er konnte daraufhin als Nummer 1 der Herausforderer am 6. Juli 2013 bei UFC 162 in Las Vegas um den UFC-Mittelgewichtstitel kämpfen und siegte dabei überraschend durch K.o. in der zweiten Runde gegen den Champion Anderson Silva (Kampfbilanz: 33-4), der bis dahin die längste Titelregentschaft in der Geschichte der UFC erzielt hatte und als bester Kämpfer ungeachtet der Gewichtsklassen geführt wurde.<ref>UFC 162 results: Chris Weidman knocks out Anderson Silva to end legend’s title reign</ref><ref>UFC 162 Results: Chris Weidman Defeats Anderson Silva</ref> Seine erste Titelverteidigung bestritt er am 28. Dezember 2013 bei UFC 168 in Las Vegas im Rahmen eines Rematch gegen noch auf Platz 1 der Herausforderer geführten Silva und siegte durch TKO in Runde 2, nachdem sich der Brasilianer im Zuge eines Lowkicks das linke Bein gebrochen hatte.<ref>UFC 168: Weidman vs. Silva II Does $6.2 Million Gate</ref> Weitere Titelverteidigungen gewann er am 5. Juli 2014 einstimmig nach Punkten gegen Lyoto Machida (21-4, UFC #3)<ref>UFC 175 results: Chris Weidman retains title against Lyoto Machida in thrilling fight</ref> und am 23. Mai 2015 durch TKO in Runde 1 gegen Vitor Belfort (24-10, UFC #3).<ref>Chris Weidman stops Vitor Belfort by first-round TKO to defend title</ref>

In seiner vierten Titelverteidigung, am 12. Dezember 2015 bei UFC 194 in Las Vegas, verlor er dann durch TKO in der vierten Runde gegen Luke Rockhold (14-2, UFC #1).<ref>Luke Rockhold hands Chris Weidman first loss to claim middleweight title</ref> Nach weiteren vorzeitigen Niederlagen gegen Yoel Romero (11-1, UFC #4)<ref>Yoel Romero Finishes Chris Weidman to Earn Title Shot</ref> und Gegard Mousasi (41-6, UFC #5)<ref>Mousasi defeats Weidman in controversial finish</ref>, siegte er am 22. Juli 2017 per Submission gegen Kelvin Gastelum (14-2).<ref>Weidman gewinnt Heimspiel gegen Gastelum</ref> Seinen nächsten Kampf verlor er dann im November 2018 per K.o. gegen Ronaldo Souza (25-6, UFC #5).<ref>'Jacare' Souza knocks out Chris Weidman in toe-to-toe co-main event</ref>

Am 18. Oktober 2019 bestritt er bei UFC on ESPN 6 in Boston einen Halbschwergewichtskampf, den er durch K.o. in Runde 1 gegen Dominick Reyes (11-0, UFC #4) verlor.<ref>Dominick Reyes makes quick work of Chris Weidman in UFC on ESPN 6 main event</ref> Am 8. August 2020 gewann Weidman per einstimmiger Entscheidung gegen Omari Achmedow (20-4)<ref>UFC Vegas 6 results: Chris Weidman rallies, wrestles Omari Akhmedov for decision win</ref>, ehe er im Anschluss gegen Uriah Hall (16-9)<ref>Brutaler Beinbruch stoppt UFC-Fighter</ref> und Brad Tavares (19-8) verlor.<ref>UFC 292 results: Brad Tavares spoils Chris Weidman’s comeback with vicious leg kick attack to win unanimous decision</ref>

Am 30. März 2024 erzielte er gegen Bruno Silva (23-10) den letzten Sieg seiner Karriere<ref>Chris Weidman defeats Bruno Silva via rare double eye poke combo</ref>, ehe er am 7. Dezember 2024 bei UFC 310 in Las Vegas durch TKO gegen Eryk Anders (16-8) unterlag.<ref>UFC 310 video: Eryk Anders brutalizes Chris Weidman with ground and pound for second-round finish</ref> Im Januar 2025 verkündete er das Ende seiner Karriere.<ref>Chris Weidman, former middleweight champion, retires from UFC</ref>

