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Clerf

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Clerf
Wappen Karte
Wappen von Clerf Lage von Clerf im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Ansicht des Ortskerns mit Schloss und Pfarrkirche
Ansicht des Ortskerns mit Schloss und Pfarrkirche
Staat: LuxemburgDatei:Flag of Luxembourg.svg Luxemburg
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 50° 3′ N, 6° 2′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city 50° 3′ 16″ N, 6° 1′ 46″ O
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Kanton: Clerf
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Fläche: 25,5 km²
Bevölkerungsdichte: 246,7 Einw./km²
Gemeindenummer: 0501
Website: www.clervaux.lu
Politik
Bürgermeister: Georges Keipes (BGC)
Schöffen: Emile Eicher (CSV)
Georges Glod (BGC)
Wahlsystem: Proporzwahl
Sitzverteilung im Gemeinderat:
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Clerf (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. oder <phonos file="Lb-Cliärref.ogg">Cliärref</phonos>/?) ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Lage, Geografie und Klima[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Ösling, einem Teil der Ardennen. Die durchschnittliche geografische Höhe beträgt etwa 500 Meter über dem Meeresniveau. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Schwaarzenhiwwel nahe Marnach mit 544 m, der tiefste Punkt liegt auf 274 m im Tal der Our nahe Roder. Der Fluss Our, ein Nebenfluss der Sauer, bildet im Osten die Grenze mit Deutschland und dem Bundesland Rheinland-Pfalz. Nordöstlich schließt sich Belgien mit der Gemeinde Burg-Reuland in der Provinz Lüttich an. Luxemburgische Nachbargemeinden sind Parc Hosingen im Südosten, Kiischpelt und Wiltz im Süden, Wintger im Westen und Weiswampach im Norden. Das Dreiländereck Deutschland–Belgien–Luxemburg verläuft durch die Gemeinde Clerf. Durch den namensgebenden Ort fließt die Klerf.

Datei:Klimadiagramm-metrisch-deutsch-Clervaux (Clerf)-Luxemburg.png
Klimadiagramm von Clerf

Gemeinde[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenschluss bilden die folgenden 17 Ortschaften die Gemeinde Clerf (alphabetisch geordnet)<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2021-07-09;.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>:

deutscher Name luxemburgischer Name französischer Name
Clerf Klierf / Cliärref Clervaux
Drauffelt Draufelt Drauffelt
Eselborn Eeselbuer Eselborn
Fischbach Fëschbech / Fëschbich Fischbach
Grindhausen Grandsen Grindhausen
Heinerscheid Hengescht / Hengischt / Héinischt Heinerscheid
Hüpperdingen Hëpperdang Hupperdange
Kalborn Kaalber Kalborn
Lieler Léiler Lieler
Marnach Maarnech / Maarnich Marnach
Mecher Mecher Mecher
Munshausen Munzen Munshausen
Reuler Reiler Reuler
Roder Rueder Roder
Siebenaler Siwwenaler Siebenaler
Urspelt Ischpelt Urspelt
Weicherdingen Wäicherdang Weicherdange

Folgende Weiler, Höfe und Mühlen gehören ebenfalls zur Gemeinde Clerf:

deutscher Name luxemburgischer Name französischer Name
Fossenhof Fossen / Fossenhaff Fossenhof
Käsfurt Kéisfuert / Kiisfurt Kaesfurt
Kaaspelterhof Kaaspelt Kaaspelterhof
Kalborner Mühle Kaalber Millen Kalborn-Moulin
Kirelshof Kirelshaff Kirelshaff
Lausdorn Lausduer / Lausduarre Lausdorn
Tintesmühle / Tentismühle Tëntesmillen Tintesmühle
Wirtgensmühle Wirtgensmillen Wirtgensmühle

Geschichte[Bearbeiten]

Im September 1944 wurde die Ortschaft Clerf durch amerikanische Truppen zunächst eingenommen, jedoch im Rahmen der Ardennenoffensive am 18. Dezember 1944 erneut von deutschen Truppen gegen heftige amerikanische Gegenwehr zurückerobert. Erst am 25. Januar 1945 erfolgte die endgültige Befreiung Clerfs von der deutschen Fremdherrschaft.

Am 12. Oktober 2008 haben sich die Einwohner der Gemeinden Clerf, Heinerscheid und Munshausen per Referendum für eine Fusion ihrer Gemeinden zu einer neuen Gemeinde Clerf ausgesprochen. Nach den Gemeindewahlen vom 9. Oktober 2011 ist die Fusion in Kraft getreten.<ref>Gemeindefusion; abgerufen am 23. März 2014</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Datei:Coat of arms clervaux luxbrg.png

Das Wappen des Ortes Clerf entstand im 19. Jahrhundert durch Modifikation des Familienwappens derer von Clerf (die Merletten waren silbern und das Schildhaupt rot) und wurde durch großherzoglichen Beschluss vom 30. Mai 1896 bewilligt.<ref>Memorial B 1896, Seite 338. Wiedergegeben in Steckbrief der Gemeinde Clerf</ref><ref name="Gemeinde2021">Details zur Gemeinde Clerf (PDF; 759 kB); abgerufen am 16. September 2021</ref>

Blasonierung: in rot unter goldenem Schildhaupt mit drei balkenweise gestellten schwarzen, rot bewehrten und geschnabelten Amseln (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Das Gemeindewappen wurde am südlichsten Ende der Grand Rue als Bodenmosaik aus kleinen Pflastersteinen gut sichtbar gestaltet. In vier Sprachen ist ein Schriftband mit dem Ortsnamen darum herum eingefügt.

