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Colubrina

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Colubrina
Datei:Colubrina asiatica, detail.jpg

Zweig von Colubrina asiatica mit Blätter, Blüten und Früchten

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Tribus: incertae sedis
Gattung: Colubrina
Wissenschaftlicher Name
Colubrina
Rich. ex Brongn.

Colubrina ist eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Die Vertreter bilden dornige oder unbewehrte, selten kletternde Sträucher oder Bäume. Die etwa 37 Arten<ref name="POWO" /> sind in den Tropen der Alten und Neuen Welt verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländlischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik (14229854345).jpg
Illustration aus Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik von Colubrina arborescens

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Colubrina wachsen als Bäume, Sträucher oder kletternde Sträucher. Sie sind immergrün oder laubabwerfend und unbewehrt oder dornig.<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Die Laubblätter stehen wechselständig und selten gegenständig. Sie sind häutig bis derb und häufig drüsig. Der Blattrand ist ganzrandig, gesägt oder gekerbt. Die Aderung ist entweder fiederförmig oder drei Blattadern laufen von der Blattbasis aus. Die Nebenblätter sind sehr klein und fallen früh ab.<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen selten einzeln, sondern meist in seitenständigen, sitzenden oder nur kurz gestielten Zymen, kleinen Thyrsen oder Büscheln.<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist becher- oder tellerförmig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf früh abfallenden Kronblätter sind dreieckig, auf der Unterseite dicht behaart und ihre Oberseite ist leicht gekielt. Der Diskus ist fleischig, mit der Kelchröhre verwachsen und füllt beinahe den Blütenbecher auf. Es sind fünf Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist halb-unterständig und drei- selten vierfächrig. Der Griffel ist dreifach gelappt bis dreispaltig.<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Die dreisamigen, rundlichen Kapselfrüchte öffnen sich langsam oder explosionsartig, wobei das äußere Perikarp unregelmäßig abbricht. Die Samen sind glänzend, breit verkehrt eiförmig, proteinhaltig und bilden manchmal einen undeutlichen Samenmantel.<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Colubrina wurde 1826 durch William Jackson Hooker in Adolphe Brongniart: Mémoire sur la famille des Rhamnées. S. 61–62, Tafel 4, Figur 3 aufgestellt. Synonyme für Colubrina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rich. ex Brongn. sind: Barcena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dugès, Caesia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vell., Cormonema Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Reissek ex Endl., Diplisca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Hybosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Urb., Macrorhamnus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baill., Marcorella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Neck. ex G.Don) Raf., Rhamnobrina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Perrier, Tralliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour., Tubanthera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex DC.<ref name="POWO" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Colubrina stammt aus dem Lateinischen, bezeichnete im Mittelalter (abgeleitet vom lateinischen Wort colubra für „Natter“)<ref name="Haage1985">Bernhard Dietrich Haage: Prolegomena zu Anfortas' Leiden im 'Parzival' Wolframs von Eschenbach. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 3, 1985, S. 101–126, hier: S. 116.</ref><ref>Vgl. auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 34 (Colubrina naterwurcz).</ref> die Pflanzen Gemeine Drachenwurz (genannt auch Schlangenwurz)<ref>Vgl. auch Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 391 (colubrina).</ref> und Italienischer Aronstab<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 173 und 225 (Serpentaria = Colubrina).</ref> sowie Schlangen-Knöterich<ref name="Sterne1961">Carus Sterne, Aglaia von Enderes, Werner Hopp: Unsere Pflanzenwelt. Berlin 1961, S. 412.</ref> und bedeutet „schlangenförmig“, er bezieht sich damit auf die Ähnlichkeit der Triebe oder der Staubblätter mit Schlangen.<ref name="Quattrocchi2000" />

Das natürliche Verbreitungsgebiet der etwa 30 Arten liegt in den Tropen der Alten (Afrika, Südasien, zwei Arten in China) und der Neuen Welt (Australien, Südamerika, pazifische Inseln).<ref name="Kubitzki6" /><ref name="FoC" />

Colubrina ist eine Gattung aus der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae), in der sie keiner Tribus zugeordnet wird (incertae sedis).

Datei:Colubrina arborescens.JPG
Untergattung Colubrina Sektion Colubrina: Colubrina arborescens
Datei:Flickr - João de Deus Medeiros - Colubrina glandulosa.jpg
Untergattung Colubrina Sektion Colubrina: Colubrina glandulosa
Datei:Colubrina oppositifolia (4822719738).jpg
Untergattung Colubrina Sektion Colubrina: Colubrina oppositifolia
Datei:Latherleaf--with flowers (8600816700).gif
Untergattung Serrataria: Colubrina asiatica
Datei:Colubrina-californica.jpg
Untergattung Serrataria: Colubrina californica

Nach Kubitzki 2004 sind in der Gattung Colubrina 33,<ref name="Kubitzki6" /> nach Johnston 1971 31 Arten enthalten. Johnston unterteilt die Gattung 1971 in seiner Revision in zwei Untergattungen, eine weitere in vier Sektionen:<ref name="Johnston1971" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="Kubitzki6">D. Medan, C. Schiarend: Rhamnaceae in Klaus Kubitzki: The Families and Genera of Vascular Plants. Volume VI, S. 335, 336.</ref> <ref name="Johnston1971">M.C. Johnston: Revision of Colubrina (Rhamnaceae). S. 8–12.</ref> <ref name="FoC">Yilin Chen, Carsten Schirarend: Colubrina In: Flora of China. Band 12, S. 167.</ref> <ref name="Quattrocchi2000">Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names. 1: A–C. CRC Press, 2000, ISBN 978-0-8493-2675-2, S. 588 (online bei Google [abgerufen am 6. Dezember 2014]).</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Colubrina bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Colubrina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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