Kampfstatistik[Bearbeiten]

Ergebnis<ref>Chris Weidman in der Datenbank von Sherdog (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Kampfstatistik Gegner Siegart Veranstaltung Datum
Niederlage 16-8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eryk Anders TKO (Schläge) UFC 310 - Pantoja vs. Asakura 7. Dezember 2024
Sieg 16-7 Brasilien Bruno Silva technische Entscheidung (Einstimmig) UFC on ESPN: Blanchfield vs. Fiorot 30. März 2024
Niederlage 15-7 Vereinigte StaatenVereinigte StaatenBrad Tavares Entscheidung (Einstimmig) UFC 292:Sterling vs. O'Malley 19. August 2023
Niederlage 15-6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Uriah Hall TKO (Beinverletzung) UFC 261: Usman vs. Masvidal 2 24. April 2021
Sieg 15-5 RusslandRussland Omari Achmedow Entscheidung (Einstimmig) UFC Fight Night: Lewis vs. Oleinik 8. August 2019
Niederlage 14-5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dominick Reyes KO (Schlag) UFC on ESPN: Reyes vs. Weidman 18. Oktober 2019
Niederlage 14-4 Brasilien Ronaldo Souza KO (Schlag) UFC 230: Cormier vs. Lewis 3. November 2018
Sieg 14-3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kelvin Gastelum Aufgabe (Arm-Triangle Choke) UFC on Fox 25: Weidman vs. Gastelum 22. Juli 2017
Niederlage 13-3 NiederlandeNiederlande Gegard Mousasi TKO (Kniestöße) UFC 210: Cormier vs. Johnson 2 8. April 2017
Niederlage 13-2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Yoel Romero KO (Flying Knee) UFC 205: Alvarez vs. McGregor 12. November 2016
Niederlage 13-1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Luke Rockhold TKO (Schläge) UFC 194: Aldo vs. McGregor 12. Dezember 2015
Sieg 13-0 Brasilien Vitor Belfort TKO (Schläge) UFC 187: Johnson vs. Cormier 23. Mai 2015
Sieg 12-0 Brasilien Lyoto Machida Entscheidung (Einstimmig) UFC 175: Weidman vs. Machida 5. Juli 2014
Sieg 11-0 Brasilien Anderson Silva TKO (Beinverletzung) UFC 168: Weidman vs. Silva 2 28. Dezember 2013
Sieg 10-0 Brasilien Anderson Silva KO (Schlag) UFC 162: Silva vs. Weidman 6. Juli 2013
Sieg 9-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Munoz KO (Ellenbogen) UFC on Fuel TV 4: Munoz vs. Weidman 11. Juli 2012
Sieg 8-0 Brasilien Demian Maia Entscheidung (Einstimmig) UFC on Fox 2: Evans vs. Davis 28. Januar 2012
Sieg 7-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Lawlor Submission (Brabo Choke) UFC 139: Shogun vs. Henderson 19. November 2011
Sieg 6-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jesse Bongfeldt Submission (Guillotine Choke) UFC 131: Dos Santos vs. Carwin 11. Juni 2011
Sieg 5-0 ItalienItalien Alessio Sakara Entscheidung (Einstimmig) UFC Live 3: Sanchez vs. Kampmann 3. März 2011
Sieg 4-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Valdir Araujo Entscheidung (Einstimmig) ROC 33: Ring of Combat 33 3. Dezember 2010
Sieg 3-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Uriah Hall TKO (Schläge) ROC 31: Ring of Combat 31 24. September 2010
Sieg 2-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Stewart TKO (Schläge) ROC 24: Ring of Combat 24 17. April 2009
Sieg 1-0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Reubem Lopes Submission (Kimura) ROC 23: Ring of Combat 23 20. Februar 2009

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Chris Weidman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

<references />