Für die neue Gemeinde sind alle bisher in den Orten verwendeten Wappen nicht mehr in Gebrauch. Die neue Darstellung zeigt die Silhouette des Clerfer Schlosses als Strichzeichnung. Die Farben grau und rot bestimmen das Aussehen des Logos und „vereinen Neutralität (grau) mit Dynamismus und Lebhaftigkeit“, wie es auf der Gemeindehomepage heißt. Unter dem Schloss steht gemeng und rechts daneben senkrecht der Name Cliärref.<ref name="Gemeinde2021" />

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Im Ortsteil Reuler befindet sich die Grundschule für die gesamte Gemeinde, die alle Stufen von der Früherziehung, Vorschule über die Primarschule umfasst. Sie besteht aus je 4 Zyklen (Zyklus 1-Früherziehung und Vorschule; Zyklus 2–4 Primarschule) die die Klassen vom Zyklus 1–4 umfasst. Insgesamt besuchen circa 480 Schüler die Schule. Eine Sporthalle, ein Fußballfeld, der Schülerhort und die Kinderkrippe ergänzen das Kinderbildungsangebot auf demselben Campus in Reuler. Bis zum Jahr 2018 waren keine höheren Schulen im Gemeindegebiet angesiedelt.<ref name="Gemeinde2021" /> Im Jahr 2018 eröffnete nach dreijähriger Bauzeit das Lycée Edward Steichen, welches auch ein Schulangebot für internationale Schüler bereitstellt.<ref>wort.lu: "Cliärrwer Lycée": Baubeginn für Frühjahr 2015 geplant, abgerufen am 28. Januar 2015</ref><ref>Lycée Edward Steichen, abgerufen am 16. September 2021</ref>

Bauwerke, Museen, Denkmale[Bearbeiten]

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Datei:0 Clervaux 101021 CH1.JPG
Schloss Clerf
Datei:Family3.JPG
The Family of Man
Datei:Clerf-Benediktiner-Abtei-20060908.JPG
Benediktiner-Abtei

Schloss[Bearbeiten]

Das Schloss oder besser die Schlossburg wurde im 12. Jahrhundert, vielleicht auch früher, von den Grafen von Clerf auf einem Felsvorsprung errichtet. Vermutet wird, dass die ersten Grafen von Clerf mit den Grafen von Sponheim verwandt waren. In einem Dokument aus dem 12. Jahrhundert wird Graf Gerhard von Clerf als Bruder von Friedrich von Vianden bezeichnet. Nach dem Aussterben der Grafen von Clerf gelangten Burg und Herrschaft an die Herren von Meysenburg, später an die Herren von Brandenburg (eine Seitenlinie der Grafen von Vianden). Die Burg wurde im 15. und 16. Jahrhundert zur heutigen Größe ausgebaut und sollte 1691 zur Tilgung von Kriegsschulden versteigert werden – blieb aber im Familienbesitz. Danach verfiel die Burg und gelangte 1927 durch Versteigerung in Privatbesitz. Während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 zerstörten deutsche Truppen die Burg. Die Restaurierungsarbeiten der Schlossburg, die sich heute im Besitz des Staates Luxemburg befindet, wurden erst 1994 abgeschlossen. Im Schloss befinden sich Teile der Gemeindeverwaltung und darüber hinaus (mit dem Stand 2013) drei Ausstellungen:

Kloster[Bearbeiten]

Ein weiteres Bauensemble ist die Benediktinerabtei St. Mauritius und St. Maurus, die vom niederländischen Architekten Johannes Franziskus Klomp (1865–1946) konzipiert wurde. Die Mönchsgemeinschaft aus Solesmes hatte sie 1909/1910 gegründet.<ref>Klompsche Detailpläne zu den Einzelbauten und der Ausstattung der Benediktinerabtei Clerf im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin</ref> Bei dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche weitgehend verändert. Für Besucher ist die Abtei mit Ausnahme des Vorhofs, der Klosterkirche und der Krypta nicht zugänglich. In der Krypta gibt es eine kleine Ausstellung über die Sitten und Gebräuche des Klosterlebens. In der Literaturwelt erlangte die Abtei einige Berühmtheit, da sich der isländische Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger Halldór Laxness 1923 dort zum Katholizismus bekehrte. Außerdem lebte und wirkte hier der Orgelkomponist Dom Paul Benoit.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Westlich des Schlosses, auf einem felsigen Bergrücken, steht die Pfarrkirche St. Cosmas und Damian, die 1910–1912 im rheinisch-romanischen Stil erbaut wurde. Die reiche und kunstvolle Innenausstattung – Altäre, Kreuzigungsstationen und Kanzel – wurden durch den Aachener Kirchenbildhauer Lambert Piedboeuf geschaffen. Außerdem befindet sich in der Kirche eine Orgel.
  • Erwähnenswert ist außerdem die vom Clerfer Graf de Lannoy 1762 im Rokokostil errichtete Lorettokapelle, die sich unweit des Bahnhofs auf einer kleinen Anhöhe befindet.
  • Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Lieler mit Chorturm aus dem 14. Jahrhundert.
Datei:Église Saints-Côme-et-Damien Pfarrkirche zu Clerf Clervaux v.Süd - fertig 1912 - Ghzgtm Luxemburg - Foto Wolfgang Pehlemann P1310410.jpg
Pfarrkirche
Datei:Clerf-Loretto-Kapelle-20060908.JPG
Loretto-Kapelle
Datei:Kirche Lieler 01.jpg
Heilig-Kreuz-Kirche Lieler

