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Cunoniaceae

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Cunoniaceae
Datei:Weinmannia pinnata 1.jpg

Weinmannia pinnata

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Sauerkleeartige (Oxalidales)
Familie: Cunoniaceae
Wissenschaftlicher Name
Cunoniaceae
R.Br.

Die Cunoniaceae, selten Cunoniagewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die etwa 300 Arten kommen überwiegend auf der Südhalbkugel vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Callicoma serratifolia-Minchen.jpg
Illustration von Callicoma serratifolia
Datei:Eucryphia glutinosa1.jpg
Blüten von Eucryphia glutinosa

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Es sind verholzende Pflanzen: Sträucher, Bäume oder oft Lianen. Viele Arten sind immergrün.

Die gegenständig oder quirlständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrigen Blattspreiten sind selten einfach oder meist zusammengesetzt, manchmal dreiteilig, aber meist unpaarig gefiedert. Die Blattränder sind meist gezähnt. Nebenblätter (Stipeln) sind immer vorhanden. Bei wirteliger Blattstellung sind die Stipeln benachbarter Blätter zu einem einheitlichen Gebilde verwachsen, in diesem Fall verwendet man den Begriff Interpetiolarstipeln.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder ganz unterschiedliche Typen von Blütenständen: Zymen, Rispen oder Köpfen. Beispielsweise Davidsonia jerseyaqna ist kauliflor.

Die meist radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig oder selten eingeschlechtig. Wenn die Blüten eingeschlechtig sind, dann können die Arten diözisch (Spiraeanthemum), androdiözisch, gynodiözisch oder polygamomonözisch (Subdiözie) sein. Die Blütenhüllblätter können in Kelch- und Kronblätter gegliedert sein oder es sind nur kronblattähnliche Kelchblätter vorhanden. Es sind (drei bis) fünf (bis zehn), oder (sechs bis) zehn (bis zwanzig) Kelchblätter vorhanden (frei oder an ihrer Basis verwachsen). Wenn Kronblätter vorhanden sind dann sind es (drei bis) vier oder fünf (bis zehn) (frei oder an ihrer Basis verwachsen). Es sind ein oder zwei Staubblattkreise vorhanden mit jeweils vier oder fünf freien Staubblättern, selten sind es auch 11 bis 40 Staubblätter. Meist zwei, selten drei bis fünf, Fruchtblätter sind zu einem meist oberständigen (bei Spiraeanthemum halbunterständigen) Fruchtknoten verwachsen (synkarp), selten sind die Fruchtblätter frei (apokarp), selten ist der Fruchtknoten auch teilweise unterständig. Je Blüte sind zwei, oder drei bis fünf, freie Griffel vorhanden, entsprechend der Anzahl der Fruchtblätter.

Datei:Davidsonia jerseyaqna fruit1.jpg
Die Früchte sitzen direkt am Stamm bei Davidsonia jerseyaqna. Sie ist kauliflor.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Bei den Arten mit apokarpen Fruchtblättern werden Balgfrüchte gebildet. Bei den anderen Arten sind die Früchte meist (holzige) Kapselfrüchte, manchmal Steinfrüchte oder selten Nussfrüchte. Die kleinen Samen sind geflügelt oder ungeflügelt; sie haben ein öliges Endosperm.

Datei:Caldcluvia paniculata.jpg
Caldcluvia paniculata
Datei:Starr 980528-4083 Ceratopetalum gummiferum.jpg
Ceratopetalum gummiferum
Datei:Pullea stutzeri.jpg
Blütenstände und Blätter von Pullea stutzeri
Datei:Sawn log - Werrikimbe National Park.jpg
Gefällter Baumstamm von Schizomeria ovata
Datei:Weinmannia trichosperma.jpg
Zweige mit Früchten von Weinmannia trichosperma

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie Cunoniaceae wurde 1814 durch Robert Brown in A Voyage to Terra Australis, 2, S. 548 aufgestellt. Typusgattung ist Cunonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. und damit auch Namensgeber der Familie Cunoniaceae. Der Gattungsname Cunonia ehrt den deutschen Juristen und Kaufmann Johann Christian Cuno (1708–1783).<ref name="Burkhardt2016" />

