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Ulflingen

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Ulflingen
Wappen Karte
Wappen von Ulflingen Lage von Ulflingen im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Binsfelder Straße in Ulflingen
Binsfelder Straße in Ulflingen
Staat: Luxemburg Luxemburg
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city 50° 7′ N, 6° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city 50° 7′ 18″ N, 6° 0′ 1″ O
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Kanton: Clerf
Einwohner: 3654 (1. Januar 2025)<ref>Population by canton and municipality, citizenship and sex. Abgerufen am 5. Oktober 2025. </ref>
Fläche: 37,9 km²
Bevölkerungsdichte: 96,5 Einw./km²
Gemeindenummer: 0504
Website: www.troisvierges.lu
Politik
Bürgermeister: Edy Mertens (ËBL)
Schöffen: Guy Henckes (ËBL)

Carlo Schroeder (ËBL)

Wahlsystem: Proporzwahl
Sitzverteilung im Gemeinderat:
8
3
8 3 
Insgesamt 11 Sitze
  • ËBL: 8
  • CSV: 3
Regierende Fraktion: ËBL
Opposition: CSV
Datei:Troisvierges, stadhuis foto2 2011-06-03 13.17.JPG
Rathaus von Ulflingen

Ulflingen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Clerf. Ulflingen ist die nördlichste Gemeinde des Großherzogtums und liegt in der Nähe des Dreiländerecks mit Belgien und Deutschland.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.Etwa fünf Kilometer nördlich von Ulflingen entspringt die Woltz, die später (ab Clerf) den Namen Klerf annimmt. Sie fließt in südlicher Richtung durch die Ortschaft.

Die Gemeinde ist Luxemburgs Vertreter in der European Charter – Villages of Europe, eine Gruppe ländlicher Gemeinden aus allen 28 EU-Ländern.

Zusammensetzung der Gemeinde[Bearbeiten]

deutscher Name luxemburgischer Name französischer Name
Biwisch Biwesch / Biwisch Biwisch
Drinklingen Drénkelt Drinklange
Gödingen Géidgen Goedange
Huldingen Huldang Huldange
Niederbesslingen Kierchen / Kirchen Basbellain
Oberbesslingen Beesslek Hautbellain
Ulflingen Ëlwen Troisvierges
Wilwerdingen Wilwerdang Wilwerdange

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Der deutsche Name, wie auch der luxemburgische Ulflingen oder Ëlwen leiten sich von Ulf, beziehungsweise Elf oder Alb ab, was Elfen bedeutet. Seit jeher berichten Volkssagen von der Gründung der Ortschaft durch Elfen. Das Suffix ingen weist auf eine germanische Siedlung hin, was mit der Besiedlung der Region durch germanische Franken naheliegt.

Herkunft des französischen Namens Troisvierges (wörtlich „drei Jungfrauen“): Bereits in der griechischen und der römischen Mythologie gab es die Moiren (auch Mören), Schicksalsgöttinnen, die den Menschen den Anteil am Leben zuteilen. Gewöhnlich nannte man Klotho, Lachesis und Atropos. Wahrscheinlicher allerdings ist, dass sich in Ulflingen, wie auch im umliegenden Asselborn, der Dreigöttinnenkult der keltischen Treverer bis heute gehalten hat. Die keltischen Treverer verehrten ihre Matres Treverae oder Matronae Treverae.<ref name="Bierekoven 1967" /> Nicht weit vom Norden Luxemburgs, im Raum Aachen, finden wir Spuren des Matronenkultes, vor allem bei den germanischen Ubiern. Der Dreigöttinnenkult ist nach aktueller wissenschaftlicher Ansicht ein kelto-germanischer Kult, der besonders in der Gallorömischen Epoche Hochkonjunktur genoss. Um die Christianisierung voranzutreiben, konvertierte Papst Gregor I. den Heidenkult in die Verehrung der drei legendarischen Jungfrauen „FIDES, SPES et CARITAS“ (Glaube, Hoffnung und Liebe). Ulflingen war als Pilgerstätte der drei Heiligen bis nach Wallonien bekannt, daher der französische Name (Nous allons aux Trois-Vierges).

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Fahrplan 1890 auf der Vennbahn Aachen-Ulflingen.jpg
Historischer Fahrplan der Vennbahn
Datei:Gare de Troisvierges IMG 6885.jpg
Intercity nach Lüttich im Bahnhof Troisvierges

Ulflingen wird zum ersten Mal 1353 unter dem Namen Ulvelingen erwähnt. Im 17. Jahrhundert war Ulflingen eine bekannte Pilgerstätte, und 1641 entstand dort ein Franziskaner-Kloster. In dieser Zeit entstand auch der französische Name der Ortschaft Troisvierges (siehe Herkunft des Namens).

Ulflingen erlebte im 19. Jahrhundert einen bedeutenden wirtschaftlichen und demographischen Aufschwung. Dieser war mit dem Bau der Bahnstrecke Luxemburg–Spa sowie mit der in hier abzweigenden Strecke in Richtung Aachen (Vennbahn) verbunden. Letztere wurde stillgelegt, seit 1954 demontiert und zum Vennbahnradweg umgebaut.

Am 1. August 1914 um 19 Uhr überfuhren fünf Autos des deutschen Heeres die Grenze zu Luxemburg. Sie hielten vor dem Bahnhof an und 25 Soldaten des 69. Infanterieregiments drangen in den Bahnhof ein. Weitere Soldaten demontierten 150 Meter Eisenbahnschienen in Richtung Belgien. Die Luxemburger Eisenbahner unter Bahnhofvorsteher Jules Thiry konnten den Bahnhof Gouvy über den Überfall benachrichtigen. Gegen 21 Uhr erschien ein Meldewagen mit dem Befehl zum Rückzug. Daraufhin rückten die deutschen Soldaten wieder ab. In der Nacht erschienen erneut fünf Militärautos. Der Leutnant Feldmann erklärte, dass er nur auf Befehl aus Berlin handelte.<ref name=":0">Kriegstage 14, 40 und 45. In: Tageblatt. 9. Juni 1978, abgerufen am 11. August 2026.</ref><ref>Clayton Donnell: Breaking the Fortress Line 1914, S. 33 (online)</ref> Mit dieser ersten deutschen militärischen Grenzverletzung vor der Kriegserklärung an Frankreich begann der Erste Weltkrieg im Westen.

Am 10. Mai 1940 um 4:35 Uhr begann der Überfall auf Luxemburg, der auch diesmal wieder über Ulflingen erfolgte. Es kam zu keinen Kampfhandlungen. Als die amerikanische Armee über Asselborn gegen Ulfingen vorrückte, sprengten die Deutschen bei ihrem Rückzug am 24. Januar 1945 drei Brücken, die Bahnanlagen, eine Mühle und zwei Hotels. Um die Kirche herum hielten sie noch ein paar Stellungen, als die Amerikaner schon am Bahnhof standen. Die drangen dann weiter im Ort vor und verscheuchten die Deutschen, die bereits‘ Sprengladungen an verschiedenen Teilen des oberen Viertels angebracht hatten. „Von Ulflingen aus trieben sie die Deutschen dann weiter heim ins Reich.“<ref name=":0" />

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Nördlich des Gemeindehauptorts Troisvierges/Ulflingen befindet sich das Naturschutzgebiet Cornelys Millen, ein Feuchtgebiet, das innerhalb der Luxemburger Ardennen eines der wenigen Rückzugsgebiete für bedrohte Tierarten ist. Man kann dort unter anderem den Schwarzstorch beobachten.

2008 wurde der Sentier des Passeurs eingeweiht: ein Fluchthelferweg, der während der deutschen Besatzung ab 1943 benutzt wurde, um luxemburgische, zwangsverpflichtete Kriegsdienstverweigerer nach Belgien zu schleusen.<ref>naturpark-our.lu/projects/sentier-des-passeurs (deutsch) ; sr.de</ref>

Fahrradwege in der Gemeinde:

  • Vëlo’s-t’Our Jardins à suivre, 30 km
  • Vëlo’s-t’Our Panorama, 25 km
  • Weiswampach-Ulflingen, 25 km
  • Vennbahn, Ulflingen – St. Vith – Aachen, 130 km

In der Gemeinde befinden sich die zwei höchsten Erhebungen des Luxemburger Landes: Kneiff (560 m) und Burgplatz (559 m).

Außerdem bestehen in der Ortschaft:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ulflingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Bierekoven 1967"> Josef Bierekoven: Matronenverehrung, ein uralter Kult. In: Heimatkalender des Kreises Euskirchen 1967. Kreisarchiv – Der Landrat/wingarden.de, 2003, abgerufen am 29. August 2013 (Heimatforschung). </ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Clerf | Parc Hosingen | Ulflingen | Weiswampach | Wintger Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang SpanienSpanien Bienvenida • Belgien Bièvre • ItalienItalien Bucine • Irland Cashel • FrankreichFrankreich Cissé • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Desborough • NiederlandeNiederlande Esch • DeutschlandDeutschland Hepstedt • DanemarkDänemark Holmegaard • Rumänien Ibănești • Lettland Kandava • Finnland Kannus • GriechenlandGriechenland Kolindros • OsterreichÖsterreich Lassee • Zypern Republik Pano Lefkara • Slowakei Medzev • Slowenien Moravče • Malta Nadur • Ungarn Nagycenk • SchwedenSchweden Ockelbo • Estland Põlva • PortugalPortugal Samuel • Bulgarien Sliwo Pole • Tschechien Starý Poddvorov • Polen Strzyżów • Kroatien Tisno • Luxemburg Troisvierges • Litauen Žagarė Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Ortsteile von Ulflingen

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