Spielzeugausstellung[Bearbeiten]

Die in Clerf beheimatete Ausstellung von historischen Spielzeugen wurde 2018 in das benachbarte Munshausen verlegt und kann seitdem über das ganze Jahr im Freilichtmuseum Robbesscheier besichtigt werden.

Gemeindeverwaltung[Bearbeiten]

Im Zentrum der Ortschaft steht das frühere Rathaus, seit dem Gemeindezusammenschluss Batiment Administratif, mit den Aufgabenbereichen Katasteramt und Geografie, Geländeerfassung, Steueramt sowie das Brücken- und Straßenamt. Auf dem kleinen Platz davor erfreut ein Springbrunnen Einwohner und Touristen.

Befreiungsdenkmale[Bearbeiten]

An der Straße unterhalb des Schlossfelsens steht eine große Bronzetafel mit der Inschrift (in Luxemburgisch) „Für die bei unserer Befreiung Gestorbenen, 1940, 1945“.

Im Jahr 1983 ließ der Studienkreis zur Erforschung der Ardennenschlacht gemeinsam mit der Ortsverwaltung ein Bronzemonument errichten, das einen amerikanischen GI in der damaligen typischen Bekleidung zeigt. Die Skulptur steht auf einem grob behauenen Findling. Zwei daran angebrachte Gedenktafeln erinnern an dieses Ereignis. Auf einer steht: „Unseren Befreiern 1944 – 1945“. Sie ist mit zahlreichen Wappen militärischer Einheiten umgeben. Eine zweite Tafel erklärt: „In Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger von Clervaux und der Mitglieder des Studienkreises der Ardennenschlacht von den dankbaren Freunden der 6. Panzerdivision der USA. 1. Dezember 1994“. Das zuletzt genannte Datum bezieht sich vermutlich auf die weitere Gestaltung der Umgebung: aus Fenstern eines Hauses, die auf den kleinen Gedenkplatz hinausgehen, schauen in Bronze gegossene Figuren heraus, die eine Fahne, ebenfalls aus Bronze, schwenken. Die Darstellung meint das freundliche Willkommen, das die Einwohner ihren Befreiern bereitet hatten. Die Skulptur auf dem steinernen Fundament wird von einem kleinen Blumenrondell umgeben, das vier Zugänge enthält, ansonsten jedoch mit niedrigen Ketten vom Fußgängerbereich abgetrennt ist.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Der Haupterwerbszweig der Gemeinde ist der Tourismus. Das bezeugen unter anderem allein in Clerf direkt 13 Hotels und zahlreiche Gaststätten. Hinzu kommen Ferienwohnungen und Campingplätze am Rand der Siedlungskerne.

Clerf verfügt über einen Schnellzughalt an der Luxemburger Nordstrecke. Folgende überregionale Straßen verlaufen durch das Gemeindegebiet: N7 Luxemburg–Ettelbrück–Diekirch–Wemperhardt–Belgien, N10 Schengen–Wasserbillig–Echternach–Vianden–Marnach, N18 Marnach–Antoniushof. Die Gemeinde ist durch 35 Linienbusse verbunden.<ref name="Gemeinde2021" />

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Clerf geboren[Bearbeiten]

In Clerf verstorben[Bearbeiten]

  • Pierre Prüm (1886–1950), luxemburgischer Politiker
  • Paul Benoit (1893–1979), französischer römisch-katholischer Priester, Benediktiner, Organist und Komponist

Literatur[Bearbeiten]

  • Vorlage:MerianTopo
  • Reinhard Tiburzy: Luxemburg (= Dumont-Reise-Taschenbücher. Nr. 2137). Verlag DuMont, Köln 1997, ISBN 3-7701-3805-8.
  • Martin Thomas, Michael Neumann-Adrian: Belgien – Luxemburg. Verlag C. J. Bucher GmbH, München 1996, ISBN 3-7658-1097-5.
  • John Zimmer: Die Burgen des Luxemburger Landes. 2 Band, Luxemburg 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Wikivoyage: Clerf – Reiseführer

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Commons: Clerf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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