Datei:Spiraeanthemum katakata 17.jpg
Illustration von Spiraeanthemum katakata

Die Arten der früheren Familien Baueraceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl., Davidsoniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.G.G.J.Bange und Eucryphiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gay sind entsprechend APG IV in Cunoniaceae enthalten. Weitere Synonyme für Cunoniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. sind Belangeraceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Agardh, Callicomaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Agardh und Codiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tiegh.<ref name="GRIN" />

Die Arten der Familie Cunoniaceae sind kommen in Australien, Neukaledonien, Neuguinea, Neuseeland, Südamerika, auf den Maskarenen und im südlichen Afrika (beispielsweise in der Capensis). Sie haben also eine Verbreitung, die dem Urkontinent Gondwana entspricht. Mehrere Gattungen besitzen ein stark disjunktes Areal auf verschiedenen Kontinenten, beispielsweise Cunonia in Südafrika und Neukaledonien oder Caldcluvia und die Scheinulmen (Eucryphia) sowohl in Australien wie im südlichen Südamerika. Das Areal von Caldcluvia reicht weiter nach Norden bis Ecuador und die Philippinen. Geissois hat Areale auf Fidschi im Pazifischen Ozean. Die Hauptverbreitung liegt in tropischen Gebieten zwischen 13 Grad nördlicher Breite und 35 Grad südlicher Breite.

In der Familie der Cunoniaceae gibt es (16 bis 27) etwa 23 Gattungen<ref name="GRIN" /> mit 280 bis 350 Arten:

Fossilfunde[Bearbeiten]

Tropidogyne wurde 2010 als Fossilgattung der Frühen Kreidezeit mit der Typusart Tropidogyne pikei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.L.Chambers, Poinar & R.T.Buckley aufgestellt. Die Merkmale lassen ein Einordnung in die Familie Cunoniaceae zu.<ref name="Chambers2010Tropidogyne" />

Nutzung[Bearbeiten]

Von einigen Arten werden die Früchte roh gegessen. Das Holz einiger Arten wird genutzt.<ref name="PFAF" />

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Kap-Löffelbaum (Cunonia capensis):

Weinmannia tinctoria:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Yohan Pillon, Helen C. F. Hopkins, Jérôme Munzinger, Mark W. Chase: A Molecular and Morphological Survey of Generic Limits of Acsmithia and Spiraeanthemum (Cunoniaceae). In: Systematic Botany, Volume 34, Issue 1, 2009, S. 141–148. doi:10.1600/036364409787602410
  • H. C. Fortune Hopkins, R. D. Hoogland: Flora Malesiana Volume 16: Cunoniaceae. online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="PFAF"> Einträge zu Cunoniaceae bei Plants For A Future </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="McPhersonHooglandia2004"> Gordon McPherson, Porter P. Lowry II: Hooglandia, a newly discovered genus of Cunoniaceae. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 91, Issue 2, 2004, S. 260–265 PDF. </ref> <ref name="NSWFoCunoniaceae"> Cunoniaceae bei New South Wales Flora Online. </ref> <ref name="Chambers2010Tropidogyne"> Kenton L. Chambers, George Poinar, Ron Buckley: Tropidogyne, a new genus of early Cretaceous Eudicots (Angiospermae) from Burmese amber. In: Novon, Volume 20, 2010, S. 23–29. doi:10.3417/2008039 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Burkhardt2016"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-946292-10-4, doi:10.3372/epolist2016 </ref> <ref name="Pillon2021"> Yohan Pillon, Helen C. F. Hopkins, Olivier Maurin, Niroshini Epitawalage, Jason Bradford, Zachary S. Rogers, William J. Baker, Félix Forest: Phylogenomics and biogeography of Cunoniaceae (Oxalidales) with complete generic sampling and taxonomic realignments. In: American Journal of Botany, Volume 108, Issue 7, Juli 2021, S. 1181–1200. doi:10.1002/ajb2.1688 </ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Y. Pillon, B. Fogliani: Evidence for a correlation between systematics and bioactivity in New Caledonian Cunoniaceae and its implications for screening and conservation. In: Pacific Science, Volume 63, 2009, S. 97–103. doi:10.2984/1534-6188(2009)63[97:EFACBS]2.0.CO;2

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cunoniaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien