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Christopher Steele

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Christopher David Steele (* 24. Juni 1964 in Aden<ref name="Dip1996" >The Diplomatic Service List. H.M. Stationery Office, London 1996, ISBN 978-0-11-591752-3, S. 235: „Steele, Christopher David; Second later First Secretary FCO since April 1993; born 24.6.64; FCO 1987; Second Secretary (Chancery) Moscow 1990; FCO 1987; m 1990 Laura Katharine Hunt.“</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Inside the shadowy world of Chris Whatsit: How the confirmed Cambridge socialist became the top British spy behind the Trump 'dirty dossier' that is tearing apart American, British and Russian relations.] Mail Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) ist ein ehemaliger britischer Geheimdienstmitarbeiter. Steele wurde im Januar 2017 der Weltöffentlichkeit als Autor eines Dossiers über den gewählten US-Präsidenten Donald Trump bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Steele wurde in Aden, in der Südarabischen Föderation geboren, sein Vater war bei den Streitkräften des Vereinigten Königreichs. Steele wuchs in Surrey bei London auf und besuchte das Girton College der Elite-Universität Cambridge. Während seiner Zeit in Cambridge schrieb er für die Studentenzeitung „Varsity“.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, The Tab, 13. Januar 2017 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> 1986 stand er der Cambridge Union Society, dem studentischen Debattierclub, als Präsident vor, sein Counterpart in der Oxford Union war Boris Johnson.<ref>Larisa Brown, Martin Robinson, Sam Greenhill, Sam Tonkin, Dave Burke: Christopher Steele in hiding over Trump dirty dossier made £1m in two years, Daily Mail Online 12. Januar 2017</ref> Im gleichen Jahr machte er seinen Abschluss in Sozial- und Politikwissenschaften (social and political sciences).

Nach dem College-Abschluss ging Steele 1990 zum britischen Geheimdienst Secret Intelligence Service (MI6) und arbeitete etwa 20 Jahre dort. 1998 wurde er als Erster Sekretär an der Botschaft in Paris geführt. 1999 war er für MI6 in Moskau stationiert, in diesem Zusammenhang wurde er zusammen mit 114 weiteren Personen in einer DSMA-Notice (Defence and Security Media Advisory Notice) genannt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Vice News, 13. Januar 2017 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Cryptome. Abgerufen am 17. Januar 2017 (english). „Christopher David Steele: 90 Moscow; dob 1964.“Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Nach dem Verlassen des MI6 gründete er zusammen mit Christopher Burrows, einem weiteren ehemaligen Geheimdienstler, im März 2009 das Business-Intelligence-Unternehmen „Orbis Business Intelligence Ltd.“ mit dem Firmensitz 9-11 Grosvenor Gardens, nur unweit des Buckingham Palace.<ref>Katrin Pribyl: Großbritannien: Wo steckt der geheimnisvolle Agent Christopher Steele?, Augsburger Allgemeine 12. Januar 2017</ref> Mitte Januar 2017 wurden die britischen Medien erneut in einer DSMA-Notice aufgefordert, den Namen Steeles nicht zu nennen.

Steele ist verheiratet und hat vier<ref>What to Know About Christopher Steele, Alleged Author of the Trump Dossier Time vom 13. Januar 2017</ref> Kinder.<ref name=nyt>Christopher Steele, Ex-Spy Who Compiled Trump Dossier, Goes to Ground New York Times vom 12. Januar 2017</ref> Nach der Veröffentlichung des Dossiers zu Donald Trump tauchte Steele unter.<ref>Ex-MI6 officer Christopher Steele in hiding after Trump dossier. British Broadcasting Corporation, 12. Januar 2017, abgerufen am 16. Januar 2017.</ref><ref name=faz />

Steele genießt bei seinen ehemaligen US-amerikanischen und britischen Kollegen eine sehr gute Reputation<ref>How a Sensational, Unverified Dossier Became a Crisis for Donald Trump New York Times vom 11. Januar 2017</ref><ref name=faz /><ref>Wie im Kalten Krieg Neue Zürcher Zeitung vom 14. Januar 2017</ref> und gilt bei US-amerikanischen Behörden als glaubwürdig.

Ermittlungen[Bearbeiten]

Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 bewarb sich der englische Fußballverband „The Football Association“ im Rahmen der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 als Gastgeber für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Auswahl engagierte das zuständige Komitee unter anderem „Orbis“, um Material über die anderen Mitbewerber zu sammeln.<ref>Der Agent, der zu viel wissen könnte Spiegel Online vom 17. Januar 2017</ref> Nach Verkündung der Entscheidungen traf sich Steele auch mit Ermittlern der „Eurasian Organized Crime Unit“ des FBI, die im Bereich der<ref>Former MI6 officer Christopher Steele, who produced Donald Trump Russian dossier, 'terrified for his safety' and went to ground before name released, The Telegraph vom 12. Januar 2017</ref> Korruption in der FIFA ermittelten. Die Informationen Steeles sollen nach Mitteilung mehrerer Medien dazu beigetragen haben, Haftbefehle gegen FIFA-Funktionäre erwirken zu können, die nach Festnahme an die US-amerikanischen Justizbehörden ausgeliefert wurden.<ref name=faz>Der Spion, der Trump nicht liebte, FAZ Online vom 12. Januar 2017</ref>

Trump-Dossier[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Steele gab vor, Untersuchung der Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und russischen Stellen im Juni 2016 im Auftrag der in Washington, D.C. ansässigen Firma Fusion GPS begonnen zu haben. Fusion GPS wurde von Personen aus der Demokratischen Partei dafür bezahlt. Die Firma behauptete, seit Anfang 2016 – für einen Republikaner im parteiinternen Vorwahlkampf – Material gegen Trump gesammelt zu haben. Steele gab vor, für andere Auftraggeber zuvor russische Einflussnahmen auf europäische Wahlen untersucht zu haben. Im Juni 2016 verfasste Steele einen Bericht, in dem er auf jahrelange Bemühungen Präsident Putins einging, Trump zu umwerben; dieser gelangte nach der Democratic National Convention im Juli über Mittelsmänner an das FBI und Geheimdienststellen, nachdem gehackte E-Mails der Parteiorganisation der Demokraten (DNC) veröffentlicht wurden. Das FBI nahm Ende Juli 2017 Ermittlungen zu einer möglichen Kollusion zwischen Trumps Team und russischen Behörden auf. Laut Steeles Dossier habe die russische Regierung Trumps Wahlkampf unterstützt. Auch sollen russische Behörden über kompromittierende Beweise von Trumps Verhalten verfügen, um ihn erpressen zu können.<ref name="wsj-2017-01-11">Jenny Gross, Jason Douglas: Christopher Steele, Ex-British Intelligence Officer, Said to Have Prepared Dossier on Trump. In: Wall Street Journal, 11. Januar 2017 (englisch).</ref> Dem Trump-Dossier nach soll Igor Setschin, Chef des russischen Mineralölunternehmens Rosneft, Trump einen 19-Prozent-Anteil an dem Ölkonzern im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen geboten haben. Setschin habe das Angebot Wahlkampfmanager Carter Page unterbreitet. Gegen Setschin und den Ölkonzern waren Sanktionen in Kraft, die die Vorgängerregierung von Barack Obama 2014 nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland verhängt hatte.<ref>tagesschau.de: King & Spalding: Wrays Kanzlei und ihre Russlandverbindungen, 7. Juni 2017</ref>

Eine zweiseitige Zusammenfassung des 35-seitigen Dossiers wurde einem Dokument beigefügt, mit dem der noch amtierende US-Präsident Obama und der gewählte Präsident Trump Anfang Januar 2017 zu Ermittlungen in der Russland-Affäre informiert wurden. BuzzFeed veröffentlichte das vollständige Dokument am 10. Januar. Dies sorgte weltweit für Aufsehen.<ref>Ken Bensinger, Miriam Elder, Mark Schoofs: These Reports Allege Trump Has Deep Ties To Russia. In: BuzzFeed, 10. Januar 2017 (englisch).</ref>

Donald Trump bezeichnete am 12. Januar 2017 Steele als „gescheiterten Agenten“ („failed spy“).<ref>Head of MI6 used information from Trump dossier in first public speech. In: The Independent, 15. Januar 2017 (englisch).</ref> Am 16. Januar 2017 forderte er, dass Großbritannien gegen Steele ermitteln soll.<ref>Britain should investigate former MI6 agent Christopher Steele, says Donald Trump. In: The Daily Telegraph, 16. Januar 2017 (englisch).</ref> Der russische Außenminister Sergei Lawrow bezeichnete in einer Pressekonferenz Steele als „davongelaufenen Gauner“ („runaway crook“).<ref>Russlands Außenminister Lawrow: Der Trump-Versteher. In: Spiegel Online, 17. Januar 2017.</ref>

Andrew Wood, britischer Botschafter in Moskau von 1995 bis 2000, war von dem Dossier „derart beunruhigt“, dass er Senator John McCain während des Halifax International Security Forums in Kanada am 18. November 2016 darauf ansprach.<ref>Kim Sengupta: Revealed: former British ambassador Sir Andrew Wood’s key role in Trump investigation. In: The Independent, 12. Januar 2017 (englisch).</ref> Wood soll den genauen Inhalt nicht gekannt, sich aber im Gespräch für Steeles Professionalismus und Integrität verbürgt haben.<ref name=ind14jan>Ex-MI6 agent so worried by his Donald Trump discoveries he started working without pay. In: The Independent, 14. Januar 2017 (englisch).</ref> Gegenüber der Zeitung The Times erklärte Wood, das Dossier „habe Informationen bestätigt, die er anderswo gehört habe, und ihnen müsste nachgegangen werden, denn wenn sie stimmen, wäre der künftige US-Präsident erpressbar“.<ref>Jochen Wittmann: Agent in Angst. In: Sächsische Zeitung, 14. Januar 2017.</ref> Über seinen ehemaligen Mitarbeiter Steele sagte Wood in einem Interview mit CBS News, dass dieser ein „rechtschaffener Fachmann“ („an honest professional“) sei.<ref>Ex-U.K. ambassador to Russia says Kremlin’s use of sexual entrapment “widespread”. In: CBS News, 18. Januar 2017 (englisch).</ref>

Im Jahre 2020 schrieb die New York Times, dass Steeles Angaben "unbegründet waren oder gar gänzlich widerlegt wurden".<ref>Robert Draper: Unwanted Truths: Inside Trump’s Battles With U.S. Intelligence Agencies In: The New York Times, 8. August 2020 (englisch).</ref> Lindsey Graham sagte als Vorsitzender des Justizausschusses des US-Senats, dass das FBI seine Kollegen im Geheimdienstausschuss des US-Senats bei der Anhörung in Bezug zu russischer Wahleinmischung im Jahre 2018 täuschte. Dabei war Steeles Dossier Anlass der Erweiterung des Überwachungsgesetzes Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA).<ref>Newly Declassified Document Indicates FBI Misled Congress on Reliability of Steele Dossier Justizausschuss des US-Senats, 9. August 2020 (englisch).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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