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Colias philodice

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Colias philodice
Datei:Colias philodice.jpg

Colias philodice

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Weißlinge (Pieridae)
Unterfamilie: Gelblinge (Coliadinae)
Gattung: Colias
Art: Colias philodice
Wissenschaftlicher Name
Colias philodice
(Godart, 1819)
Datei:Male Clouded Sulphur Megan McCarty40.jpg
Colias philodice, Männchen
Datei:Female Clouded Sulphur Megan McCarty42.jpg
Colias philodice Weibchen
Datei:Colias philodice white form.jpg
Colias philodice f. alba, Weibchen
Datei:Colias philodice range map.JPG
Verbreitungskarte für Nordamerika

Colias philodice ist ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Er ist in Nordamerika und isoliert in Mittelamerika verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Falter[Bearbeiten]

Die Falter werden zwischen 50 und 70 Millimeter große und haben eine weiße bis weißgelbe Grundfarbe, heller gefärbte Tiere sind meistens Weibchen. Beide Geschlechter besitzen schwarze Flügelaußenränder bei den Weibchen scheint hier die gelbe bis weiße Grundfärbung durch. Auf den Oberseiten der Vorder- sowie Hinterflügel findet sich je ein Augenfleck. Dieser ist auf dem Vorderflügel dunkel gefärbt und auf dem Hinterflügel silbern<ref name="Butterflies and Moth of North America"/>. Er tritt oft paarweise auf und ist rötlich umrahmt.<ref name="Animal Diversity Web"/> Die Unterseiten der Flügel sind einheitlich gelb bis gelblichweiß, die Augenflecke treten hier deutlich hervor und sind auf dem Hinterflügel weiß mit schwarzer Umrandung. Bei der Unterart Colias philodice vitabunda sind die Weibchen meist reinweiß.<ref name="Animal Diversity Web"/> Im Frühjahr und Herbst sind die Falter kleiner und weniger auffällig gezeichnet.<ref name="Butterflies and Moth of North America"/>

Ei[Bearbeiten]

Die Eier sind cremefarben wenn sie gelegt werden, nach ein bis zwei Tagen verfärben sie sich leicht ins rötliche.<ref name="Animal Diversity Web"/> Sie sind länglich gerippt und zu den Enden hin verjüngt.<ref name="Entomology Collection"/> Sie werden einzeln an den Blättern der Futterpflanze abgelegt.<ref name="Butterflies and Moth of North America"/>

Raupe[Bearbeiten]

Die Raupen haben an beiden Seiten grün-weiße oder hellgelbe Streifen und leicht erhöhte, beharrte schwarze Punkte über dem Körper verteilt sowie zwei hellgrüne schmale Rückenlinien.<ref name="Animal Diversity Web"/> Im dritten Raupenstadium überwintert die Art,<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> gelegentlich auch im vierten.<ref name="Animal Diversity Web"/>

Puppe[Bearbeiten]

Die Puppe ist hellgrün mit einer gelblich-weißen Marmorierung und rot abgesetzten Bereichen.<ref name="Animal Diversity Web"/><ref name="Entomology Collection"/>

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitet ist die Art in Nord- und Mittelamerika vom Süden Alaskas über Zentral und Südost Kanada die angrenzenden Vereinigten Staaten mit Ausnahme von Kalifornien den Süden von Texas und den größten Teil Floridas.<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> Sie fehlt im nördlichen Québec und Labrador.<ref name="Canadian Biodiversity Information Facility"/> Es wurden aber auch isolierte Populationen im Hochland von Guatemala gefunden.<ref name="Entomology Collection"/> Ihr Territorium, in dem sie sich bei ihren Flügen ausbreiten, ist zwischen 40 und 100 Hektar groß.<ref name="Animal Diversity Web"/> Die Falter sind weit verbreitet und häufig und bewohnen offene Felder, Wiesen, Wegränder und Ackerland.

Lebensweise und Verhalten[Bearbeiten]

Die Falter können mit Colias eurytheme hybridisieren.<ref name="Animal Diversity Web"/> Im Norden ihres Verbreitungsgebiets werden drei Generationen pro Jahr von Mai bis Oktober ausgebildet, im Süden sind es 4 bis 5 Generationen von März bis November.<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> Die Unterart Colias philodice vitabunda, die im Norden des kanadischen Bundesstaates British Columbia und in Alaska vorkommt, fliegt nur von Juni bis Mitte Juli.<ref name="Animal Diversity Web"/> Die Lebensspanne der Falter schwankt zwischen 2 und 17 Tagen, wobei der Durchschnitt bei 2 bis 3 Tagen liegt. Die längste festgestellte Lebensspanne wurde bei einem Männchen mit 2 Wochen festgestellt und bei einem Weibchen mit 24 Tagen. Ihr Flug ist schnell und unberechenbar, meist nur etwa einen Meter über dem Boden. Sie nutzen visuelle Hinweise, z. B. die UV-Reflexion der Flügelschuppen sowie Pheromone, um miteinander zu kommunizieren.<ref name="Animal Diversity Web"/>

Ernährung[Bearbeiten]

Nahrungspflanzen der Raupen sind verschiedene Schmetterlingsblütler wie Klee (Trifolium), Weißklee (Trifolium repens)<ref name="Butterflies and Moth of North America"/>, Steinklee (Melilotus alba), Falscher Indigo (Baptisia tinctoria), Wicken (Vicia)<ref name="Animal Diversity Web"/> und Alfalfa (Medicago sativa) sowie Pflanzen aus der Familie der Erbsen (Fabaceae) und Erbse (Pisum sativum).<ref name="Butterflies and Moth of North America"/><ref name="Scott"/> Da sich unter diesen Hülsenfrüchtlern viele Nutzpflanzen befinden, gelten die Raupen gebietsweise als Schädlinge, wenn sie in großer Zahl auftreten.<ref name="Animal Diversity Web"/>

Adulte Falter nehmen Nektar von verschiedenen blühenden Pflanzen auf<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> z. B. Alfalfa (Medicago sativa), Klee (Trifolium), aber auch Seidenpflanzen (Asclepias), Kleine Braunelle (Prunella vulgaris) und Wilde Karde (Dipsacus sylvestris).<ref name="Animal Diversity Web"/> Die Art ist bekannt dafür, dass sie sich in Gruppen von mehreren Faltern an feuchten Stellen und Schlamm sammelt.<ref name="Scott"/> Man nimmt an, dass die Schmetterlinge hier Salze und Mineralien zu sich nehmen.

Paarung[Bearbeiten]

Das Paarungsverhalten ist recht gut dokumentiert. Männliche Falter fliegen die Weibchen an und beginnen mit heftigen Flügelschlägen, bei denen sie den Körper des Weibchens berühren. Gleichzeitig werden Pheromone aus einer Drüse auf der Oberseite der Hinterflügel der Männchen freigesetzt. Sobald das Weibchen diese Pheromone wahrnimmt, senkt sie ihren Hinterleib zur Paarung ab. Durch die Pheromone können weitere Weibchen angelockt werden, die sich den Männchen noch während der Paarung nähern.<ref name="Scott"/> Weibchen die jünger als eine Stunde sind, können nicht zwischen den Pheromonen ihrer eigenen Art und Colias eurytheme unterscheiden. Während dieser Zeit kommt es am häufigsten zu Hybridisierungen. Paart sich ein Weibchen mit einem Männchen von Colias eurytheme, werden lebensfähige Nachkommen produziert, die sich auch in der nächsten Generation weiter vermehren können. Kommt es zur Paarung zwischen einem Weibchen von Colias eurytheme und einem Männchen von Colias philodice werden nur sterile Weibchen produziert.<ref name="Animal Diversity Web"/>

Unterarten[Bearbeiten]

Es werden vier Unterarten unterschieden: ITIS-Report.<ref name="ITIS Report"/>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="ITIS Report">ITIS Report, abgerufen am 6. September 2014</ref> <ref name="Butterflies and Moth of North America">Butterflies and Moth of North America, englisch, abgerufen am 18. September 2014</ref> <ref name="Animal Diversity Web">Colias philodice im Animal Diversity Web, englisch, abgerufen am 18. September 2014</ref> <ref name="Entomology Collection">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Entomology Collection (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.entomology.ualberta.ca, englisch, abgerufen am 3. Oktober 2014</ref> <ref name="Canadian Biodiversity Information Facility">Canadian Biodiversity Information Facility, englisch, abgerufen am 3. Oktober 2014</ref> <ref name="Scott">James A. Scott: The Butterflies of North America: A Natural History and Field Guide. Stanford University Press, Stanford 1992, S. 198–199 ISBN 978-0804720137</ref> <ref name="Neotropical Region">Bernard D'Abrera: Butterflies of the Neotropical Region. Part 1 Papilionidae & Pieridae. Lansdowne Edition, Melbourne, 1981, ISBN 0-7018-1033-5, S. 104</ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • Elizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books Ltd., Köln 2007, ISBN 978-1407512037, S. 55
  • James A. Scott: The Butterflies of North America: A Natural History and Field Guide. Stanford University Press, Stanford 1992, Seiten 198–199 ISBN 978-0804720137

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Colias philodice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien